Donnerstag, 12. Februar 2015

Bildungs-Newsletter 12. Februar 2015


 

"Die Presse" vom 12.02.2015                                Seite: 6

 

"Ups": Wieder Panne bei der Zentralmatura

Maturanten können ihre Arbeiten nicht hochladen.

 

   Wien. "Ups, das hätte nicht passieren sollen": Diese Fehlermeldung, mit der manche AHS-Maturanten konfrontiert sind, die ihre vorwissenschaftlichen Arbeiten online hochladen wollen, könnte sich auch an die Verantwortlichen für die Zentralmatura richten. Nach diversen Pannen im Vorjahr - fehlende Testbögen, unklare Notenskala - gibt es jetzt Probleme bei der Abgabe der verpflichtenden vorwissenschaftlichen Arbeit.

 

   Manche der Arbeiten können nicht wie verlangt auf die Online-Datenbank hochgeladen werden. Besonders brisant ist das für Maturanten in Wien und Niederösterreich, die die Arbeiten spätestens am Freitag abgeben müssen.

 

   Serverprobleme - etwa wegen der Datenflut - dementiert das Bildungsressort: Probleme gebe es nur nur bei Arbeiten mit sehr großer Datenmenge - etwa, weil Bilder nicht komprimiert sind. Bei Arbeiten mit mehr als 30 Megabyte erscheine nun eine Anleitung zum Komprimieren. Bis gestern Nachmittag seien bereits knapp 3000 Arbeiten problemlos hochgeladen worden. Rund 8000 müssen bis Freitag abgegeben werden.

 

   Für die Schüler gebe es keinen Grund zur Sorge: Die Arbeit könne auch direkt in der Schule abgegeben werden. "Es werden alle Arbeiten, die in der Schule so eingelangt sind (schriftlich und elektronisch auf Datenträger) ganz normal bewertet."

 

   Grüne für "Notfallplan"

 

   Schüler und Eltern sind trotzdem verärgert. Die Grünen haben die Matura inzwischen zur Chefsache gemacht: Parteichefin Eva Glawischnig ortet "unfassbare Zustände" und fordert einen "Notfallplan". Bei einem Fünfer auf die schriftliche Matura solle die Note der achten Klasse in die Beurteilung einbezogen werden.

 


 

"Der Standard" vom 12.02.2015                                Seite: 7

 

Serverüberlastung sorgt für Probleme bei Zentralmatura

Schüler können ihre vorwissenschaftliche Arbeit nur mit Verzögerung hochladen – Grüne für Notfallplan

 

   Wien – Neue Probleme bei der neuen Matura: Die Maturanten können offenbar wegen einer Serverüberlastung derzeit ihre vorwissenschaftlichen Arbeiten (VWA) nur mit Verzögerungen hochladen. In Wien und Niederösterreich ist am Freitag Abgabeschluss. Die Schüler müssen bei der neuen Zentralmatura eine 40.000 bis 60.000 Zeichen lange Hausarbeit abgegeben und später präsentieren und diskutieren. Die Frist dafür endet in der ersten Woche des zweiten Semesters der Maturaklasse. Das Dokument müssen sie zur Plagiatsprüfung hochladen.

 

   Derzeit dürften zu viele Schüler gleichzeitig hochladen wollen. „Ups, das hätte nicht passieren sollen ...“, heißt es auf der Online-Plattform. Die Schüler werden dann „aus Sicherheitsgründen“ ausgeloggt. „Das deutet auf eine Überlastung der Server hin“, sagt die Bundesschülervertretung.

 

   Im Büro des Bildungsministeriums von Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) beruhigt man auf Standard-Anfrage: „Es gibt keinerlei Grund zur Sorge.“ Der Server sei nach wie vor online. „Arbeiten können permanent hochgeladen werden und werden es auch. Die Verzögerung beim Upload passiert nur bei Arbeiten, deren Datenmenge etwa durch nicht komprimierte Bilder oder Grafiken sehr umfangreich sind. In diesen Fällen ist auch eine Abgabe per Datenträger in der Schule möglich.“ Die Ministerin selbst erklärte Mittwochabend per Aussendung: „Für jede einzelne Schülerin und jeden einzelnen Schüler tut es mir wirklich leid, dass sie in einer solche Stresssituation auch noch mit technischen Problemen zu kämpfen haben.“

 

   Auch die Direktoren wurden über das Problem bereits informiert. In einem Mail werden sie darauf hingewiesen, dass aufgrund der Probleme die Frist auch dann eingehalten ist, wenn die Arbeiten vorerst nur in gedruckter Form abgegeben werden.

 

   Verärgert zeigt sich Bundesschulsprecher Lukas Faymann: „Das Ministerium hat bei Gesprächen im Vorfeld von einer durchdachten und problemlosen Abgabemöglichkeit geschwärmt. Bedenken der Schulpartner wurden vom Tisch geräumt, bevor sie geäußert werden konnten. Das Ressort würde gut daran tun, seine Feedbackresistenz gegen professionelle und schülerorientierte Arbeit einzutauschen.“

 

   Grüne wollen Änderungen

 

   Für den Bildungssprecher der Grünen, Harald Walser, führen Probleme wie diese dazu, dass „das Vertrauen in dieses Projekt gegen null geht“. Die Grünen haben deshalb einen „Notfallplan für die schriftliche Zentralmatura“ ausgearbeitet. Walser und Grünen-Chefin Eva Glawischnig schlagen vor, dass die Note der achten Klasse in die Maturanote einbezogen wird, wenn ein Schüler bei der schriftlichen Matura ein „Nicht genügend“ bekommt. Bei Zweifel soll die Maturakommission über die Note entscheiden. „Damit würden wir viel Angst aus dem System nehmen“, sagt Walser. Den Vorteil seines Vorschlags sieht er darin, dass die Zentralmatura erhalten bleibt und die Bildungsforschung damit weiterhin die Daten zum Leistungsstand der Maturanten hat. Der Notfallplan soll für drei Jahre gelten. „Es geht um eine Übergangsmaßnahme, bis die größten Defizite bewältigt worden sind.“

 

   Dazu kritisiert der Grüne Heinisch-Hosek scharf. Die Informationspolitik des Ministeriums sei „völlig verfehlt und inkompetent“. So gebe es etwa widersprüchliche Angaben zur Länge der vorwissenschaftlichen Arbeit und zum Modus bei der Benotung der Arbeiten. Walser schlägt weiters die Einrichtung einer Krisenhotline zur Zentralmatura vor. Den „Notfallplan“ wollen die Grünen in Form eines Entschließungsantrages nächste Woche im Parlament einbringen.

 


 

"Österreich" vom 12.02.2015                                   Seite 8

 

EDV-Panne bei Zentral-Matura

Pflicht-Arbeit kann nicht auf Server geladen werden

Schon wieder eine Panne. Tausende Maturanten können ihre Arbeiten nicht hochladen.

 

Wien. "Ups, das hätte nicht passieren sollen ..."- mit dieser Fehlermeldung müssen sich dieser Tage Maturanten herumschlagen, die ihre vorwissenschaftliche Arbeit (V WA) auf die Genehmigungsdatenbank des Bildungsministeriums hochladen wollen. Der Grund -bei "großen Dateien mit vielen Bildern und Grafiken" reicht die Serverkapazität nicht aus, hieß es am Mittwoch aus dem Bildungsministerium gegenüber ÖSTERREICH.

 

8.000 Abgaben bis Freitag. "Wir bekommen seit Montag immer wieder Mails von verunsicherten Schülern, es ist verwunderlich, dass das nicht funktioniert", ärgert sich Bundesschulsprecher Lukas Faymann.

 

Im Rahmen der neuen Zentralmatura, die heuer erstmals an allen Gymnasien statt findet, muss die 40.000 bis 60.000 Zeichen lange VWA geschrieben werden. Am Freitag läuft die Frist für Wien und Niederösterreich ab, 8.000 Schüler müssen bis dahin abgeben - die Nerven liegen blank.

 

Im Ministerium hat man reagiert - wenn das Hochladen nicht funktioniert, reicht die Abgabe auf einem Datenträger in der Schule.

 

 

Heuer ist die Zentralmatura erstmals Pflicht am Gymnasium. Bildungsministerin Heinisch- Hosek. Fehlermeldung beim Hochladen Dateien über 30 MB können nicht auf den Server geladen werden.

 


 

"Salzburger Nachrichten" Nr. 35 vom 12.02.2015              Seite: 10

 

Zentralmatura: Ups, schon wieder eine Panne

Es dauert Stunden, bis Maturanten ihre vorwissenschaftliche Arbeit hochladen können.

 

   Wien. Neue Probleme bei der neuen Matura: Die Maturanten haben offenbar wegen der großen Datenmengen Schwierigkeiten, ihre vorwissenschaftlichen Arbeiten (VWA) hochzuladen. „Ich weiß von Schülern, die sechs Stunden lang vor ihrem PC gesessen sind, bis sie das geschafft haben“, erzählt Bundesschulsprecher Lukas Faymann. Andere Schüler sollen um drei Uhr früh aufgestanden sein, um ihre VWA rechtzeitig abzuschicken, die bei der neuen Zentralmatura verlangt wird. Für die rund 8300 AHS-Maturanten in Wien und Niederösterreich ist bis Freitag Abgabeschluss. Deshalb soll es nun reichen, wenn sie die Arbeit ausgedruckt und digital auf einem Datenträger in der Schule abgeben.

 

   Die VWA ist eine 40.000 bis 60.000 Zeichen lange Hausarbeit. Sie muss in der ersten Woche des zweiten Semesters abgegeben und später präsentiert werden. Dazu muss der Kandidat die fertige Arbeit und ein Begleitprotokoll als PDF-Datei auf eine eigene Datenbank auf einer Webseite hochladen und zusätzlich in zweifach ausgedruckter Form dem Lehrer überreichen.

 

   Statt „Ups, das hätte nicht passieren sollen . . .“ steht dort nun der Hinweis, wie Schüler Bilder und Grafiken in den Arbeiten komprimieren können, damit die Datenmengen ihrer Arbeiten geringer werden. Für die Schüler bestehe „keinerlei Grund zur Sorge“, beruhigte das Bildungsministerium am Mittwoch. Alle Arbeiten, die bis Freitag einlangen, würden gewertet. Der Server funktioniere, Arbeiten würden permanent hochgeladen.

 

   Schüler- und Elternvertreter sind trotzdem sauer. „Wir haben das Ministerium vorgewarnt. Es ist schlimm, dass dieses Missgeschick trotzdem passiert“, sagt Bundesschulsprecher Faymann.

 


  

"Kurier" vom 12.02.2015                                   Seite: 23

 

Matura - und noch ein Aufreger

Reifeprüfung.Hausarbeiten können wegen überlasteter Server nicht abgegeben werden

 

   vonute Brühl und Daniela DavidovitsSchon wieder ein Hoppala bei der Zentralmatura: Weil Server offenbar überlastet sind, können viele Maturanten ihre vorwissenschaftliche Arbeit (VWA)nicht wie vorgeschrieben auf einer Online-Plattform hochladen: "Upps, das hätte nicht passieren sollen" lesen sie auf dem Monitor und werden dann aus "Sicherheitsgründen" ausgeloggt.

 

   Manche Schüler befürchten jetzt, dass sie ihre VWA nicht rechtzeitig bis Freitag hochladen können (siehe unten) - mit der Folge, dass sie ihre Matura erst im Herbst endgültig ablegen könnten. In ihrer Verzweiflung haben einige Maturanten schon Fotos von ihrem "Hochladungsversuch" gemacht, um beweisen zu können, dass sie die Arbeit termingerecht abgeben wollten. Im Bildungsministerium versucht man zu beruhigen: "Schüler haben auch die Möglichkeit, die VWA in zweifacher schriftlicher und in elektronischer Form in der Schule abzugeben. Es werden alle Arbeiten, die auf diese Weise in der Schule eingelangt sind, ganz normal bewertet."

 

   Ursache für die technischen Probleme ist laut Ministerium, dass manche Arbeiten ein zu hohes Datenvolumen hätten. Es werde an einem Pop-up-Fenster gearbeitet, das darauf hinweist, dass die Schüler die Dateien verkleinern sollen.

 

   Doch Lehrer, Direktoren und Schüler halten das für eine Ausrede. So berichtet ein Maturant: "Ich habe es um zwei Uhr nachts endlich geschafft, meine VWA zu übermitteln. Da war das Volumen nicht zu hoch."Und ein Direktor erzählt, dass er eine Fehlermeldung erhalten hat, als er versuchte, sich einzuloggen. Ein Ärgernis für Schulleiter: "Diesen Fehler müssen wir ausbügeln. Jetzt kann ich fast 100 Arbeiten einsammeln. Das Programm hätte eigentlich eine Entlastung für uns Schulen sein sollen. Viele meiner Kollegen sind wegen der dilettantisch vorbereiteten Zentralmatura psychisch am Ende."

 

   Bedenken der SchülerAuch die Schüler sind verärgert, weiß Bundesschulsprecher Lukas Faymann: "Das Ministerium hat im Vorfeld von einer durchdachten und problemlosen Abgabemöglichkeit geschwärmt. Unsere Bedenken wurden vom Tisch geräumt."

 

   Von allen Seiten hagelt es Kritik an Ministerin Gabriele Heinisch-Hosek. Laut Harald Walser, Bildungssprecher der Grünen, führen die Fehler dazu, dass "das Vertrauen in das Projekt Zentralmatura gegen null geht". Die Grünen befürchten weitere Pannen rund um die zentrale Reifeprüfung und stellten einen Notfallplan vor. Bei einem "Nicht genügend" bei der schriftlichen Matura solle die Note der achten Klasse miteinbezogen werden.

 

   Selbst vom Koalitionspartner kommt Kritik. ÖVP-Bildungssprecherin Brigitte Jank meint: "Schüler und Lehrer haben Sicherheit verdient. Die Pannenserie des Ressorts muss endlich beendet werden."

 

   Die Ministerin entschuldigt sich für das Server-Problem: "Mir tut jeder Schüler leid, der im Maturastress dadurch zusätzlich unter Druck kommt."

 


 

"Kronen Zeitung" vom 12.02.2015                            Seite: 2/3   Doris Vettermann

 

Prüfungsarbeiten

Schon wieder Panne bei Zentralmatura

 

Wien. - Die Zentralmatura lässt kein Fettnäpfchen aus! Nach bereits unzähligen Pannen gibt es nun die nächsten Schwierigkeiten: Viele Maturanten können die verpflichtenden vorwissenschaftlichen Arbeiten nicht wie verlangt hochladen - die Server sind mit den großen Datenmengen heillos überlastet.

 

   Immer wieder demonstrieren verärgerte Schüler gegen die Zentralmatura.

 

   "Ups, das hätte nicht passieren sollen" - immer wieder erscheint diese Fehlermeldung auf der Onlineplattform, bei der die Schüler ihre vorwissenschaftliche Arbeit - ein verpflichtender Teil der Matura - hochladen müssen.

 

   "Das Maß ist voll", zeigt sich die ÖVP-nahe Schülerunion verärgert. Heftige Kritik an der Zentralmatura sowie an Unterrichtsministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) kommt auch von der Opposition sowie vom schwarzen Koalitionspartner.

 

   Das Ministerium versucht zu beruhigen: Für die Schüler bestehe "keinerlei Grund zur Sorge". Die Arbeiten können auch ausgedruckt oder elektronisch auf einem Datenträger in der Schule abgegeben werden. Außerdem bestehe das Problem nur bei Arbeiten mit sehr großen Datenmengen, etwa nicht komprimierten Bildern oder Grafiken.

 

   Die Kritiker der neuen Matura sehen sich bestätigt. "Nun ist das eingetreten, was wir die ganze Zeit befürchtet haben", sagt etwa Elternvertreter Theodor Saverschel. Und auch an den Schulen ist die Verunsicherung weiter gewachsen.

 


 

"Kleine Zeitung" vom 12.02.2015                             Seite: 16

 

CHRONOLOGIE DER PANNEN

Die Zentralmatura kommt nicht aus den Schlagzeilen. Welche...

Die Zentralmatura kommt nicht aus den Schlagzeilen. Welche Probleme bisher auftauchten:

 

   Mathematik-Debakel: 28 Prozent der Arbeiten der Mathe-Probeschularbeiten im Dezember wurden mit Nicht genügend beurteilt. In fünf Wiener Gymnasien musste die Probematura unterbrochen werden, weil Mathematikaufgaben fehlten. Datenleck: Auf den Datenskandal vom Februar 2014, bei dem 400.000 vertrauliche Schüler- und Lehrerdaten gehackt worden sind, folgten das Aus für Schülertests und ein Teststopp der PISA-Studie 2014.

 

   Nazi-Deutschaufgabe: Aufregung herrschte um eine Interpretation des Textes „Die Schnecke“ des Deutschen Manfred Hausmann – eine Erklärung des historischen Hintergrunds zum Text, der nationalsozialistisches Gedankengut verharmlost, fehlte. Verschärfter Notenschlüssel: Zunächst mussten bei Englisch-Arbeiten für eine positive Beurteilung 60 Prozent der Punkte erreicht werden, bei der Zentralmatura sind es nun 63 Prozent.

 


 

"Kleine Zeitung" vom 12.02.2015                             Seite: 16 JULIA SCHAFFERHOFER, MICHAEL JUNGWIRTH

 

Neue Panne....

 

Überlastete Server führten zu Problemen bei Abgabe von Arbeiten für Zentralmatura.

„Das ist nicht zu entschuldigen“

Schon wieder eine Panne mit der Zentralmatura: Schüler konnten vorwissenschaftliche Arbeiten nicht hochladen.

 

   Die Pleiten-Pech-und-Pannen-Serie um die Zentralmatura geht weiter. Maturanten aus Niederösterreich und Wien, die in den letzten Tagen ihre vorwissenschaftliche Arbeit (VWA) auf der Genehmigungsdatenbank des Bildungsministeriums hochladen wollten, erhielten diese Fehlermeldung: „Ups, das hätte nicht passieren sollen.“

 

   Was nach einem schlechten Scherz klingt, lässt Schüler verzweifeln, Lehrer toben und empört Niederösterreichs Landesschulratspräsident Hermann Helm. „Pannen wie diese dürfen nicht passieren. Das ist nicht zu entschuldigen“, sagte er gestern zur Kleinen Zeitung. Und: „Am meisten tun mir die Schüler leid.“ Helm fordert dazu auf, das gesamte System zu überdenken und die Zuständigkeit dafür „den Ländern zu übergeben“.

 

   Die Zeit drängt. Denn die Arbeit, die zwischen 40.000 und 60.000 Zeichen umfassen soll, muss bis Freitag der ersten Woche des zweiten Semesters abgegeben werden. Für Niederösterreich und Wien bedeutet das: morgen. Von 8000 dieser Woche abzugebenden Arbeiten sollen erst 2000 hochgeladen worden sein.

 

   Der Termin für Schüler im Burgenland, in Kärnten, Salzburg, Tirol und Vorarlberg ist spätestens der 20. Februar, jener für die Steiermark und Oberösterreich der 27. Februar. Die steirische Landesschulratspräsidentin Elisabeth Meixner hat nach dem besonders schlechten Abschneiden der Mathematik-Probematura vorgesorgt. Sollten die Serverprobleme anhalten, werden „Schüler darüber informiert, dass zum Einhalten der Frist auch die Abgabe in der Schule ausreicht“.

 

   Neue Fehlermeldung

 

   Im Bildungsministerium ist man um Beruhigung bemüht. „Der Server ist nach wie vor online und Arbeiten können permanent hochgeladen werden“, heißt es. Begründung: Die Verzögerung beim Upload passiere nur bei Arbeiten, deren Datenmenge (durch nicht komprimierte Bilder bzw. Grafiken) sehr umfangreich sei. Diese Argumentation regt Helm auf: „Das kann doch nicht sein, dass Schüler, die sich extra viel antun, draufzahlen“, sagt er. Das Ministerium reagierte mit einer neuen Fehlermeldung: „Leider übersteigt dein Dokument die Größe von 30 MB. Tipps zur qualitätsneutralen Dateigrößenminimierung in Word findest du hier“. Es folgt ein Link. Dazu der Hinweis, dass Arbeiten auch auf nicht elektronischem Weg per Stick oder ausgedruckt in der Schule abgegeben werden können.

 

   Vom Bifie bekamen verzweifelte Schüler lapidar diese Antwort: „In Spitzenzeiten laden Hunderte Schüler österreichweit gleichzeitig die Arbeiten hoch, was kapazitätsbedingt zu Verzögerungen führen kann.“

 

   Bundesschulsprecher Lukas Faymann kritisiert, dass die Bedenken der Schulpartner schon vom Tisch geräumt worden waren, „bevor sie überhaupt geäußert werden konnten“.“ Zur Kleinen Zeitung sagte er: „Als Maturant muss man sich heuer auf alles gefasst machen.“

 

  


 

"Oberösterreichische Nachrichten" vom 12.02.2015         Seite: LIR13

 

Matura - und was kommt dann ...?

Die Schüler des Bundegymnasiums Schärdings planen ihre Zukunft

 

   Schärding. Bereits zum zweiten Mal lädt das Gymnasium Schärding unter der Anleitung von Bildungsberaterin Gabriele Benezeder zum Begegnungsnachmittag.

 

   Aus erster Hand sollen die Schüler der siebten und achten Klassen über Uni, Fachhochschule und Auslandserfahrungen informiert werden.

 

   Daher werden heute, am 12. Februar, rund 20 Ehemalige an ihre alte Schule zurückkehren und sich einen Nachmittag Zeit nehmen, um Tipps zu geben, Fragen zu beantworten und Eindrücke zu vermitteln. Obwohl es sich hierbei um eine freiwillige Begegnung handelt - auch den Schülern ist freigestellt, das Angebot zu nützen - ist die Resonanz sehr positiv und die Teilnehmerzahlen hoch.

 

   Denn die Schüler wissen: Auch wenn man es noch so verzweifelt versucht, irgendwann kann man die Entscheidung nicht mehr hinauszögern, in welche Richtung man später gehen will.

 


 

"Oberösterreichische Nachrichten" vom 12.02.2015            Seite: 22

 

Erneut Panne bei der Zentralmatura: Ministeriums-Server ist überlastet

Maturanten haben aber nichts zu befürchten. Abgegebene Arbeiten werden bewertet

 

   Wien. Die Pannenserie rund um die Zentralmatura reißt nicht ab. Maturanten können derzeit wegen einer Überlastung der Server ihre vorwissenschaftlichen Arbeiten (VWA) nicht wie verlangt auf die Genehmigungsdatenbank des Bildungsministeriums hochladen. "Ups, das hätte nicht passieren sollen..." - mit dieser Fehlermeldung wurden in den vergangenen Tagen viele Maturanten konfrontiert, die versucht haben, ihre Arbeiten digital abzugeben. Das Problem trete nur bei Dokumenten mit sehr großen Datenmengen auf, heißt es aus dem Ministerium.

 

   Die VWA ist neben der Zentralmatura und der mündlichen Prüfung ein Teil der neuen Reifeprüfung an den AHS. Diese 40.000 bis 60.000 Zeichen lange verpflichtende Hausarbeit muss in der ersten Woche des zweiten Semesters der Maturaklasse abgegeben und später präsentiert werden. In Wien und Niederösterreich steht der Abgabetermin damit spätestens morgen, Freitag, an. Die digitale Abgabe verfolgt das Ziel, dass die Arbeiten so auf Plagiate überprüft werden können. Eine spezielle Software auf den Servern des Ministeriums durchforstet die Texte auf abgeschriebene Stellen.

 

   Wilhelm Zillner, Sprecher der AHS-Direktoren, ist von der Panne überrascht: "Wenn es tatsächlich ein Serverproblem ist, kann ich nur den Kopf schütteln. Die Menge an Daten, die zu erwarten ist, war genau bekannt." Die Maturanten kann Zillner jedoch beruhigen: "In Oberösterreich haben sie noch zwei Wochen Zeit, bis sie ihre vorwissenschaftlichen Arbeiten abgeben müssen. Solange die Schüler sie fristgerecht schriftlich abgeben, haben sie nichts zu befürchten. Die Matura muss deswegen weder verschoben noch abgesagt werden." Dafür, dass die Panne bei den Schülern Verunsicherung mit sich bringt, hat er aber Verständnis: "Wir befinden uns im Pilotjahrgang der Zentralmatura. Es ist für die Schüler und für die Lehrer völliges Neuland. Solche technischen Gebrechen machen die Situation da nicht einfacher."

 

   Bundesschulsprecher Lukas Faymann ist verärgert: Das Ministerium habe während der Vorbereitung von einer problemlosen Abgabemöglichkeit geschwärmt: "Unsere Bedenken wurden vom Tisch geräumt, noch bevor wir sie äußern konnten."

 

   Grünen-Bildungssprecher Harald Walser sieht eine "gewaltige Verunsicherung". Dieser könne man mit der Einbeziehung der Abschlussnote der achten Klasse in die Beurteilung der Matura begegnen. VP-Bildungssprecherin Brigitte Jank forderte ein Ende der Pannenserie rund um die Zentralmatura. Die FPÖ habe auf mögliche Probleme hingewiesen, sagt Bildungssprecher Walter Rosenkranz. Gestern Abend meldete sich schließlich auch Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SP) zu Wort: Man arbeite intensiv an der Fehlerbekämpfung. Schüler hätten inzwischen aber die Möglichkeit, die Arbeit zweifach ausgedruckt inklusive elektronischer Version (e-mail, USB-Stick) an ihrer Schule abzugeben. (hip)

 

   "Wenn es tatsächlich ein Serverproblem ist, kann ich nur den Kopf schütteln. Die Menge an Daten, die zu erwarten ist, war genau bekannt."

 

   Wilhelm Zillner, Sprecher der AHS-Direktoren

 

Bild: Zusätzlich zum Lernstress müssen sich die Maturanten nun auch mit überlasteten Servern im Bildungsministerium herumärgern.(Colourbox.de)

 


 

"Heute" vom 12.02.2015                                       Seite 31

 

Gut und schnell studieren: In wenigen Semestern zum Titel

Acht Semester dauert es, bis man den Bachelor in Österreich bekommt. Master dürfen sich Studenten nach 5,3 Semestern nennen, Doktor nach 8,6 -zumindest laut Statistik.

Viele Studenten wollen schnell ihren Abschluss machen.

 


 

"Heute" vom 12.02.2015                                        Seite 4 Von R. Zwickelsdorfer

 

Probleme bei Upload von Arbeiten Morgen endet die Frist

Matura-Server überlastet: Tausende Schüler in Rage

Rund 8.000 Schüler in Wien, Niederösterreich und Burgenland müssen bis morgen ihre "vorwissenschaftliche Arbeit" für die Zentralmatura abgeben. Doch seit Tagen ist der Server überlastet.

 

"Ich war selbst von den Problemen betroffen. Die schleißige Umsetzung der Zentralmatura ist eine Zumutung für uns Schüler", sagt Maturantin Olivia Pencik zu "Heute". Nicht besser geht es Sandra Müller: "Man muss kein Genie sein, um zu wissen, dass es Probleme gibt, wenn Tausende Maturanten ihre Arbeiten auf eine einzige Website hochladen wollen." Ihr Vorwurf: Das für die Abwicklung der Zentralmatura zuständige "Bifie" versuche, die Probleme zu vertuschen. Auf der Seite genehmigung.ahs-vwa.at heißt es lapidar: "Ups, das hätte nicht passieren sollen "

 

Das Ministerium beruhigt: Es seien schon 2.000 Arbeiten hochgeladen, es bestehe "keinerlei Grund zur Sorge" für die Schüler. Probleme gebe es nur bei großen Datenmengen (über 30 MB). Und: Die Arbeit müsse nur ausgedruckt und auf Datenträger abgegeben werden.

 

Heinisch (li.) beruhigt; Maturantin Olivia: "Von Anfang an nur Probleme"

 


 

"Heute" vom 12.02.2015                                        Seite 4 Kommentar von "Heute"-Chefredakteur Christian Nusser

 

Kantig und hantig

Wer jung ist in diesem Land, lernt schnell, wofür Politik oft sorgt -für Kopfschütteln.

 

Vor Kurzem war hierzulande noch groß von einer Schulreform die Rede. Am Beispiel Zentralmatura zeigt sich nun: Die Bildungsministerin kann offenbar nicht einmal den Status quo managen.

 

Der Heeresminister wiederum versprach eine Reform des Grundwehrdienstes, 180 Verbesserungen sollten es werden. mehr Sport, Internet in allen Kasernen, Module für Fremdsprachen, usw.

 

Soldaten, die jetzt abrüsten, erlebten das so: Es gibt keines dieser Module. Fürs Internet existieren nur Steckdosen (für die Kabel war kein Geld mehr da). Es gibt Jahrgänge, die in der Grundausbildung keine einzige (!) Sportstunde hatten.

 

Gegenüber Saudis, Merkel und Briten-Premier Cameron gibt sich Kanzler Faymann nun gern kantig. Okay. Aber vielleicht könnte er auch gegenüber seinen eigenen Ministern einmal hantig werden

 

c.nusser@heute.at

 


 

"Kurier" vom 12.02.2015                                    Seite: 3 Karin Leitner

 

Muslime

Islamgesetz: Die Regierung bessert ein wenig nach

Neue Regeln. Die Politik sei in Sachen Integration lange säumig gewesen, befindet ÖVP-Klubchef Reinhold Lopatka selbstkritisch via

 

   KURIER. Und so sei das neue Islamgesetz "ein großer Erfolg" des zuständigen Ministers, seines Parteifreunds Sebastian Kurz. Nach Kritik der Glaubensgemeinschaft am ursprünglichen Entwurf hat ihn die Regierung überarbeitet. Am 25. Februar wird das Gesetz, das jenes aus dem Jahr 1912 ersetzt, im Parlament beschlossen. Es wird die Rechtsgrundlage für die rund 560.000 Muslime in Österreich. Geregelt werden der rechtliche Status der Organisationen, ein eigenes Theologiestudium, gesetzliche Feiertage und Lebensmittelbestimmungen.

 

   In zwei Punkten haben SPÖ und ÖVP den Text modifiziert: Nicht - wie geplant - dem Kanzler soll möglich sein, den Status einer Religionsgemeinschaft an- oder abzuerkennen, sondern der Regierung. Weiters: Uni-Lehrer für Islamische Theologie müssen Muslime sein - "um breite Akzeptanz der Absolventen in den jeweiligen Religionsgesellschaften sicherzustellen". Nicht erfüllt wird, was die Islamische Glaubensgemeinschaft gewünscht hat: Eine lange Übergangszeit in Sachen Auslandsfinanzierung von Imamen und Moscheen. Ein Jahr wird gestattet. Gilt das Gesetz etwa ab 1. März 2015, darf bis 1. März 2016 Geld aus der Türkei oder islamischen Ländern kommen.

 

   DifferenzierungZum Vorhalt der Grünen, die Regierung unterstelle Muslimen, sich nicht an Gesetze halten zu wollen, weil der "ohnehin bestehende Vorrang staatlichen Rechts in das neue Islamgesetz übernommen wird", sagt Lopatka: "Österreich ist kein Staat, in dem das Kirchenrecht entscheidend ist. Es gibt aber islamische Staaten, in denen die Scharia gilt. Daher ist diese Differenzierung gerechtfertigt."

  


 

"Heute" vom 12.02.2015                                       Seite 32

 

Zweites Kindergartenjahr

Diskussion um Integrationspaket

Das neue ÖVP-Integrationspaket sieht ein zweites verpflichtendes Kindergartenjahr für Kinder mit Sprachdefiziten und eine Bildungsanstelle der Schulpflicht vor.

 


 

Mit freundschaftlichen Grüßen

 

Kurt Schober

Klubsekretär

SPÖ-Parlamentsklub

01/40110-3569

0664 / 44 45 005

kurt.schober@spoe.at

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