Montag, 9. März 2015

2015.03.09: Bildung

Mittagsjournal, 9.3.2015

Lehrer: Lockerung beim Kündigungsschutz

Regina Pöll

Der Versetzungs- und Kündigungsschutz der Lehrer soll sich ändern, auch das ist Teil des jüngsten Bund-Länder-Papiers für eine Schulreform. Von der Lehrergewerkschaft gibt es naturgemäß Widerstand. Lockerungen seien aber notwendig, sagen dazu Wissenschaftler, Direktoren und Ex-Direktoren.

 

 

ORF – 9. März 2015

 

Lehrer: Gewerkschaft gegen Änderung bei Kündigungsschutz

Keinen Änderungsbedarf beim Versetzungs- und Kündigungsschutz für Pädagogen sieht der Vorsitzende der ARGE Lehrer in der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst (GÖD), Paul Kimberger.

Als „höchst problematisch“ bezeichnete Kimberger heute in der Tageszeitung „Kurier“ auch die im Expertenpapier zur Schulsteuerung angedachte Streichung von bis zu zwei Drittel der Direktorenposten.

Der zentrale Punkt in dem Papier ist das Thema Schulautonomie. Darunter fällt auch eine gewisse Entscheidungshoheit an den Schulstandorten, was die Auswahl und Personalentwicklung der Pädagogen betrifft.

Keine neuen Kündigungsregeln geplant

Von Änderungen der Kündigungsregeln ist allerdings weder auf Schul- noch Landes- oder Bundesebene die Rede - es wird lediglich darauf verwiesen, dass die Gesetzgebung über ein einheitliches Dienstrecht Bundessache bleiben und die künftigen Bildungsdirektionen die „dienst- und besoldungsrechtliche Angelegenheiten der Lehrkräfte“ abwickeln sollen.

Änderungen beim Dienstrecht würden Kimberger überraschen: Erst 2013 habe Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) ein neues Dienstrecht „gegen den Willen der Lehrergewerkschaft“ durchgebracht. Schon jetzt gebe es in puncto Kündigung und Versetzung dienstrechtliche Möglichkeiten, „die man in Anspruch nehmen kann“.

Diese kämen derzeit allerdings kaum zur Anwendung. Sollte der Kündigungsschutz tatsächlich gelockert werden, brauche es konkrete Angebote für Lehrer im Sinne von „Ausstiegsszenarien“.

 

 

APA0227 II, XI 09.03.2015 12:12:24

 

Schulverwaltung: Gewerkschaft gegen Änderung bei Kündigungsschutz

Utl.: Weniger Direktoren für Kimberger "höchst problematisch"

Schule/Wien

Keinen Änderungsbedarf beim Versetzungs- und Kündigungsschutz für Pädagogen sieht der Vorsitzende der ARGE Lehrer in der GÖD, Paul Kimberger. Als "höchst problematisch" bezeichnete Kimberger am Montag in der Tageszeitung "Kurier" auch die im Expertenpapier zur Schul-Steuerung angedachte Streichung von bis zu zwei Drittel der Direktorenposten.

Der zentrale Punkt in dem Papier ist das Thema Schulautonomie. Darunter fällt auch eine gewisse Entscheidungshoheit an den Schulstandorten, was die Auswahl und Personalentwicklung der Pädagogen betrifft. Von Änderungen der Kündigungsregeln ist allerdings weder auf Schul-, Landes- oder Bundesebene die Rede - es wird lediglich darauf verwiesen, dass die Gesetzgebung über ein einheitliches Dienstrecht Bundessache bleiben und die künftigen Bildungsdirektionen die "dienst- und besoldungsrechtliche Angelegenheiten der Lehrkräfte" abwickeln sollen.

Änderungen beim Dienstrecht würden Kimberger überraschen: Erst 2013 habe Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) ein neues Dienstrecht "gegen den Willen der Lehrergewerkschaft" durchgebracht. Schon jetzt gebe es punkto Kündigung und Versetzung dienstrechtliche Möglichkeiten, "die man in Anspruch nehmen kann". Diese kämen derzeit allerdings kaum zur Anwendung. Sollte der Kündigungsschutz tatsächlich gelockert werden, brauche es konkrete Angebote für Lehrer im Sinne von "Ausstiegsszenarien".

(schluss) nt;spu

 

 

 

 

Andrea Steiner
Büro Kurt Schober
SPÖ-Parlamentsklub
Tel.: 01/40110-3945

 

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