Freitag, 12. Dezember 2014

Bildungs-Newsletter 12. Dezember 2014 2. Teil

OTS0089 II, CI 12.12.2014 11:06:31

 

Walser zur Zentralmatura: "Sofortige Rücknahme der Sparmaßnahmen"

Utl.: Grüne unterstützen Forderung der Schulpartner

 

"Der Protest der Schulpartner ist mehr als nur berechtigt", zeigt Grünen-Bildungssprecher Harald Walser Verständnis für den Unmut von SchülerInnen, Eltern und Lehrkräften: "Die chaotisch anmutende Vorgangsweise von Unterrichtsministerin Gabriele Heinisch-Hosek führt zu einer weiteren Verunsicherung der Betroffenen. Sie ist angesichts der Pannenserie im Frühjahr Gift für das an sich zu begrüßende Projekt."

 

Walser ist für die sofortige Zurücknahme der Sparmaßnahmen auf Kosten von Maturantinnen und Maturanten sowie ihrer Lehrkräfte und unterstützt die Forderungen der "Schulpartner Zentralmatura": "Die Ministerin ist auf dem besten Weg, ein bürokratisches Monster zu erschaffen und das Projekt Zentralmatura selbst zu torpedieren. Die konservativen Reformverweigerer dürfen sich angesichts der ministeriellen Performance freuen." Der Grüne Bildungssprecher empfiehlt der Ministerin abschließend einen Blick nach Finnland oder in andere Länder, wo die Zentralmatura seit Jahrzehnten problemlos abläuft.

 

Rückfragehinweis: Grüner Klub im Parlament Tel.: +43-1 40110-6697 mailto:presse@gruene.at

 

Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/100/aom

 

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OTS0071 II 12.12.2014 10:36:03

 

Bundes-Schulgemeinschaftsausschuss gegen Kürzungen bei Vorbereitungsstunden

Utl.: Nach 48 Stunden bereits 2.500 Unterschriften für Bürgerinitiative gesammelt

 

Vertreter von Eltern-, Lehrer- und Schülerseite sprachen sich heute, Freitag, bei einer Pressekonferenz in Wien geschlossen gegen die geplante Kürzung der Vorbereitungsstunden für die Zentralmatura aus. Statt vier Vorbereitungsstunden pro Wochenstunde im jeweiligen Fach, sollen es in Zukunft nur mehr vier Stunden insgesamt pro Fach sein. Der Bundes-Schulgemeinschaftsausschuss (B-SGA) fordert geschlossen eine Aufstockung auf die ursprüngliche Stundenzahl. Bundesschulsprecher Lukas Faymann brachte dazu eine Bürgerinitiative ins Parlament ein. Innerhalb von nur 48 Stunden unterschrieben 2.500 Erstunterzeichnerinnen und Erstunterzeichner.

"Wir Schülerinnen und Schüler wollen gut vorbereitet in die mündliche Matura starten. Vier Stunden sind dafür schlichtweg zu wenig. 2.500 Unterschriften innerhalb von nur 48 Stunden sind eine klare Botschaft für die Ministerin: Die Schülerinnen und Schüler wollen gut vorbereitet in die Matura gehen. Die Ministerin muss die Kürzung wieder rückgängig machen", so Bundesschulsprecher Lukas Faymann.

Elternvertreter Theodor Saverschel betonte bei der Pressekonferenz vor allem den geänderten Prüfungsmodus bei der Zentralmatura, der de facto eine Aufstockung statt eine Kürzung der Vorbereitungsstunden nötig machen würde.

"Die Themenbereiche der mündlichen Matura sind sehr global definiert. Gerade deshalb sind genügend Vorbereitungsstunden essenziell. Ein in den Nationalrat eingebrachter Entschließungsantrag wurde vertagt. Wir hoffen, dass die nun eingebrachte Bürgerinitiative die Politik zum Einlenken bringen wird", so Theodor Saverschel, Präsident des Bundeselternverbandes.

Von Seiten der Lehrerschaft wurden vor allem die beinahe unmöglichen Bedingungen für die Lehrerinnen und Lehrer aufgezeigt. Sie stehen in der Pflicht, die Schülerinnen und Schüler möglichst gut auf die Matura vorzubereiten. Gleichzeitig wird ihnen aber die Zeit dafür durch die Kürzungen gestohlen.

"Um die Schülerinnen und Schüler auf die Prüfungen vorzubereiten, bleiben einem in einer Gruppe von 20 Personen genau 10 Minuten pro Kandidatin bzw. pro Kandidat", so Roland Gangl, BMHS-Lehrervertreter.

"Bei der Zentralmatura ist es für die Lehrerinnen und Lehrer unmöglich, auf die individuellen Stärken und Schwächen der Schülerinnen und Schüler einzugehen. Das wirkt sich klarerweise auch auf die Schülerinnen und Schüler aus, die dadurch verunsichert werden. Deshalb bräuchte es pädagogisch gesehen mehr statt weniger Vorbereitungsstunden", so Eckehard Quin, AHS-Lehrervertreter.

Ein Foto zur honorarfreien Verwendung finden Sie unter: http://bit.ly/12UQFyE

Der Bundes-Schulgemeinschaftsausschuss (B-SGA) ist ein bundesweites Gremium, das sich aus Vertreterinnen und Vertretern aller drei Schulpartner - Schülerschaft, Elternschaft und Lehrerschaft - zusammensetzt. Der B-SGA wurde 2012 konstituiert und trifft sich regelmäßig, um über bildungspolitische Themen zu diskutieren. Unter anderem fordert der B-SGA seine gesetzliche Verankerung, um die Schulpartner in den Gesetzgebungsprozess einzubinden.

Rückfragehinweis: Lukas Faymann Bundesschulsprecher lukas.faymann@bsv.at 0664 588 64 71

Ing. Theodor Saverschel, MBA Präsident des Bundesverbandes der Elternvereine an mittleren und
höheren Schulen Österreichs office@bundeselternverband.at

Mag. Roland Gangl Stv. Vorsitzender der BMHS-Lehrergewerkschaft rgangl@hlabaden.at


Mag. Dr. Eckehard Quin Vorsitzender der AHS-Lehrergewerkschaft eckehard.quin@goed.at


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Salzburger Nachrichten Online 12.12.2014 - 07:35

 

2015 bringt Zentralmatura und Gratiszahnspange

 

2015 wird das Jahr, das Österreich eine große Steuerreform bringen soll. Wie genau die aussehen wird, ist noch Verhandlungssache auf Regierungsebene. Klar ist aber, dass auch im kommenden Jahr das Leben teurer wird und die Löhne nur moderat steigen. Auch einige Neuerungen kommen: Sie reichen von der Gratiszahnspange über die Zentralmatura bis zum Thermentausch auf Vermieterkosten.

 

2015 bringt Zentralmatura und Gratiszahnspange

 

Die Arbeitnehmer haben 2015 nur moderate Lohnerhöhungen zu erwarten. Die Abschlüsse liegen nur leicht über der Inflationsprognose von 1,4 Prozent. So erhalten die Metaller als auch die Handelsbediensteten 2,1 Prozent mehr Gehalt. Die Beamtengehälter steigen um 1,77 Prozent. Die Pensionserhöhung liegen mit 1,7 Prozent knapp darunter. Wer allerdings sehr hohe Sonderpensionen im in staatsnahen Bereichen bezieht, muss ab dem kommenden Jahr Kürzungen um bis zu 25 Prozent hinnehmen.

 

Für Sparer beträgt die Bausparprämie für 2015 wieder 1,5 Prozent. Der Zuschuss für die staatlich geförderte Altersvorsorge bleibt bei 4,25 Prozent. Das niedrige Zinsniveau wirkt sich auch auf die Lebensversicherung aus. Der höchstzulässige Garantiezins sinkt von 1,75 auf 1,5 Prozent.

 

Im Gesundheitsbereich steigt die Rezeptgebühr um 15 Cent auf 5,55 Euro. Die Höchstbeitragsgrundlage im ASVG wird um 120 Euro auf 4.650 Euro erhöht. Auch einige Neuerungen gibt es: So sollen in den Bundesländern die ersten Primärversorgungseinrichtungen an den Start gehen, in denen sich ein Team aus verschiedenen Gesundheitsberufen ambulant um die Patienten kümmert.

 

Im Februar soll - einen Nationalratsbeschluss vorausgesetzt - das liberalisierte Fortpflanzungsmedizingesetz in Kraft treten. Ab Juli kommt die für Kinder und Jugendliche die Gratiszahnspange bei erheblichen Zahn- oder Kieferfehlstellungen. Schon im Juni startet die neue Ärzteausbildung. E-Zigaretten und E-Shishas dürfen ab Oktober nur noch in Trafiken verkauft werden.

 

Im Bildungsbereich werden 2015 erstmals alle Gymnasiasten am selben Tag idente schriftliche Maturaaufgaben lösen. Neben der Zentralmatura kommt auch die neue Volksschullehrerausbildung. Bei den ÖH-Wahlen kommt wieder die Direktwahl, es gibt neue Stipendienregeln, und der Ausbau der Fachhochschulen geht weiter.

 

Schon ab Jahresbeginn müssen Vermieter die Reparatur bzw. den Austausch einer Therme bezahlen, für die Wartung müssen die Mieter aufkommen. Noch auf sich warten lässt die von der Regierung angekündigte große Wohnrechtsreform. Im Justizbereich kommt für die Bürger mit der Gesetzesbeschwerde ein neuer Weg zum Verfassungsgerichtshof, das kurze Mandatsverfahren für kleinere Delikte, der gebührenfreie Gerichtszugang für Minderjährige und betreutes Wohnen statt U-Haft für Jugendliche.

 

Im Bereich Verkehr steigt der Preis für die - nun azurblaue - Autobahnvignette von 82,7 auf 84,4. Im Mai startet die neue Agentur für Passagierrechte. Bereits am 14. Dezember 2014 wechselt der ÖBB-Fahrplan. Der Wiener Hauptbahnhof wird damit (noch mit Einschränkungen Richtung Westen) zum Fernverkehrsknoten, die ÖBB-Tarife steigen im Durchschnitt um 1,1 Prozent.

 

Auch einige Wahlen stehen an, allerdings keine einzige auf Bundesebene. Neue Landtage werden im Burgenland, Oberösterreich, der Steiermark und Wien gekürt, und auch die Wirtschaftskammerwahl findet statt.

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Kurier, 12. Dezember 2014 Dr. Christian Böhmer

 

Zentralmatura: Massiver Widerstand gegen Heinisch-Hosek. Schulgemeinschaft wehrt sich gegen Kürzung der Vorbereitungsstunden.

Heinisch-Hosek:  Zentralmatura beschert ihr Kopfzerbrechen.

 

Auf Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek wartet ein vergleichsweise ungemütlicher Dezember. Die institutionalisierte Schulgemeinschaft (SGA), kritisiert seit Tagen, dass die Zahl der "Vorbereitungsstunden" (bezahlte Stunden der Lehrkräfte vor der Matura) gesenkt werden soll. Heute, Freitag, wollen Eltern, Lehrer und Schüler ihrem Unmut bei einer Pressekonferenz Luft machen.

Und bei eben dieser Gelegenheit werden die SGA-Vertreter wohl auch ein zweites Problem zur Sprache bringen, nämlich die Frage der Prüfungsbögen – und wer selbige vorab kontrolliert.

Worum geht es? Um bei der Zentralmatura Pannen wie bei der vorjährigen Generalprobe zu vermeiden (an manchen Schulen wurden die Klausuren wegen fehlender Mathematik-Fragen unterbrochen), sollen die Schulen künftig die angelieferten Aufgabenpakete selbst auf deren Vollständigkeit kontrollieren. "Das klingt einfach, ist es aber nicht", sagt der Sprecher der AHS-Lehrervertreter Eckehard Quin zum KURIER.

Ein Maturant habe Aufgaben von 100 bis 120 Seiten zu bewältigen. "Bei 100 Maturanten kommen pro Schule mehr als 10.000 Blatt Papier zusammen, die der Direktor mit drei Lehrern kontrollieren soll. " Abgesehen vom Arbeitspensum sieht Quin in der Vorgabe ein durchschaubares Manöver der Ministerin: "Man versucht die Verantwortung für allfällige Pannen bei der Zentralmatura vorsorglich abzuschieben", sagt Quin. "Aber da spielen wir sicher nicht mit."

 

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Krone 11.12.2014, 16:14

 

Direktoren warnen vor Datenleck bei Zentralmatura

Schon vierte Panne

 

Dieses Projekt läuft katastrophal: Nach bereits drei Pannen bei der Zentralmatura sehen nun AHS- Direktoren die Geheimhaltung der Prüfungsfragen akut gefährdet – schon drei Tage vor dem Matura- Termin werden 19.000 Kuverts in die Schulen geliefert und sollen dort "kontrolliert" werden...

 

"Sollten dann Prüfungsfragen geleakt werden, schiebt das Ministerium uns den Schwarzen Peter zu. Nein, wir übernehmen sicher nicht dieses Risiko. Und auch nicht die Verantwortung dafür, dass alle Prüfungshefte vollständig vom Bifie angeliefert worden sind", stellt eine Wiener AHS- Direktorin klar.

AHS- Direktoren warnen vor Datenleck

Das Bifie, das Bundesinstitut für Bildungsforschung, könne doch nicht die Verantwortung für einen pannenfreien Ablauf der neuen Zentralmatura an die Direktoren abschieben, kritisieren auch die Lehrergewerkschafter des FCG: "Pro Schule müssten die Direktoren bis zu 12.000 Seiten an Prüfungsaufgaben auf Vollständigkeit kontrollieren. Und das in nur drei Tagen und im Beisein von weiteren zwei Lehrkräften." Insgesamt hätten etwa 1.500 Personen Zugang zu den streng geheimen Matura- Aufgaben. Fazit: Ein Datenleck sei ziemlich wahrscheinlich.

"Nein, die Direktoren sollen nicht die Kuverts mit den Prüfungsfragen öffnen", meint aber eine Sprecherin von Unterrichtsministerin Gabriele Heinisch- Hosek (SPÖ). Sie sollten "nur die Vollständigkeit der Lieferung der Pakete mit ihrer Unterschrift abzeichnen". Die Direktoren widersprechen: "Warum will uns dann das Bifie Spezialetiketten zur Verfügung stellen, damit die Kuverts wieder korrekt verschlossen werden?" Das kann auch im Ministerium niemand beantworten...

Bereits vierte Panne bei Zentralmatura- Projekt

Dieses offensichtliche Kommunikationsdesaster ist die bereits vierte Panne beim Projekt Zentralmatura: Wie berichtet, sorgten bereits ein Datenleck, ein Mathe- Debakel  und eine Nazi- Deutschaufgabe für ziemlich viel Aufregung.

 

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Mit freundschaftlichen Grüßen

 

Kurt Schober

Klubsekretär

SPÖ-Parlamentsklub

01/40110-3569

0664 / 44 45 005

kurt.schober@spoe.at

 

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