Donnerstag, 5. Februar 2015

Bildungsnewsletter 5. Februar 2015 2. Teil


 

APA0301 II, XI 05.02.2015 12:38:35

 

Evangelische Kirche stellte erstmals Bildungsbericht vor

Utl.: Bischof für schrittweise Neustrukturierung des österreichischen Schulsystems

 

Die Evangelische Kirche hat 2015 als das "Jahr der Bildung" österreichweit ausgerufen. Zum Auftakt wurde am Donnerstag bei einer Pressekonferenz in St. Pölten erstmals ein Bildungsbericht vorgestellt, in dem die Arbeit der Evangelischen Kirche in diesem Bereich analysiert und reflektiert wird. Es soll sich dabei zudem um die Grundlage für weitere strategische und planerische Diskussionen handeln.

 

"Bildung ist ein wichtiger Schritt gegen Radikalisierung und Extremismus in den Religionen", sagte Bischof Michael Bünker. Sie betreffe nicht nur das Aneignen von Fähig- und Fertigkeiten, sondern auch das Innere des Menschen - mit einem Wort, seine Persönlichkeit. Schon die Reformation habe den Glauben mit der Bildung eng verbunden. Es gehe um die Offenheit zu Andersdenkenden. Leistungen von Bildungseinrichtungen sollten daran gemessen werden, ob sie in der Lage sind, allen - Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen - entsprechend ihren jeweiligen Begabungen gleichermaßen und differenziert gerecht zu werden.

 

"In Österreich entscheiden immer noch soziale Herkunft und Einkünfte darüber, welche Bildung man erlangt", betonte Bünker. Er regte in diesem Zusammenhang eine stärkere Vernetzung der öffentlichen und privaten Bildungsträger an und forderte eine schrittweise Neustrukturierung des österreichischen Schulsystems. "Bildung ist nicht eine Frage des Einzelnen, sondern des guten Zusammenlebens in der Gesellschaft", ergänzte der niederösterreichische Superintendent Paul Weiland.

 

In den 28 evangelischen Gemeinden im Bundesland werde es daher in diesem Jahr zahlreiche Veranstaltungen rund um dieses Thema geben. Die Geschichte der Holzknechte als "Geheimprotestanten" in Niederösterreich, die im Rahmen der diesjährigen Landesausstellung im Mostviertel zur Sprache kommt, führte Weiland als ein Beispiel an. Zum anderen würden im Religionsunterricht prominente evangelische Persönlichkeiten wie die Lyrikerin Catharina Regina von Greiffenberg oder Verhaltensforscher Konrad Lorenz näher betrachtet werden. Aber auch "spielerische" Beiträge wie die Herausgabe eines Quartetts und ein Memory mit Motiven der evangelischen Kirchen seien inbegriffen.

 

Als Beispiel aus der alltäglichen Arbeit wurde das Projekt "Deutschlernen im Netz" genannt. In Kooperation mit einem Betreiber von Flüchtlingsunterkünften in Niederösterreich sei ein computerunterstütztes Programm erstellt worden, das je nach Anspruch und Fähigkeiten der Asylwerber ermöglicht, deren Deutschkenntnisse rascher zu verbessern, berichtete Superintendentialkuratorin Gisela Malekpour.

 


 

APA0202 II, XI 05.02.2015 11:01:29

 

Matura: Mathe-Didaktiker für Höchstgrenze bei Fünfern

Utl.: 25 Prozent pro Klasse als "Notfallplan" für drei bis fünf Jahre

 

Der Mathematik-Didaktiker Werner Peschek (Uni Klagenfurt) spricht sich für eine Höchstgrenze von 25 Prozent Fünfern in einer Klasse bei der Mathe-Zentralmatura aus. Diese "Notfallaktion" müsse aber auf drei, maximal fünf Jahre begrenzt sein, so Peschek im "Standard" (Donnerstag-Ausgabe).

Peschek war unter anderem wissenschaftlicher Leiter der ersten Schulversuche zur Mathe-Zentralmatura. Die Aufgaben der nun vom Bundesinstitut für Bildungsforschung (Bifie) gestalteten Probe-Schularbeit mit rund 30 Prozent Fünfern im Dezember findet er "absolut in Ordnung": "Da war nichts dabei, was nicht seit 2009 bekannt ist, dass es kommen kann." und: "Das müssen Maturanten können, sonst brauchen wir gar keine neue Matura machen."

Am meisten aufregen würden sich oft jene, "die nach wie vor nicht so weit sind, dass ihre Schüler die Sachen schaffen - aus welchen Gründen auch immer", meinte Peschek. In vielen Fällen hätten sich die Lehrer "nicht oder nicht rechtzeitig darauf eingestellt".

Damit die Schüler dies nicht ausbaden müssen, regt der Didaktiker die 25-Prozent-Grenze an. Die betroffenen Mathe-Lehrer müssten dann gemeinsam mit Direktor und Schulaufsicht die Gründe klären und Verbesserungsmöglichkeiten für die Zukunft erarbeiten. Einen Vorteil für die durch diese Maßnahme "geretteten" Schüler sieht er nicht: "Die scheinen mir eher acht Jahre lang durch einen nicht entsprechenden Unterricht benachteiligt zu sein." Statt dieser transparenten Intervention rechnet Peschek aber mit einer "österreichischen Lösung": "Man wird vertuschen, nachkorrigieren, nachhelfen."

 


 

APA0141 II, XI 05.02.2015 10:10:35

 

Vorwissenschaftliche Arbeit: Erster Schritt zur Neuen Matura

Utl.: Für alle Schüler verpflichtend - Umfasst 40.000 bis 60.000 Zeichen - GRAFIK

 

Die vorwissenschaftliche Arbeit (VWA) ist die zeitlich gesehen erste Säule des Drei-Säulen-Modells der ab dem Schuljahr 2014/2015 an den AHS geltenden neuen Reifeprüfung. Sie umfasst neben der Text-Verfassung auch die Präsentation und anschließende Diskussion der Arbeit.

Anders als die bisher an den Schulen auf freiwilliger Basis mögliche Fachbereichsarbeit ist die VWA für alle Maturanten verpflichtend. Sie soll einen Umfang von 40.000 bis 60.000 Zeichen (inkl. Leerzeichen und Abstract sowie Erklärungen und Ergänzungen in den Fußnoten, exkl. Vorwort, Zitierverweise in Form von Fußnoten oder im Text, Inhalts-, Literatur-, Abkürzungs- und Bilderverzeichnis, Glossar und Anhang) aufweisen und ist an kein Fach gebunden. Ziel ist die Vorbereitung der Schüler auf die Hochschulen - die Maturanten sollen etwa lernen, Fragen zu einem Inhalt zu formulieren, zu recherchieren, mit Quellen und Sekundärliteratur zu arbeiten, Experimente durchzuführen, Zitierregeln anzuwenden und Inhalte zu präsentieren bzw. diese zu diskutieren.

Das Thema der VWA wird im Einvernehmen zwischen dem angehenden Maturanten und dem betreuenden Lehrer bereits im ersten Semester der siebenten Klasse festgelegt. Lehrer dürfen dabei keinen Schüler ablehnen, wohl aber ein Thema. Der ausgewählte Pädagoge muss nicht in der Maturaklasse unterrichten oder die Unterrichtsberechtigung für ein bestimmtes Fach besitzen - Voraussetzung ist lediglich, dass er für die Betreuung der Arbeit die "erforderliche berufliche oder außerberufliche (informelle) Sach- und Fachkompetenz" besitzt. Lehrer dürfen pro Jahrgang grundsätzlich bis zu drei, höchstens aber fünf VWA betreuen. Die Arbeit darf auch in einer vom Schüler besuchten Fremdsprache geschrieben werden.

Themen dürfen sich übrigens durchaus wiederholen, allerdings müssen dann unterschiedliche Schwerpunktsetzungen gewählt werden. Möglich ist auch eine weit gesteckte Themenstellung ("Großthema"), die dann von höchstens drei Maturanten bearbeitet wird. Einschränkung: Die Themenbereiche müssen so weit voneinander abgegrenzt werden, dass die eigenständigen Leistungen jedes Prüfungskandidaten klar erkennbar sind.

Abgegeben werden muss die VWA am Ende der ersten Unterrichtswoche des zweiten Semesters der achten Klasse, anschließend kann sie noch vom Klassenvorstand und Direktor angesehen werden. Letzterer muss sie an den Vorsitzenden der Maturakommission weiterleiten. Der Landesschulrat setzt dann den Termin für die Präsentation und Diskussion fest - diese kann entweder vor oder nach der schriftlichen Matura erfolgen und dauert zehn bis 15 Minuten. Bei negativer Beurteilung ist eine neue VWA mit neuem Thema zu verfassen - schriftliche und mündliche Matura können unabhängig davon abgelegt werden.

Empfehlungen gibt es zur Themen- und Fragestellung: Diese sollten möglichst konkret sein. "Keinesfalls" sollten "globale Themen ohne Möglichkeiten für einen eigenen Forschungszugang bearbeitet werden (z. B. 'Impressionismus in der bildenden Kunst' oder 'Computernutzung im 20. Jahrhundert')", heißt es etwa in einer Handreichung des Ministeriums. Solch allgemeine Fragstellungen führten nämlich in der Regel zu einer "reinen Wiedergabe lexikalischen Wissens".

Ziel der VWA ist nicht die Gewinnung neuer Erkenntnisse, wird in der Ministeriums-Info klargestellt. Allerdings sollen "in eigenständiger Arbeit Antworten auf die dem Thema impliziten Fragestellungen gefunden" und in sprachlich angemessener Form dargelegt werden. Der Schüler soll etwa zeigen, dass er Statistiken und empirischen Untersuchungen relevante Inhalte entnehmen, diese strukturieren und in seine Argumentation einbauen und eigene Positionen zu einem Sachverhalt entwickeln und begründen kann. Die VWA darf aber ausdrücklich nicht nur Informationsquellen verarbeiten, der Schüler muss auch eigene Schlussfolgerungen ziehen und "originale und fremde Anteile verknüpfen" können.

Im Rahmen der VWA ist auch ein 1.000 bis 1.500 Zeichen umfassendes Abstract zu erstellen, in welchem "Thema, Fragstellung, Problemformulierung und die wesentlichen Ergebnisse schlüssig darzulegen sind". Der Schüler hat ein Begleitprotokoll zu führen, in dem Hilfsmittel und Arbeitsablauf dokumentiert werden, der Lehrer ein "Betreuungsprotokoll".

An den berufsbildenden höheren Schulen (BHS) ist die VWA anders angelegt: Sie ist als Teamarbeit mehrerer Schüler konzipiert, heißt "Diplomarbeit" und wird erst ab 2016 verpflichtend.

 


 

APA0140 II, XI 05.02.2015 10:07:32

 

Matura: Es wird ernst - VWA müssen abgegeben werden

Utl.: Bis Ende der ersten Woche nach den Semesterferien - GRAFIK

 

In Sachen Neuer Matura an den AHS wird es in der kommenden Woche vorerst einmal in Wien und Niederösterreich ernst. Am Ende der ersten Schulwoche des zweiten Semesters der achten Klasse müssen die vorwissenschaftlichen Arbeiten (VWA) abgegeben werden. Sie bilden neben den schriftlichen (Zentralmatura) und mündlichen Prüfungen die erste der drei Säulen der neuen Reifeprüfung.

Die VWA ist eine 40.000 bis 60.000 Zeichen umfassende schriftliche Arbeit, mit der die Maturanten auf das Verfassen von wissenschaftlichen Texten an den Hochschulen vorbereitet werden sollen. Das Thema wählen die Schüler bereits bis spätestens zu Beginn des zweiten Semesters der siebenten Klasse in Absprache mit einem Lehrer aus. Verfasst wird die Arbeit dann unter kontinuierlicher Betreuung des Lehrers spätestens im ersten Semester der achten Klasse. Nach der Abgabe muss die VWA dann noch im Rahmen einer zehn- bis 15-minütigen Präsentation und Diskussion einer Kommission vorgestellt werden. Dafür wird vom jeweiligen Landesschulrat ein Termin festgelegt.

Ganz neu ist die VWA-Idee nicht: Bereits in der Zwischenkriegszeit versuchte man eine Zeit lang, mit einer verpflichtenden schriftlichen "Hausarbeit" bei entsprechender Reduktion der mündlichen Teilprüfungen die Schüler im Zuge der Matura auf das spätere Uni-Leben vorzubereiten. Diese Variante stieß allerdings auf Widerstand der Lehrer und wurde bald wieder verworfen. In den 1990er Jahren wurde die Idee in Form der allerdings freiwilligen Fachbereichsarbeit wiederbelebt - mit dieser schriftlichen Hausarbeit konnte ein Fach bei der schriftlichen Matura ersetzt werden. Diese Möglichkeit haben aber nur rund 15 bis 20 Prozent der Maturanten genutzt.

Die VWA ist nun aber für alle AHS-Maturanten verpflichtend. Sie ist an kein Fach gebunden und kann von jedem Lehrer betreut werden, der die "erforderliche berufliche oder außerberufliche (informelle) Sach- und Fachkompetenz" hat. Die Schüler können sich ihren Wunschlehrer dabei grundsätzlich aussuchen - Pädagogen können nur ein Thema ablehnen, nicht aber Schüler. Einschränkung: Jeder Lehrer darf nur fünf VWA betreuen. Abgegolten wird das mit knapp 300 Euro pro VWA (inkl. Korrektur und Präsentation).

Die Note für die VWA setzt sich aus den Leistungen des Maturanten bei der Verfassung der schriftlichen Arbeit sowie bei der Präsentation und Diskussion zusammen. Eine negativ beurteilte VWA muss mit neuer Themenstellung wiederholt werden - ein "Ausbessern" eines VWA-Fünfers durch Leistungen bei der schriftlichen und mündlichen Matura ist nicht möglich. Allerdings kann der betroffene Schüler zu den anderen Maturateilen antreten.

Falls Plagiatsfälle - etwa durch den Einsatz von Plagiatssoftware oder aufgrund von Brüchen in der Arbeit - auftauchen, sind im Regelfall zwei Reaktionen möglich. Sind Plagiate nur an vereinzelten Stellen aufzufinden, wird die VWA aufgrund mangelhafter Anwendung wissenschaftlicher Regeln mit einer schlechteren Note beurteilt. Sind wesentliche Teile plagiiert, wird die VWA als "vorgetäuschte Leistung" betrachtet und nicht beurteilt - ohne positive VWA gibt es aber kein Maturazeugnis.

Detail am Rande: Eine generelle Verpflichtung zum Gendern der Arbeit gibt es nicht, wie es in einem Leitfaden des Ministeriums heißt - "und es ist keinesfalls beurteilungsrelevant". Der Umgang mit dem Thema bleibe den Schulen überlassen.

 


 

News Bildungs-Debatte Mittwoch, 4. Februar 2015 von Carina Pachner 

 

Wie viel Schulferien brauchen wir?

Experten erklären, ob eine Reform sinnvoll ist und was sie bringen würde

Kinder freuen sich über die Schulferien.

 

Schon länger wird über eine Reform der Schulferien diskutiert. Viele Eltern befinden sich im Betreuungs-Dilemma, wenn die Kinder in die Sommer- oder Semesterferien geschickt werden. Doch wie viel Ferien sind sinnvoll? Experten klären auf, ob eine Veränderung notwendig ist und was diese für Schüler und Eltern bringen würde.

 

Bildungsforscher Stefan Hopmann von der Uni Wien fordert schon seit Jahren eine Kürzung der Sommerferien. Nicht zuletzt weil sonst mühsam erlerntes Wissen wieder in Vergessenheit gerät.

 

Bildungspsychologin Christiane Spiel

 

Das sieht die Wiener Bildungspsychologin Christiane Spiel ähnlich: "Eine Kürzung der Sommerferien und ein zusätzliches Ferienangebot im Herbst wäre für die Kinder sicherlich günstig", teilt sie mit. Es sei jedoch zu berücksichtigen, dass in manchen Schultypen im Sommer Praktika gemacht werden müssen, wodurch sich die richtigen Ferien verkürzen.

Umfrage

Sollen die Schulferien in Österreich verkürzt werden?

Ja. Die Ferientage müssen anders umverteilt werden. Die Sommerferien sind eindeutig zu lang. 

Nein. Die Kinder brauchen neun Wochen Sommerferien, um sich zu erholen. Das bewährte System soll bleiben. 

Ist mir egal.

 

Experte: Eltern und Schulen sind gefragt

 

"Es sind hier die Eltern und die Schulen gefragt, eine entsprechende Einigung zu finden", sagt Bildungsforscher Günter Haider von der Universität Salzburg. Fast alle europäischen Länder hätten längere Sommerferien. Immerhin haben die Schüler laut "Eurydice", dem Informationsnetz zu Bildungssystemen, in 17 europäischen Ländern im Sommer länger schulfrei als hierzulande. Insgesamt sind 31 europäische Staaten dort gelistet.

 

Unterbrochen werde der Lernfluss auch bei einer Kürzung der Sommerferien und der Einführung neuer Ferien, so der Experte. Sein Fazit lautet also: Die Ferien sind eine Eltern-Schule-Angelegenheit. Ein Recht auf Erholung stehe den Kindern aber auf jeden Fall zu.

 

Die richtige Erholung ist wichtig

 

Ausreichende Erholung ist laut Spiel wichtig für die Kinder. Der Erholungsbedarf von Kindern sei allerdings genauso wie ihr Temperament und ihre Anstrengung für die Schule sehr unterschiedlich. Daher könne man hier keine Aussage treffen, die auf alle Kinder in gleicher Weise zutrifft, sagt die Expertin und erklärt weiters: "Derzeit gibt es jedenfalls sehr lange Sommerferien und eine sehr lange intensive Arbeitsphase ohne Ferien von Schulbeginn im September bis Weihnachten".

 

Und die Expertin hält außerdem fest: Das Wochenende biete nur wenig Erholungsmöglichkeit – insbesondere für Schüler aus AHS und berufsbildenden Höheren Schulen. Speziell der Sonntag sei für Schüler häufig ein intensiver Arbeitstag.

 

Wenn die Urlaubsplanung zur Qual wird

 

Jedes Jahr stellt sich in Bezug auf die Schulferien für die Eltern die Frage der Betreuung der Kinder. Die Bildungspsychologin sieht darin eines der Hauptprobleme. "Sofern beide Elternteile berufstätig sind, müssen sie entweder getrennt Urlaub nehmen, oder oft sehr aufwändig und kostenintensiv eine Betreuung organisieren. Kinder nehmen dann auch wahr, dass sie beziehungsweise ihre Ferien für die Eltern eine Belastung darstellen", sagt Spiel. Sie fordert daher: Es müssten dringend flächendeckende und qualitätsvolle Angebote geschaffen werden.

 

Mütter wünschen sich Veränderung

 

Erhebungen der Arbeiterkammer (AK) haben gezeigt, dass die Öffnungs- und Betreuungszeiten einen wesentlichen Qualitätsfaktor in den Augen von berufstätigen Müttern darstellen. Besonders kritisch gesehen werden die unbefriedigenden Ferienregelungen der Schulen.

 

Nicht immer sind in den Ferien gemeinsame Familienurlaube möglich. Für 40 Prozent der vollzeit- wie auch der teilzeiterwerbstätigen Mütter, die in einer Partnerschaft leben, ist es nicht möglich, ihre Urlaubstage überwiegend im Sinne einer gemeinsamen Familienfreizeit zu gestalten – entweder weil sie selbst oder der Partner den Urlaub nicht oder nur zu einem kleinen Teil in den schulfreien Zeiten konsumieren können, oder weil aus Betreuungsgründen eine partnerschaftliche Aufteilung der Ferienzeiten verfolgt wird, so die AK.

 

Daher fordert die Arbeiterkammer den Ausbau von Ganztagsschulen und gleichzeitig eine Verbesserung der Öffnungszeiten: An höchstens 25 Tagen im Jahr sollen die Schulen geschlossen bleiben und als Mindestöffnungszeiten schlägt die AK Montag bis Freitag von 7.00 Uhr bis 18.00 Uhr vor.

 


 

Mit freundschaftlichen Grüßen

 

Kurt Schober

Klubsekretär

SPÖ-Parlamentsklub

01/40110-3569

0664 / 44 45 005

kurt.schober@spoe.at

 

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