Mittwoch, 25. Februar 2015

2015.02.25: Bildung

APA0611 II, XI, SI 25.02.2015 21:26:33

 

Nationalrat: "Tägliche Turnstunde" an Ganztagsschulen

Utl.: Grüne brachten Misstrauensantrag gegen Heinisch-Hosek ein

Nationalrat/Österreich

Die "tägliche Turnstunde" ist es zwar nicht, aber die Zahl der Bewegungseinheiten steigt, zumindest an Ganztageschulen. Das sieht eine Schulnovelle vor, die am Mittwochabend gegen die Stimmen der FPÖ vom Nationalrat beschlossen wurde.

Beworben wird die Maßnahme als "tägliche Bewegungseinheit" an Ganztagsschulen, wobei auch dieser Terminus nicht ganz der Realität entsprechen muss. Denn im Gesetz ist nur davon die Rede, dass die fünf vorgesehenen Turn-Einheiten "nach Möglichkeit gleichmäßig auf die Woche zu verteilen sind". Theoretisch können die Stunden damit auch an einzelnen Tagen geblockt angeboten werden.

FP-Bildungssprecher Walter Rosenkranz begründete die Ablehnung seiner Fraktion damit, dass die "tägliche Bewegungseinheit" nur in den Ganztagsschulen komme und damit in dem Bereich, wo es der SPÖ ideologisch passe. Auch Team Stronach-Bildungssprecher Robert Lugar ärgerte sich, dass es sich bei der eingeschränkten Form der Turnstunde nur um ein Placebo handle. Freilich gestand selbst NEOS-Chef Matthias Strolz ein, dass die tägliche Turnstunde aus praktischen Gründen wohl tatsächlich noch nicht an allen Schulen durchsetzbar sei.

Unterrichtsministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) meinte, dass immerhin 20 Prozent der Schüler durch die heutige Novelle in den Genuss einer verpflichtenden Bewegungseinheit kämen. VP-Bildungssprecherin Brigitte Jank gestand zwar zu, dass es sich nur um ein "Mosaiksteinchen" der Bildungsreform, aber doch um einen Schritt in die richtige Richtung handle.

Die Grünen stimmten der Novelle zwar zu, sonst passt ihnen an der Bildungspolitik der Unterrichtsministerin aber wenig. Speziell die neuerlichen Probleme bei der Zentralmatura beim Hochladen der vorwissenschaftlichen Arbeiten ließ Bildungssprecher Harald Walser befinden, dass das Maß des Erträglichen überschritten sei. Das Projekt drohe tatsächlich zu scheitern. Die Grünen brachten daher einen Misstrauensantrag gegen die Ministerin ein, der aber zunächst zur weiteren Behandlung dem zuständigen Ausschuss zugewiesen und damit am Mittwoch nicht abgestimmt wurde.

Heinisch-Hosek war bemüht zu kalmieren und versicherte, dass sich für die Schüler die Probleme mit der vorwissenschaftlichen Arbeit schnell gelöst hätte. Die Ministerin appellierte daher, den Maturanten gemeinsam Sicherheit zu geben statt Verunsicherung zu schüren.

(schluss) bei;hac

OTS0258 II 25.02.2015 19:26:07

 

KORREKTUR zu OTS0253 von heute: Heinisch-Hosek: Mehr Bewegung wird an ganztägigen Schulformen Realität

Utl.: Paket für mehr Bewegung und Qualität tritt im Schuljahr 2015/2016 in Kraft

Bildung/Heinisch-Hosek/Bewegung/Betreuung

"Die tägliche Bewegungseinheit wird in der ganztägigen Schule umgesetzt", freut sich Bildungs- und Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek über den bevorstehenden Beschluss im Nationalrat. "Die Bundesregierung investiert bis 2018 insgesamt 800 Millionen in den Ausbau ganztägiger Schulformen. Im Schuljahr 2018/19 soll für jedes dritte Kind ein Ganztagsschulplatz verfügbar sein", so die Bildungsministerin, die im vergangenen Herbst die Info-Kampagne "Mehr Schule. Mehr Chancen." gestartet hat, um über die Vorteile ganztägiger Schulformen zu informieren.****

Rückfragehinweis:
Büro der Bundesministerin Gabriele Heinisch-Hosek
Mag.a Veronika MARIA
Pressesprecherin
Tel.: Tel.: +43 1 53120-5011, Mobil: +43 664 612 47 29
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Andrea Steiner
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Tel.: 01/40110-3945

 

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