Freitag, 12. Dezember 2014

Bildungs-Newsletter 12. Dezember 2014 3. Teil

Ö1 Mittagsjournal 12:00 vom 12.12.2014 12.00 Uhr

 

Ö1 Mittagsjournal 12:00 (12:00) - Heinisch-Hosek zu Zentralmatura-Vorbereitungsstunden

 

Arnim-Ellissen Hubert (ORF)

   Und überhaupt, Bildungsministerin Heinisch-Hosek versteht die Aufregung um

   die Kürzung der Vorbereitungsstunden bei der mündlichen Matura nicht. Das

   sei doch von denjenigen, die da heute dagegen argumentieren, mitgetragen

   worden:

 

Heinisch-Hosek Gabriele (SPÖ)

   Sinnvollerweise ist schon 2012 besprochen worden, dass die neue

   Herangehensweise an die Reifeprüfung, akkordiert mit der Gewerkschaft, auch

   besprochen mit den Schulpartnern, so zu vollziehen ist wie jetzt. Nämlich

   es gibt die Informationen über die mündlichen Bereiche ab Ende November,

   die Schülerinnen und Schüler bekommen das, haben sechs Monate Zeit sich

   vorzubereiten. Und damals wurde <unverständlich> dass es ausreichend ist,

   maximal vier Vorbereitungsstunden zwischen schriftlicher und mündlicher

   Reifeprüfung zu haben. Und ich daher nicht verstehe, warum man jetzt hier

   Gespräche vorweg nimmt, die nächste Woche, nämlich am 19. findet noch

   einmal die Bundesreifeprüfungskommission statt, dass man die jetzt

   vorwegnimmt und Dinge behauptet, die wir noch gar nicht zu Ende diskutiert

   haben.

 

Weinzettl Edgar (ORF)

   Wer hat damals schon mitunterschrieben, wenn Sie sagen, die Gewerkschaft?

 

Heinisch-Hosek Gabriele (SPÖ)

   Ich nehme beispielsweise Eckehard Quin heraus, der damals mit am Tisch war,

   bei dieser Vereinbarung auch seine Zustimmung signalisiert hatte, dass

   ausreichend es wäre, vier Vorbereitungsstunden maximal zu gewähren. Ich bin

   natürlich gesprächsbereit, aber möchte auch darlegen, dass ich noch immer

   der Auffassung bin, dass wenn man sechs Monate Zeit hat sich auf Themen

   vorzubereiten, auch außerhalb dieser vier Vorbereitungsstunden jetzt schon

   beginnen kann mit den Lehrerinnen und Lehrern, dass wir über die

   Sinnhaftigkeit einer Ausweitung nächste Woche zu diskutieren haben.

 

Arnim-Ellissen Hubert (ORF)

   Sagt Gabriele Heinisch-Hosek. Edgar Weinzettel hat sie kurz vor dem

   EU-Bildungsministerrat in Brüssel am Telefon erreicht.

 

Der gegenständliche Text ist eine Abschrift eines audiovisuellen Beitrags. Aufgrund der medienspezifischen Charakteristik von Radio- und Fernsehbeiträgen kann es bei der Transkription zu formalen Abweichungen in der sprachlichen Abbildung zwischen dem Text und dem audiovisuellen Original kommen.

 

Die inhaltliche Verantwortung liegt bei der

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Ö1 Mittagsjournal 12:00 vom 12.12.2014 12.00 Uhr

 

Ö1 Mittagsjournal 12:00 (12:00) - Diskussion um Zentralmatura

 

Krischke Susanne (ORF)

   Schüler, Lehrer und Eltern protestieren gegen Einsparungen rund um die

   Zentralmatura. Statt 12 oder 16 Vorbereitungsstunden pro Fach würden es in

   Zukunft nur mehr vier für mehrere Klassen gemeinsam sein, kritisieren die

   Bundesschülervertreter. Unterstützung erhalten sie von der

   Lehrergewerkschaft und der Elternvertretung. Bildungsministerin

   Heinisch-Hosek, SPÖ, versteht die Aufregung um die Kürzung der

   Vorbereitungsstunden bei der mündlichen Matura nicht. Das sei von

   denjenigen, die heute dagegen argumentieren, 2012 mitgetragen worden.

   Damals sei ausgemacht worden dass vier Vorbereitungsstunden zwischen

   schriftlicher und mündlicher Matura ausreichend seien, weil die

   Informationen über die Bereiche für die mündliche Matura seit November

   bekannt sind, so Heinisch-Hosek.

 

Der gegenständliche Text ist eine Abschrift eines audiovisuellen Beitrags. Aufgrund der medienspezifischen Charakteristik von Radio- und Fernsehbeiträgen kann es bei der Transkription zu formalen Abweichungen in der sprachlichen Abbildung zwischen dem Text und dem audiovisuellen Original kommen.

 

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Ö1 Morgenjournal 08:00 vom 12.12.2014 08.00 Uhr

 

Ö1 Morgenjournal 08:00 (08:00) - Regeln für Zentralmatura in der Kritik

 

Arnim-Ellissen Hubert (ORF)

   Die Regeln für die Zentralmatura sind umstritten. Jetzt kritisieren die

   Schulpartner - Lehrer, Schüler, Eltern - den Einsparungsplan bei den

   Vorbereitungsstunden für die mündlichen Maturafächer. Regina Pöll:

 

Pöll Regina (ORF)

   Nur noch ein Viertel der Stunden zur Vorbereitung, das ist zu wenig, sagt

   Bundesschulsprecher Lukas Faymann von der ÖVP-nahen Schülerunion. Die

   Maturanten brauchten so wie bisher bis zu 16 Stunden pro Fach:

 

Faymann Lukas (BSV - Bundesschülervertretung)

   Weil in diesen Stunden eigentlich immer der größte Teil des Stoffes noch

   einmal angerissen wird, und das fehlt halt einem Schüler ganz massiv.

 

Pöll Regina (ORF)

   Kürzungen durch Unterrichtsministerin Gabriele Heinisch-Hosek von der SPÖ

   kann Faymann hier nicht verstehen, er bringt deshalb heute eine

   Bürgerinitiative beim Nationalrat ein. Sie soll die Einschnitte stoppen.

   1000 Unterschriften gibt es schon. Jetzt können weitere Bürger die

   Initiative unterstützen, dann wird sie Thema in Nationalrat. Faymann:

 

Faymann Lukas (BSV - Bundesschülervertretung)

   Mit dieser Bürgerinitiative wollen wir halt auch im Nationalrat, dass sich

   da etwas tut.

 

Pöll Regina (ORF)

   Rückenwind für die Initiative kommt auch vom ebenfalls ÖVP-nahen

   AHS-Lehrergewerkschafter Eckehard Quin. Vor allem wegen der Stundenkürzung:

 

Quin Eckehard (AHS-Lehrergewerkschaft)

   Die Reduktion ist sicherlich ein Rückschritt und für die Kandidatinnen und

   Kandidaten eine deutliche Erschwerung der mündlichen Reifeprüfung.

 

Pöll Regina (ORF)

   Quin stört aber auch, dass künftig nicht mehr fix der eigenen Lehrer die

   Vorbereitungsstunden halten soll, der dann ja auch die Maturanten prüft.

   Sondern die Stunden soll pro Schulstandort nur noch ein Lehrer für alle

   Kandidaten halten, die an dieser Schule in einem Fach antreten. Ein

   weiterer Stressfaktor, findet Quin. Auch die Bundeselternvertretung kämpft

   gegen die Neuerungen bei der mündlichen Matura. Alle Schulpartner hoffen,

   dass das Unterrichtsministerium bald einlenkt.

 

Der gegenständliche Text ist eine Abschrift eines audiovisuellen Beitrags. Aufgrund der medienspezifischen Charakteristik von Radio- und Fernsehbeiträgen kann es bei der Transkription zu formalen Abweichungen in der sprachlichen Abbildung zwischen dem Text und dem audiovisuellen Original kommen.

 

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APA0282 II, XI 12.12.2014 12:27:42

 

Matura: Entschärfung bei Kontrolle der Aufgaben

Utl.: Lehrer sollen nur prüfen, ob alle Aufgabenhefte da sind - Probleme bei Mathe-"Probematura"

 

Der Konflikt zwischen Lehrervertretern und Bildungsministerium um die Kontrolle der Aufgaben bei der schriftlichen Zentralmatura dürfte entschärft sein. Die Pädagogen sollen nun doch nicht alle Aufgaben auf Vollständigkeit checken, sondern lediglich, ob auch genügend Aufgabenpakete geliefert worden sind. Die Prüfungsfragen bleiben bis zur Matura versiegelt.

Bei einer AHS-Direktorenkonferenz in der Vorwoche war den Schulleitern mitgeteilt worden, dass sie gemeinsam mit drei Lehrern die Vollständigkeit der vom Bundesinstitut für Bildungsforschung (Bifie) gelieferten Aufgaben kontrollieren sollen. Im Vorjahr waren einerseits etwa im Fach Spanisch Aufgabenhefte an die falschen Schulen geliefert worden, andererseits fehlten in Mathe an einigen Schulen Teile der Angaben.

Der Vorsitzende der AHS-Lehrergewerkschaft, Eckehard Quin, berichtete am Rande einer Pressekonferenz, dass das Ministerium nun andere Vorgaben mache. Die bei der Direktorenkonferenz präsentierten Neuerungen seien "missverständlich formuliert gewesen": Nun solle doch nur kontrolliert werden, ob die Zahl der gelieferten Aufgabenpakete auch der Zahl der antretenden Kandidaten im jeweiligen Fach entspreche. Die Pakete selbst dürften erst direkt bei der Prüfung aufgemacht werden. "So ist die Geheimhaltung gewährleistet. Damit kann ich gut leben."

Mit dieser Variante würden etwa die Probleme mit den an die falschen Schulen gelieferten Aufgabenpakete vermieden. Ob in den Heften auch alle Angaben vorhanden sind, kann dadurch nicht festgestellt werden - falls etwas fehlt, muss wie bisher am Prüfungstag das Bifie informiert werden, das dann die entsprechenden Aufgaben elektronisch zur Verfügung stellt.

Die komplette Abwicklung der Zentralmatura über den Download der Aufgaben am Prüfungstag ist dagegen noch Zukunftsmusik, wie die am Donnerstag abgehaltene Mathe-"Probematura" zeigte. Dabei stellte das Bifie allen interessierten Schulen eine nach den Maturavorgaben gestaltete Klausur zur Verfügung. Diese konnten die Lehrer je nach Wunsch entweder als reguläre Schularbeit einsetzen oder nur zur Übung verwenden. Aufgrund von Serverproblemen und Problemen beim Ausdrucken der Aufgaben an den Schulen selbst kam es dabei teils zu Verzögerungen.

 

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APA0238 II, XI 12.12.2014 11:53:39

 

Matura: Schulpartner wehren sich gegen Kürzung bei Vorbereitung

Utl.: Bürgerinitiative für mehr Vorbereitungsstunden vor mündlicher Matura

 

Eltern-, Lehrer und Schülervertreter wehren sich gegen die Kürzung der Vorbereitungsstunden bei der mündlichen Matura. Mit einer Bürgerinitiative wollen die Schulpartner nun das Parlament damit befassen, hieß es bei einer Pressekonferenz am Freitag.

Für die ab 2015 an den AHS verpflichtende neue Reifeprüfung werden den Lehrern pro Arbeitsgruppe nur mehr vier Vorbereitungsstunden pro Prüfungsgebiet bezahlt. Bisher wurde dafür die Wochenstundenanzahl des jeweiligen Gegenstands in der achten Klasse mit vier multipliziert. In Nebenfächern (meist zwei Stunden pro Woche) wurden also meist bis zu acht Vorbereitungsstunden abgegolten, in Hauptfächern (meist drei bis vier Wochenstunden) bis zu zwölf oder 16.

Weitere Änderung: Bisher wurden die zwischen schriftlicher und mündlicher Reifeprüfung abgehaltenen Vorbereitungsstunden im Regelfall pro Klasse vom jeweiligen Lehrer gehalten. Künftig werden die Kandidaten eines Prüfungsfaches aller achten Klassen in einer Arbeitsgruppe zusammengefasst.

Gerade beim ersten Durchgang der neuen Reifeprüfung brauche es mehr Vorbereitung, forderte Bundesschulsprecher Lukas Faymann. Bei Verhandlungen mit dem Ministerium habe es auch schon Zusagen für eine Aufstockung gegeben, die aber dann widerrufen worden seien. Daher habe man eine Bürgerinitiative gestartet, die nach 48 Stunden schon 2.500 Unterstützer verzeichne. Ab 500 Unterschriften muss eine solche im Petitionsausschuss des Nationalrats behandelt werden. Einen Boykott der Matura als weitere Maßnahme kann er sich aber nicht vorstellen.

Der Vorsitzende der AHS-Lehrergewerkschaft, Eckehard Quin, ortete rein finanzielle Gründe für die Stundenkürzung. Mit der Einführung der verpflichtenden vorwissenschaftlichen Arbeit bei der neuen Matura, deren Betreuung den Lehrern finanziell abgegolten wird, seien Zusatzkosten entstanden. "Deshalb hat man jetzt kein Geld für Vorbereitungsstunden, weil die kosten ja auch was." Ursprünglich seien sogar gar keine Vorbereitungsstunden geplant gewesen.

Natürlich könne in den Vorbereitungsstunden nicht der ganze Stoff wiederholt werden und diese ersetzten auch nicht das Lernen, so Quin. Aber gerade beim Durcharbeiten konkreter Fragen merkten die Schüler oft, was sie nicht verstanden hätten: "Das kann dann geklärt werden. Je mehr Stunden es gibt, desto leichter." Das vom Ministerium immer wieder vorgebrachte Argument, dass ohnehin nie alle Vorbereitungsstunden ausgeschöpft worden wären, ärgerte Quin: "Natürlich wurden nie 100 Prozent gehalten. Wenn ein Lehrer einmal krank war, gab es eben elf statt zwölf Stunden. Ich behaupte aber, dass 99,8 Prozent der Stunden gehalten wurden."

Der Präsident des Bundesverbands der Elternvereine an den mittleren und höheren Schulen, Theodor Saverschel, ist nun gespannt, wie die Regierungsparteien auf den Protest reagieren.

 

 

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APA0234 5 AA 0173 XA/II                               Fr, 12.Dez 2014

 

EU-Bildungsminister wollen Zuständigkeit für Berufsbildung behalten

Utl.: Heinisch-Hosek vor EU-Rat - Technische Ausrüstung für HTLs könnte Projekt für Investitionsplan der EU-Kommission werden =

 

   Brüssel (APA) - Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) möchte die Berufsbildungsagenden auf europäischer Ebene weiterhin im Pouvoir der Bildungsminister halten. Hier gab es zuletzt die Bestrebung, die Zuständigkeit zu den Arbeitsressorts wandern zu lassen. "Wir wollen die Berufsbildung nicht an die Arbeitsminister abtreten", unterstrich Heinisch-Hosek am Freitag vor dem EU-Rat in Brüssel.

 

   Und sie sei zuversichtlich, dass sich hierfür auch beim Rat eine Mehrheit ihrer Kollegen finde. Schließlich sei der Bildungsbegriff mehr als wirtschaftliches Interesse: "Wir wollen die jungen Menschen nicht nur für den Arbeitsmarkt herrichten." Die Berufsbildung ist das dominierende Thema beim heutigen Rat der Bildungsminister.

 

   Zugleich arbeitet man auch im Bildungsbereich an Projekten, die man für den 315 Mrd. Euro schweren Investitionsplan der EU-Kommission einreichen könnte. Ein Thema sei die technische Ausrüstung der Höheren Schulen, zumal es jetzt bereits von zahlreichen HTLs Partnerschaften mit Unternehmen gebe. Man befinde sich hier aber noch in Gesprächen mit dem Finanzministerium.

 

APA0234    2014-12-12/11:50 121150 Dez 14

 

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Mit freundschaftlichen Grüßen

 

Kurt Schober

Klubsekretär

SPÖ-Parlamentsklub

01/40110-3569

0664 / 44 45 005

kurt.schober@spoe.at

 

 

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