Mittwoch, 21. Januar 2015

2015.01.22: Newsletter Bildung

"News" Nr. 04/2015 vom 22.01.2015                      Seite 38,39,40

Ressort: Politik

 

Renate Kromp

 

 

Keine Panik nach dem verhauten Mathe-Test

 

Zentralmatura. Beim Probelauf in Mathe hagelte es Fünfer. Mathematiker Rudolf Taschner rechnete für NEWS, wie schwer die Prüfung wirklich war.

 

Verstehen Sie, womit sich Ihre Kinder bei der Mathe-Matura herumschlagen werden? Zum Beispiel damit: "Die Blutalkoholkonzentration (BAK) ist ein Maß für die Menge an Alkohol (Ethanol) im Blut und wird in Promille (g Ethanol pro kg Blutserum) angegeben. Neben der Messung der BAK im Blutserum kann die BAK mithilfe von Formeln auch näherungsweise berechnet werden. Vom schwedischen Chemiker Erik Widmark stammt die nach ihm benannte Formel c=m/M ·r, wobei c die BAK in Promille, m die Masse des aufgenommenen Alkohols in g, M die Masse der Person in kg und r ein Reduktions-bzw. Verteilungsfaktor ist. Bei Männern liegt der Wert von r im Bereich von 0,68 bis 0,70, bei Frauen und Jugendlichen im Bereich von 0,55 bis 0,60.

 

Um die BAK aus der Atemalkoholkonzentration (AAK) ermitteln zu können, muss die AAK verdoppelt werden. (Eine AAK von 0,25 mg/L (mg Ethanol pro Liter Ausatemluft) entspricht einer BAK von 0,5 Promille.) Ethanol wird in der Leber abgebaut. Pro Stunde werden bei Erwachsenen 0,1 bis 0,2 g/kg Ethanol abgebaut, wobei die individuelle Abbaugeschwindigkeit konstant ist.

 

Berechnen Sie mithilfe der Widmark Formel die unmittelbar nach dem Alkoholkonsum zu erwartende BAK eines 70 kg schweren Mannes, der innerhalb kurzer Zeit 0,5 Liter Bier getrunken hat! Der Volumenanteil von Ethanol in Bier beträgt ungefähr 5 % und die Dichte von Ethanol beträgt 0,8 g/cm3. Ist die BAK bei gleicher Masse der Person und gleicher Menge an konsumiertem Alkohol bei Frauen größer oder kleiner als bei Männern? Begründen Sie Ihre Antwort!"

 

Für alle, die hier aussteigen: Das ist nur der Anfang einer von ingesamt 21 Aufgaben, die SchülerInnen vor wenigen Wochen vom Bifie als Probe für die Zentralmatura bekamen. Maximal 150 Minuten waren zur Lösung dieser "Modelschularbeit Mathematik" veranschlagt. Danach hatte rund ein Drittel der Jugendlichen einen "Fleck" kassiert, bei den Mädchen war die Fünfer-Quote höher als bei Burschen. Nun herrscht bei Kindern, Eltern und Lehrern Alarmstufe Rot.

 

Rudolf Taschner ist Professor an der Technischen Universität Wien und versucht mit dem von ihm gegründeten math. space im Museumsquartier Mathematik populär zu machen. Für NEWS hat er die Schularbeit durchgerechnet. (Wer es auch probieren möchte: www.bifie.at/node/2744) Taschner hat dafür 75 Minuten gebraucht: "Aber das ist ja wohl das Mindeste für einen Mathematiker", sagt er.

 

Für teils "nicht besonders spannend", teils "sehr gut" und "mit gewissem Witz", teils auch "leicht" hält Taschner den Großteil der Beispiele. Die eingangs zitierte Aufgabe zur Blutalkoholkonzentration findet er hingegen "wirklich schwer. Sie ist zu kompliziert formuliert, wegen der Vielzahl der Begriffe aufwendig, teilweise verwirrend und erfordert große Lesekompetenz." In einem anderen Beispiel (siehe Faksimile S. 40) ortet Taschner eine Irreführung, ja eine Falle für die SchülerInnen. "Ich hätte mich da glatt geirrt", sagt er. "Ich würde so ein Beispiel nicht geben. Ich will ja niemand reinlegen."

 

Alarmiert ist er vom Ergebnis der Schularbeit jedoch nicht. "Ein Drittel Fünfter bei einer Probe würde ich nicht als Katastrophe betrachten, sondern als Auftrag an alle Beteiligten, zu justieren." LehrerInnen und SchülerInnen wüssten nun, wo sie stehen. Taschners Rat: "Schüler und Lehrer sollten sich nun gegen das Bifie, das die Beispiele zentral ausgibt, verbünden und sagen: Packen wir das gemeinsam. Durch die Zentralmatura ist ja nicht mehr der Lehrer der 'Böse', der sich die Beispiele ausdenkt."

 

"Das ist verdammt schwer."

 

Der Professor bringt aber auch Verständnis für jene auf, die sich die Maturabeispiele ausdenken müssen. "Das ist verdammt schwer, denn sie müssen so formuliert sein, dass kein unerwartetes Ergebnis herauskommen kann." Taschner springt auf und demonstriert an der Tafel, was so ein "unerwartetes Ergebnis" sein kann (siehe Foto): Wer den Satz des Pytagoras (a 2 + b 2 = c 2) prüfen will, dabei aber die Frage "Gesucht ist x" stellt, erhält womöglich als Antwort: "Da ist es.""Das ist eine geniale Lösung", lacht Taschner, aber nicht, was der Prüfer hören wollte.

 

Und damit ist der Mathematiker bei der Kreativität angelangt, die seiner Meinung nach bei der Zentralmatura auf der Strecke bleibt, während Lehrer mit großer Disziplin den Maturastoff abarbeiten müssen. "Die Lehrer werden geleitet, die Kinder so zu unterrichten, dass sie die Matura schaffen. Das heißt, es wird nur mehr jener Stoff gemacht, der für die Zentralmatura nötig ist. Will man mit den Schülern auf einen interessanten Nebenschauplatz, wie zum Beispiel die Spieltheorie, hört man sofort die Frage: Kommt das zur Matura? Wenn nicht, hat man sofort die Eltern gegen sich. Ich versteh das ja. Ich würde ja auch in die Schule laufen, weil ich will, dass mein Kind durchkommt."

 

Doch will sich Taschner nicht in den Chor jener einreihen, die in der Zentralmatura den Untergang klassischer Bildungsideale sehen. "Ich bin absolut dafür, von Maturanten einen gewissen Wissenstand zu verlangen und den auch zentral zu prüfen. Doch sollte es neben der 'Pflicht' auch die 'Kür' geben, und da sollten die Lehrer die Beispiele für ihre Maturaklassen vorgeben. Denn, wenn man nur die Kompetenz prüft und nicht das Verstehen, bricht die Schule irgendwann zusammen."

 

Zu leicht darf es nicht sein.

 

Der Grund für die ganze Aufregung: Heuer werden erstmals alle MaturantInnen der "Standardisierten Reifeprüfung" vulgo "Zentralmatura" unterzogen. Verantwortlich für die Erstellung der österreichweit einheitlichen Maturaaufgaben sowie für die Logistik, diese unter größter Geheimhaltung rechtzeitig an alle Schulen des Landes zu liefern, ist das "Bundesinstitut für Bildungsforschung, Innovation und Entwicklung des österreichischen Schulwesens", kurz Bifie. Und dieses unterliegt schon wegen des Abwehrreflexes von Eltern und Lehrern gegen Neuerungen, aber auch wegen Pleiten, Pech und Pannen der letzten Jahre einem veritablen Misstrauensvorschuss. Bifie-Direktor Jürgen Horschinegg ist daher bemüht, zu kalmieren. "Die Modellschularbeit wurde auf Wunsch der Schulpartner und der Schulaufsicht zusammengestellt, damit man weiß, wo die Schüler stehen. Sie sind nun mit der Form der Maturafragen vertraut und wissen, ob sie den Inhalt können. Nun kann man nacharbeiten."

 

Es gebe Schulen mit generell sehr guten Ergebnissen, aber auch Schulen, in denen einzelne Klassen gut, andere weniger gut abgeschnitten hätten. "Experten sagen uns, die Arbeit war mittelschwer. Würden wir sie zu leicht machen, sagen alle: Können wir eh. Das wäre auch nicht gut." Und Horschinegg versichert: "Die richtigen Maturabeispiele wurden dieser Tage ausgewählt. Diese werden von unseren ExpertInnen besonders streng geprüft, damit keine Hindernisse drin stecken, an denen die Leute scheitern müssen. Da wird auch streng darauf geachtet, dass es keine Beispiele gibt, die Mädchen oder Burschen benachteiligen. Der Aufwand dafür ist so groß, dass er für eine Probeschularbeit nicht geleistet werden könnte." In jenen Schulen, die schon 2014 die Zentralmatura geprobt hätten, seien die Ergebnisse in Mathematik sogar leicht besser gewesen als bei der Matura alt. Womit die mathematische Disziplin der "Statistik" zur Entspannung genervter SchülerInnen und Eltern beitragen könnte.

 

 

"News" Nr. 04/2015 vom 22.01.2015                            Seite 47

Ressort: Standards

 

Kurt Scholz, Wiener Stadtschulratspräsident

 

 

GASTKOMMENTAR

 

Tippen versus Schreiben

 

Finnland schafft 2016 die Schreibschrift an Schulen ab. Macht nichts, meint der frühere Lehrer und ehemalige Wiener Stadtschulratspräsident: Sie werde nicht verschwinden.

 

Tippen für den Alltag, schreiben fürs Gemüt - das ist mein Motto. Ich schreibe viel und gerne: Tagebücher, Briefe, die Weihnachtspost. Mein Schreibtisch ist ein Arsenal an Füllfedern und Tinten. Dennoch finde ich den finnischen Vorstoß sympathisch. Zu der Schule genügt die Druckschrift. Die Kinder lernen von selbst sehr rasch, Sie zur Schreibschrift zu erweitern.

 

Und das was Training der Feinmotorik betrifft: Ich habe meine eher beim Tennisspielen erworben als beim Schönschreiben und den Laubsägearbeiten.

 

Jugendliche und Erwachsene kommunizieren heute durch das Tippen. Das ist kein Kulturverlust. Pflegen wir die Schreibschrift privat, als etwas Schönes, eine Kalligraphie. Sie wird nie ganz aus unserem Leben verschwinden: Wie sonst sollte mir denn meine Frau den Einkaufszettel mitgeben? Und was den Unterricht betrifft, sollen sich ängstliche Gemüter nicht fürchten. Beim Schneckentempo unserer Schulreform ist in den nächsten 25 Jahren ohnehin keine Änderung zu erwarten!

 

 

Die Presse – 22. Jänner 2015

 

 

Was 69 mal 81 mit dem Erhalt der Handschrift zu tun hat

Viele Argumente sprechen dafür, weiterhin die Handschrift zu lehren. Eines davon hat damit zu tun, dass sie dem grassierenden Konformismus entgegensteht.

 (Die Presse)

Noch gut erinnere ich mich, als ich knapp nach meinem Mathematikstudium auf Anfrage eines interessierten Laien erklären sollte, wie man in der Schule die Quadratwurzel einer Zahl – zum Beispiel die Wurzel aus 10, also jene positive Größe, die mit sich selbst multipliziert das Ergebnis 10 liefert– berechnet. Ich kannte zwar das bereits schon von Babyloniern entdeckte und von Newton und seinen Kollegen Raphson und Gregory verallgemeinerte Verfahren, wusste aber auch, dass in der Schule ganz anders vorgegangen wird, und musste mir dieses Schulverfahren so recht und schlecht wieder in Erinnerung rufen. Ich hatte es einfach vergessen, weil ich es nach der Unterstufe nie mehr wieder brauchte.

Heutzutage stellt kaum mehr jemand diese Frage. Denn in den Schulen ziehen Lehrer und Schüler die Wurzel mit einem Tastendruck. Wie die Maschine dazukommt, bei der Eingabe von 10 nach dem Drücken der Wurzeltaste just 3,162278 auszuspucken, interessiert nur die wenigsten.

Das ist der natürliche Lauf der Dinge: Vieles von dem, was vor Jahrzehnten in der Schule gelehrt wurde, ist bereits so dem Vergessen anheimgefallen, dass es nicht einmal mehr die Lehrkräfte parat haben – es wurde durch anderes ersetzt, vermeintlich Wichtigeres, Brauchbareres, Langlebigeres.

Allerdings stellt sich die Frage, ob es Althergebrachtes gibt, das man zwar ersetzen könnte, aber doch nicht ersetzen sollte. Gehört zum Beispiel das Einmaleins dazu? Wir sind doch überall und jederzeit von Rechenmaschinen umgeben. Wozu also noch mühselig auswendig lernen, wie viel 7 mal 8 ergibt? Und bei der Multiplikation 69 mal 81 ist – von Rechengenies abgesehen – die Maschine allemal schneller und natürlich genauer.

Wenn auch die Schätzung, dass 70 mal 80 mit dem Produkt 5600 der Lösung sehr nahekommt, und eine kleine Zusatzüberlegung im Kopf – die Einerziffer des Produkts muss 9 lauten, und das Produkt muss durch 9 teilbar sein – schnell auf den exakten Wert 5589 schließen lässt. Aber mit solchen Spielereien scheint man derzeit in der Schule fehl am Platz zu sein.

Trotzdem weisen sie in die richtige Richtung zur Beantwortung der Frage, ob man noch das Einmaleins lernen soll: Wenn wir unser Vermögen erhalten wollen, verstehen zu können, und zwar nicht bloß oberflächlich kompetenzorientiert, sondern solide fundiert, dann zahlt es sich allemal aus, elementare Praktiken wie das Einmaleins zu beherrschen.

Es macht einen Unterschied, ob jemand blind an das Ergebnis 5589 von 69 mal 81 glaubt, oder ob dieses Ergebnis als plausibel erkannt werden kann. Ein ähnlicher Gedanke befördert die Skepsis darüber, dass in Grundschulen Finnlands die Handschrift nicht mehr gelehrt werden soll. Neben einer Reihe anderer, sehr triftiger Erwägungen liefert er ein weiteres Argument, das für den Erhalt des Lehrens dieser Kulturtechnik spricht: Lernt jemand, mit der Hand zu schreiben, erwirbt diese Person zugleich eine ihr eigene, individuelle Ausdrucksfähigkeit, die sie nicht besäße, würde sie bloß tumb Tasten drücken.

Das Schriftbild meiner Handschrift ist dem glatten, vorgefertigten Satz eines gedruckten Textes möglicherweise an Lesbarkeit unterlegen. Aber es verrät meine Fahrigkeit, meine Gedankensprünge, und ich behaupte rundheraus, dass selbst die krakelige Schrift mit ungelenker Hand einen ästhetisch höheren Reiz als das Druckbild einer Maschine besitzt.

Denn die Ästhetik der Schrift ist Ausdruck von Persönlichkeit. Es will mir scheinen, dass dem Konformismus ergebenen Gestaltern einer schönen neuen digitalen Welt dies gar nicht gefällt – und gerade darum sollen möglichst viele an der Handschrift, der Bescheinigung ihrer Eigenwilligkeit, festhalten. Zumal – hierin machen wir uns keine Illusionen – jeder in ein elektronisches Gerät getippte Buchstabe in den Archiven des großen Bruders gespeichert bleibt.

E-Mails an: debatte@diepresse.com

Zum Autor:

Professor Rudolf Taschner hält an der TU Wien die Mathematikvorlesung für Studentinnen und Studenten der Elektrotechnik und ist zusammen mit seiner Frau, Bianca,

Betreiber von math.space im Museumsquartier Wien.

 

 

"Österreich" vom 22.01.2015                                   Seite 7

Ressort: Politik

 

Wien, Niederösterreich, Burgenland

 

Gegen Personalhoheit für die Schulen

 

Bildungsreform startet heute: Lehrer skeptisch

 

In der ersten Runde der Bildungsgruppe geht es um die Schulautonomie.

 

Wien. Heute um 12.30 Uhr ist es so weit: Acht Verhandler von SPÖ und ÖVP starten unter Vorsitz von Ministerin Gabriele Heinisch-Hosek die Bildungsreform. Am Tisch: die Landeshauptleute Ha ns Niessl, Peter Kaiser (SPÖ) sowie Erwin Pröll und Wilfried Haslauer (ÖVP). Erstes Thema: Schulautonomie. So sollen sich Schuldirektoren künftig ihr Personal aussuchen können. Lehrervertreter Paul Kimberger ist aber skeptisch: "Wir haben allein in OÖ 1.000 Lehrerbewegungen im Jahr. Wenn jede Schule ein Aufnahmeverfahren macht, dann beginnt die Schule erst im Dezember." (gü)

 

Morgenjournal, 22.1.2015

 

Bildungsreform: Arbeitsgruppe startet

Regina Pöll

Heute Mittag startet in Wien mit einiger Verspätung die Bildungsreform-Arbeitsgruppe mit acht Bundes- und Landespolitikern. Angekündigt hat das die Regierung schon im Oktober. Zu besprechen gibt es viel.

Von einer möglichen Verlagerung der Lehrerkompetenzen zu den Ländern über die immer größer werdende Lücke im Bildungsbudget bis zum zuletzt kolportierten, wenn auch nicht bestätigten Vorstoß von SPÖ-Unterrichtsministerin Gabriele Heinisch-Hosek, Kleinschulen mit weniger als 300 Schülern schließen zu wollen.

 

 

"Vorarlberger Nachrichten" vom 22.01.2015

Ressort: VN-A

 

 

Bildungssprecher von ÖVP und FPÖ noch immer empört über Bildungsministerin.

 

Klare Bekenntnisse zu Kleinschulen im Land

 

   Bregenz. (VN-hk) „Politisches Armutszeugnis allererster Güte“ (ÖVP), „echte Katastrophe“ (FPÖ): Der Vorschlag von Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek (52), Kleinschulen unter einer Größe von 300 Schülern im Sekundarbereich aufzulösen und zusammenzuführen, löst auch Tage nach den getätigten Äußerungen bei Vertretern der Landtagsparteien noch immer großen Unmut aus.

 

   Laut ÖVP-Bildungssprecherin Barbara Schöbi-Fink „sind Kleinschulen ein wichtiger Faktor für die Attraktivität von Dörfern als Wohnort für Familien“. Das Land Vorarlberg bekenne sich nach wie vor zum Grundsatz, in allen Landesteilen bestmöglich vergleichbare Lebensverhältnisse zu gewährleisten. „Der Erhalt von Kleinschulen bzw. Mittelschulen in Talschaften gehört dezidiert dazu. Die Diskussion über die Schließung von Dorfschulen darf nicht allein von Kosten und Zahlen bestimmt werden“, fordert Schöbi-Fink.

 

   Waibel schießt scharf

 

   Auch Christoph Waibel (50), geht mit der Bildungsministerin, die ihren Vorstoß mittlerweile modifiziert hat, hart ins Gericht. Waibel spricht von „Entsetzen und Unverständnis“, mit dem er den Vorschlag von Heinisch-Hosek aufgenommen habe. „Es ist mir vollkommen unverständlich, wie eine Bildungsministerin, deren Ziel es sein muss, für beste Voraussetzungen für die Bildung unserer Kinder und Jugendlichen zu sorgen, einen solchen Irrsinn von sich geben kann“, schießt Waibel scharf.

 

   Er fordert die Landesregierung auf, „mit aller Kraft gegen solche Pläne aufzutreten“.

 

   IV will Reformen

 

   Zum Thema Bildungsreform generell hat sich auch die österreichische Industriellenvereinigung geäußert. „Reformen im elementaren Bildungsbereich oder die Qualität in der Pflichtschule, das sind die Fragen, denen man sich am besten schon vorgestern hätte widmen müssen“, hält IV-Generalsekretär Neumayer fest. Die IV habe in ihrem im Vorjahr vorgestellten Konzept „Beste Bildung“ skizziert, worauf es ankomme, um in einer gemeinsamen Schule der Sechs- bis 14-Jährigen eine Topbildungsqualität an der Spitze, aber auch in der Breite sicherzustellen.

 

   Individualisierung und verschränkter Ganztagsunterricht sind für Neumayer weitere Erfolgsfaktoren. Auch die IV Vorarlberg unterstützt diese Forderungen.

 

 

 

 

 

 

 

 

Andrea Steiner
Büro Kurt Schober
SPÖ-Parlamentsklub
Tel.: 01/40110-3945

 

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