Mittwoch, 11. März 2015

2015.03.11: Bildung

Morgenjournal, 11.3.2015

 

Zentralmatura: Reform bei Literatur

Regina Pöll

Knapp zwei Monate vor der Zentralmatura findet heute die letzte Probematura dazu statt: und zwar in Deutsch. Die Zentralmatura selbst sehe zu wenig Literatur vor, kritisieren Autorenvertreter seit längerem. Wie das Ö1-Morgenjournal exklusiv erfahren hat, tagt deshalb aber bereits eine eigene Expertengruppe am zuständigen Bundesinstitut Bifie. Ihr Ziel: zu prüfen, wie die Deutsch-Matura bald verbessert werden kann, auch im Hinblick auf Literatur.

Kaum läuft die Zentralmatura an, soll sie auch schon wieder reformiert werden. Konkret könnte die Literatur bald aufgewertet werden, das zumindest prüft eine neue Strategiegruppe am Bundesinstitut Bifie. Ihr Ziel ist es laut Bifie-Direktor Jürgen Horschinegg, zu schauen, wie die Literatur-Fragen gewählt werden und funktionieren. Anschauen müsse man sich auch mögliche Veränderungen im Unterricht in Richtung Ende des Bildungsganges.

Autorenvertreter haben nämlich kritisiert, dass an den AHS-Oberstufen die Literatur wegen der Zentralmatura zu kurz komme. Denn bei der neuen Matura ist nur noch eine von sechs Aufgaben der Literatur gewidmet, bei der alten Matura war es üblicherweise eine von drei Aufgaben.

So soll es bald wieder sein, sagt Werner Wintersteiner von der Uni Klagenfurt, selbst Mitglied der Expertengruppe am Bifie. Das hätte den Vorteil, dass die Schüler den Kopf frei haben nur für die Literaturaufgabe. Natürlich müssten die Aufgaben gut gestellt werden, dass sie auch gelöst werden können.

Zurzeit müssen Schüler, die die Literaturaufgabe wählen, noch eine zweite Aufgabe lösen. Das kann etwa ein Sachtext zu einem eng verwandten Thema sein. Und dadurch, so Wintersteiner, rücke die Interpretation des literarischen Textes in den Hintergrund - für den auf den Deutschunterricht spezialisierten Experten der falsche Weg: wenn eine Zentralmatura einen Sinn haben soll, dann müsse sie eine Richtung einschlagen und Vorbild geben für etwas, das auch im Unterricht geschehen solle.

Schlägt die Expertengruppe Änderungen für die Deutsch-Matura vor, dann könnte das aber nicht sofort umgesetzt werden, sagt Bifie-Direktor Horschinegg. Er rechnet mit zwei bis drei Jahren Vorbereitungszeit.

Bei der Zentralmatura im Mai bleibt also alles wie geplant, erst ab 2018 sind Änderungen möglich.

 

 

OTS0038 CI, WI 11.03.2015 09:45:33

 

Nachhaltigkeitspädagogik hält Einzug in Österreichs LehrerInnen-Ausbildung - BILD

Utl.: Der Elektroaltgeräte-und Altbatterien Schulkoffer entwickelt sich zum beliebten Unterrichts-Tool und sorgt für Aha-Erlebnisse bei Schülern UND Lehrern.

Abfall/Umwelt/Bildung/Elektro/Ressourcen/Gesellschaft

Nachhaltigkeitspädagogik ist gefragt. Der Einsatz des Elektroaltgeräte- und Altbatterien-Schulkoffers in Österreichs Schulklassen macht die Themen Ressourcenschonung und Nachhaltigkeit für Groß und Klein "begreifbar". Ein frischgebackenes Gratis-Ausleihsystem an den Pädagogischen Hochschulen Österreichs macht den Schulkoffer für alle Schulen leistbar und forciert die flächendeckende Verbreitung des nachhaltigen Unterrichtsinstruments. Zudem erlangt das Thema Abfallwirtschaft einen höheren Stellenwert in der LehrerInnenausbildung. Dienstagnachmittag, 10. März 2015, wurden in Wien die ersten Schulkoffer an Vertreter der Pädagogischen Hochschulen übergeben.

Seit Oktober 2014 ist in Österreichs Schulen ein neues Unterrichts-Tool im Einsatz, das eine sehr anschauliche Form der "Nachhaltigkeitspädagogik" ermöglicht. Mithilfe des Elektroaltgeräte- und Altbatterien Schulkoffers lassen sich die Themen Recycling, Rohstoffknappheit und Auswirkungen auf die Umwelt speziell für Kinder im Pflichtschulalter (3. bis 8. Schulstufe) anschaulich und spielerisch vermitteln. Am Beispiel eines zerlegten Handys machen die Kids Bekanntschaft mit den verschiedenen Rohstoffen ihres Mobiltelefons und lernen, dass nicht mehr verwendete Handys nach wie vor einen Wert haben und deshalb nichts in verstaubten Schubladen und schon gar nichts im Restmüll verloren haben.

Zwtl.: Begreifbare Bewusstseinsbildung

Neben Lehrmaterialien, Anleitungen für Lernspiele und diversen Arbeitsblättern für die verschiedenen Altersgruppen enthält der Schulkoffer auch jede Menge Anschauungsmaterialien. Mit dem "Rohstoffkoffer" des Naturhistorischen Museums Wien, der im EAK-Schulkoffer integriert ist und sich dem Thema "Was steckt im Handy?" widmet, wird der Schulkoffer zu einem perfekten Hilfsmittel, um bei Kindern Interesse und Spaß am Thema zu wecken. "Die Dynamik im Unterricht bekommt eine ganz neue Qualität. Kleinere Kinder finden es großartig, dass sie nicht nur zuhören müssen, sondern dass sie auch wirklich etwas zum Angreifen bekommen. So lassen sich auch komplexe Themen bereits im Kindesalter nachhaltig vermitteln", erzählt DI Ingrid Pirgmayer, Wiener Abfallberaterin und Nachhaltigkeitspädagogin, aus der Praxis.

Zwtl.: Einsatz des Schulkoffers auch in der LehrerInnenausbildung

Die Nachfrage nach dem Schulkoffer ist groß - bereits mehr als 70 Schulen und Kindergärten in Wien und Umgebung wollen die Thematik demnächst im Unterricht aufgreifen. Auch das Bundesministerium für Bildung und Frauen (BMBF) empfiehlt den Einsatz des "Umwelt-Schulkoffers" an Österreichs Schulen sowie in der Ausbildung der LehrerInnen. "Dass das Ministerium nun auch die Empfehlung ausspricht, den Schulkoffer nicht nur in Schulen sondern auch im Rahmen der LehrerInnenausbildung an den Pädagogischen Hochschulen zu verwenden, bestätigt uns in unserer Bildungsarbeit", freut sich Mag. Elisabeth Giehser, Geschäftsführerin der Elektroaltgeräte Koordinierungsstelle (EAK). Gemeinsam mit dem Referenten für Umweltbildung im BMBF, Dr. Günther Pfaffenwimmer, überreichte Giehser Vertretern der österreichischen Pädagogischen Hochschulen am 10.3. im Wiener Bildungsministerium die ersten von insgesamt ca. 25 Schulkoffern zur LehrerInnen-Ausbildung als auch zum Ausleihen für Schulen.

Die EAK hat den Schulkoffer in Zusammenarbeit mit dem Umweltdachverband, dem D.R.Z (Demontage Recyclingzentrum Wien) und mit Unterstützung des Umweltministeriums entwickelt. "Mit dem Schulkoffer setzen wir gezielt auf Bewusstseinsbildung und Wissensvermittlung und wir freuen uns, dass er sich sehr gut eignet, um das Thema nachhaltige Entwicklung und Ressourcenschonung im Unterricht aufzugreifen", betont Giehser. "Das schärft die Erkenntnis, dass sich ein achtsamer Umgang mit neuen sowie alten Elektrogeräten auszahlt. Und zwar für Mensch, Umwelt und die heimische Wirtschaft", so Giehsers Resümee.

Detaillierte Informationen zum Schulkoffer finden Sie unter www.elektro-ade.at

Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM / Originalbild-Service sowie im OTS-Bildarchiv unter http://bild.ots.at

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