Montag, 2. März 2015

2015.03.02: Bildung

OTS0142 II 02.03.2015 12:41:11

 

Kinderfreunde: Veränderung statt Verländerung

Utl.: Schule braucht Reformen im Interesse der Kinder statt politischer Pfründeverwaltung

Schule/Bildung/Innenpolitik/Kinder

"Mit Schaudern haben wir die Ankündigung des niederösterreichischen Landeshauptmanns in der Pressestunde vernommen, dass eine Einigung über die "Verländerung" der Lehrer/innen kurz bevorsteht", erklärt Jürgen Czernohorszky, Bundesgeschäftsführer der Österreichischen Kinderfreunde. Dass es in der Debatte wieder ausschließlich um politische Zuständigkeiten, Ämter und Pfründe geht, sei bezeichnend: "Ganz abgesehen davon, dass dieser übertriebene Föderalismus im Schulsystem aus unserer Sicht falsch ist, so ist es jedenfalls nicht das Thema, das bei der Verbesserung des Schulsystems an erster Stelle steht", so Czernohorszky weiter.

Es sei absurd, dass in der gesamten Diskussion rund um die Schule vielerlei Interessen vertreten würden, jedoch die wichtigste Interessensgruppe keine Berücksichtigung finde: "Während Politik, Lehrervertreter/innen sowie Vertreter/innen des Schulsystems ihre Interessen vertreten können, werden Kinder und Jugendliche nie gefragt", wundert sich Czernohorszky. Dabei sei es die zentrale Aufgabe eines Bildungssystems, auf die Bedürfnisse, Talente und Wünsche der Kinder einzugehen, statt die Kinder zu zwingen, sich an die Anforderungen des Systems anzupassen.

Die Kinderfreunde verfolgen einen eigenen Ansatz: "Wir sind davon überzeugt, dass ein Bildungssystem dann erfolgreich ist, wenn in der Entwicklung und ständigen Evolution alle Meinungen gehört und eingebunden werden - und das werden wir auch tun", kündigt Czernohorszky an. In einer Reihe von Veranstaltungen wollen sich die Kinderfreunde gemeinsam mit den wesentlichen Expert/innen des Bildungssystems, ihren Wünschen und Vorschlägen beschäftigen. Diese Expert/innen seien auch und vor allem die Kinder und Jugendlichen: "Wir wollen einen Dialog auf Augenhöhe forcieren und sind uns ziemlich sicher, dass die Frage nach dem Anstellungsverhältnis der Lehrer/innen für die Schüler/innen nicht die größte Relevanz hat, sondern es viel mehr um inhaltliche Fragen der Unterrichtsgestaltung, Schulorganisation und Mitsprachemöglichkeiten gehen wird", befindet Czernohorszky. All diese Themen seien momentan in der Debatte de facto nicht vorhanden: "Wenn sich die Verhandlungsteams um wirkliche Veränderung im Interesse der Kinder bemühen würden, dann stünde die Schaffung einer Schule für alle Kinder im Mittelpunkt, die ihnen ohne Angst und Zwang die Tore zur Welt aufstößt und Spaß am Lernen vermittelt. Die Verländerung der Lehrer/innen wäre mit Sicherheit kein Beitrag dazu", so Czernohorszky abschließend.

Rückfragehinweis:
Österreichische Kinderfreunde
Mag. (FH) Daniel Bohmann
Pressereferent
Tel.: 01/512 12 98 - 60; 0699/19529488
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OTS0139 II 02.03.2015 12:38:28

 

Gusenbauer-Jäger begrüßt tägliche Bewegungseinheit: Wichtiger Beitrag im Kampf gegen Zivilisationskrankheit Bewegungsmangel

SPÖ/Gusenbauer-Jäger/Schulen/Bewegung/Sport/Gesundheit

Anlässlich des Nationalratsbeschlusses der täglichen Bewegungseinheit an Ganztagesschulen verweist die oberösterreichische Nationalratsabgeordnete Marianne Gusenbauer-Jäger auf die Wichtigkeit dieser Maßnahme und untermauert dies mit Fakten: In der "Ära Gehrer", auf die sie als ehemalige Leibeserzieherin "mit leidvoller Erfahrung" zurückblicke, sei im Rahmen der Schulautonomie primär die Zahl der Turnstunden gekürzt worden - was nicht ohne Folgen blieb. So seien beim ASKÖ-Projekt "Check your LimitZ" Kinder auf ihre sportmotorischen Fertigkeiten getestet und dabei erhebliche Verschlechterungen im Vergleich zur Zeit vor der Turnstundenkürzung festgestellt worden, betonte Gusenbauer-Jäger heute, Montag. ****

"Die Einführung der täglichen Bewegungseinheit zeigt, dass die Schule ihre gesundheits- und gesellschaftspolitische Verantwortung wahrnimmt. Diese ist als Ergänzung, nicht als Ersatz zur Verpflichtung der Erziehenden beziehungsweise zur Eigenverantwortung zu werten", zeigte sich Gusenbauer-Jäger erfreut. Angesichts von Untersuchungen bei Kindern und Jugendlichen, die immer wieder zeigen würden, dass Übergewicht und Haltungsschäden weit verbreitete körperliche Mängel seien, die neben dem persönlichen Leid volkswirtschaftliche Schäden in Milliardenhöhe verursachten, verwies Gusenbauer-Jäger auf die Dringlichkeit, hier mit geeigneten Maßnahmen gegenzusteuern.

"In Österreich ist fast jedes vierte Kind zu dick, in den nächsten zehn Jahren könnte sich diese Zahl verdoppeln! Österreichs Kinder haben den höchsten Körperfettanteil im OECD-Vergleich, bilden das Schlusslicht beim Gesundheitsverhalten und nur 28 Prozent der Schulkinder betreiben regelmäßig Sport. Das ist für mich eindeutig ein Signal, dass wir auf gesellschaftlicher wie auch auf persönlicher Ebene handeln müssen. Mit der täglichen Bewegungseinheit wurde ein wichtiger Beitrag von vielen zusätzlich notwendigen erbracht", ist die Abgeordnete überzeugt.

"Wenn es damit gelingt, jungen Menschen Spaß an Bewegung und Sport zu vermitteln, hat sie ihren Zweck erfüllt. Bewegung und Sport müssen bei uns wieder 'in' werden", so Gusenbauer-Jäger, die hier auch auf die höhere Lebensqualität als weiteren Vorteil verwies. (Schluss) mb/mp

Rückfragehinweis:
SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Löwelstraße 18, 1014 Wien,
Tel.: 01/53427-275
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Andrea Steiner
Büro Kurt Schober
SPÖ-Parlamentsklub
Tel.: 01/40110-3945

 

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