Sonntag, 1. März 2015

2015.03.02: Newsletter Bildung

"Kleine Zeitung" vom 02.03.2015                              Seite: 4

Ressort: Politik

 

Steiermark

 

Nun werden die Lehrer verländert

 

Pröll deutet Durchbruch an. Bund zieht Kürzeren.

 

   WIEN. Immer stärker zeichnet sich in den Verhandlungen über eine Bildungsreform ab, dass neben den Pflichtschullehrern auch die AHS-Lehrer verländert werden. Niederösterreichs Landeshauptmann Erwin Pröll meinte in der gestrigen ORF-Pressestunde, man stehe in der Frage vor einem „entscheidenden Durchbruch“. Fast nur noch Unterrichtsministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) führt in der Frage einen Kampf gegen Windmühlen, selbst rote Landeshauptleute können sich mit der „Verländerung“ anfreunden. Konkret soll die Personalhoheit den Ländern übertragen werden. Anders als bisher können diese ohne Zustimmung des Bundes Direktoren bestellen oder Lehrer einstellen. Die zentralen Bildungsvorgaben bleiben davon nicht angetastet.

 

   „Erstunken und erlogen“

 

   Erstmals hat Pröll in der Pressestunde zu Gerüchten über private Skandale, die seit einem Jahr in Niederösterreich die Runde machen, Stellung bezogen. Pröll sprach von einer „privaten Rufmordkampagne“. Er habe ein „reines Gewissen“. Alle kolportierten Geschichten seien „erstunken und erlogen“. Tatsächlich konnten die von gewissen Kreisen gezielt gestreuten Gerüchte trotz intensiver Recherche bisher in keiner Weise bewiesen werden. Kein einziges Medium hat deshalb darüber berichtet. MICHAEL JUNGWIRTH

 

 

"Der Standard" vom 02.03.2015                                Seite: 1

Ressort: SEITE 1

 

Bundesland, Bundesland Abend, Niederösterreich

 

Lehrerverwaltung bei den Ländern: Pröllsieht „Durchbruch“

 

   Wien – Die Lehrerverwaltung könnte bald auf neue Beine gestellt werden. Niederösterreichs Landeshauptmann Erwin Pröll (ÖVP) sagte am Sonntag in der ORF-Pressestunde, man stehe vor einem „entscheidenden Durchbruch“. Es geht um die Frage, ob künftig alle Lehrer von den Ländern verwaltet werden. Die SPÖ, in der Vergangenheit stets gegen dieses Modell, war am Sonntag auffallend zurückhaltend. Bestätigt wurden die Pläne noch nicht.

 

   Pröll ließ noch mit einer weiteren Aussage aufhorchen. Er ist im Zuge der Steuerreform für die Einführung einer Registrierkassenpflicht für Betriebe, um den Steuerbetrug zu reduzieren. Bisher wurde dieses SPÖ-Idee von der ÖVP abgelehnt. (red) Seite 6

 

    Kommentar Seite 20

 

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"Der Standard" vom 02.03.2015                                Seite: 6

Ressort: Inland

 

Bundesland, Bundesland Abend

 

Auf dem Weg zur „Verländerung“ der Lehrer

 

   Die kaum verhohlene Vorfreude bekennender Vertreter der „Verländerungsfraktion“ in Sachen Lehrerverwaltung deutet darauf hin, dass der Bund nachgeben könnte und einer Konstruktion zustimmen wird, die künftig alle Lehrer auf Länderebene organisiert und verwaltet.

 

   Wien – Nach einem mehr als fünfjährigen Anlauf könnte es nun bald so weit sein, dass die Länder das bekommen, was sie seit einem Treffen der Landeshauptleutekonferenz im burgenländischen Frauenkirchen 2009 immer wieder fordern: die sogenannte Verländerung der Lehrer, oder wie es damals hieß: „Die Vollziehung des Dienstrechtes für alle Lehrer soll Landessache sein.“ Derzeit sind die Länder zuständig für 75.000 Pflichtschullehrer, der Bund für 50.000 AHS- und BHS-Lehrer.

 

   Damals sind die Länderchefs noch an Unterrichtsministerin Claudia Schmied und Bundeskanzler Werner Faymann (beide SPÖ) gescheitert. Nun scheinen sich die Gewichte verschoben zu haben, denn auf die kolportierten Verländerungspläne, die die Bund-Länder-Schulverwaltungsgruppe der politisch besetzten Bildungsreformkommission am Dienstag vorlegen soll, reagierten Kanzleramt und Bildungsministerium auf STANDARD-Anfrage am Sonntag sehr defensiv und zurückhaltend. Keine Rede von „Es wird keine Verländerung der Lehrer geben“, wie Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) etwa 2010, aber auch noch 2013 deponiert hatte. Und auch Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) hatte noch im April 2014 gemeint, dieser Vorschlag sei „alt“ und „nicht relevant für diese und die nächste Budgetperiode“.

 

   Aus Faymanns Büro hieß es am Sonntag dazu: „Das ist eine Frage des Gesamtpakets und wird im Rahmen der Bildungsgruppe verhandelt.“ Heinisch-Hosek ließ wissen: „Wir arbeiten derzeit intensiv an zukunftsweisenden Lösungen im Sinne der Schülerinnen und Schüler. Schulverwaltung neu bedeutet mehr Autonomie der Schulstandorte, Abbau der Bürokratie und der Doppelgleisigkeiten. Ein Teil davon betrifft die Verwaltung der Lehrerinnen und Lehrer.“ Sie sei optimistisch, dass die Bildungsreformkommission schon in der nächsten Sitzung „die ersten Schritte für eine umfassende Reform im Sinne der Schülerinnen und Schüler setzen können. Mehr ist derzeit dazu nicht zu sagen.“

 

   „Zahnloser“ Bund als Gefahr

 

   Laut STANDARD-Informationen dürfte es tatsächlich in Richtung eigenständige Körperschaft oder Behörde in den Ländern gehen. Mit der Sache befasste Insider, die nicht namentlich zitiert werden wollten, betonten aber: „Der Bund muss aufpassen, dass er noch Gestaltungsmöglichkeiten für eine einheitliche Schule in Österreich behält, sonst ist er zahnlos.“

 

   In der Bildungsgruppe sitzen für die SPÖ Heinisch-Hosek, Kulturminister Josef Ostermayer und die Landeshauptleute Hans Niessl (Burgenland, pro Verländerung) sowie Peter Kaiser (Kärnten, kontra Verländerung), für die ÖVP Staatssekretär Harald Mahrer, Innenministerin Johanna Mikl-Leitner und als Ländervertreter Erwin Pröll (Niederösterreich) und Wilfried Haslauer (Salzburg, alle ÖVP-Bildungslandesräte sind für die Lehrerverländerung).

 

   Erwin Pröll, einer der drängendsten Verländerungsvertreter, äußerte in der ORF-Pressestunde den Eindruck, man stehe vor „einem entscheidenden Durchbruch“ bei der Kompetenzverteilung zwischen Bund und Ländern. Neben der organisatorischen Ansiedelung aller Lehrer bei den Ländern solle es „strenge Kontrolle“ und die Vorgabe „sämtlicher Bildungsziele“ durch den Bund geben. Entgegen dem Rechnungshof erwartet er Kosteneinsparungen. (nim, go)

 

    Kommentar Seite 20

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"Der Standard" vom 02.03.2015

Ressort: Kommentar

 

Lisa Nimmervoll

 

Bundesland, Bundesland Abend

 

Verländerung der Lehrer

 

Republik Föderalistan

 

   Man stelle sich vor, die Länder sollten plötzlich alle Polizistinnen und Polizisten in ihrem Herrschaftsgebiet organisieren und verwalten – oder „ihr“ lokales Militär und die Soldaten. Angenommen, die Landeshauptleute würden das fordern, so lange und so penetrant, wie es in der Republik Föderalistan Usus ist, bis ihnen eine schwache Bundesregierung ihren Willen lässt. Natürlich rhetorisch wattiert durch die Zusicherung, dass der Bund künftig eh streng kontrollieren darf. Allein, dass die Selbstverständlichkeit eines (derzeit inexistenten) effizienten Controllings immer so betont wird, quasi als Pfand in der Hinterhand, zeigt, von welch dürftigem Niveau aus solche Bund-Länder-Kompetenzen verhandelt werden.

 

   Kein Mensch würde genuine Staatsaufgaben wie Sicherheit, Verteidigung oder auch Justiz auf Länderebene neunfach verwalten lassen und dann vielleicht um Reformen betteln gehen müssen. Im Schulbereich aber soll genau das opportun und gut sein?! Jedem Königreich seine Lehrer? Nichts anderes wäre die drohende „Verländerung“.

 

   Schulpolitik ist eine zentrale Aufgabe des Staates. Dazu braucht der Bund die Verfügung über die Lehrerinnen und Lehrer als logistischen Angelpunkt eines funktionierenden und veränderbaren Schulsystems. Es geht um Macht. Es geht um Gestaltungsmöglichkeit. Es geht um politische Potenz. Die Verländerung der Lehrer wäre das Gegenteil. Es wäre die politische Selbstenteignung der Regierung.

 

 

"Der Standard" vom 02.03.2015                                Seite: 6

Ressort: Inland

 

Lisa Nimmervoll

 

Bundesland, Bundesland Abend

 

„Ministerium kann sich bei Zentralmatura nicht abputzen“

 

Bildungswissenschafter Günter Haider fordert volle Ministeriumsverantwortung für „staatliche Prüfung“

 

   Wien – Es ist eine schwere Geburt. So ließe sich die seit vielen Jahren laufende Implementierung der Zentralmatura in Österreich samt diverser tatsächlicher, aber auch vieler bloß vermeintlicher Probleme bei der Umsetzung bisher kommentieren. Vor allem laboriere dieses bildungspolitische Projekt, das „grundsätzlich eine richtige und wichtige Maßnahme ist, weil sie Vergleichbarkeit der Zeugnisse bringt und eine laufende Qualitätskontrolle ermöglicht“, aber an einem „schweren Geburtsfehler in der Abwicklung“, kritisiert Bildungswissenschafter Günter Haider (Uni Salzburg): „Es ist eine staatliche Prüfung, und die hätte immer direkt beim Ministerium angesiedelt sein müssen“, fordert er im STANDARD-Gespräch.

 

   Basis für die Zentralmatura seien ja auch Verordnungen und Gesetze. Tatsächlich aber „habe das Ministerium diese Prüfung irgendwann weggeschoben, weil es sie sich selbst nicht zugetraut hat – aber hintenrum haben sie doch immer versucht, alles irgendwie zu kontrollieren und sich in alles einzumischen“, erzählt Haider, der 2008 Gründungsdirektor des Bildungsforschungsinstituts Bifie war und bis März 2013 den Standort Salzburg leitete.

 

   Das Bifie, konkret der Standort Wien, ist es auch, das nun für die Umsetzung der Zentralmatura zuständig ist – und damit in einer Lage, die inakzeptabel sei, sagt Haider. Denn das Bifie Wien sei eigentlich immer quasi „eine ausgelagerte Abteilung des Ministeriums gewesen, wo auch immer jemand aus der Sektion I oder II Chef war“. Zudem säße im Bifie-Aufsichtsrat eine Mehrheit an Ministerialbeamten: „Man hat sich jede Entscheidung hintenrum vorbehalten, aber die Probleme wurden immer ans Bifie delegiert. Schuld war aber in Wirklichkeit immer das Ministerium“, sagt Haider. Das sei ja auch explizit in der Sachverhaltsdarstellung von Martin Netzer, einem der beiden 2014 wegen angeblicher Matura-Pannen geschassten Bifie-Direktoren, nachzulesen.

 

   Tatsächlich liege es etwa eindeutig in der Verantwortung des Ministeriums, dass „Lehrpläne nicht rechtzeitig fertig geworden sind oder bis heute keine für alle verbindliche Literaturliste für die Deutschmatura da ist“. Wiens Stadtschulratspräsidentin Susanne Brandsteidl (SPÖ) sei der Geduldsfaden gerissen, und sie habe mit der IG Autorinnen Autoren eine notwendige und nützliche Liste erarbeitet, mit der die Schulen die Schüler auf die neue Matura vorbereiten können.

 

   Das alles falle für ihn unter „mangelnde Professionalität im Ministerium, die sich immer wieder zeigt“, sagt Haider und fügt als „selbstverständlicher Befürworter der Zentralmatura“ bedauernd hinzu: „Das gibt den Gegner immer neue Angriffspunkte und gute Gründe, sich zurückzulehnen und zu sagen: Funktioniert nicht, unnötig. Dieses unprofessionelle Vorgehen fügt dem Projekt Zentralmatura immer wieder Schaden zu.“

 

   Haiders Forderung lautet denn auch: Zentralmatura zurück ins Ministerium und Politik raus aus dem Bifie. „Die Zentralmatura ist vom Bifie völlig abzutrennen und muss in Ministeriumsverantwortung. Das Ministerium muss für Durchführung und Verantwortung dieser zentralen staatlichen Prüfung selbst zuständig sein.“

 

   Dafür müssten im Ministerium „geeignete Infrastruktur und qualifiziertes Personal zur Verfügung gestellt werden“. Beamte mit entsprechender Expertise gebe es auch dort, und mit Experten aus dem Bifie Wien könnte man eine „gescheite, schlagkräftige Organisation schaffen, die von der Festlegung der Vorgaben über die Administration bis zur Qualitätskontrolle alles in ministerieller Verantwortung erledigt. Das Ministerium kann sich bei so einer großen, wichtigen staatlichen Prüfung nicht an anderen abputzen.“

 

   Das Bifie in Salzburg solle weiterhin Bildungsmonitoring (Pisa-, Pirls-, Timss-Studie und Bildungsstandards) machen: „Diese Arbeit macht das Bifie unwidersprochen seit Jahren gut. Aber man soll den Bildungsforschern nicht ständig irgendwelche Aufgaben und ungeeignete Leute aus dem Ministerium hinüberschieben, sondern das Bifie wirklich politisch unabhängig aufsetzen und arbeiten lassen.“

 

 

"Kurier" vom 02.03.2015                                    Seite: 2

Ressort: Innenpolitik

 

Länder, N.Ö., Morgen

 

"Alle Lehrer zu Ländern, Kontrolle vom Bund"

 

   von Bernhard Gaul

 

Schulreform. Niederösterreichs Landeschef Pröll spricht von einem "Durchbruch" im Streit um die Lehrer. Kommenden Dienstag wird die Reformgruppe der Regierung zur Bildungsreform wieder tagen - nach einer Pause von fast sechs Wochen. Grund für die Verzögerung: SPÖ und ÖVP-Verhandler warteten auf das Ergebnis der Bund/Länder-Expertengruppe zur Schulreform, über das der KURIER bereits am Samstag berichtete: Die Länder bekommen die Verwaltung über alle Lehrer, der Bund die volle Kontrolle.

 

   In der ORF-Pressestunde bestätigte Niederösterreichs Landeshauptmann Erwin Pröll, der auch Mitglied der großen Reformgruppe der Regierung ist, die kolportierte Einigung: "Ich habe den Eindruck, dass wir vor einem entscheidenden Durchbruch stehen." Denn seit Jahrzehnten liegen Bund und die neun Bundesländer im Clinch über die Verwaltung im Bildungssystem.

 

   Pröll skizzierte: "Es macht Sinn, dass alle Lehrer von einer Stelle aus (gemeint sind die Länder) organisiert werden, es macht Sinn, dass sämtliche Bildungsziele vom Bund vorgegeben werden. Und es macht Sinn, dass möglichst viel Autonomie vor Ort in den Schulen ermöglicht wird."

 

   Auch der Bund bekommt, was dort seit Jahren verlangt wird: "Eine strenge Kontrolle auf Bundesebene", erklärt der Landeshauptmann. "Wenn wir das schaffen, dann ist ein großer Schritt getan."

 

   Sparpotenzial. Durch die Neuordnung im Schulsystem könnten viele Verwaltungskosten eingespart werden - "locker" zumindest 35 Millionen Euro pro Jahr, erklärt Pröll.

 

   Bisher hatte Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek immer wieder kritisiert, dass der Löwenanteil des 7,9 Milliarden Euro teuren Bildungsbudgets für die Landeslehrer verwendet wird, jedoch ohne Kontrolle des Bundes, ob das Geld auch immer sinnvoll verwendet wird. Zuletzt hatten die Länder jährlich fast 30 Millionen Euro mehr für zusätzliches Lehrpersonal ausgegeben, als ursprünglich vereinbar war. Die Ministerin konnte also nur bezahlen, ohne prüfen zu können, ob man die Lehrer nicht besser hätte verteilen können. Dieses Problem dürfte der Vergangenheit angehören. Erfreulich für die Schulen dürfte zudem der Ausbau der Schulautonomie sein. Damit sollen die Schulen selber besser über die Schwerpunkte - und womöglich auch das Personal - entscheiden können.

 

   Im Bildungsministerium will man eine Einigung weder bestätigen noch dementieren. Im KURIER hatte Heinisch-Hosek erklärt, sie sei "optimistisch", dass am Dienstag bereits die ersten Schritte "für eine umfassende Reform im Sinne der Schüler" gesetzt werden können.

 

 

"Kurier" vom 28.02.2015                                    Seite: 4

Ressort: Innenpolitik

 

Länder, Morgen

 

Alle Lehrer künftig in Länderhand, Kontrolle bei Schulministerin

 

   von Bernhard Gaul

 

Bildungs-Kompromiss. Im Jahrzehnte alten alten Streit um die Schulkompetenzen ist in der Koalition eine Lösung in Sicht. Bei der Schulreform bahnt sich eine Revolution an. Es geht um die Verwaltungsreform im Schulbereich, wo über 125.000 Lehrer beschäftigt sind und jedes Jahr knapp acht Milliarden Euro ausgegeben werden.

 

   Eine Facharbeitsgruppe Bund/Länder hat in den vergangenen Monaten verhandelt, wie eine sinnvolle Reform aussehen soll. Denn derzeit werden die Bundeslehrer vom Bund, die Landeslehrer von den Ländern verwaltet. Und nicht einmal das ist einheitlich, viele Bundesländer verwalten die Landeslehrer über die Bildungsabteilungen der Landesregierungen.

 

   Drei Reformmodelle liegen jetzt vor: Alle Agenden kommen zum Bund, oder alle Agenden kommen zu den Ländern - oder ein klassischer Kompromiss, der sich nach Informationen des KURIER anbahnt: Die Bildungsdirektionen sollen als eigenständige Behörden neu geschaffen werden, die Kompetenzen von Bund und Länder übernimmt. Die Landesschulräte gehen darin auf.

 

   Der Bund hat für Bundesagenden ein Weisungsrecht, und bekommt neben Dienstrecht, Steuerung, Aufsicht und Pädagogik auch neu das Controlling als Kompetenz, das derzeit nur ungenügend funktioniert. Unklar bleibt, welche Kompetenzen bei den Landesregierungen bleiben soll, etwa bei Landesschulgesetzen.

 

   Offen ist, ob die Behörde einen politischen Chef bekommt, oder "nur" einen Beamtenchef. Zudem traut sich niemand, konkrete Sparpotenziale zu beziffern.

 

   Ergebnis: Die Verwaltung wird einheitlich, und der Bund bekommt die seit Jahrzehnten eingeforderte Kontrollmöglichkeiten über die Landeslehrer. Denn bisher wusste das Ministerium nicht immer, wo die vom Bund bezahlten Lehrer tätig sind.

 

   Kommende Woche tagt erneut die große Bildungsreformgruppe der Regierung, die über dieses Ergebnis informiert werden soll. Da wird sich zeigen, ob beide Seiten wirklich zufrieden sind.

 

 

"Kurier" vom 01.03.2015                                    Seite: 2

Ressort: Innenpolitik

 

Wi, Länder, Abend, Länder, Morgen

 

Neue Manager sollen Zentralmatura retten

 

Lehrer. Ministerin glaubt an Durchbruch im Kompetenzstreit

 

   von Bernhard Gaul

 

Für Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek waren die vergangenen Wochen offensichtlich hürdenreich. Im Gespräch mit dem KURIER stellt sie aber klar: "Alleine wäre das alles schwierig, aber die Bildungsreform ist eine gemeinsame Aufgabe der Regierung. Ich finde es gut, dass seit der letzten Regierungsklausur auch der Koalitionspartner ÖVP einen Schwerpunkt auf das Thema Bildung legt, wie wir gemeinsam im Bildungsbereich voranschreiten können. Das habe ich in der Vergangenheit nicht immer so gespürt."

 

   Was macht ihr mehr Sorgen: Ein pannenfreier Ablauf der Zentralmatura oder die Budgetnöte des Ressorts? "Beides steht jetzt an. Bei der Zentralmatura hoffe ich, dass ich Ende Mai, Anfang Juni, erstmals durchatmen kann, wenn die Ergebnisse der schriftlichen Tests vorliegen."

 

   Neu sei, dass das Projekt Zentralmatura jetzt ein professionelles, externes Projektmanagement bekommen hat. "Das Zusammenspiel aller Abteilungen bei mir im Haus, beim Bildungsinstitut und mit den externen Firmen hat ein neues Dach gebraucht, ein Projektmanagement von außen mit einem neutralen Blick. Es ist auch kein Geheimnis, dass ich mich auch von dem einen oder anderen getrennt habe, damit ich frischen Wind hinein bekomme."

 

   Matura-Pannen. Etwas geknickt wirkt die Ministerin, als die bisherigen Pannen bei der Zentralmatura - zuletzt Probleme beim Hochladen der vorwissenschaftlichen Arbeiten - zur Sprache kommen. "Natürlich möchte ich, dass die Schüler ohne Nervosität und ohne Stress die neue Matura hinter sich bringen können. Bei Pannen haben wir immer sofort reagiert." Auch in anderen Ländern würden die standardisierten Reifeprüfungen nicht immer ohne Probleme ablaufen. "Natürlich ist ein reibungsloser Ablauf in meiner Verantwortung. Bei uns muss ich aber den Eindruck gewinnen, dass kleine Pannen zu einem großen Drama gemacht werden, und sich das dann auf die Schüler überträgt. Das tut mir sehr leid, das habe ich mit so nicht gewünscht."

 

   Zudem sei bereits eine Evaluation des Projekts in Auftrag gegeben worden: "Der ganze Prozess wird bis Ende des Jahres evaluiert, damit notfalls adaptiert werden kann."

 

   Jetzt stünden die wichtigen Gespräche mit dem Finanzminister an, es gebe bereits Termine mit Hans Jörg Schelling. "Das Ressort ist unterdotiert. Meine Vorgängerin konnte noch Rücklagen auflösen, um die Budgetlücke zu schließen, jetzt geht das nicht mehr. " Dazu kämen neue Wünsche: Ethikunterricht etwa, "das würde 40 bis 50 Millionen kosten, die habe ich nicht", sagt Heinisch-Hosek. Oder Politische Bildung als Pflichtfach für alle ab der fünften Schulstufe. "Das kostet rund 100 Millionen Euro zusätzlich, auch die habe ich nicht. Deswegen sage ich: Jedes neue Vorhaben ist auch gemeinsam zu bewältigen. Wenn wir das wollen, müssen wir auch gemeinsam nachdenken, wie wir das finanzieren wollen."

 

   VerwaltungsreformIn den nächsten Tagen wird die Bildungsreformgruppe der Regierung erneut verhandeln. Wie der KURIER am Samstag berichtet hat, soll es einen Kompromiss geben: die Länder übernehmen die Verwaltung der Lehrer, der Bund bekommt dafür volle Kontrolle. Oberösterreichs Landeshauptmann Pühringer sagte im ORF-Radio, dass er das "sehr begrüßen" würde. Auch Heinisch ist zuversichtlich: "Klar ist, dass wir neue zukunftsweisende Lösungen brauchen. Wir arbeiten gerade intensiv daran. Und die Gespräche darüber laufen erfreulicherweise gut und konstruktiv. Ich bin optimistisch, dass wir in der nächsten Sitzung der Bildungsreformkommission bereits die ersten Schritte für eine umfassende Reform im Sinne der Schüler setzen können."

 

 

"Kurier" vom 28.02.2015                                    Seite: 6

Ressort: Innenpolitik

 

Wi, Abend, Länder, Morgen

 

KOLUMNE

 

Zentralmatura: Der Wurm ist drin, aber nicht im Computer

 

Salomonisch

 

   Haben Sie schon einmal eine Rechnung bei Finanz online bezahlt? Oder versucht, eine Bürgerkarte - die gibt's tatsächlich - freizuschalten? Sie werden es nicht fassen, wie unnötig kompliziert das ist! Wissen Sie auch, wie mühsam es ist, elektronisch einen Seminarplatz an einer Uni zu ergattern? Richten Sie sich (etwa bei der WU Wien) am besten nach der Atomuhr und klicken bei der ersten Möglichkeit rein, sonst haben Sie keine Chance. Natürlich muss jederzeit mit Server-Zusammenbruch gerechnet werden.

 

   Man könnte hier noch endlos Beispiele über digitale Kinderkrankheiten aufzählen. Warum wundert sich eigentlich irgendjemand über die Server-Pannen beim Start der Zentralmatura in den AHS? Ja, das ist unnötig, ärgerlich, dilettantisch, aber im digitalen Alltag leider (fast) ganz normal.

 

   Durchschummeln. Seien wir ehrlich, das wahre Problem bei der Zentralmatura liegt anderswo. Wirklich sorgen müsste man sich nämlich um die Qualität der Inhalte. Es ist zu erwarten, dass die Latte bei der heurigen Premiere besonders niedrig gelegt wird, damit keine unangenehmen Wahrheiten ans Tageslicht kommen: dass nämlich manche Schulen die Bildungsziele gar nicht erreichen.

 

   Dieses schmutzige Geheimnis - riesige Unterschiede zwischen den Standorten, aber auch zwischen Klassen - wird bis dato lieber verschleiert. Es ist der große Vorteil einer echten Zentralmatura, damit aufzuräumen.

 

   In Frankreich ist es selbstverständlich, dass alle Schüler landesweit dieselben Aufgaben lösen müssen. Damit stehen auch ihre Lehrer auf dem Prüfstand - was die Nervosität der österreichischen Kolleginnen und Kollegen erklärt. Das ist ein Vergleichsinstrument, das Lehrer und Schüler eigentlich zu Verbündeten für ein gemeinsames Ziel macht. Überdurchschnittlich viele "Flecks" müssten natürlich zu Konsequenzen im Lehrerteam führen. Oder zu höherem Ressourceneinsatz wegen problematischer Schülerpopulation.

 

   Aber hierzulande wird das Ganze ohnehin nicht so heiß gegessen wie anderswo: Große Teile der Matura werden nicht zentral geprüft, und - was viel schwerer wiegt: Die Lehrenden korrigieren die Arbeiten selbst, eine extreme Inkonsequenz. In anderen Ländern mit Zentralmatura geschieht das natürlich streng objektiv extern.

 

   Subjektive Noten. Damit bleibt jede Menge subjektiver Notenspielraum - was bei Deutsch einfacher ist als bei Mathe. Dabei erzählen Pädagogen in städtischen Gymnasien hinter vorgehaltener Hand seit Langem, dass die Deutschkenntnisse der Maturanten zum Teil erbärmlich und jedenfalls gar nicht "reif" sind. Sehr oft waren diese Schüler nie für eine Oberstufe geeignet. Aber es ist politisch opportun, sie mitzuschleppen und Höherbildung vorzugaukeln. Das fällt auch an den Unis bereits unangenehm auf. Diese jammern über sinkende Qualifikation der Studienanfänger.

 

   Der Zweck des Bildungssystems - Schülern grundlegende Fähigkeiten beizubringen und lebenslange Neugier zu wecken - funktioniert trotz hohem Personaleinsatz immer schlechter.

 

   Wir haben ein gewaltiges Output-Problem, dort ist der Wurm drin. Und das ist weitaus dramatischer als das Tohuwabohu beim Hochladen der vorwissenschaftlichen Arbeiten für die Zentralmatura.martina.salomon

 

 

"Vorarlberger Nachrichten" vom 02.03.2015

Ressort: VN-A

 

 

Landesschulsprecherin übt heftige Kritik an Zentralmatura, Inspektorin beruhigt.

 

"Wir sind Versuchskaninchen"

 

Stichwort

 

   schwarzach. Die Zentralmatura steht den österreichischen AHS-Achtklässlern in zwei Monaten bevor. Darin enthalten sind nicht nur die bundesweit einheitlichen Aufgabenstellungen der schriftlichen Klausuren, sondern auch die sogenannte Vorwissenschaftliche Arbeit, welche die Kandidatinnen und Kandidaten bereits abzuliefern hatten, und die Teil der Matura neu ist. Im Vorfeld der Reifeprüfung treten immer wieder Probleme und Kritik auf.

 

   Ein Server, der die Vorwissenschaftliche Arbeit (VWA) zahlreicher Schüler nicht zum Aufladen brachte, die VWA selbst und der missglückte Probelauf für die schriftliche Mathematikklausur sorgen nicht eben für Ruhe bei Schülern, Lehrern und Eltern.

 

   Al-Dubai wird deutlich

 

   Massive Kritik an der VWA und der Mathematikzentralmatura übt die Vorarlberger AHS-Landesschulsprecherin Amina Al-Dubai (18). „Wir sind die Versuchskaninchen für ein Projekt, das ungenügend vorbereitet wurde“, wird die Maturantin deutlich. Wobei Al-Dubai die Idee der Vorwissenschaftlichen Arbeit prinzipiell gut findet.

 

   „Die VWA ist ein taugliches Instrument, Schülern selbstständiges Arbeiten beizubringen. Auch dass man Themen frei wählen kann, finde ich okay. Aber die praktizierte Umsetzung des Projekts ist kläglich. Die Schüler fragen sich: Wie sollen sie schreiben, wie zitieren? Hier gibt es viele Mängel.“

 

   Mathe und Sorgen

 

   Auch im Hinblick auf die Zentralmatura in Mathematik ist die Schülervertreterin alles andere als ruhig und gelassen. „Das Ergebnis der Probeschularbeit war zuerst ein Schock. Für uns ganz besonders, aber auch die Eltern haben sich sehr besorgt gezeigt“, beschreibt die Schülerin am BG Gallusstraße in Bregenz die Gemütslage vieler Kolleginnen und Kollegen.

 

   Was die Schüler in der jetzigen Situation fordern: „Transparenz und eine bessere Information.“ Wäre es nach Al-Dubai gegangen, hätte es die Mathe-Zentralmatura noch lange nicht gegeben. „Sowas gehört bereits in der Unterstufe vorbereitet und nicht erst ab der sechsten Klasse.“

 

   Problem Zeitmanagement

 

   AHS-Landesschulinspektorin Christine Schreiber (61) kann die Aufregung nicht nachvollziehen. „Die Vorwissenschaftliche Arbeit ist eine gute Sache. Schüler bekommen darin wertvolle erste Einblicke ins wissenschaftliche Arbeiten: Was gibt es für Quellen? Wie gehe ich mit Internet-Informationen oder Büchern um? Solche und ähnliche Fragen werden im Zusammenhang mit diesem Projekt behandelt.“

 

   Das Thema der Vorwissenschaftlichen Arbeit kann der Schüler selbst bestimmen. Eine Lehrperson fungiert dabei als Betreuer und wird den Schüler bei der Umsetzung des Projekts bis zu dessen Fertigstellung begleiten.

 

   Laut Schreiber dürfen die Arbeiten nicht zu komplex sein. „Und natürlich muss man die Schüler zu einem umsetzbaren Zeitmanagement hinführen. Daran hapert es noch.“ Trotzdem seien bis zum vorgesehenen Termin 92 Prozent aller Arbeiten eingereicht worden. Bezüglich Mathematikzentralmatura würden die Verbesserungsmaßnahmen voll in Angriff genommen. „Die Aufgabenstellungen müssen klarer und verständlicher formuliert werden. Diese Mankos hat man nach der Probeschularbeit erkannt und reagiert darauf. Deswegen gab es ja einen Probelauf.“

 

   Vorwissenschaftliche Arbeit (VWA). Das Thema für diese schriftliche Arbeit, die eine wichtige Voraussetzung für wissenschaftliches Arbeiten an den Hochschulen ist, wird von allen Schülern in Absprache mit den Lehrern frei gewählt. Zu Beginn des zweiten Semesters der siebten Klasse muss das Thema feststehen, verfasst wird die Arbeit im Lauf der achten Klasse. Die Präsentation der vorwissenschaftlichen Arbeit kann nach dem Abgabetermin jederzeit anberaumt werden. Die VWA muss zwischen 40.000 und 60.000 Zeichen umfassen.

 

 

"Oberösterreichische Nachrichten" vom 02.03.2015             Seite: 2

Ressort: Politik

 

 

Schweigen zur Steuerreform, Bewegung bei Bildungsthema

 

   SPÖ und ÖVP vor Beendigung des jahrzehntelangen Streits um Lehrer-Verwaltung. Annäherung bei Steuern lässt auf sich warten.

 

   WIEN. Mit welchem Angebot die ÖVP kommenden Sonntag in die nächste Runde der Steuerreform-Verhandlungen mit der SPÖ geht, ist offen. Nach der Klausur der schwarzen Verhandler am Freitag in Linz (die OÖNachrichten berichteten) herrscht offiziell Stillschweigen.

 

   Der niederösterreichische Landeshauptmann Erwin Pröll erklärte gestern nur, was er in Sachen Steuerreform nicht will: Die zuletzt als möglicher Kompromiss diskutierte Erhöhung der Kapitalertragssteuer etwa auf Dividenden. Weil es dazu die Zustimmung der Opposition brauche, sei er "sehr skeptisch", so Pröll in der gestrigen TV-Pressestunde. Erneut sprach er sich auch gegen Erbschafts- und Schenkungssteuern aus.

 

   Gleichzeitig müsse man der SPÖ "helfen", eine gesichtswahrende Lösung zu finden, so Pröll. Weshalb über Mehrwertsteuersätze und Vermögenszuwachssteuern durchaus diskutiert werde, wie die OÖNachrichten erfuhren. Nicht rütteln will die ÖVP am Termin 17. März: "Besser wird es später sicher auch nicht", so Oberösterreichs Landeshauptmann Josef Pühringer gestern.

 

   Verländerung der Lehrer?

 

   Aufhorchen ließen sowohl er wie auch Pröll ("entscheidender Durchbruch") am Wochenende mit der Ankündigung eines möglichen Kompromisses in der Bildungsreformkommission: Der jahrzehntelange Streit um die Zuständigkeit für die Lehrer-Verwaltung könnte beendet sein.

 

   Die Länder sollen die organisatorische Verantwortung nicht nur für Pflichtsschullehrer (für die sie schon jetzt zuständig sind), sondern auch für alle anderen Lehrer übernehmen. Dem Bund blieben unter anderem Grundsatzgesetzgebung, Lehrplan, Dienstrecht und Kontrolle.

 

   Dieses Modell würde er "sehr begrüßen", so Pühringer. Gleichzeitig müsse man auch die Autonomie der Direktoren bei der Lehrerauswahl ausbauen.

 

   Bisher hatte Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SP) die Verländerung der Lehrer abgelehnt. Wenn eine einheitliche Verwaltung komme, müsse diese in Bundeshand sein, so die Ministerin, die sich dabei auch auf Empfehlungen des Rechnungshofes stützte. Heinisch-Hosek war gestern nicht für eine Stellungnahme erreichbar.

 

   SPÖ bestätigt Annäherung

 

   Von SP-Seite war aber zu hören, dass es tatsächlich Bewegung gibt. "Es gibt ein Aufgeben von einbetonierten Positionen", so ein hoher Funktionär zu den OÖNachrichten. Der Kärntner Landeshauptmann und SP-Bildungsverhandler Peter Kaiser sagte lediglich: "Neben der Struktur müssen wir uns auch bei Inhalten, etwa dem Ausbau der Ganztagsschule, einigen."

 

   Das nächste Treffen der Reformkommission findet bereits morgen, Dienstag, statt. Eine Einigung schon bei diesem Termin wäre eine Überraschung, die Weichen in Richtung Verländerung der Lehrer könnten aber morgen gestellt werden. (jabü/bock)

 

 

"Tiroler Tageszeitung" Nr. 60 vom 01.03.2015                Seite: 24

Ressort: Österreich1u2

 

 

Verländerung der Lehrer rückt näher

 

   Linz, Wien - Die ÖVP-Chefverhandler zur Steuerreform (Vorarlbergs LH Markus Wallner, Oberösterreichs LH Josef Pühringer, Finanzminister Hans Jörg Schelling und Parteichef Reinhold Mitterlehner) haben sich am Freitag zu einer Klausur getroffen. ?Konstruktiv" seien die Gespräche gewesen, hieß es nach den vierstündigen Beratungen. Doch zu den Inhalten gaben sich die Verhandler zugeknöpft. Nur der Zeitplan, bis Mitte März eine Steuerreform auszuverhandeln, solle halten, hieß es.

 

   Auch am Tag danach gab sich Pühringer im Ö1-Interview in Sachen Steuerreform schweigsam.

 

   Aber er erklärte, dass er von ?Fortschritten" in der Bund-Länder-Arbeitsgruppe für die Schulreform höre. Pühringer skizzierte ein Modell, das er ?sehr begrüßen" würde: Die Länder sollten künftig für die Verwaltung der Landes- bzw. Pflichtschullehrer und Bundeslehrer zuständig sein, etwa hinsichtlich Organisation oder Personaleinteilung. Dem Bund sollten hingegen die sinnvollerweise bundeseinheitlich zu regelnden Bereiche - wie Lehrpläne, Dienstrecht oder Ausbildung - obliegen. (TT)

 

 

 

 

 

Andrea Steiner
Büro Kurt Schober
SPÖ-Parlamentsklub
Tel.: 01/40110-3945

 

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