Dienstag, 3. März 2015

2015.03.03: Bildung

 

OTS0128 II, CI 03.03.2015 12:26:11

 

Walser: Provinzialisierung des Schulwesens wäre eine fatale Fehlentwicklung!

Utl.: Grüne wollen Ausgaben- und Aufgabenverantwortung in einer Hand

Innenpolitik/Walser/Grüne/Bildung/Schule

"Die Verländerung des Schulwesens würde zwangsläufig zu noch mehr Parteieneinfluss auf die Schule führen. Das wäre eine Katastrophe für Österreichs Schulwesen", warnt Harald Walser, Bildungssprecher der Grünen, anlässlich des Vorstoßes der Landeshauptleute von Niederösterreich und dem Burgenland für eine Provinzialisierung des Schulwesens. Walser fordert "unabhängige Bildungsdirektionen statt Parteiproporz. Das Parteibuch hat im Schulwesen nichts mehr verloren".

Grundsätzlich sei es eine gute Idee, die Verwaltung näher an die Schule zu bringen: "Das gilt allerdings nur dann, wenn die Aufgaben- und Ausgabenverantwortung zukünftig in einer Hand liegen. Es muss gewährleistet sein, dass das System 'Bund zahlt - Länder schaffen an' beendet wird", so Walser: "Wir ermutigen Ministerin Gabriele Heinisch-Hosek, standhaft zu bleiben!"

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Grüner Klub im Parlament
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APA0253 II, XI 03.03.2015 12:08:24

 

Schulverwaltung - Platter ortet "deutliche Bewegung"

Utl.: Landeshauptmann will, dass auch Verantwortung für Infrastrukturen an Bundesländer geht

Schule/Gebietskörperschaft/Tirol

Tirols Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) hat sich wie seine Amtskollegen Hans Niessl (SPÖ) und Erwin Pröll (ÖVP) optimistisch im Hinblick auf eine Einigung über die Organisation der Schulverwaltung gezeigt. Er orte "deutliche Bewegung" in den derzeit laufenden Verhandlungen, meinte Platter am Dienstag bei einer Pressekonferenz nach der Sitzung der Landesregierung in Innsbruck.

Es sei sinnvoll, dass eine "effiziente Lehrerverwaltung" vorgenommen werde, erklärte der Landeshauptmann, der sich wiederholt für eine "Verländerung" der Bundeslehrer ausgesprochen hatte. Platter trat am Dienstag auch dafür ein, dass die Bundesländer die Verantwortung für die Infrastrukturen übernehmen sollten. "Damit eine echte Reform möglich ist", sagte der Landeschef. Aber auch wenn nur die Verwaltung für alle Lehrer den Ländern zufallen sollte, könne man von einer Reform sprechen, meinte Platter.

Dass Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) die Vorfreude der Landeshauptleute in Sachen "Verländerung" der Bundeslehrer als "verfrüht" bezeichnet hatte, wollte Tirols Landeschef nicht überbewerten. "Sie muss halt ihre Positionen feststecken", sagte er zur APA. Als einen wesentlichen Grund für seinen Optimismus nannte Platter hingegen entsprechende Aussagen seines Landeshauptmann-Kollegen und Verhandlers Niessl.

(schluss) ede;gr;bei

OTS0113 II, CI 03.03.2015 11:49:11

 

Bundesjugendvertretung: Fleckerlteppich im Bildungsbereich eindämmen!

Utl.: Die BJV warnt vor einem Qualitätsverlust durch geplante Verländerung im Bildungsbereich.

Bildung/Bundesregierung/Jugend/Kinder/Schule

Die Bundesjugendvertretung (BJV) kritisiert die derzeit kursierenden Vorschläge, allen voran von Landeshauptmann Erwin Pröll, wonach die Schulverwaltung künftig den Ländern obliegen solle: "Bereits jetzt gibt es einen Fleckerlteppich im Bildungsbereich. Eine weitere Verländerung ist absolut kontraproduktiv und ein Rückschritt", kritisiert BJV-Vorsitzende Johanna Tradinik. "Der Bildungsweg von Kindern hängt bereits jetzt neben dem Bildungshintergrund der Eltern oft auch vom Wohnort ab. Das würde sich durch Umsetzung dieser Pläne noch weiter verschärfen", so Tradinik.

Die aktuelle Bildungsdiskussion läuft für die BJV nach dem Motto "ein Gedanke vorwärts, zwei Schritte zurück", erklärt die Vorsitzende: "Wir begrüßen zwar die Ankündigungen, dass Doppelgleisigkeiten abgebaut werden sollen, eine weitere Verländerung führt aber in die falsche Richtung. Es besteht die Gefahr, dass jedes Bundesland sein eigenes Ding macht. Wie wir beim Jugendschutz sehen, kann das zu völlig absurden Regelungen führen", zeigt die Vorsitzende auf. Die BJV fordert mehr Schulautonomie, gleichzeitig brauche das Bildungsministerium mehr Handlungskompetenzen und Spielraum. Der derzeitige Ressourcenverlust durch die Aufsplittung der Bildungsagenden müsse jedenfalls gestoppt werden.

"Wieder einmal überwiegt der Eindruck, dass Machtinteressen vor die Bedürfnisse junger Menschen gestellt werden", kritisiert Tradinik. Dringend notwendig sind stattdessen Maßnahmen, die direkt bei den SchülerInnen ankommen und nicht nur Machtverhältnisse hin und herschieben: "Wir fordern die Bundesregierung auf, sich endlich zur flächendeckenden Umsetzung einer gemeinsamen Schule für alle Kinder und Jugendlichen durchzuringen und Ressourcen für mehr Förderung und individuelle Betreuung bereitzustellen. Vor allem muss auch der Lehrplan endlich der Gegenwart angepasst werden. Politische Bildung und Berufsorientierung kommen immer noch viel zu kurz und müssen ausgebaut werden", betont die Vorsitzende abschließend.

Rückfragehinweis:
Bundesjugendvertretung
Mag.a Nicole Pesendorfer-Amon
Öffentlichkeitsarbeit
01/2144499-15
0676/ 880 111 048
nicole.pesendorfer@bjv.at


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OTS0110 II 03.03.2015 11:44:57

 

GÖD-Unterrichtsverwaltung: Verländerung des Schulwesens – ein gänzlich falscher Ansatz

Utl.: Sinnvoller wäre eine Konzentration beim Bund.

Gewerkschaften/Schule/Verwaltung

Als "gänzlich falschen Ansatz" bezeichnet der Vorsitzende der Bundesvertretung 3 - Unterrichtsverwaltung in der GÖD, Johann Pauxberger, die Idee einer "Verländerung" der Schulverwaltung. Sinnvoll wäre es schon, die Verwaltung aller Lehrer in eine Hand zu geben, das könne aber nur der Bund sein. "Auch der Rechnungshof hat zum wiederholten Mal darauf hingewiesen, dass das sinnhaft und zweckmäßig ist und die kostengünstigste Variante darstellt. Bereits vor einigen Jahren wurden aus gutem Grund die Landesgendarmeriekommanden aufgelöst und in die Polizei eingegliedert. Schon jetzt werden in fünf Bundesländern (Wien Niederösterreich, Burgenland, Oberösterreich und Steiermark) die Landeslehrer von den Landesschulräten (Bundesbehörden!) "verwaltet". Es denkt auch niemand daran die Finanzämter oder das Arbeitsmarktservice in die Länder einzugliedern", so der Gewerkschafter und höchste Personalvertreter in der Unterrichtsverwaltung.

Dem Vorschlag, dass der Bund die Spielregeln vorgibt, diese genau überwacht und den Ländern anhand von Benchmarks finanzielle Mittel zur Verfügung stellt, kann Pauxberger nichts abgewinnen. "Bei jeder noch so kleinen gesetzlichen Änderung sind Streitereien mit den Ländern um zusätzliches Geld vorprogrammiert", so Pauxberger weiter. Diesen Streit müsse dann der Finanzminister bei den Verhandlungen zum Finanzausgleich austragen.

Es ist auch völlig unklar, was mit den Bundesbediensteten, die mit viel Erfahrung und Fachwissen im Bereich der Schulverwaltung arbeiten, und mit den Bundesschulen geschehen soll. Pauxberger hofft auf eine vernünftige, sachliche Entscheidungsfindung und bezweifelt, dass die für diese Idee erforderliche Zweidrittelmehrheit im Parlament gefunden werden wird.

Rückfragehinweis:
Johann Pauxberger
Vorsitzender der Bundesvertretung 3 - Unterrichtsverwaltung in der GÖD
Vorsitzender des Zentralausschusses - Verwaltung im BMBF
Mobil: 0664/6109103
johann.pauxberger@goed.at
Strozzigasse 2, 1080 Wien


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Andrea Steiner
Büro Kurt Schober
SPÖ-Parlamentsklub
Tel.: 01/40110-3945

 

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