Dienstag, 3. März 2015

2015.03.03: Bildung

OTS0084 WI, II 03.03.2015 10:57:27

 

Industrie: Schulverwaltung ist für die Schulen da, nicht für Machtspielereien

Utl.: IV-GS Neumayer: Bildungsqualität und Schulautonomie zentral - Inhaltliche Lösungen gefragt, nicht Pferd von hinten aufzäumen - Steuerung und Controlling müssen beim Bund angesiedelt werden

Wirtschaft und Finanzen/Industrie/Schule/Bildung/Neumayer

"Wir sprechen uns klar gegen Verländerungstendenzen in der Schulverwaltung aus", so der Generalsekretär der Industriellenvereinigung (IV), Mag. Christoph Neumayer heute, Dienstag, als Reaktion auf die jüngsten, diesbezüglichen Wortmeldungen aus den Bundesländern vor der Tagung der Bildungsreformkommission: "Es geht um Bildung und um die Zukunft unserer Kinder und Jugendlichen, nicht darum, wer die Macht in Bildungsthemen hat. Die bekannten Verwaltungsscharmützel bringen uns nicht weiter." Aus Sicht der IV sei die Debatte um die Organisation der Schulverwaltung ein wichtiges aber nachrangiges Thema. "Wir dürfen das Pferd nicht von hinten aufzäumen. Die Strukturfrage muss den Inhalten folgen, und die heißen: Wie stärken wir die Elementarbildung? Wie steigern wir die Qualität in der Pflichtschule? Auf welche Bildungsziele für Gesellschaft und Wirtschaft verständigen wir uns? Was sind die richtigen Unterrichtsinhalte für das 21. Jahrhundert?", so der IV-Generalsekretär. Die IV erwarte, dass sich die Bildungsreformkommission dieser wichtigen Themen annimmt und gemeinsam an konstruktiven Lösungen arbeitet.

Auch was die Schulorganisation selbst betrifft, stünden inhaltliche Themen im Vordergrund, so Neumayer: "Es geht immer um die Frage: Wie kann Schule besser werden und was nützt der Bildung unserer Kinder? Die erste Antwort darauf lautet: Wir brauchen mehr schulische Autonomie und weniger Bürokratie". Die Schulorganisation müsse diese Autonomie ermöglichen und unterstützen. Ziel sei, in Österreich eine neue, verschlankte und von parteipolitischem Einfluss befreite Organisationsstruktur zu etablieren, wie es die IV in ihrem Konzept "Beste Bildung" (www.iv-net.at/d4300/beste_bildung.pdf) vorgeschlagen habe. "Dabei sollen die Steuerung und das Controlling ganz klar beim Bund liegen und die Umsetzung in weitgehend autonomen Schulen vor Ort. Die Organisationsaufgaben auf mittlerer Ebene sollen neue Schulträger übernehmen, die ihre Schulen in organisatorischen, personellen und finanziellen Fragen unterstützen." Grundsätzlich könne jede öffentliche oder private Institution oder Person einen Schulträger errichten, der durch das Bildungsministerium akkreditiert werden müsse und damit Zugang zur Finanzierung seiner Schulen hätte. Neumayer abschließend: "Die Struktur muss den inhaltlichen Prioritären folgen. Man sollte sich bei Strukturdebatten immer daran orientieren, ob am Ende eine Verbesserung der Bildungsqualität und mehr Chancengerechtigkeit für alle gelingt."

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APA0172 II, XI 03.03.2015 10:47:58

 

Schulverwaltung: Heinisch-Hosek dämpft Erwartungen der Länder

Utl.: Pröll-Vorstoß am Wochenende "verfrüht" - Schulautonomie im Vordergrund, Verwaltung der Lehrer "offen"

Schule/Gebietskörperschaft/Österreich

Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) dämpft die Vorfreude der Landeshauptleute in Sachen Verländerung der Bundeslehrer als "verfrüht". Im Mittelpunkt der Verhandlungen stehe die Schulautonomie - wer künftig die Schulverwaltung übernehme, sei offen, sagte die Ministerin Dienstag vor dem Ministerrat. Nachmittags treffen sich die rot-schwarzen Bildungsverhandler zu ihrer zweiten Sitzung.

"Ich halte das für unglücklich, was da passiert ist", sagte Heinisch-Hosek mit Blick auf Aussagen des niederösterreichischen Landeshauptmannes Erwin Pröll (ÖVP), der am Sonntag von einem bevorstehenden Durchbruch berichtet hatte. Auch Burgenlands SP-Landeschef Hans Niessl sprach zuletzt von einer baldigen Einigung bei der Verländerung der Lehrer.

Tatsächlich bespreche die Bildungsreform-Gruppe der Koalition ein Arbeitspapier mit vielen guten Vorschlägen, so die Ministerin. Im Mittelpunkt stehe aber die Schulautonomie - sowohl pädagogisch als auch finanziell und personell. "Die Verwaltung der Lehrer ist Teil des Papiers", so Heinisch-Hosek, aber: "Im Papier wird offen gelassen, ob Bund oder Länder."

Aus ihrer Sicht geht es um die Frage, was bei den Schülerinnen und Schülern ankomme. Die Schulverwaltung spiele hier nur eine "Nebenrolle". Ein klares Nein zur Verländerung der Lehrer gab es von der SP-Politikerin allerdings nicht. Sie betonte die Notwendigkeit, Doppelgleisigkeiten in der Struktur abzubauen.

Derzeit sind die Strukturen im Schulwesen zersplittert: Die Pflichtschullehrer werden von den Ländern angestellt, die Lehrer höherer Schulen vom Bund, der allerdings auch die Landeslehrer bezahlt. Die Landeshauptleute drängen bereits seit längerem darauf, auch die Bundeslehrer anstellen zu dürfen. Kritiker warnen in diesem Fall vor der Parteipolitisierung des Schulwesens.

(schluss) has;aku;bei

OTS0071 II 03.03.2015 10:42:48

 

BSA: LehrerInnen in Bundeshand!

Utl.: Scharfe Kritik an den Verländerungsplänen der ÖVP

Bildung/Schule; Innenpolitik

Die Behauptung Erwin Prölls in der Pressestunde vom 1. März 2015 zur angeblich kurz bevorstehenden "Verländerung der Schulen" zeigt einmal mehr das wahre Gesicht der rückständigen Bildungspolitik der ÖVP. Statt sich mit inhaltlichen Herausforderungen und Innovationen zu beschäftigen, versucht die ÖVP lieber über die Frage des Anstellungsverhältnisses von Lehrerinnen und Lehrern politisches Kapital zu schlagen - eindeutig der falsche Weg. Der BSA spricht sich konsequent für eine einheitliche, bundesweite Regelung für alle LehrerInnen aus.

"Bereits 2011 hat sich der BSA mit der Frage, wie ein chancengerechtes Bildungssystem für alle aussehen sollte, beschäftigt. In unserem Bildungsprogramm sprechen wir uns dezidiert für eine einheitliche Zuständigkeit des Bundes für alle LehrerInnen aus und bleiben natürlich auch dabei", so Mag.a Barbara Huemer, Vorsitzende der AHS-LehrerInnen im BSA.

Bildung muss endlich den zentralen Stellenwert bekommen, den sie verdient. Momentan ist ein sozialer Aufstieg durch Bildung meist noch immer nur die Wunschvorstellung. Der BSA ist jedoch der Meinung, dass Leistung, nicht Herkunft zählen muss. Bildung darf nicht länger vererbbar sein, sondern steht allen zu. Dabei muss Bildung insbesondere als staatlicher Auftrag wahrgenommen werden.

"Eine Verländerung unserer Schulen wird den Kindern in den Klassenzimmern sicher keine Verbesserungen bringen. Einmal mehr geht es der ÖVP nur um politische Zuständigkeiten und Ämter, statt um eine echte Verbesserung des Schulsystems", so Dir. Mag. Stefan Wenka, Vorsitzende der BMHS-LehrerInnen im BSA.

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