Donnerstag, 26. Februar 2015

2015.02.27: Newsletter Bildung

Morgenjournal, 27.2.2015

 

Zentralmatura: Post vom Bundesheer

Monika Feldner-Zimmermann

Die Turbulenzen rund um die Zentralmatura werden um eine Facette reicher. In den vergangenen Tagen und Wochen haben einige Maturanten Post vom Bundesheer bekommen. Sie mögen sich doch zur Stellung für den Grundwehrdienst einfinden und zwar just zu dem Termin, an dem erstmals österreichweit einheitlich in allen AHS die schriftliche Matura angesetzt ist. Die Freiheitlichen kritisieren die fehlende Koordination der zuständigen Ministerien.

Stellung statt Matura

Von 5. bis 13. Mai findet erstmals gleichzeitig an allen AHS die schriftliche Matura statt. Doch einige männliche Maturanten sollten da noch einen weiteren Termin wahrnehmen. Sie sind vom Bundesheer zur Stellung zitiert worden genau in der Zeit kurz vor oder während der Zentralmatura. Außer in der Steiermark sind Maturanten in allen Bundesländern davon betroffen.

Je nach Anreise müssen sie für die Stellung bis zu 2,5 Tage einplanen, Zeit, die den Maturanten für die Vorbereitung auf die Zentralmatura fehle, kritisiert der freiheitliche Generalsekretär Herbert Kickl.

Kickls Kritik richtet sich gegen das Verteidigungs- und das Unterrichtsministerium, die sich schlicht nicht koordiniert hätten. Die Zentralmatura sei langfristig geplant. Das sei auch eine Bankrotterklärung für die Regierung wenn zwei Ministerien sich nicht koordinieren können.

Die jungen Männer können freilich um eine Verschiebung des Stellungstermins ansuchen. Durch die Verschiebung bestünde allerdings die Gefahr, dass sie dann nicht zum nächstmöglichen Termin einrücken können, was ein massiver Eingriff in die Lebensplanung wäre, so Kickl.

Ministerium beruhigt

Das Verteidigungsministerium versucht zu beruhigen. Das Bundesheer reagiere extrem flexibel auf Kollisionen mit Prüfungsterminen. Eine Verschiebung des Stellungstermins sei jederzeit möglich, Anruf genügt. Auch auf Wunschtermine beim Einrücken werde Rücksicht genommen. Man werde aber prüfen, ob man den Termin der Zentralmatura künftig bei den Stellungsterminen stärker berücksichtigen könne, heißt es aus dem Verteidigungsministerium.

 

 

"Kurier" vom 27.02.2015                                    Seite: 2

Ressort: Innenpolitik

 

Länder, Morgen

 

ÜBERBLICK weitere Meldungen

 

   Brandsteidl beklagt Matura-Pannen.

 

Stadtschulrätin Wiens SPÖ-Stadtschulratspräsidentin Susanne Brandsteidl ist wegen der Pannenserie bei der Zentralmatura merkbar verärgert - und kritisiert damit indirekt auch SPÖ-Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek. "Wenn von 24 Beispielen bei der Mathematik-Matura nur acht gedruckt werden, wenn ein Server nicht fähig ist, vorwissenschaftliche Arbeiten aufzunehmen, wenn der Text eines Nazi-Dichters unrelativierter Prüfungsstoff ist, so ist das Dummheit oder grenzt an Boykott", sagt Brandsteidl in einem News-Interview.

 

 

 

 

Andrea Steiner
Büro Kurt Schober
SPÖ-Parlamentsklub
Tel.: 01/40110-3945

 

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen