Montag, 9. März 2015

2015.03.09: Bildung

APA0313 II, XI 09.03.2015 13:34:51

 

Schulverwaltung: Experten für mehr Handhabe bei "Wanderpokalen"

Utl.: AHS-Direktorensprecher kann sich allgemeine Verpflichtung zur Fortbildung vorstellen

Schule/Wien

Für eine Ausweitung der Möglichkeiten im Umgang mit ungeeigneten Lehrern sprechen sich Direktoren und Wissenschafter im "Ö1-Mittagsjournal" aus. AHS-Direktorensprecher Wilhelm Zillner kann sich etwa eine allgemeine Verpflichtung zur Fortbildung vorstellen. Momentan würden solche Lehrer als "Wanderpokale" im System weitergereicht, so der Bildungsforscher Stefan Hopmann.

Unfähige Lehrer würden derzeit entweder von einem Schulleiter von Klasse zu Klasse oder der Schulaufsicht von Schule zu Schule "verschoben werden, um den Schaden zu verteilen", so der Hopmann. "Ich kenne keinen anderen Beruf, wo selbst nachgewiesene Unfähigkeit kein Anlass ist, das Arbeitsverhältnis zu beenden." Kündigungen gibt es bisher meist nur bei groben Vergehen wie körperlichen Übergriffen oder bei laufendem Zuspätkommen.

Direktoren bräuchten hier mehr Möglichkeiten, erklärte Zillner. Vor einer etwaigen Kündigung schwebt ihm allerdings als erste Maßnahme eine Verpflichtung zur Fortbildung vor. Eine solche ist im AHS-Bereich derzeit lediglich Teil des 2013 verabschiedeten neuen Lehrerdienstrechts, das aber nur für neu eintretende Pädagogen gilt (verpflichtend ab 2019/20; davor optional). Im Bildungsministerium will man sich zum Thema Kündigungen erst äußern, wenn man das Expertenpapier zur Schul-Steuerung analysiert habe.

(schluss) nt;spu

 

 

 

Andrea Steiner
Büro Kurt Schober
SPÖ-Parlamentsklub
Tel.: 01/40110-3945

 

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