Mittwoch, 11. Februar 2015

Bildungs-Newsletter 11. Februar 2015 2. Teil

Ö1 Mittagsjournal, 11.2.2015 Regina Pöll

 

Zentralmatura: Neue Technikprobleme

 

Neue Panne bei der neuen Matura: Bis Freitag müssen die ersten Schüler in Wien und Niederösterreich ihre vorwissenschaftliche Arbeit abgeben. Das ist eine schriftliche Arbeit zu einem selbst gewählten Thema. Abgegeben wird sie nicht in Papierform, sondern online hochgeladen. Was wieder einmal an einem überlasteten Server scheitert.

 

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Ö1 Mittagsjournal 12:00 vom 11.02.2015 12.00 Uhr

 

Panne bei Zentralmatura sorgt für Kritik

 

Vospernik Cornelia (ORF)

   Bei der Zentralmatura in Österreich gibt es eine neue Panne. Bis Freitag

   müssen die ersten Schüler in Wien und Niederösterreich ihre

   vorwissenschaftliche Arbeit online hochladen. Allerdings ist das System

   derart überlastet, dass viele Schüler ihre fertige Arbeit bisher nicht

   abgeben konnten. Bundesschulsprecher Lukas Faymann spricht von einem Eklat.

   Das Unterrichtsministerium gibt in einer ersten Stellungnahme, Entwarnung.

   Es würde auch reichen, wenn Arbeiten doppelt ausgedruckt und elektronisch

   an den Schulen abgegeben werden.

 


 

Ö1 Mittagsjournal 12:00 vom 11.02.2015 12.00 Uhr

 

Zentralmatura: Probleme beim Hochladen der VWA

 

Vospernik Cornelia (ORF)

   Neue Panne bei der neuen Matura: Bis Freitag müssen die ersten Schüler in

   Wien und Niederösterreich ihre vorwissenschaftliche Arbeit abgeben. Das ist

   eine schriftliche Arbeit zu einem selbst gewählten Thema. Abgegeben wird

   sie nicht in Papierform, sondern vielmehr online hochgeladen. Was wieder

   einmal an einem Server scheitert. Laut Informationen, die Regina Pöll für

   uns erhalten ist der Server offenbar derart überlastet, dass viele Schüler

   ihre fertige Arbeit bisher nicht abgeben konnten.

 

Pöll Regina (ORF)

   Ups, das hätte nicht passieren sollen. Oder: Access denied. Also Zugriff

   verweigert. Mit solchen Meldungen müssen sich Schülerinnen und Schüler

   diese Woche herumschlagen, wenn sie ihre vorwissenschaftlichen Arbeiten auf

   der sogenannten VWA-Plattform hochladen wollen. Bei vielen klappt es trotz

   mehrmaliger Anläufe nicht. Und die Empörung ist groß, eine neue Belastung

   bei der neuen Matura, lautet einer von vielen Kommentaren Betroffener etwa

   in den sozialen Netzwerken. Denn eine elektronische Abgabe der

   vorwissenschaftlichen Arbeit ist Pflicht, jener Arbeit mit 40 000 bis 60

   000 Zeichen, zu einem selbstgewählten Thema. Passieren soll das konkret

   über die Seite Genehmigung.AHS-VWA.at für die das Unterrichtsministerium

   verantwortlich ist. Das zumindest wurde und wird an den Schulen

   kommuniziert. Die Seite ist in diesen Tagen aber offensichtlich überlastet,

   immerhin müssen rund 8000 Schülerinnen und Schüler in Wien und

   Niederösterreich bis Ende der Woche ihre vorwissenschaftliche Arbeit

   übermittelt haben. Und laut Schülervertretern - geschätzt die Hälfte - hat

   das noch nicht getan. In Westösterreich endet die Frist Ende nächster

   Woche. Wer unpünktlich einreicht, hätte erst Anfang des Herbstsemesters

   wieder eine Chance die Arbeit abzugeben. Nach der Uploadpanne gibt das

   Ministerium in einer schriftlichen Stellungnahme aber Entwarnung. Zitat:

 

OFF Sprecher (ORF)

   Es gibt keinerlei Grund zur Sorge für die Schülerinnen und Schüler, die

   vorwissenschaftliche Arbeit muss nur bis Freitag schriftlich ausgedruckt

   und elektronisch in der Schule abgegeben werden. Es werden alle Arbeiten

   die in der Schule so eingelangt sind, also schriftlich und elektronisch auf

   Datenträgern ganz normal bewertet.

 

Pöll Regina (ORF)

   Ein Hochladen - konkret auf der VWA-Plattform - ist also nicht Pflicht. Das

   Ministerium interpretiert damit eine Verordnung zu den Prüfungsterminen für

   die vorwissenschaftliche Arbeit liberal, darin heißt es wörtlich:

 

OFF Sprecher (ORF)

   Die erstmalige Abgabe der schriftlichen Arbeit hat bis zum Ende der ersten

   Woche des zweiten Semesters der laufenden Schulstufe sowohl in digitaler

   als auch in zweifach ausgedruckter Form zu erfolgen.

 

Pöll Regina (ORF)

   Zitat Ende. Gelänge es einem Maturanten, einer Maturantin auch an der Schule

   selbst nicht, die eigene Arbeit elektronisch und doppelt ausgedruckt

   rechtzeitig abzugeben, dann dürfte er oder sie dennoch zur schriftlichen

   Zentralmatura im Mai und anschließend zur mündlichen Matura noch vor dem

   Sommer antreten.

 


 

Ö1 Mittagsjournal, 11.2.2015

 

Schülervertreter Faymann im Gespräch mit Regina Pöll

Zentralmatura: Schüler sprechen von Eklat

Neues Kopfzerbrechen für die angehenden Maturanten. Unterrichtsministerin Gabriele Heinisch Hosek konnten wir heute nicht für ein Interview gewinnen. Es reagiert aber der Bundesschulsprecher Lukas Faymann. Er ist von der ÖVP-nahen Schülervertretung, nicht verwandt mit dem Bundeskanzler. Faymann spricht von Eklat.

 

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Ö1 Mittagsjournal 12:00 vom 11.02.2015 12.00 Uhr

 

Interview mit Bundesschulsprecher Lukas Faymann zu Serverproblemen

 

Vospernik Cornelia (ORF)

   Derzeit aber ein neues Kopfzerbrechen für die angehenden Maturanten.

   Unterrichtsministerin Gabriele Heinisch-Hosek konnten wir heute nicht für

   ein Interview gewinnen. Wohl aber den Bundesschulsprecher Lukas Faymann. Er

   ist von der ÖVP-nahen Schülervertretung, also nicht verwandt mit dem

   Bundeskanzler. Regina Pöll hat ihn erreicht:

 

Pöll Regina (ORF)

   Herr Faymann: Viele Schüler hatten diese Woche, Schwierigkeiten ihre

   vorwissenschaftliche Arbeit hochzuladen, wie bewerten Sie das?

 

Faymann Lukas (BSV - Bundesschülervertretung)

   Ich glaube, dass jetzt viele gerade ihre Arbeit abgeben und dadurch die

   Server im Ministerium überlastet sind und so eine schlussendliche Abgabe

   zur Zeit nicht möglich ist.

 

Pöll Regina (ORF)

   Von welchen Problemen berichten da Ihre Kollegen? Berichten da andere

   Schüler?

 

Faymann Lukas (BSV - Bundesschülervertretung)

   Dass die Wartezeiten, oder die Hochladezeiten irrsinnig lang sind. Bis zu

   sechs Stunden und dass die Arbeit schlussendlich nicht hochgeladen werden

   kann und dann Fehlermeldungen auftauchen, mit "Oops, das hätte nicht

   passieren sollen." und ich bin auch dieser Meinung, dass das nicht

   passieren hätte sollen.

 

Pöll Regina (ORF)

   Das Ministerium hat im Vorfeld eine krisensichere Plattform angekündigt -

   das ist jetzt offenbar nicht der Fall. Wer hat das Ihnen gegenüber

   garantiert und in welcher Form.

 

Faymann Lukas (BSV - Bundesschülervertretung)

   Die Ministerin und die Sektionschefs haben uns in einer Schulpartnersitzung

   eine krisensichere Plattform zugesichert, wo sicherlich nichts passieren

   wird und man auf Hochladungen der letzten Woche vor der Abgabe, auf jeden

   Fall vorbereitet ist. Anscheinend hat man sich dann doch nicht entsprechend

   darauf vorbereitet und ich sehe das eigentlich als einen ziemlichen Eklat

   an, dass man da im Vorhinein sozusagen die Beschwerden, oder die

   Befürchtungen versucht aus dem Weg zu räumen und im Endeffekt das

   eigentlich nur halbherzig macht.

 

Pöll Regina (ORF)

   Bisher wurde an den Schulen kommuniziert, dass die Arbeiten hochgeladen

   werden müssen - auf dieser sogenannten VWA-Plattform. Jetzt hat die

   Unterrichtsministerin heute in einer ersten Stellungnahme gesagt, es würde

   auch reichen, wenn die Arbeiten schriftlich und elektronisch an den Schulen

   eingereicht werden. Reicht Ihnen das als Sicherheit?

 

Faymann Lukas (BSV - Bundesschülervertretung)

   Ja, als Sicherheit wird das reichen, weil das keinen Nachteil für einen

   Schüler dann bürgen würde, aber ich finde das eigentlich eine ziemliche

   Frechheit, dass man uns da diese Zugeständnisse macht, dass das

   krisensicher ist und da eigentlich Sicherheit vortäuscht und die

   anscheinend doch nicht da ist.

 

Pöll Regina (ORF)

   War das bisher unklar geregelt und unklar kommuniziert?

 

Faymann Lukas (BSV - Bundesschülervertretung)

   Ich glaube, dass jedem Schüler bewusst war, dass er das dort hochladen hat

   müssen und lediglich die hohe Upload-Rate eigentlich da Probleme verursacht

   hat. Ich hoffe aber, dass das jetzt klar kommuniziert wird, dass das auch

   an der Schule möglich ist. Vor allem schnell kommuniziert wird, weil der

   Abgabetermin ist ja schon übermorgen und <unverständlich> glaube ich, dass

   man hier im Ministerium auf jeden Fall sehr schnell reagieren muss.

 

Pöll Regina (ORF)

   Haben Sie schon einen Eindruck davon, wie genau die Abgabe an den Schulen

   passieren muss? Nicht nur schriftlich, sondern digital.

 

Faymann Lukas (BSV - Bundesschülervertretung)

   Rein praktisch könnte ich mir da vorstellen, dass da vielleicht auf einen

   USB-Stick alle Arbeiten geladen wird und auf einem Schulrechner gespeichert

   wird. Ich kann mir nicht vorstellen, was das Ministerium vor hat, aber ich

   hoffe, dass sie da eine einheitliche Lösung finden werden, die auch alle

   Schulen möglichst praktikabel umsetzen können. Und ich hätte mir gewünscht,

   dass diese Plattform nicht ausfallt, das sehe ich schon einmal als eine

   große Beleidigung, oder große Frechheit eigentlich an, aber wenn das

   Ministerium die Paragraphen so interpretiert, dann wird das für uns auch

   passen.

 

Vospernik Cornelia (ORF)

   Sagt Bundesschulsprecher Lukas Faymann.

 


Ö1 Mittagsjournal 12:00 vom 11.02.2015 12.00 Uhr

 

Zentralmatura-Pannen: Grünen fordern einen Notfallplan

 

Vospernik Cornelia (ORF)

   Und angesichts der vielen Pannen bei der Zentralmatura fordern die Grünen

   heute einen Notfallplan. Sie wollen, dass bei negativer Beurteilung der

   Zentralmatura die Note der letzten Schulstufe miteinbezogen wird. Denise

   Roithmair berichtet.

 

Roithmair Denise (ORF)

   Die aktuellen Pannen bei der vorwissenschaftlichen Arbeit bringen viele

   Schüler zur Verzweiflung kritisieren die Grünen. Sie haben vor allem aber

   auch die Unsicherheit bei der Mathematik-Matura im Fokus. Bei einer

   Probeklausur im vergangenen Dezember waren ja 28 Prozent der Schülerinnen

   und Schüler negativ. Gibt es auch bei der Zentralmatura einen Fünfer, dann

   so die Grünen, soll die Note der letzten Schulstufe in die Beurteilung der

   Matura miteinbezogen werden. In Grenzfällen soll die Matura-Kommission

   entscheiden, sagt Grünen-Bildungssprecher Harald Walser.

 

Walser Harald (Die Grünen)

   Es ist dann so, wenn beispielsweise die Note der achten Klasse ein Genügend

   ist, die Arbeit, die schriftliche Reifeprüfung mit Nicht Genügend beurteilt

   wird, dann obliegt es der Beurteilungskonferenz ob daraus ein Genügend oder

   eine Nicht Genügend wird.

 

Roithmair Denise (ORF)

   Laut Vorschlag könne die Note aber bestenfalls auf ein Genügend nach unten

   korrigiert werden. Eine Höchstgrenze von 25 Prozent Fünfern in einer

   Klasse, wie in der Vergangenheit von einzelnen Bildungsexperten gefordert,

   wollen die Grünen aber nicht. Die Ergebnisse der Matura sollten

   unverfälscht an das Ministerium gemeldet werden.

 

Walser Harald (Die Grünen)

   Unser Vorschlag hat einen wesentlichen Vorteil, nämlich dass die Ergebnisse

   für das Ministerium nicht verfälscht werden. Denn wir kommen ja die

   Rückmeldung wie viel Punkte die jeweiligen Schülerinnen und Schüler

   erreicht haben.

 

Roithmair Denise (ORF)

   Sagt Harald Walser. Für die kommenden Monate bis zur Matura fordern die

   Grünen außerdem die Einrichtung einer Krisen-Hotline beim

   Bildungsministerium an die sich verunsicherte Eltern, Schüler und Lehrer

   wenden können. Den Antrag zum Notfallplan wollen die Grünen noch diese

   Woche im Nationalrat einbringen.

 


 

ORF Online 11. Februar 2015

 

Upps, das hätte nicht passieren sollen ...“

 

Viele Maturanten konnten offenbar am Mittwoch wegen einer Serverüberlastung ihre vorwissenschaftlichen Arbeiten (VWA) nicht wie verlangt hochladen. Da in Wien und Niederösterreich Ende dieser Woche die Frist abläuft, dürften viele Schüler gleichzeitig zugegriffen haben. „Upps, das hätte nicht passieren sollen ...“ hieß es auf der Onlineplattform.

 

Die Schüler wurden dann „aus Sicherheitsgründen“ ausgeloggt. „Das deutet auf eine Überlastung der Server hin“, hieß es aus der Bundesschülervertretung gegenüber der APA. Die VWA ist eine 40.000 bis 60.000 Zeichen lange verpflichtende Hausarbeit und muss in der ersten Woche des zweiten Semesters der Maturaklasse abgegeben und später präsentiert und diskutiert werden.

 

Ministerium: Problem nur bei großen Datenmengen

Die Probleme beim Hochladen der VWA in die Datenbank bestehen laut Bildungsministerium allerdings nur bei Arbeiten mit sehr umfangreicher Datenmenge. Für die Schüler bestehe „keinerlei Grund zur Sorge“, hieß es am Vormittag gegenüber der APA. „Die VWA muss nur bis Freitag schriftlich (ausgedruckt) und elektronisch in der Schule abgegeben werden.“

„Es werden alle Arbeiten, die in der Schule so eingelangt sind (schriftlich und elektronisch auf Datenträger) ganz normal bewertet“, hieß es aus dem Ministerium. Der entsprechende Server sei nach wie vor online, Arbeiten würden permanent hochgeladen. „Die Verzögerung beim Upload passiert nur bei Arbeiten, deren Datenmengen (etwa durch nicht komprimierte Bilder bzw. Grafiken) sehr umfangreich sind, und in diesen Fällen ist auch eine Abgabe per Datenträger in der Schule möglich.“ Die Direktoren wurden über das Problem bereits informiert. In einer der APA vorliegenden Mail werden sie darauf hingewiesen, dass aufgrund der Probleme die Frist auch dann eingehalten ist, wenn die Arbeiten vorerst nur in ausgedruckter Form abgegeben werden.

 

Kein Verständnis in Opposition

ÖVP-Bildungssprecherin Brigitte Jank übte am Mittwoch Kritik und bekannte sich gleichzeitig zur Zentralmatura: „Schüler und Lehrer haben Sicherheit verdient“, hieß es in einer Aussendung. Gerade aufgrund der Bedeutung dieses Projekts sei es erforderlich, dass „die Pannenserie des verantwortlichen Ressorts endlich beendet“ werde.

Kein Verständnis für die „nächste Panne“ hatte auch FPÖ-Bildungssprecher Walter Rosenkranz: „Obwohl die Abgabefrist für die ‚Vorwissenschaftliche Arbeit‘ bereits länger bekannt war, gibt es nun drei Tage davor eine Serverüberlastung?“ Ähnlich das Team Stronach: Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) habe ihr Ressort nicht im Griff, so Bildungssprecher Robert Lugar.

 

Grüne wollen „Notfallplan“ bei Fünfer

Die Probleme beim Hochladen der VWA seien nur ein weiterer Grund, warum das Vertrauen in das Gesamtprojekt Zentralmatura „gegen null geht“, so der grüne Bildungssprecher Harald Walser am Mittwoch bei einer Pressekonferenz. Die Grünen verlangten darüber hinaus bei der schriftlichen Matura einen „Notfallplan“: In den ersten drei Jahren solle die Möglichkeit bestehen, die Abschlussnote der achten Klasse in die Maturabeurteilung einzubeziehen. Die endgültige Notenentscheidung sollte die Maturakommission treffen.

 

Schüler verärgert: „Das Maß ist voll“

Verärgert zeigte sich auch Bundesschulsprecher Lukas Faymann in einer Aussendung: „Das Bildungsministerium hat bei Gesprächen im Vorfeld von einer durchdachten und problemlosen Abgabemöglichkeit geschwärmt. Bedenken der Schulpartner wurden schon vom Tisch geräumt, bevor sie überhaupt geäußert werden konnten. Das Ministerium würde gut daran tun, seine Feedbackresistenz gegen professionelle und schülerorientierte Arbeit einzutauschen.“

Auch die ÖVP-nahe Schülerunion reagierte verärgert auf die Panne. Sie forderte das Bildungsministerium in einer Aussendung dazu auf, „endlich den Fokus auf das Wohl der Schülerinnen und Schüler zu legen. Förderkurse und mehr Vorbereitungsstunden sollen den Schülerinnen und Schülern Sicherheit geben.“ Das Maß sei voll, so Bundesobmann Felix Wagner, „diese Panne verunsichert die Schülerinnen und Schüler abermals. Das Bildungsministerium muss endlich alles daransetzen, um für einen reibungslosen Ablauf zu sorgen. Eine Pannenserie wie im letzten Jahr darf dieses Jahr nicht mehr vorkommen.“

 

Schüler fürchten „kleinliche“ Benotung der VWA

Bereits am Montag warnte Faymann im Ö1-Morgenjournal vor einer „kleinlichen“ Benotung der vorwissenschaftlichen Arbeiten, deren Benotung sich aus der schriftlichen Arbeit selbst sowie deren Präsentation und Diskussion zusammensetzt. Scheitere der Maturant schon beim schriftlichen Teil, komme er gar nicht zum Präsentieren und Diskutieren, befürchten die Schüler. „Ich glaube, man darf da einfach nicht zu kleinlich sein“, so Faymann - mehr dazu in oe1.ORF.at. Der Vorsitzende der AHS-Lehrergewerkschaft, Eckehard Quin, sprach sich für eine Lockerung des Benotungsrasters aus. Formal dürfe vor der Präsentation keine endgültige Note feststehen.

 

Von den Lehrern verlangte Faymann eine Einengung der oft zu umfangreichen Themenkomplexe bei der mündlichen Matura. Dabei wurden etwa in Geschichte von manchen Schulen Themen wie „Das Mittelalter“ und „Die Antike“ vorgegeben - bei solchen großflächigen Bereichen sei eine Vorbereitung aber kaum möglich. Quin wiederum will vom Bundesinstitut für Bildungsforschung (BIFIE) kürzere Aufgabenstellungen für die für Anfang März angesetzten Vorbereitungsklausuren für die Matura. Diese seien derzeit zu lang, um sie als Schularbeit zu geben - würden die Lehrer selbstständig etwas wegkürzen, könnten für die Matura wichtige Teile herausfallen.

 

http://orf.at/stories/2264794/

 


 

OTS0157 II 11.02.2015 13:20:35

 

BZÖ-Haubner: Was mutet man Zentralmaturanten noch zu?

Utl.: Bildungsministerin Heinisch- Hosek ist langsam rücktrittsreif

 

"Es vergeht kein Tag, mit negativen Überraschungen aus dem Bildungsministerium. Neben zu wenig Förderkursen und Vorbereitungsstunden für die angehenden Maturanten oder unklaren Beurteilungskriterien der vorwissenschaftlichen Arbeiten, ist es nun der überlastete Server, der eine zeitgerechte Abgabe der VWA unmöglich macht", kritisierte heute BZÖ-Bildungssprecherin Ursula Haubner.

Stellt sich die Frage, wer für dieses Zentralmatura-Desaster verantwortlich ist? Ein für den Steuerzahler sündteures BIFI oder ein Bildungsministerium mit einer überforderten Ministerin? Seit ihrem Amtsantritt ist keinerlei Strategie zu erkennen, wohin die bildungspolitische Reise gehen soll.

BM Heinisch Hosek bewegt sich lieber an politischen Nebenschauplätzen wie die Vorschreibung von österreichweiten Schulgrößen oder dort wo sie keine Kompetenzen und finanzielle Mittel hat, wie z.B. der Forderung nach Einführung eines 2. verpflichtenden Kindergartenjahres.

"Frau Bundesministerin nehmen Sie endlich ihre Verantwortung wahr und sorgen sie für eine professionelle Vorgehensweise um berechtigte Kritikpunkte zeitgerecht zu verbessern. Die kommende Zentralmatura darf nicht noch mehr zu einem für Schüler und Lehrer belastendem Chaos werden. Wenn sie diesen Neustart nicht schaffen, dann geben sie rasch ihre Verantwortung ab!", forderte Haubner abschließend.

Rückfragehinweis: BZÖ Oberösterreich Imbergstr. 30  4060 Leonding Mail: oberoesterreich@bzoe.at Mobil: 0664 / 130 79 25

Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/2012/aom

 


 

APA0324 II, XI 11.02.2015 13:11:07

 

"Ups, das hätte nicht passieren sollen" - Technik-Problem bei Matura

Utl.: Vorwissenschaftliche Arbeiten konnten nicht hochgeladen werden - Ministerium: Nur bei großen Datenmengen - Abgabe an Schule reicht nun

 

"Ups, das hätte nicht passieren sollen..." - mit dieser Fehlermeldung sind derzeit manche Maturanten konfrontiert, die ihre vorwissenschaftliche Arbeit (VWA) auf die Genehmigungsdatenbank des Bildungsministeriums hochladen wollen. Das Problem trete nur bei großen Datenmengen auf, hieß es aus dem Ministerium. Nun soll auch eine Abgabe nur an der Schule ausreichen.

Die VWA ist neben der Zentralmatura und der mündlichen Prüfung ein Teil der neuen Reifeprüfung an den AHS. Diese 40.000 bis 60.000 Zeichen lange verpflichtende Hausarbeit muss in der ersten Woche des zweiten Semesters der Maturaklasse abgegeben und später präsentiert und diskutiert werden. In Wien und Niederösterreich steht der Abgabetermin damit spätestens übermorgen, Freitag, an.

Die fertige Arbeit und ein sogenanntes Begleitprotokoll des Schülers sind eigentlich als PDF-Dateien auf eine eigene VWA-Datenbank (https://genehmigung.ahs-vwa.at) hochzuladen und außerdem in zweifach ausgedruckter Form mit beigelegtem Begleitprotokoll dem Lehrer abzugeben. Sinn dieses Vorgehens ist etwa die automatische Plagiatsüberprüfung der Arbeit durch eine eigene Software. Nach erfolgter Prüfung sollen dann auf der Datenbank die Resultate der Plagiatsanalyse abrufbar sein. Der Lehrer erhält so einen Überblick über wörtliche Übereinstimmungen mit Quellentexten, die im Netz verfügbar sind.

Für die Schüler bestehe "keinerlei Grund zur Sorge", hieß es aus dem Bildungsministerium. Probleme beim Upload bestünden nur "bei Arbeiten, deren Datenmenge (etwa durch nicht komprimierte Bilder bzw. Grafiken) sehr umfangreich" sei. In diesen Fällen reiche neben den schriftlichen Exemplaren auch eine Abgabe per Datenträger - etwa ein USB-Stick - an der Schule. "Es werden alle Arbeiten, die in der Schule so eingelangt sind (schriftlich und elektronisch auf Datenträger) ganz normal bewertet."

Bundesschulsprecher Lukas Faymann zeigte sich trotzdem verärgert: "Das Ministerium hat bei Gesprächen im Vorfeld von einer durchdachten und problemlosen Abgabemöglichkeit geschwärmt. Bedenken der Schulpartner wurden schon vom Tisch geräumt, bevor sie überhaupt geäußert werden konnten."

Auch die ÖVP sowie die Oppositionsparteien sprachen von einer weiteren "Panne" bzw. einem "Pfusch". Die Grünen verlangen darüber hinaus bei der schriftlichen Reifeprüfung (Zentralmatura) einen "Notfallplan": In den ersten drei Jahren solle die Möglichkeit bestehen, die Abschlussnote der 8. Klasse in die Matura-Beurteilung einzubeziehen. Die endgültige Noten-Entscheidung sollte die Maturakommission treffen.

 


 

OTS0148 II, CI 11.02.2015 12:47:59

 

Walser/Korun zu Islamgesetz: Gut gemeint ist nicht automatisch gut gemacht

Utl.: Grüne: Auslandsfinanzierung unbefriedigend gelöst, Religionsunterricht ausgelassen

 

"Angekündigt war ein modernes und transparentes Islamgesetz, herausgekommen ist leider ein Gesetzesentwurf mit teilweise massiven Schlaglöchern wie z.B. dem Generalverdacht gegenüber MuslimInnen. Diese würden sich nicht an Gesetze halten wollen, weshalb die Regierung den sowieso bestehenden Vorrang staatlichen Rechts mehrfach in das neue Islamgesetz übernehmen will. Das Anliegen, dauerhafte Finanzierung und somit Einflussnahme aus dem Ausland zurückzudrängen, teilen wir. Die von der Regierung gewählte Regelung - offizielles Verbot der Auslandsfinanzierung unter gleichzeitiger Schaffung der Hintertüre der Stiftungen - lässt aber offen, wie und durch wen diese kontrolliert werden sollen", so die Grüne Abgeordnete Alev Korun. Insgesamt fällt der Gesetzesentwurf für die Abgeordneten Korun und Harald Walser - die für die Grünen das Islamgesetz im Parlament verhandeln - unter die Rubrik "Gut gemeint ist nicht automatisch gut gemacht".

 

Grünen-Bildungssprecher Walser stößt sich vor allem daran, dass der Religionsunterricht durch dieses Gesetz nach wie vor nicht befriedigend erfasst wird: "Klagen über den islamischen Religionsunterricht gibt es zuhauf. Mit dem Gesetz in der vorliegenden Form wird eine große Chance vertan, eine befriedigende Regelung zu finden." Walser ortet sogar eine Verschlechterung: "Es wird künftig wohl durch die verschiedenen Glaubensgemeinschaften die Forderung nach einem eigenständigen Religionsunterricht aufgestellt werden, wodurch alles noch undurchsichtiger wird."

 

"Fairnesshalber muss gesagt werden, dass die Schaffung von einer transparenten, hochwertigen Imame-Ausbildung auf der Universität sehr sinnvoll und notwendig ist und von uns sehr begrüßt wird. Auch die Anerkennung der Vielfalt muslimischer Glaubensrichtungen durch den Staat ist ein wichtiger Schritt im Heimisch-Werden von österreichischen MuslimInnen", ergänzt Korun.

 

Rückfragehinweis:  Grüner Klub im Parlament   Tel.: +43-1 40110-6697  mailto:presse@gruene.at

 

Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/100/aom

 


 

OTS0133 II 11.02.2015 12:31:09

 

JVP-El Habbassi: Nicht Genügend! Weitere Panne im Bildungsministerium ist unprofessionell!

Utl.: Junge ÖVP fordert Ende des organisatorischen Chaos im Bildungsministerium und der Verunsicherung von Maturanten

 

Die Überlastung der Online- Plattform, auf der die Schülerinnen und Schüler der Maturaklassen ihre vorwissenschaftlichen Arbeiten hochladen sollten, ist unprofessionell und geht zu Lasten der Schülerinnen und Schüler. "Es ist vollkommen unverständlich, dass mit einer neuerlichen Panne bei der Zentralmatura, die Maturantinnen und Maturanten weiter verunsichert werden. Das Ministerium muss die Schülerinnen und Schüler wieder in den Mittelpunkt rücken und funktionierende Rahmenbedingungen für einen reibungslosen Ablauf der Matura schaffen", ist JVP- Nationalratsabgeordneter Asdin El Habbassi verärgert. ****

Nach dem Datenskandal, den fehlenden Angabeblättern beim Testlauf der Zentralmatura und dem Wirrwarr bei den Vorbereitungsstunden ist eine weitere Panne im Bildungsbereich der traurige Höhepunkt rund um die Zentralmatura.

Die Junge ÖVP fordert daher eine rasche Lösung und eine professionelle Arbeit im Ministerium: "Die Matura ist die wichtigste Prüfung für die Schülerinnen und Schüler am Ende ihrer Schullaufbahn. Mit der Zentralmatura wurde mit schülerunfreundlichen Bedingungen bei den Jungen der Druck erhöht. Die Ministerin muss endlich die Maturantinnen und Maturanten unterstützen und sicherstellen, dass es zu keinen weiteren unnötigen Pannen kommt.", so El Habbassi abschließend.

Rückfragen: Elisabeth Hütter Junge ÖVP Lichtenfelsgasse 7, 1010 Wien Tel.: +43 (1) 40126 446 Mobil: +43 (664) 50 44 533 mailto: elisabeth.huetter@junge.oevp.at

Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/165/aom

 


 

APA0267 II, XI 11.02.2015 12:20:46

 

Matura: Grüne wollen bei Fünfer Note der 8. Klasse einbeziehen

Utl.: Glawischnig: "Serie der Pleiten" - ÖVP: Pannenserie beenden - Team Stronach: Pfusch - FPÖ ohne Verständnis

 

Eine "Serie der Pleiten" und "unfassbare Zustände" ortet die Bundessprecherin der Grünen, Eva Glawischnig, bei der ihrer Ansicht nach "verhunzten" Durchführung der neuen Reifeprüfung. Es sei Zeit für einen "Notfallplan", so der Grüne Bildungssprecher Harald Walser: Bei einer negativen Beurteilung der schriftlichen Matura sollte die Note des Schülers in der 8. Klasse einbezogen werden.

Mit Blick auf die Ergebnisse der Test-Schularbeiten für die neue Reifeprüfung in Mathematik im Dezember, bei denen rund 30 Prozent der Arbeiten mit "Nicht Genügend" beurteilt wurden, sei bei der flächendeckenden Durchführung der Zentralmatura im Mai zu befürchten, "dass ein Drittel die Matura nicht schafft", so Glawischnig heute, Mittwoch, in einer Pressekonferenz in Wien.

Der "gewaltigen Verunsicherung" könne man begegnen, indem die Möglichkeit geschaffen werde, in den ersten drei Jahren der verpflichtenden schriftlichen Zentralmatura die Abschlussnote der 8. Klasse in die Beurteilung einzubeziehen, erklärte Walser. Die endgültige Noten-Entscheidung sollte die Maturakommission treffen.

Ein solches Vorgehen sei "mehr als gerechtfertigt. So würde der Vorgabe Rechnung getragen, dass zuletzt erbrachte Leistungen insgesamt stärker in der Benotung berücksichtigt werden. Die Ergebnisse der schriftlichen Matura würden so auch nicht verfälscht und stünden der Bildungsforschung für Analysen zur Verfügung. Walser zeigte sich davon überzeugt, dass so "viel Angst aus dem System" genommen werden könnte. Man werde diesen Vorschlag laut Glawischnig in der kommenden Woche im Nationalrat einbringen.

Der Grüne Bildungssprecher erneuerte zudem seine Forderung nach einer Krisenhotline als sofortige Maßnahme gegen die Verunsicherung bei Schülern und Lehrern. Die Gründe dafür sieht Walser nicht nur in einer bisher unverantwortlichen Informationspolitik seitens des Bildungsministeriums, sondern auch darin, dass manche Schulen nicht gut auf die neue Reifeprüfung hingearbeitet hätten.

Die aktuell bestehenden Probleme beim Hochladen der vorwissenschaftlichen Arbeiten (VWA) seien ein weiterer Grund, warum das Vertrauen in das Gesamtprojekt "gegen null geht", so Walser.

Kritik daran übte auch ÖVP-Bildungssprecherin Brigitte Jank, die sich gleichzeitig zur neuen Reifeprüfung bekannte: "Schüler und Lehrer haben Sicherheit verdient", hieß es in einer Aussendung. Gerade aufgrund der Bedeutung dieses Projekts sei es erforderlich, dass "die Pannenserie des verantwortlichen Ressorts endlich beendet" werde.

Ähnlich das Team Stronach: Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) habe ihr Ressort nicht im Griff, so Bildungssprecher Robert Lugar. "Das ist ein Pfusch zu Lasten der Schüler, die hier unnötig einem großen Stress ausgesetzt werden."

Kein Verständnis für die "nächste Panne" hatte auch FPÖ-Bildungssprecher Walter Rosenkranz: "Obwohl die Abgabefrist für die 'Vorwissenschaftliche Arbeit' bereits länger bekannt war, gibt es nun drei Tage davor eine Serverüberlastung?" Die FPÖ ist grundsätzlich gegen eine VWA - wissenschaftliches Arbeiten sei Lehrstoff der Unis.

 


 

OTS0120 II, CI 11.02.2015 12:08:09

 

Walter Rosenkranz: Pannenserie bei Zentralmatura fortgesetzt

Utl.: Serverüberlastung beim Hochladen der VWA die nächste Peinlichkeit - Maturanten weiterhin Versuchskaninchen

 

Zur nächsten Panne bei der Zentralmatura zeigt sich FPÖ-Bildungssprecher NAbg. Dr. Walter Rosenkranz verständnislos: "Obwohl die Abgabefrist für die 'Vorwissenschaftliche Arbeit' bereits länger bekannt war, gibt es nun drei Tage davor eine Serverüberlastung? Die Anzahl der Maturanten, die dieser Tage in Wien und Niederösterreich eine VWA abgeben werden, konnte man sich doch im BMBF sicherlich ausrechnen. Die jetzigen Probleme wären daher leicht zu verhindern gewesen."

Die FPÖ hat sich bereits bei Einführung der Zentralmatura gegen die VWA ausgesprochen, da wissenschaftliches Arbeiten Lehrstoff der Unis sei. "Wenn auf mögliche Probleme im Ressort hingewiesen wird, ist jedoch allzu oft ein mildes Lächeln die einzige Reaktion", kritisiert Rosenkranz die beratungsresistente Haltung des BMBF.

Rückfragehinweis: Freiheitlicher Parlamentsklub Tel.: 01/ 40 110 – 7012  mailto:presse-parlamentsklub@fpoe.at http://www.fpoe-parlamentsklub.at http://www.fpoe.at

Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/4468/aom

 


 

OTS0109 II, CI 11.02.2015 11:55:43

 

Matura - Stronach/Lugar: Heinisch-Hosek bekommt ihr Ressort nicht in den Griff

 

"Rund um die neue Zentralmatura kommen nur ständig Hiobsbotschaften, was alles nicht geht! Bildungsministerin Heinisch-Hosek bekommt ihr Ressort sichtlich nicht in den Griff", kommentiert Team Stronach Bildungssprecher Robert Lugar die Probleme beim Einreichen der vorwissenschaftlichen Arbeiten. Offensichtlich habe sich niemand die Mühe gemacht, rechtzeitig für die geeignete technische Ausstattung im Ministerium zu Sorgen. "Das ist ein Pfusch zu Lasten der Schüler, die hier unnötig einem großen Stress ausgesetzt werden", kritisiert Lugar.

Rückfragehinweis: Team Stronach Parlamentsklub/Presse  Tel.: ++43 1 401 10/8080 mailto:parlamentsklub@teamstronach.at

Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/15673/aom

 


 

OTS0085 II 11.02.2015 11:16:35

 

Jank zur Neuen Matura: Schüler und Lehrer haben Sicherheit verdient

Utl.: ÖVP-Bildungssprecherin: Pannenserie muss endlich beendet werden

 

Die Maturantinnen und Maturanten sollen ihre Matura so ablegen können, wie sie darauf vorbereitet wurden, appellierte heute, Mittwoch, ÖVP-Bildungssprecherin Abg. Brigitte Jank an die Bildungsministerin, den reibungslosen Ablauf bei der Abgabe der vorwissenschaftlichen Arbeiten sicherzustellen. "Die Matura ist nicht nur Voraussetzung für den Besuch einer tertiären Ausbildung, sondern auch ein ganz wichtiger Moment im Leben eines jungen Menschen. Die Maturanten haben sich einen ordentlichen Abschluss ihrer Schullaufbahn verdient", so Jank weiter.

 

Jank: "Reformen brauchen Vertrauen. Gerade bei den vielfältigen Vorhaben der Politik in der Schule sollte dieses Vertrauen nicht strapaziert werden. Daher ist es an der Zeit, dass die Lehrerinnen und Lehrer sowie Schülerinnen und Schüler bei dem wichtigen Projekt der neuen standardisierten Reifeprüfung Sicherheit haben. Dafür ist Bundesministerin Heinisch-Hosek verantwortlich."

 

Gleichzeitig bekannte sich Jank zur neuen standardisierten Reifeprüfung, da es mit dieser zu einer besseren Vergleichbarkeit der Leistungen der Maturantinnen und Maturanten komme. Gerade aufgrund der Bedeutung dieses Projekts sei es erforderlich, dass die Pannenserie des verantwortlichen Ressorts endlich beendet werde. (Schluss)

 

Rückfragehinweis:  Pressestelle des ÖVP-Parlamentsklubs  Tel.: 01/40110/4436  http://www.oevpklub.at  

 

Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/169/aom

 


 

APA0192 II, XI 11.02.2015 11:03:41

 

Matura - Ministerium: Problem nur bei großen Datenmengen

Utl.: Schriftliche und elektronische Abgabe auf Datenträger an der Schule reicht

Die Probleme beim Hochladen der vorwissenschaftlichen Arbeiten (VWA) auf die VWA-Datenbank bestehen laut Bildungsministerium nur bei Arbeiten mit sehr umfangreicher Datenmenge. Für die Schüler bestehe "keinerlei Grund zur Sorge", hieß es in einem der APA übermittelten Statement. "Die VWA muss nur bis Freitag schriftlich (ausgedruckt) und elektronisch in der Schule abgegeben werden."

"Es werden alle Arbeiten, die in der Schule so eingelangt sind (schriftlich und elektronisch auf Datenträger) ganz normal bewertet", betonte man. Der entsprechende Server sei nach wie vor online, Arbeiten würden permanent hochgeladen. "Die Verzögerung beim Upload passiert nur bei Arbeiten, deren Datenmenge (etwa durch nicht komprimierte Bilder bzw. Grafiken) sehr umfangreich sind und in diesen Fällen ist auch eine Abgabe per Datenträger in der Schule möglich."


 

APA0145 II, XI 11.02.2015 10:05:47

 

Matura: Probleme bei Abgabe der vorwissenschaftlichen Arbeiten

Utl.: "Upps, das hätte nicht passieren sollen....": Server offenbar überlastet - Abgabe auf Papier reicht

 

Neue Probleme bei der neuen Matura: Die Maturanten können offenbar wegen einer Serverüberlastung derzeit ihre vorwissenschaftlichen Arbeiten (VWA) nicht wie verlangt hochladen. In Wien und Niederösterreich ist am Freitag aber Abgabeschluss. Nun soll die Abgabe der ausgedruckten Arbeiten reichen.

 

Die VWA ist eine 40.000 bis 60.000 Zeichen lange verpflichtende Hausarbeit und muss in der ersten Woche des zweiten Semesters der Maturaklasse abgegeben und später präsentiert und diskutiert werden. Die fertige Arbeit und ein sogenanntes Begleitprotokoll des Schülers sind als PDF-Dateien auf eine eigene VWA-Datenbank hochzuladen und außerdem in zweifach ausgedruckter Form mit beigelegtem Begleitprotokoll dem Lehrer abzugeben.

 

Da in Wien und Niederösterreich Ende dieser Woche die Frist abläuft, dürften aber zu viele Schüler gleichzeitig zugreifen wollen. "Upps, das hätte nicht passieren sollen...." heißt es auf der Online-Plattform. Die Schüler werden dann "aus Sicherheitsgründen" ausgeloggt. "Das deutet auf eine Überlastung der Server hin", hieß es gegenüber der APA aus der Bundesschülervertretung.

 

Auch die Direktoren wurden über das Problem bereits informiert. In einem der APA vorliegenden Mail werden sie darauf hingewiesen, dass aufgrund der Probleme die Frist auch dann eingehalten ist, wenn die Arbeiten vorerst nur in ausgedruckter Form abgegeben werden.

 

Verärgert zeigte sich Bundesschulsprecher Lukas Faymann in einer Aussendung: "Das Bildungsministerium hat bei Gesprächen im Vorfeld von einer durchdachten und problemlosen Abgabemöglichkeit geschwärmt. Bedenken der Schulpartner wurden schon vom Tisch geräumt, bevor sie überhaupt geäußert werden konnten. Das Ministerium würde gut daran tun, seine Feedbackresistenz gegen professionelle und schülerorientierte Arbeit einzutauschen."

 


 

OTS0043 II 11.02.2015 09:59:51

 

Schülerunion ad VWA-Panne: Das Maß ist voll!

Utl.: Schülerinnen und Schüler verärgert über Feedbackresistenz des Bildungsministeriums

 

Die Onlineplattform, auf der Schülerinnen und Schüler seit gestern ihre vorwissenschaftliche Arbeit (VWA) abgeben sollten, ist überlastet. Das SPÖ-Bildungsministerium hatte im Vorfeld bei Verhandlungen allerdings beschwichtigt und derartige Pannen ausgeschlossen. Die Schülerunion reagiert verärgert auf die Panne und die Ignoranz im Vorfeld. Sie fordert das Bildungsministerium dazu auf, endlich den Fokus auf das Wohl der Schülerinnen und Schüler zu legen. Förderkurse und mehr Vorbereitungsstunden sollen den Schülerinnen und Schülern Sicherheit geben.

 

"Das Maß ist voll! Diese Panne verunsichert die Schülerinnen und Schüler abermals. Das Bildungsministerium muss endlich alles daran setzen, um für einen reibungslosen Ablauf zu sorgen. Eine Pannenserie, wie im letzten Jahr, darf dieses Jahr nicht mehr vorkommen", so Bundesobmann Felix Wagner.

 

Großes Unverständnis herrscht auch bei Bundesschulsprecher Lukas Faymann. Ihn ärgern vor allem Ignoranz und Beschwichtigungen seitens des Bildungsministeriums. "Das Ministerium hat bei Gesprächen im Vorfeld von einer durchdachten und problemlosen Abgabemöglichkeit geschwärmt. Bedenken der Schulpartner wurden schon vom Tisch geräumt, bevor sie überhaupt geäußert werden konnten. Das Ministerium würde gut daran tun, seine Feedbackresistenz gegen professionelle und schülerorientiere Arbeit einzutauschen", so Faymann.

 

Abschließend fordern beide, dass die Anliegen der Schülerinnen und Schüler endlich in den Mittelpunkt gestellt werden. Zusätzliche Förderkurse und eine Aufstockung der Vorbereitungsstunden sollen dabei helfen, die Schülerinnen und Schüler fit für die Matura zu machen. "Wenn schon Pannen passieren, so muss man dazu stehen und alles dafür tun, um doch noch das Beste für die Schülerinnen und Schüler herauszuholen. Förderkurse und eine Aufstockung der Vorbereitungsstunden sind unbedingt notwendig. Nur so können die Schülerinnen und Schüler gut vorbereitet und ohne Verunsicherung in die Zentralmatura starten", so Wagner und Faymann abschließend.

 

Einen Screenshot der Fehlermeldung auf der Online Plattform finden sie hier: http://bit.ly/1uDhEMo

 

Rückfragehinweis:  Joel Tölgyes   Pressesprecher Schülerunion  joel.toelgyes@schuelerunion.at  0699 173 66 505

 

Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/1493/aom

 


 

Mit freundschaftlichen Grüßen

 

Kurt Schober

Klubsekretär

SPÖ-Parlamentsklub

01/40110-3569

0664 / 44 45 005

kurt.schober@spoe.at

 

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