Mittwoch, 11. Februar 2015

Bildungs-Newsletter 11. Februar 2015


 

"Die Presse" vom 11.02.2015                               Seite: 12

 

Direktoren wollen Lehrer feuern können

Lehrer wünschen sich mehr Autonomie bei Inhalten.

 

   Wien. Schulleiter möchten ihre Lehrer nicht nur selbst aussuchen - sie wollen sie auch kündigen dürfen. Das geht aus einer Online-Umfrage hervor, die die von den Neos initiierte Plattform "Talente blühen" veröffentlicht hat.

 

   Zwei Drittel der Direktoren, die an der Umfrage teilgenommen haben, plädieren stark dafür, ihr Personal selbst auszuwählen. 59 Prozent sind voll dafür, dass sie Dienstverhältnisse auch auflösen dürfen. Die Lehrer selbst sind hier skeptischer: Dass Direktoren Lehrer einstellen sollen, befürworten 36 Prozent. Dass sie sie kündigen dürfen, lediglich 27 Prozent.

 

   Insgesamt können sich Lehrer und Direktoren in vielen Bereichen vorstellen, eigene Entscheidungen am Schulstandort zu treffen. 34 Prozent der Befragten würden grundsätzlich gern sehr oft Dinge entscheiden, die derzeit von den Schulbehörden vorgegeben werden; noch einmal 52 Prozent zumindest hin und wieder.

 

   Am häufigsten würden die Pädagogen selbst über Lehrinhalte, die Art der Leistungsbeurteilung und den Einsatz von Stunden entscheiden. Ginge es nach den Lehrern, gäbe es auch weniger standardisierte Tests wie die Bildungsstandards oder die Zentralmatura sowie weniger Dokumentationspflicht und Bürokratie.

 

   Lehrer relativ zufrieden

 

   Mit den alltäglichen Arbeitsbedingungen in den Klassen zeigten sich die Lehrer relativ zufrieden, wie Studienautor Peter Hajek erklärte. Weniger zufriedene Pädagogen gibt es laut Hajek in größeren und öffentlichen Schulen und im städtischen Bereich. Geld brauche es laut den Lehrern am dringendsten für Psychologen und Sozialarbeiter.

 

   "Lehrer wollen mehr Freiheit und sind bereit, stärker in die Verantwortung zu gehen", sagte Neos-Parteichef Matthias Strolz, der zugleich auch Bildungssprecher ist. Die Schulautonomie solle aber nicht über die Personal-, sondern die pädagogische Autonomie angegangen werden.

 


 

"Der Standard" vom 11.02.2015                                Seite: 7

 

Lehrer wollen mehr Autonomie

Mehr Mitsprache bei Fortbildungen wird gewünscht

 

   Wien – Österreichs Schulpädagogen wollen eine größere Entscheidungsfreiheit. Das geht aus der Online-Befragung „Was Lehrer wirklich wollen“ von Opinion Strategies hervor. Die Umfrage wurde von „Talente blühen“, einer überparteilichen Initiative der Neos, in Auftrag gegeben.

 

   1460 Lehrer aus allen Schulsystemen nahmen an der Umfrage teil. Prinzipiell sind die Befragten mit ihrem Arbeitsumfeld zufrieden, dennoch gibt es Änderungswünsche. Drei Viertel der Lehrer würden Entscheidungen des Bildungsministeriums oder des Landesschulrats zumindest teilweise lieber selbst treffen. Beispielsweise würden 70 Prozent gerne selbst den Anbieter von Fortbildungen wählen.

 

   Mehr Mitsprache wollen die Pädagogen auch beim Lehrplan, beim Benotungssystem und bei der Einteilung von Schulstunden. Für Matthias Strolz, den Vorsitzenden der Neos, ist damit die Abschaffung der 50-Minuten-Einheiten eingeleitet.

 

   Skeptisch zeigen sich 70 Prozent der Befragten gegenüber dem „Teamteaching“ an der Neuen Mittelschule. Sie würden lieber vor Ort entscheiden, wie das zur Verfügung gestellte Geld eingesetzt wird. Strolz, der Initiator von „Talente blühen“, sieht sich mit der Umfrage in seiner Position bestätigt: „Wir fordern schon lange Autonomie im Schulsystem.“ Konkret brauche es mehr pädagogische, finanzielle und personelle Entscheidungsfreiheit. Allerdings sind lediglich 38 Prozent der Befragten dafür, dass sich Direktoren künftig ihre Lehrer selbst aussuchen können.

 


 

"Kurier" vom 11.02.2015                                    Seite: 3

 

Freiheit, aber nicht für jeden

Schule.Lehrer wollen mehr selbst entscheiden dürfen, den Direktoren soll dies verwehrt bleiben

 

   vonKarin Leitner"Ich bin geneigt, mit dem Sessel zu schaukeln", sagt Peter Hajek. "Ich wollte schon mein Blasrohr auspacken", sagt Matthias Strolz - und grinst.

 

   Reminiszenzen des Meinungsforschers und des Neos-Chefs - weil sie nebeneinander in einer Schulbank sitzen, platziert in einem noblen Palais in der Wiener Innenstadt.

 

   Die passende Inszenierung für die Präsentation der Ergebnisse einer Online-Umfrage: "Was Lehrer wirklich wünschen". Das hat Hajek im Auftrag der Strolz-Initiative "Talente blühen" erhoben. Fazit: "Sie wollen mehr Freiheit und mehr Verantwortung."

 

   In welcher Hinsicht? Auf Platz 1 der Autonomie-Begehrlichkeiten, die die Pädagogen genannt haben: Sie würden gerne selbst über Lehrinhalte und Lehrpläne entscheiden. Auch bei der Art der Leistungsbeurteilung wollen sie mehr zu sagen haben; detto, wofür sie Unterrichtsstunden verwenden, etwa mehr als jetzt für bestimmte Fächer. An letzter Stelle stehen Mitsprache bei Begabtenförderung und schulautonomen Tagen.

 

   Wie gewohnt Noten zu vergeben hatten die Lehrer dahingehend, wo sie "Gestaltungsspielraum" möchten: Eine überwiegende Mehrheit von 90 Prozent will nicht vorgeschrieben bekommen, in welchem Bereich und wo sie sich fortbilden. Strolz: "Daher sollten nicht nur die Pädagogischen Hochschulen Fortbildung anbieten. Wir müssen dieses Monopol aufbrechen."

 

   Ein großes Gros der Lehrer will weg von strikten Zeitvorgaben: Die Schulen sollten bestimmen können, ob sie den Tag in 50-Minuten-Einheiten gliedern oder nicht. 82 Prozent möchten Unterstützungslehrer dort einsetzen, wo sie es für richtig halten. Fast ebenso viele hätten gern "mehr Zeit für ihre eigentlichen Aufgaben" - und weniger Vorgaben aus dem Bildungsressort und dem Landesschulrat. Strolz: "Im Ministerium können sie den Schredder anwerfen und ein Drittel der Verordnungen entsorgen."

 

   Der Wunsch, selbst über Team-Teaching entscheiden zu können, ist groß. "Derzeit werden sechs Stunden in ,Neuen Mittelschulen‘ vom Bund finanziert. Sie sollten dieses Budget weiterhin bekommen, aber autonom entscheiden können, wofür sie es verwenden", befindet Strolz.

 

   Nicht Schulautonomie-euphorisch sind die Lehrer, wenn es nicht um den Unterricht geht. Dass Direktoren ihr Personal selbst aussuchen, ist den Pädagogen kein großes Bedürfnis.

 

   Im Unterschied zu den erwähnten Themen ist die tendenzielle Zustimmung hier mit 62 Prozent deutlich geringer; "voll und ganz" stimmen dem überhaupt nur 38 Prozent zu. Auch die Idee, dass Schulleiter Lehrer kündigen können sollen, entzückt mäßig (nur 29 % sind "voll und ganz" dafür).

 

   Am dringendsten investiert werden sollte für die Lehrer in Schulpsychologen und Sozialarbeiter; darauf drängt auch die Gewerkschaft.

 

   Hire & FireOb dieser Resultate werde er erneut Druck machen, sagt Strolz: "Bis Jahresende muss eine nationale Strategie zur Schulautonomie erarbeitet werden." Nötig sei mehr didaktische, finanzielle und personelle Selbstständigkeit. Wie stellt sich Strolz diese vor? "Die Schule sollte Lehrer anstellen können. Es gibt kein Dienstrecht, sondern einen Rahmenkollektivvertrag. Und es sollte Schulleiter auf Zeit geben, die Pädagogen kündigen können."

 


 

"Kronen Zeitung" vom 11.02.2015                            Seite: 2

Große Online-Umfrage:

Lehrer wollen mehr Freiheiten

 

   Wien. - Die Lehrpläne für die eigenen Klassen selbstständig anpassen, über den Einsatz von Unterstützungslehrern entscheiden, Stundenkontingente flexibel einsetzen und ein Loslösen vom starren 50-Minuten-Unterricht - so die wichtigsten Anliegen der Lehrer bei einer großen Online-Umfrage der Initiative "Talente blühen". Generell wünschen sich die Pädagogen mehr Freiheiten, mehr Autonomie für die Schulen und weniger Bürokratie. "Bis Ende des Jahres muss eine nationale Umsetzungsstrategie zur Schulautonomie erarbeitet werden", fordert NEOS-Chef Matthias Strolz.

 


 

"Die Presse" vom 11.02.2015                                Seite: 3

 

Kindergarten: Gemeinden gegen SPÖ-Pläne

Ein zweites Gratisjahr im Kindergarten sei unleistbar.

 

   Wien. Der Gemeindebund hält nichts von der Idee, ein zweites kostenloses Kindergartenjahr einzuführen. Die SPÖ hat ihre Pläne im Zug der Integrationsdebatte wieder ins Spiel gebracht. Doch Gemeindebund-Chef Helmut Mödlhammer (ÖVP) ist skeptisch: Wie er aus den Verhandlungen zur Steuerreform höre, sollen sogar die Zuschüsse für das eine Gratiskindergartenjahr reduziert werden.

 

   "Wir können uns das eine nicht leisten und überlegen ein zweites", sagte er am Dienstag. Die Gemeinden würden ohnehin den größten Teil der Kindergartenkosten tragen. Der Gemeindebund-Präsident stellte sich auch gegen die diskutierte Akademisierung der Kindergärtner. (APA)

 


 

"Oberösterreichische Nachrichten" vom 11.02.2015            Seite: 25

 

Kindergartenpflicht für Vierjährige? Pädagogen dafür, Landesrätin dagegen

 

   Durch die Kindergartenpflicht werden auch jene Kinder vom Bildungssystem erfasst, die sonst durch den Rost fallen würden. Dazu brauchen wir aber ein entsprechendes qualitatives Angebot."

 

   Jacqueline de Deugd, Abteilungsvorständin, Schule für Kindergartenpädagogik, Linz-Lederergasse

 

   Was die Pflicht für die Kleinen bringt: Betreuungsquote steigt, Flexibilität der Eltern sinkt

 

   Von Herbert Schorn

 

   Wien/Linz. Seit 2009 muss jedes Kind im letzten Jahr vor der Schule den Kindergarten besuchen. Nun will Unterrichtsministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SP) bereits Vierjährige zum Kindergartenbesuch verpflichten, Integrationsminister Sebastian Kurz (VP) fordert dies für Kinder mit Sprachproblemen. Doch was bringt die Kindergartenpflicht eigentlich?

 

   Die Quote: Fast jedes fünfjährige Kind war 2013/14 in Oberösterreich für mindestens 20 Stunden pro Woche in einem Kindergarten eingeschrieben. Damit ist die Quote von 96,9 Prozent (2008/09) auf 99,8 Prozent gestiegen. Laut Statistik Austria stieg der Besuch aber auch in der Gruppe der Drei- bis Fünfjährigen kräftig an: von 85,7 (2008) auf 92,7 Prozent (2013).

 

   Die Kosten: Für die Eltern ist in Oberösterreich der Kindergarten gratis. Für die 20 Wochenstunden der Fünfjährigen zahlt der Bund jährlich 14 Millionen Euro, für das Land fallen laut Rechnungshofbericht (2012) jährlich 46 Millionen Euro zusätzlich an. Trotz positiver Effekte lehnt Bildungslandesrätin Doris Hummer (VP) eine Ausweitung der Kindergartenpflicht ab: "Das schränkt die Flexibilität der Eltern ein, etwa wenn Arbeits- und Abholzeiten nicht zusammenpassen." Wenn man Kinder aus Migranten- und benachteiligten Familien hereinholen wolle, "dann ist die Beitragsfreiheit der Hebel".

 

   Pädagogische Effekte: Fachleute sehen die Kindergartenpflicht positiv. "Dadurch wird eine langfristige Bildungsarbeit möglich", sagt Bettina Stallinger, Expertin für frühkindliche Bildung. Man erhalte durch die Pflicht eine Handhabe, wenn Eltern den Kindergarten auf die leichte Schulter nehmen, sagt Margit Lindinger, die den Kindergarten Alkoven leitet und auf der Pädagogischen Hochschule Oberösterreich wirkt: "Die Wichtigkeit des Kindergartens wird betont." Außerdem lernen Kinder, sich in eine soziale Gruppe einzufügen, was für die Schule wichtig sei.

 

   Laut Jacqueline de Deugd, Abteilungsvorständin an der Schule für Kindergartenpädagogik in der Lederergasse, werden dadurch auch jene Kinder im Bildungssystem erfasst, die sonst durch den Rost fallen würden. "Dazu brauchen wir aber ein entsprechendes qualitatives Angebot. Vor allem was personelle und räumliche Ressourcen betrifft, haben wir in Oberösterreich noch Potenzial."

 

   Die Pflicht ist besonders für jene Kinder sinnvoll, die die Sprache lernen müssen. Sie bringt aber auch allen anderen viel, etwa indem sie lernen, sich in eine Gruppe einzufügen."

 

   Margit Lindinger, Leiterin des Kindergartens Alkoven, Pädagogische Hochschule Oberösterreich

 

   Aufgrund des Pflichtjahres erhält der Kindergarten eine höhere Wertigkeit."

 

   Bettina Stallinger, Leiterin des Kindergartens Arnreit, akademische Expertin für frühkindliche Bildung

 

 

Bild: Die Kindergartenpflicht wertete laut Experten die Einrichtungauf.

 


 

"OÖ Nachrichten" vom 11.02.2015                              Seite 19

PRO & CONTRA FRAGE DES TAGES

 

Soll ein zweites Kindergartenjahr verpflichtend sein?

Unterrichtsministerin Gabriele Heinisch-Hosek fordert, dass auch Vierjährige in den Kindergarten müssen.

 

Pro

Barbara Rohrhofer Ressortleiterin Leben und Gesundheit

Gute Lebensschule

 

Der Kindergartenbesuch ist-und das ist wissenschaftlich längst nachgewiesen-ein wichtiger Beitrag für die Entwicklung eines Menschen. Kinder lernen in dieser Bildungseinrichtung, mit Gleichaltrigen umzugehen, sich zu behaupten und sich sozial zu integrieren. Investitionen in frühkindliche Betreuung (und als diese versteht sich das zweite verpflichtende Kindergartenjahr) nützen sowohl den Kindern als auch der Volkswirtschaft und der Gesellschaft, weil im Kindergarten nicht nur gespielt, sondern so gefördert wird, dass alle Kinder ähnliche Zukunftschancen bekommen. So werden beispielsweise Mädchen und Buben, die drei Jahre lang einen Kindergarten besucht haben, bei der Einschulung seltener zurückgestellt.

 

Contra

Herbert Schorn Schulredakteur Land&Leute

Lieber ohne Pflicht

 

Mama, ich mag nicht mehr in den Kindergarten", verkündete ich, fünfjährig, meiner Mutter. Es gab keinen speziellen Grund, keinen Streit, keine bösen Kinder. Mutter nahm mein Ansinnen ernst. Und mich aus dem Kindergarten. Ich bekam von der Pädagogin eine Packung Malstifte, die eigentlich für die Schulanfänger vorbereitet waren, und verließ dankend den Kindergarten, um ihn nie wieder zu betreten. Selbstverständlich ist der Kindergarten eine gute Bildungseinrichtung. Aber wozu braucht es eine Verpflichtung? Setzt sich gute Qualität nicht von selbst durch? Vielleicht sollten, wie Insider fordern, zuerst manche angewendeten pädagogischen Konzepte überdacht werden, bevor eine weitere Verpflichtung durchgesetzt wird.

 


 

"Die Presse" vom 11.02.2015                                Seite: 1 von Rosa Schmidt-Vierthaler, Julia Neuhauser und Bernadette Bayrhammer

 

Lehrer evaluieren NMS: Von Überforderung bis Überzeugung

Meinungen. Das Bildungsressort hält den Evaluierungsbericht zur Neuen Mittelschule noch unter Verschluss. "Die Presse" hat deshalb direkt bei Lehrern, Direktoren und Experten nachgefragt, was sie am neuen Schultyp schätzen und was misslungen ist.

 

   Wien. Weiter warten heißt es auf die Ergebnisse der Evaluierung der Neuen Mittelschule (NMS): Angekündigt waren sie für Ende Jänner. Doch präsentiert wurde nichts. Verwunderlich. Denn der Bericht dürfte schon lange fertig sein. Das Bildungsministerium hält diesen also anscheinend unter Verschluss.

 

   Die Ergebnisse haben politische Brisanz. Immerhin wird die Neue Mittelschule - der lang vorgeworfen wurde, ohnehin nur eine Hauptschule mit neuen Türschildern zu sein - erstmals genau untersucht. Eigentlich sollte das schon noch vor der Entscheidung passieren, die Hauptschule abzuschaffen. Daran hielt sich die Regierung aber nicht. Und so ist die NMS seit September 2012 kein Schulversuch mehr. Seither werden schrittweise alle Hauptschulen umgestellt. Ab kommendem Schuljahr wird es keine ersten Hauptschulklassen mehr geben. Im Herbst 2018 folgt das komplette Aus für die Hauptschule.

 

   "Die Presse" wollte nicht länger auf den Evaluierungsbericht warten und hat Lehrer, Direktoren und Experten gefragt, was an der NMS gelungen ist und was nicht.

 

   Differenzieren ist sehr schwer

 

   In meiner Schule sind die neuen Lernkonzepte kaum angekommen. Wahrscheinlich kann man meine NMS als Brennpunktschule bezeichnen, in manchen Klassen beträgt der Migrantenanteil hundert Prozent. Differenzieren ist sehr schwer. Viele befürchten, dass die schwächsten Schüler zurückbleiben. Die älteren Lehrer vermissen die Leistungsgruppen. Auch die Schulleitung hängt der Vergangenheit nach: Sie verlangt, die Schüler in jeder doppelt besetzten Stunde in eine stärkere und eine schwächere Gruppe zu teilen, das entspricht aber nicht dem Konzept der NMS. Dabei finde ich das Teamteaching an sich gut. Überhaupt weiß die Schulleitung selbst nicht genau, wie sie das Konzept umsetzen soll.

 

   NMS-Lehrerin in Niederösterreich Name der Redaktion bekannt

 

   Lehrer wurden alleingelassen

 

  Bei der Einführung einer neuen Lernkultur - das ist ja ein großes Ziel der NMS - hat vieles nicht so wirklich geklappt. Die Bereitschaft der Lehrer, von den frontalunterrichtlichen Methoden wegzugehen, wäre zwar da. Aber sie sind hier ziemlich alleingelassen worden. Was sich in der NMS ändern soll, war viel zu schwammig und unklar formuliert. Es machte irgendwie den Eindruck, dass nicht einmal das Bildungsressort wirklich wusste, was es will. Und so ist es auch an der Basis angekommen: Niemand weiß, wie das Konzept umgesetzt werden soll. Daher glaube ich auch nicht, dass der angestrebte Rollenwandel des Lehrers hin zum Lernbegleiter eingesetzt hat. Was die Leistungen angeht, so werden die Schwachen mehr gefördert als früher, weil sie mit den Starken in einer Gruppe sind. Die Stärkeren profitieren aber kaum.

 

   S. St. NMS-Lehrer in Niederösterreich

 

   Konzept auch für AHS gut

 

   Ich stehe jetzt vier Jahre vor der Pensionierung, und es tut mir sehr leid, dass ich das Konzept der NMS nicht schon vorher kennengelernt habe. Früher in der Hauptschule traute ich den Schülern in der letzten Leistungsgruppe im Englischunterricht vieles nicht zu und ließ es daher weg. Das war ein Fehler. Jetzt lege ich - soweit das möglich ist - mit den Schülern gemeinsam fest, welchen Stoff wir erarbeiten. Sie haben dadurch das Gefühl mitentscheiden zu können und sind engagierter. Die NMS hat das Lernen und die Schüler in den Mittelpunkt gestellt. Das hätte es schon vorher gebraucht. Bei mir arbeiten die Schüler viel selbstständig in Gruppen, das funktioniert wunderbar. Mir tut nur die Diskrepanz zwischen den NMS und den Gymnasien weh. Vom Konzept her würde die NMS für alle Schüler zwischen zehn und 14 Jahren passen.

 

   Helga Diendorfer Lehrerin in der NMS St. Georgen, NÖ

 

   Veränderungen brauchen Zeit

 

   Ich bin ein großer Verfechter des NMS-Konzepts. Weil es da möglich ist, die Kompetenzen der Kinder viel breiter zu betrachten, abseits von Lesen, Schreiben, Rechnen. Die Veränderungen der NMS sind erst im Anlaufen - und dieser Prozess wird auch noch länger dauern. Die Lehrer haben immerhin teils zwanzig Jahre lang im bisherigen System gearbeitet. Manches muss sich erst einspielen. Ich wünsche mir mehr Autonomie: Ein Jahrgangsteam soll selbst entscheiden, wie es die zusätzlichen Ressourcen für seine Klasse verwendet. Die Lehrer wissen am besten, wo es sinnvoll ist, zwei Lehrer einzusetzen. Wir würden den Zweitlehrer gern in Lernstunden am Nachmittag einsetzen, weil man so mehr auf die Bedürfnisse der Schüler eingehen kann.

 

   Wilhelm Wunderer NMS Koppstraße, Wien

 

   Überfahren und überfordert

 

   Die NMS krankt vor allem an der viel zu schnellen Einführung als Regelschule. Zustimmung zu einer neuen Schulform muss wachsen können, das wurde sträflich vernachlässigt. Viele meiner Kollegen fühlten sich überfahren und überfordert. Ein großer Minuspunkt ist, dass sich die meisten AHS weigerten, mitzumachen. Dass die AHS-Lehrer, die doch dabei sind, für die gleiche Arbeit besser bezahlt werden, ist ein weiteres Problem. Meine Erfahrung ist, dass ambitionierte Schulen und flexible Lehrer die Kurve gekratzt haben, sich aber für die anderen das Konzept der NMS noch immer fremd anfühlt. Manche Lehrer, die engagiert und ambitioniert waren, können sich nun durchaus eine Rückkehr zum Leistungsgruppensystem vorstellen.

 

   M. K. Lehrerin an einer NMS in Salzburg

 

   Man muss selbst viel entwickeln

 

   Wie viel ich in den vergangenen vier Jahren gelernt, reflektiert und über Unterricht nachgedacht habe, ist unglaublich. Am Anfang war da viel theoretischer Input - die Ideen, auf denen die NMS aufgebaut ist, kommen ja direkt aus der Lernforschung. Dafür muss man offen sein: Da muss man selbst anfangen, zu entwickeln. Wir haben vier Jahre lang daran gearbeitet, die Schlagworte mit Inhalt zu füllen. Bei manchen Punkten habe ich auch Zeit gebraucht, bis ich verstanden habe, wie ich das im Unterricht umsetzen kann. Mit dem Wegfall der Leistungsgruppen und der internen Differenzierung muss man sich einarbeiten, gute Materialien erstellen. Dann ist es unglaublich, wie gute Schüler davonpreschen, während die anderen an der Basis arbeiten.

 

   Simone Wechselberger Lehrerin in der NMS Mayrhofen, Tirol

 

   Notenskala ist untauglich

 

   Als Lehrervertreter kann ich sagen, dass es in der Lehrerschaft militante Befürworter der NMS und auch militante Gegner gibt. Ich sehe viel Gutes, aber auch Fehler. Ein Manko ist, dass es durch die Auflösung der Leistungsgruppen keine Differenzierungsmöglichkeiten mehr gibt. Teamteaching ist kein Allheilmittel. Es müsste schulautonom möglich sein, Schüler für vier bis sechs Wochen in Gruppen zusammenzufassen, um mit ihnen ein spezielles Lernprogramm zu machen. Generell muss die Dauer-Bevormundung durch das Ministerium aufhören - auch was das Teamteaching betrifft. Das sollte nicht nur an Mathematik, Deutsch und Englisch gebunden sein. Es gibt noch ein Problem: die neue, siebenteilige Notenskala. Ich halte die für absolut untauglich.

 

   Paul Kimberger Vorsitzender der Pflichtschullehrer

 

   Teamteaching ist nichts Neues

 

   Als ich Direktor war, sah ich keinen Grund, meine Hauptschule umzuwandeln. Da halfen auch die Zuckerl in Form von Geld und Extrastunden nichts. Man hätte die Hauptschule besser machen können. Stattdessen wurde ein neuer Schultyp eingeführt und dem alten ein schlechtes Zeugnis ausgestellt. Zu Unrecht. Bei uns gehen fast alle Schüler des Sprengels in die Hauptschule. Daher waren uns die durchlässigen) Leistungsgruppen wichtig. Wir haben sogar einmal versucht, sie aufzulösen. Doch das Niveau der Besten sank. Man kann kein besseres Niveau garantieren, wenn man alle Schüler zusammenwirft und mehr Lehrer einsetzt. Unterschiedliche Lehr- und Lernformen, ausführliche Gespräche mit den Eltern und auch das Teamteaching gab es bei uns auch schon vorher. Das ist keine Erfindung der NMS.

 

   Jos Franz Ex-Direktor der Hauptschule Bezau, Vlbg.

 

   Einzelkämpfer sind passe

 

   Lehrer wurden vom Einzelkämpfer zu Teamplayern: Das ist einer der größten Verdienste der NMS. Die neuen Lehr- und Lernformen - damit meine ich nicht nur das Teamteaching - machen eine bessere Zusammenarbeit notwendig. Lehrer konzentrieren sich nun mehr auf das Lernen der Schüler. Es geht also darum, wie man den Lernprozess richtig unterstützt. Die größte Errungenschaft der NMS sind die heterogenen Stammklassen. Das Leistungsgruppendenken hat nur für die Lehrer und die erste Leistungsgruppe gut funktioniert. Für die anderen nicht. Nun soll Lernen individualisiert stattfinden. Wenn differenziert wird, dann sollte es nicht nur nach Leistung geschehen, sondern auch nach Interessensgebieten, Motivation und Lernvorlieben.

 

   Christoph Hofbauer NMS-Entwicklungsbegleiter

 

   Die Umstellung dauert lange

 

   Feilen kann man an einer Schulform immer, aber bei der Diskussion um Verbesserungen in der NMS muss man vorsichtig sein. Denn man muss bedenken, wie lang Veränderungen im pädagogischen Bereich brauchen. Die Umstellung auf das neue Konzept dauerte bei uns lange. Bis eine Schulform vernünftig evaluiert werden kann, braucht es folglich Zeit.

 

   Gordon Emrich Direktor einer privaten NMS in Wien

 


 

"Die Presse" vom 11.02.2015                               Seite: 12

 

Ich will gar nicht die NMS beurteilen, sondern die Politik - und...

 

   Ich will gar nicht die NMS beurteilen, sondern die Politik - und die bekommt eine schlechte Note. Und zwar, weil die NMS keine gemeinsame Schule ist. Es ist gut, dass man die Möglichkeit hat, stärker zu individualisieren. Auch die Bildungsidee - das Lehr- und Lernkonzept - ist vernünftig. Nicht vernünftig ist, die NMS parallel zur AHS laufen zu lassen. Denn dann ändert sich vor allem in den Städten nicht viel, weil man wieder nicht die Vielfalt der Interessen und Begabungen in einer Schule hat.

 

   Christa Koenne Bildungsexpertin

 


 

"Die Presse" vom 11.02.2015                               Seite: 12

 

Die NMS, die ihren pädagogischen Spielraum genutzt haben - durch...

 

   Die NMS, die ihren pädagogischen Spielraum genutzt haben - durch Experimentieren und bewussteres Arbeiten - haben einiges erreicht. Das lässt sich nicht an Testscores ablesen, es zeigt sich aber an der Lernbereitschaft und der Motivation der Schüler. Und darauf kommt es ja an.

 

   Manches ist aber missglückt: Das neue Notensystem gehört zu den größten Schwachsinnigkeiten. Die Teilung in eine vertiefende und grundlegende Notenskala führt zu einer enormen Verunsicherung der Schüler im mittleren Leistungsbereich.

 

   Stefan Hopmann Bildungswissenschaftler, Uni Wien

 


 

"Die Presse" vom 11.02.2015                               Seite: 12

 

Nur gut ein Drittel maturiert: Burschen als "Bildungsverlierer"?

Statistik. Derzeit maturieren 51 Prozent der Frauen eines Jahrgangs und nur 36 Prozent der Männer. Dieser Unterschied wird sich verstärken.

 

   Wien. Man könnte annehmen, dass schwache Geburtenjahrgänge und damit einhergehende rückläufige Schülerzahlen automatisch zu einer kleineren Zahl an Maturanten führen. Tun sie aber (zumindest langfristig) nicht. Die Zahl der Maturanten wird bis 2033 um rund sieben Prozent von 42.500 im Vorjahr auf 45.500 steigen. Immer mehr Schüler eines Jahrgangs entscheiden sich dazu zu maturieren - eigentlich sind es vor allem Schülerinnen.

 

   Denn schon jetzt maturieren 51 Prozent der Frauen eines Jahrgangs und nur 36 Prozent der Männer. Der Unterschied zwischen den Geschlechtern wird sich in den kommenden Jahren sogar noch verstärken. Im Jahr 2033 werden es 60 Prozent der Frauen und 41 Prozent der Männer sein. Das geht aus einer im neuen Universitätsbericht enthaltenen Prognose der Statistik Austria hervor. Sollte diese Erwartung tatsächlich eintreffen, dann werde man in Österreich wie schon in Deutschland bald von "Burschen als Bildungsverlierern" sprechen, sagt die Wiener Bildungspsychologin Christiane Spiel zur "Presse".

 

   Stereotype oder Berufsbildung

 

   Überraschend kommt die Entwicklung für sie aber nicht. Dass weniger Männer maturieren, habe "ganz stark mit Geschlechterstereotypen zu tun". Von Mädchen wird demnach erwartet, dass sie fleißig sind - und sie entsprechen dem auch häufig. Von Buben werde erwartet, dass sie Mathematik und Naturwissenschaften gut beherrschen, aber eher faul sind. So sei es bei Burschen im jugendlichen Alter "oft total uncool, sich anzustrengen". Konsequenz: Vor allem Buben aus niedrigeren sozialen Schichten scheiden schon früh aus dem Bildungssystem aus, sagt Bildungspsychologin Spiel.

 

   Eine ganz andere Erklärung für die Geschlechterkluft hat der Bildungswissenschaftler Stefan Hopmann. Dass immer mehr Mädchen eine Matura anstreben, sei unter anderem eine "historische Spätfolge". Lang seien Frauen von höherer Bildung ausgeschlossen worden, dann war es ihr Ziel, gleichzuziehen. Dass sie die Männer dabei nun gar übertroffen haben, hat für Hopmann mit dem ausgeprägten berufsbildenden Bildungswesen - Lehre und berufsbildende mittlere Schule - in Österreich zu tun. "Es liegt nahe, dass das berufliche Bildungssystem an der Männerquote bei der Matura nagt", so Hopmann. Immerhin sorge dieses System dafür, dass ein stabiler Einstieg in den Arbeitsmarkt gelingt. Dass sich vor allem die Männer dazu entscheiden, aus dem "Bildungsgalopp auszusteigen", lässt sich für Hopmann durch die zumeist handwerkliche bzw. technische Ausrichtung der Berufsbildung erklären.

 

   Die meisten Maturanten wird auch künftig - trotz stärkeren Zuwachses der AHS - die BHS hervorbringen. 2033 werden 23.700 Schüler an den BHS maturieren, 20.000 an den AHS und 1700 an Bildungsanstalten für Kindergarten- bzw. Sozialpädagogik. (APA/beba/j. n.)

 


 

"Oberösterreichische Nachrichten" vom 11.02.2015            Seite: 24

 

Prognose: 2030 maturiert bereits jeder Zweite

Bis 2018 sinkende Maturantenzahlen, dann Anstieg

 

   wien. Obwohl es in Österreich immer weniger Schüler gibt, wird die Zahl der Maturanten bis 2033 um rund sieben Prozent steigen. Das sagt eine Prognose voraus, die im aktuellen Universitätsbericht enthalten ist. Sie wurde von der Statistik Austria erstellt.

 

   Anfang der 2030er Jahre wird bereits mehr als die Hälfte eines Altersjahrganges maturieren. Zuvor sinkt die Zahl der Maturanten aufgrund geburtenschwacher Jahrgänge bis 2018 leicht. 2010 absolvierten nur 40 Prozent der 18- und 19-Jährigen die Reifeprüfung, heuer sollen es bereits 44 Prozent sein. 2030 wird erstmals die 50-Prozent-Marke übersprungen.

 

   Grund für den Anstieg ist, dass sich jedes Jahr anteilsmäßig mehr Jugendliche für eine maturaführende Schule entscheiden - und das, obwohl die Zahl der Personen im typischen Maturaalter (18-/19-Jährige) sinkt. Bei den Frauen steigt der Maturanten-Anteil von derzeit 51 auf 60 Prozent (2033).

 


 

"Kronen Zeitung" vom 11.02.2015                           Seite: 27

 

Arbeiterkammer und Landesschulrat starteten Projekt:

Im Workshop hinter die Kulissen des Wirtschaftslebens blicken

 

"Nicht für die Schule lernt ihr, sondern für das Leben!" Diesen Satz bekamen Generationen von Jugendlichen zu hören. Die Arbeiterkammer und der Landesschulrat haben jetzt ein Projekt ins Leben gerufen, das diese Worte in die Tat umsetzt: In Workshops lernen Jugendliche wirtschaftliche Abläufe zu verstehen.

 

   Landesschulrat Heinz Josef Zitz (Mitte) mit AK-Präsident Alfred Schreiner und den jungen Absolventen des Workshops.

 

   Das Projekt "Planspiel Wirtschaft" richtet sich an die Burschen und Mädchen berufsbildender höherer Schulen. Im Rahmen von Workshops gehen die Jugendlichen Fragen wie "Was finanziert den Staat?", "Wie kann Wohlstand geschaffen werden?" oder "Was zeigen Bilanz und Lohnquote"? auf den Grund. Initiiert wurde das Programm von der Arbeiterkammer, unterstützt wird es vom Landesschulrat. Die Teilnahme ist kostenlos und findet nach Vereinbarung statt. "Unser Dank gilt der AK, die es unseren Schülern ermöglicht, sich praxisnah auf ihre Rolle als zukünftiger Arbeitnehmer oder Unternehmer vorzubreiten", sagt Landesschulrat Heinz Josef Zitz. "Während im Unterricht komplexe Inhalte oft nur punktuell behandelt werden können, steht bei diesen Planspielen ein ganzer Vormittag lang dafür zur Verfügung."

 


 

"Kronen Zeitung" vom 11.02.2015                           Seite: 34

 

Schrieb Kinderbuch: Franz-Josef Huainigg...

 

   Hallo ihr Lieben,

 

   heute möchte ich euch ein ganz besonderes Buch vorstellen: Es heißt "Gemeinsam sind wir große Klasse" und geschrieben hat es der Kärntner Franz-Josef Huainigg. Franz ist selbst ein ganz besonderer Mensch. "Er hat eine Brille und sitzt im Rollstuhl", hat ein Kind einmal über ihn gesagt. "Er tat mir sehr leid." Doch Franz selbst tut sich nicht leid. Genauso wenig wie Margit, die auch im Rollstuhl in die Schule kommt. Oder Matthias, der schlecht sieht. Oder Thomas Eltern, die gehörlos sind. Ihre spannenden Geschichten hat Franz gemeinsam mit Zeichnerin Verena Ballhaus in seinem Buch aufgeschrieben und versucht zu erklären, wie sie alle die Welt wahrnehmen. Und dass man nicht wegschauen muss, wenn jemand behindert ist. "Was hast du denn da Komisches?", fragt etwa ein Mädchen nach Margits Rollstuhl. Der Mutter ist das peinlich. Margit nicht: "Ich bin doch wie alle anderen Kinder", meint sie.

 

   Und das ist die schöne Botschaft in Franz-Josefs Buch: Behindert-sein heißt nicht anders-sein. "Über Geschehnisse gemeinsam zu schmunzeln, kann Barrieren in den Köpfen abbauen", glaubt der Autor, der selbst übrigens als Behindertensprecher im Nationalrat in Wien arbeitet.

 

   Viel Spaß beim Lesen oder Zuhören - euer Theo!

 

   Franz-Josef Huainigg u. Verena Ballhaus, Gemeinsam sind wir große Klasse. Anette-Bentz-Verlag. Zum (Vor)Lesen für den Kindergarten oder für die Schule.

 


 

Mit freundschaftlichen Grüßen

 

Kurt Schober

Klubsekretär

SPÖ-Parlamentsklub

01/40110-3569

0664 / 44 45 005

kurt.schober@spoe.at

 

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