Dienstag, 20. Januar 2015

2015.01.20: Bildung

OTS0098 II, XI 20.01.2015 11:25:04

 

Stronach/Lugar: Bildungsreformkommission ist eine Farce

Team Stronach/Lugar/Schule/Bildung/Reformen/Heinisch-Hosek

Die von der Bundesregierung einberufene Bildungsreformkommission hat noch nicht einmal getagt, aber die Landeshäuptlinge scharren schon ungeduldig mit den Hufen, um mit ihren Forderungen ins Rennen zu gehen. So hat Niederösterreichs Landeshauptmann Pröll letzte Woche im Landtag deutlich artikuliert, dass er die Lehrer samt dazu gehöriger Personalentscheidungen in der Kompetenz des Landes sehen will. Bildungssprecher Robert Lugar vom Team Stronach sieht die Totalkapitulation der Bundesministerin vor den Landeshäuptlingen kommen und warnt vor der Dezentralisierung des Bildungssystems: "Dadurch, dass man ein schwächelndes System in neun Teile teilt, wird es nicht besser, sondern schlimmer!" Die einmalige Chance, dem sinkenden Niveau des Schulsystems den so dringend nötigen Ruck in Richtung Autonomie zu geben, wäre durch die Zersplitterung der Kompetenzen für immer verloren.

Es sei bekannt, dass die Bundesministerin das Bildungsressort eher als lästiges Übel neben dem Frauenressort ansieht und dass Sie die Agenden lieber heute als morgen los wäre. "Es wäre allerdings eine bodenlose Frechheit dem Steuerzahler gegenüber, die Bildungssprecher aller Parteien für zwei Tage in die Niederlande zu karren und diese dort mit scheinbaren Autonomieinteressen für das Bildungssystem einzulullen, während die Ministerin sich zwei Wochen danach mit den Landeshäuptlingen auf ein Packl haut und alle Kompetenzen abgibt", sagt Lugar.

Bis jetzt wurde schon jeder Posten vom Landesschulrat abwärts proporzmäßig besetzt, aber nun drohe die Totalpolitisierung der Schulen, warnt Lugar. "Was sollen wir von dieser Bildungsreformkommission erwarten, wenn wieder nicht jene eine Stimme bekommen, die es betrifft - nämlich Schüler, Eltern, Lehrer und Direktoren!" fragt Lugar, "Letzten Endes sind es ja wieder nur die Politiker, die sich den Braten teilen - und die davon wirklich Betroffenen gehen leer aus!"

Rückfragehinweis:
Team Stronach Parlamentsklub/Presse
Tel.: ++43 1 401 10/8080
mailto:parlamentsklub@teamstronach.at


Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/15673/aom

*** OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT ***

APA0186 II, XI 20.01.2015 11:13:51

 

Kleinschulen: Gemeindebund erfreut über Einlenken

Utl.: Mödlhammer: Unterstützung für Zusammenfassung von Direktorenstellen - Auch über Landesschulräte nachdenken

Schule/Wien

Erleichtert über das Einlenken von Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) bei ihren Überlegungen zu Mindestgrößen für Schulen zeigte sich Gemeindebundchef Helmut Mödlhammer (ÖVP) am Dienstag in einer Aussendung. Die Maßnahme hätte kaum Einsparungen gebracht und wäre ein "fatales Signal für den ländlichen Raum gewesen".

Den von der Ministerin gestern, Montag, geäußerten Gedanken zur Überarbeitung der Verwaltungsstrukturen wie etwa, dass ein Schuldirektor für mehrere Schulstandorte zuständig ist, kann Mödlhammer etwas abgewinnen. "Es ist selbstverständlich gut und sinnvoll, wenn mehrere Kleinschulen von einer/einem Direktor/in betreut werden. Es braucht nicht jeder Standort eine eigene Schulleitung." Das werde in vielen Bundesländern auch bereits so gehandhabt, so der Gemeindebundchef, der auch "sinnlose bürokratischen Belastungen" für Direktoren streichen würde.

Auch über die Sinnhaftigkeit der Landesschulräte gelte es weiter nachzudenken. Mödlhammer: "Ich habe nicht den Eindruck, dass in diesem Bereich in den letzten Jahren substanziell etwas weitergegangen ist. Da wurden zwar kosmetische Änderungen vorgenommen, aber der Personalstand ist vermutlich der gleiche wie vor einigen Jahren".

(schluss) nt;aku;bei

 

 

 

Andrea Steiner
Büro Kurt Schober
SPÖ-Parlamentsklub
Tel.: 01/40110-3945

 

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen