Mittwoch, 21. Januar 2015

2015.01.21: Bildung

OTS0134 II, CI 21.01.2015 12:23:49

 

Walser zu Bildungsreformkommission: Keine hyperaktiven Schnellschüsse

Utl.: Grüne: Ankündigung Prölls ist eine gefährliche Drohung für unser Schulsystem

Innenpolitik/Grüne/Walser/Bildungsreformkommission/Heinisch-Hosek

"Noch bevor sich die Bildungsreformkommission zu ihrem ersten Gespräch trifft, betonieren die Landeshauptleute ihre Wünsche schon via Medien ein", kritisiert Harald Walser, Bildungssprecher der Grünen und ergänzt: "Wieder geht es hauptsächlich um Macht und Einfluss auf die Schulen, wollen doch die Landeschefs weiterhin alle Lehrkräfte in ihren Einflussbereich bringen". Walser verweist auf die im Vorfeld des Treffens bekannt gewordenen Forderungen des niederösterreichischen Landeshauptmanns Erwin Pröll und warnt: "Angesichts des Proporzsystems in den Landesschulräten ist das eine gefährliche Drohung für unser Schulsystem."

"Solide Bildungspolitik schaut anders aus. Die Bildungsreformkommission muss sich zuerst auf ein gemeinsames Bildungsziel einigen, erst dann kann man vernünftigerweise die nötigen Reformen in Angriff nehmen. Jetzt drohen ein weiteres Reformflickwerk und unausgegorene Husch-Pfusch-Aktionen", verweist Walser auf die ohne Evaluierung eingeführte Neue Mittelschule und hält fest, dass er für Geldvernichtungsaktionen dieser Art kein Verständnis hat. Es sei Aufgabe der Reformkommission, tabulos die Schwächen unseres derzeitigen Bildungssystems zu diskutieren und davon ausgehend zukunftstaugliche Bildungsziele zu formulieren.

Vorbilder dafür, wohin die Bildungsreise führen muss, gäbe es genug. "Wenn es die Reformkommission ernst meint, wird sie ihre partei- und machtpolitischen Überlegungen über Bord werfen und endlich neue Wege gehen. Daran wird die Ernsthaftigkeit der Bemühungen auch zu messen sein und nicht an den substanzlosen Bekenntnissen, die im Vorfeld schon massenhaft zu hören waren", betont Walser.

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