Mittwoch, 25. Februar 2015

2015.02.25: Bildung

APA0121 II, XI 25.02.2015 10:04:05

 

Matura: Probeklausuren in Englisch und Deutsch stehen an

Utl.: Englisch am 4. März, Deutsch eine Woche darauf

Oberstufe/Österreich/Österreich-weit

An den AHS rückt die erste flächendeckende Zentralmatura weiter näher: Am 4. März stehen nun Probeklausuren im Fach Englisch auf dem Programm, am 11. März folgt Deutsch. Ein ähnlicher Probelauf in Mathe hatte im Dezember an jenen Schulen, die die vom Bundesinstitut für Bildungsforschung (Bifie) zur Verfügung gestellten Aufgaben als echte Schularbeit einsetzten, rund 30 Prozent Fünfer zur Folge.

Das sollte sich diesmal nicht wiederholen: Vom Bifie erstellte Englisch-Aufgaben werden bereits - anders als in Mathe - seit Jahren bei der Matura eingesetzt. Im Vorjahr verwendeten 318 der 344 Gymnasien - das sind mehr als 90 Prozent - im Rahmen von Schulversuchen die zentralen Reifeprüfungs-Aufgaben, vor zwei Jahren waren es ebenfalls schon knapp 90 Prozent. In Mathematik liefen 2013/14 dagegen nur an 28 Gymnasien entsprechende Versuche (weniger als zehn Prozent).

In Deutsch waren die Bifie-Aufgaben zwar bisher auch nicht allzu weit verbreitet (Matura-Schulversuche 2013/14 an 58 Schulen bzw. rund 17 Prozent). Allerdings fallen Deutsch-Schularbeiten und Reifeprüfungen im Regelfall wesentlich besser aus als jene im "Angstfach" Mathematik.

Die jeweils am Mittwoch stattfindenden Probeklausuren laufen folgendermaßen ab: Ab dem Freitag davor können die Schulen die verschlüsselten Daten herunterladen, ab Montagmittag dann per Passwort entschlüsseln und entsprechend vervielfältigen. Die Lehrer entscheiden selbst, ob sie die Aufgaben als "echte" Schularbeit einsetzen oder nur zur Übung bzw. informellen Kompetenzmessung.

Das Bifie übermittelt dabei einerseits umfangreiche Aufgabensammlungen (auch in Original-Maturalänge) und andererseits Vorschläge für Aufgabenkombinationen, die für eine Bearbeitungszeit von drei Stunden (also Schularbeitslänge) geeignet sind. Welche davon ausgewählt werden, entscheiden wiederum die Lehrer.

(schluss) nt;aku;jul

Morgenjournal, 25.2.2015

 

NR: Neues Islamgesetz - ÖIAG Neu

Katja Arthofer

Im Parlament stehen heute gleich mehrere schon länger diskutierte Themen auf der Tagesordnung. Der Hypo-Untersuchungsausschuss wird im Plenum diskutiert - und zweierlei wird beschlossen: die Neuaufstellung der Staatsholding ÖIAG und das bis zuletzt umstrittenen Islamgesetz.

Auch Hypo und Schule

Umstritten am neuen Islamgesetz ist bis zuletzt vor allem, dass sich muslimische Vereine nicht mehr aus dem Ausland finanzieren dürfen - das wird vielerorts als Ungleichbehandlung gegenüber anderen Religionen empfunden. Die muslimische Jugend und der größte heimische Dachverband islamischer Moscheevereine Atib wollen deshalb den Verfassungsgerichtshof einschalten.

Bedenken hat zwar auch die Islamische Glaubensgemeinschaft, die offizielle Vertretung aller Muslime in Österreich, sie stimmt dem neuen Gesetz aber zu - immerhin schafft es eine neue Rechtsgrundlage für die rund 560.000 Musliminnen und Muslime in Österreich, das bisher gültige Gesetz ist bereits über 100 Jahre alt. Geregelt werden im Islamgesetz unter anderem auch Ansprüche auf Seelsorge beim Bundesheer und in Krankenhäusern, ein eigenes Theologiestudium und gesetzliche Feiertage.

Abgesegnet wird heute auch die Reform der staatlichen Industrieholding - aus ÖIAG wird ÖBIB, anders als zuletzt hat die Regierung damit wieder mehr Einfluss darauf, wer in die Aufsichtsräte von Post, Telekom oder OMV kommt.

Und nach einer Diskussion über den Hypo-Untersuchungsausschuss, der ja morgen beginnt, steht am Nachmittag die tägliche Turnstunde auf der Tagesordnung. Diese wird vorerst für Ganztagesschulen beschlossen. Die Grünen werden dabei auch die Probleme bei der Zentralmatura thematisieren. Angesichts von Pannenserie und darauffolgender Verunsicherung bei Schülern, Eltern und Lehrern schlagen sie vor, heuer die Noten der 8. Klasse bei der Maturbewertung miteinzubeziehen - andernfalls wollen sie einen Misstrauensantrag gegen Unterrichtsministerin Gabriele Heinisch-Hosek von der SPÖ einbringen.

 

 

 

Andrea Steiner
Büro Kurt Schober
SPÖ-Parlamentsklub
Tel.: 01/40110-3945

 

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