Dienstag, 27. Januar 2015

2015.01.27: Bildung

APA0277 II, XI 27.01.2015 12:06:50

 

Integration: Heinisch-Hosek für Behandlung in Bildungs-Arbeitsgruppe

Utl.: "Richtiger Rahmen"

Integration/Schule/Österreich

Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) will die integrationsrelevanten Themen für den Schulbereich wie etwa Ethikunterricht, den Ausbau der Politischen Bildung bzw. der Schulsozialarbeit und -psychologie in die Arbeitsgruppe zur Bildungsreform einbringen. "Das ist der richtige Rahmen, um das zu besprechen", hieß es aus dem Bildungsministerium gegenüber der APA.

Die aus Heinisch-Hosek sowie Kanzleramtsminister Josef Ostermayer, den Landeshauptleuten Hans Niessl und Peter Kaiser auf SPÖ-Seite sowie Innenministerin Johanna Mikl-Leitner, Wissenschafts-Staatssekretär Harald Mahrer und den Landeshauptleuten Erwin Pröll und Wilfried Haslauer (alle ÖVP) bestehende Arbeitsgruppe trat in der Vorwoche zum ersten Mal zusammen. Der nächste Termin findet Anfang März statt.

Die Bundesjugendvertretung forderte unterdessen in einer Aussendung die Einführung eines eigenen Schulfachs "Politische Bildung" ab der fünften Schulstufe. Derzeit ist Politische Bildung kein eigenes Fach, sondern ein sogenanntes Unterrichtsprinzip in allen Gegenständen, Schultypen und Schulstufen. Außerdem wird sie in verschiedenen Unterrichtsgegenständen, von Geschichte bis Recht, quasi "mitunterrichtet".

(schluss) aku;nt;mk

OTS0082 II, CI 27.01.2015 10:52:17

 

Bundesjugendvertretung: Lücke bei Politischer Bildung füllen!

Utl.: Angesichts der Diskussionen zur Radikalisierungsprävention fordert die BJV Politische Bildung als Schulfach und sachlichere Töne in der Integrationsdebatte.

Bildung/Asyl/Jugend/Integration/Schule

Die Bundesjugendvertretung (BJV) begrüßt, dass es zusätzliche Finanzmittel zur Gewaltprävention an Schulen geben soll: "Es ist wichtig, dass die Bundesregierung konkrete Maßnahmen setzt. Jedoch braucht es neben der Symptombekämpfung langfristige Maßnahmen, damit Radikalisierung gar nicht erst entsteht", betont BJV-Vorsitzende Johanna Tradinik.

Zwtl.: Lehrpläne aktualisieren

Die aktuellen Entwicklungen zeigen aus Sicht der BJV die dringende Notwendigkeit von Politischer Bildung in der Schule auf: "Es besteht großer Bedarf bei jungen Menschen an Information und Diskussion, vor allem auch bezüglich aktueller Ereignisse wie den Anschlägen in Paris. Dies umfasst Bereiche wie Medienkompetenz, politisches Wissen, Diskussion und Dialog. All das kann in einem Schulfach Politische Bildung erfüllt werden. Dennoch hinken die Lehrpläne der Gegenwart immer noch hinterher", kritisiert Tradinik.

Die BJV zeigt sich daher erfreut über die Vorstöße von Außenminister Sebastian Kurz im heutigen Morgenjournal in Richtung Politischer Bildung als eigenes Schulfach. Die Vorsitzende betont: "Politische Bildung als eigenes Schulfach ab der 5. Schulstufe ist schon längst überfällig. Wann, wenn nicht jetzt, wird diese Lücke endlich gefüllt?"

Zwtl.: Sachlichkeit in Integrationsdebatte

Darüber hinaus fordert die BJV sachlichere Töne im Umgang mit dem Thema Integration: "Mit Begriffen wie Integrationsunwilligkeit muss vorsichtig umgegangen werden. Wir müssen uns eher die Frage stellen, warum sich Menschen aus der Gesellschaft hinausgedrängt fühlen, denn diese Ausgrenzung birgt Gefahren. Strafandrohungen sind hier kontraproduktiv", so Tradinik.

Die Vorsitzende verweist darauf, dass Integration keine Einbahnstraße ist. "Darum braucht es tatsächliche Integrationsmaßnahmen, zum Beispiel das Wahlrecht für Nicht-StaatsbürgerInnen und Doppelstaatsbürgerschaft."

Abschließend kritisiert die Vorsitzende die aktuellen Ankündigungen aus dem Innenministerium zum Umgang mit AsylwerberInnen: "Wir fordern Dialog, aufeinander Zugehen und kein Abweichen von menschenrechtlichen Standards. Die Regierung muss hier Vorbild sein und darf kein weiteres Öl ins Feuer gießen."

Link zur BJV-Initiative Politische Bildung: www.bildungmachtpolitik.at

Rückfragehinweis:
Bundesjugendvertretung
Mag.a Nicole Pesendorfer-Amon
Öffentlichkeitsarbeit
01/2144499-15
0676/ 880 111 048
nicole.pesendorfer@bjv.at


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Andrea Steiner
Büro Kurt Schober
SPÖ-Parlamentsklub
Tel.: 01/40110-3945

 

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