Mittwoch, 11. März 2015

2015.03.11: Newsletter Bildung

Die Presse – 11. März 2015

 

 

Brandsteidl: "Von der Schule wird zu viel verlangt"

Wiens Stadtschulratspräsidentin Susanne Brandsteidl erklärt, warum Schule ihre Aufgabe nicht zur Gänze erfüllen kann und die Stadt Nachhilfelehrer, aber keine Psychologen zahlt.

Die Presse: Die Debatte über Strafen für integrationsunwillige Eltern und Schüler ist abgeflaut. Ist das als Stadtschulratspräsidentin in Ihrem Sinn?

Susanne Brandsteidl: Der Strafrahmen, der derzeit gilt, ist ausreichend. Nur müssen die Sanktionsmöglichkeiten auch angewandt werden. Wenn Kinder nicht in der Schule erscheinen, wenn Eltern sie nicht in den Turnunterricht oder auf Schullandwoche schicken wollen, dann ist einzugreifen.

Was ist mit Eltern, die der Einladung von Lehrern nicht Folge leisten und wiederholt nicht in die Schule kommen?

Wenn das Kindeswohl gefährdet ist, weil Eltern sich nicht einbringen – und die Einladung in die Schule erfolgt ja nicht aus Jux und Tollerei –, dann wird das Jugendamt aktiv. Wenn Eltern nicht mit der Schule kommunizieren, behindern sie das Wohl des Kindes.

Wie oft müssen Eltern nicht zum Sprechtag kommen, bis man das Jugendamt einschaltet?

Das kann man so nicht sagen.

Strafen sind ja ein Zugang – wie sieht es auf der anderen Seite aus? Wird auch genug angeboten, um diese Familien zum Mitmachen zu motivieren?

Ich plädiere dafür, dass Schule ihre Grenzen erkennt. Schule hat eine Kernkompetenz, das ist neben dem Erzieherischen die Wissensvermittlung. Und in dem Moment, in dem der schon sehr weite Rahmen, in dem sich Direktoren und Lehrer verantwortlich fühlen, ausgeschöpft ist, muss die Schule mit Institutionen kommunizieren.

Wird von der Schule zu viel verlangt?

Ja. Ich glaube, aktuell wird von der Schule zu viel verlangt. Das, was Schule leisten kann, hat Grenzen.

Was ist denn zu viel?

Es gibt Probleme sozialer Art, Integrationsprobleme, auch psychische Probleme nach Missbrauch oder Traumata. Wenn es in den Therapiebereich geht, dann endet die Kompetenz von Schule.

Das Ministerium hat mehr Schulsozialarbeiter versprochen. Haben Sie schon erfahren, wie viele Sie bekommen?

Leider nein. Wir haben 26 Schulpsychologen für ganz Wien. Da wäre eine Ressourcenvermehrung angesagt.

Könnte da nicht auch die Stadt Wien aushelfen? Sie steckt immerhin 20 Millionen Euro jährlich in die Gratisnachhilfe.

Ich bin ein großer Fan der Gratisnachhilfe, weil es heißt, dass Eltern, die sonst privat Nachhilfe zahlen müssen, eine Last abgenommen wird. Aber dass die Stadt Wien hier einspringt, ist eindeutig eine außerschulische Maßnahme.

Oder würden Schulpsychologen um ein paar Millionen Euro einfach nicht so gut ankommen?

Man muss da ganz genau unterscheiden. Die Schulpsychologen und Schulsozialarbeiter sind Bundesdienstposten.

Das heißt ja nicht, dass Wien nicht trotzdem Geld in die Hand nehmen kann.

Das würde heißen, dass das Land Lehrer zahlt.

Jetzt bezahlt das Land Nachhilfelehrer.

Das Land bezahlt Nachhilfelehrer als außerschulische Maßnahme. Das hat mit dem Regelunterricht nichts zu tun.

Gescheiter wäre es, wenn die Schule das erfüllen könnte, was sie erfüllen soll, ohne Nachhilfe.

Absolut. Das ist die Forderung nach der Ganztagsschule für alle. Und sie bleibt. Es ist aber leider ein Faktum, dass viele Eltern derzeit außerschulisch etwas dazu zahlen.

Schule kann ihre ureigensten Aufgaben also nicht erfüllen.

Nicht zur Gänze. So, wie die Gesellschaft strukturiert ist, kann Schule ihre Aufgaben nur dann erfüllen, wenn sie ganztägig ist.

Zum Thema Extremismus: Wie viele potenzielle oder gefährdete Schüler sind denn bisher gemeldet worden?

Zwischen 20 und 30. Dann gibt es noch 80 Präventionsfälle: jüngere Schüler, die abfällige Bemerkungen über jüdische Mitbürger machen, die sich in ihrem Verhalten stark geändert haben, die Sympathien für Gewalt zeigen. Da ist die Sensibilisierung viel höher als früher.

Was macht denn einen Zehnjährigen zum potenziell Extremismusgefährdeten?

Hier geht es um Äußerungen im Klassenverband oder auf Facebook. Es geht um Schüler, die beim Berufswunsch deklarieren, dass sie gern Jihadkämpfer wären und im Heiligen Krieg kämpfen wollen. Oder um Mädchen, die der Freiheitsstatue eine Burka malen. Das kann Auffallenwollen sein, aber das muss man abklären.

Sie sagen immer, Sie seien ein Fan der Zentralmatura. Sind Sie auch ein Fan der Umsetzung?

Ich bin ein Fan der Zentralmatura, ich bin kein Fan der Umsetzung. Die kritisiere ich scharf. Keiner der Fehler hätte passieren dürfen. Der Ablauf muss reibungslos sein.

Fehlerfrei?

Man muss davon ausgehen, dass die Matura fehlerfrei abläuft.

Haben die Hoppalas das Projekt Zentralmatura gefährdet?

Ja, ich glaube, dass es in Gefahr gebracht worden ist. Gott sei Dank hat die Ministerin jetzt aber ein externes Projektmanagement eingesetzt. Deshalb bin ich optimistisch, dass noch alles klappen wird.

 

 

Die Presse – 11. März 2015

 

 

Ein Fünftel der Schüler hat nicht Deutsch als Muttersprache

234.000 Schüler haben eine andere Muttersprache als Deutsch. In Wien sind es sogar zwei Drittel der Haupt- bzw. Mittelschüler.

Die Zahl der Schüler mit nicht-deutscher Umgangssprache an Österreichs Schulen ist trotz allgemein sinkender Schülerzahlen erneut gestiegen. Mittlerweile sprechen rund 234.000 Schüler eine andere Sprache als Deutsch. Das sind 21 Prozent. Das geht aus einer Auswertung der Medien-Servicestelle Neue Österreicher/innen hervor.

Damit ist die Zahl der Schüler mit nicht-deutscher Umgangssprache von Herbst 2012 auf Herbst 2013 um 7700 gestiegen, deren Anteil an der Gesamtschülerzahl um einen Prozentpunkt. Die meisten Schüler mit einer anderen Umgangssprache finden sich in Wien (46 Prozent), gefolgt von Vorarlberg (22 Prozent) und Salzburg (18 Prozent), die wenigsten in Kärnten (elf Prozent).

59.000 Schüler reden Türkisch

Am höchsten ist der Anteil der Schüler mit nicht-deutscher Muttersprache an den Sonderschulen (31 Prozent), gefolgt von den Neuen Mittelschulen und Polytechnischen Schulen mit je 28 Prozent und Volksschulen (27 Prozent). An den Gymnasien ist deren Anteil mit 17 Prozent verhältnismäßig gering, ebenso an berufsbildenden höheren Schulen (16 Prozent) und an den Berufsschulen (zwölf Prozent). In Wien sprechen bereits zwei Drittel der Haupt- bzw. Mittelschüler sowie Schüler an Polytechnischen Schule eine andere Sprache als Deutsch.

Die häufigste Umgangssprache nach Deutsch (876.000) ist die bosnisch/serbisch/kroatische Sprachfamilie mit rund 67.000 Schülern, gefolgt von Türkisch (59.000) und Albanisch (16.000). Eine andere Muttersprache als Deutsch bedeutet freilich nicht, dass es sich um ausländische Kinder handelt: Das traf nur auf elf Prozent zu. Die meisten davon kamen aus der Türkei (16.100), gefolgt von Serbien/Montenegro (14.100), Deutschland (13.600), Bosnien-Herzegowina (11.400) und Kroatien (8.700).

 

 

Die Presse – 11. März 2015

 

 

Schulbudget: Sag mir, wo die 300 Millionen sind

Ausstehende Einsparungen bringen Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek in die Zwickmühle.

Wien. Wegen diverser Pannen bei der im Mai beginnenden Premiere der Zentralmatura steht sie öffentlich am Pranger: Aber Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) ist regierungsintern wegen des Lochs in ihrem Schulbudget in der Größenordnung von rund 300Millionen mindestens ebenso stark in Bedrängnis geraten. Nach Unterlagen, die der „Presse" vorliegen, hat sie sich diese argen Finanzprobleme zu einem großen Teil selbst eingebrockt – in erster Linie, weil sie bei der Umsetzung von Sparvorschlägen säumig ist.

Die Lücke in ihrem Budget ist der Grund, warum die Bildungsministerin sich vor einigen Wochen in einem Schreiben offiziell an Finanzminister Hans Jörg Schelling (ÖVP) wegen einer Aufstockung des Budgets gewandt hat. Damit ist sie bisher abgeblitzt. Heinisch-Hosek setzt zwar auf Ergebnisse aus der von SPÖ und ÖVP mit den Ländern beschickten Schulreformkommission. Ähnlich wie bei anderen Strukturreformen sind durch Änderungen in der Schulverwaltung aber erst mittel- und längerfristig größere Einsparungen zu erwarten.

Wo liegen nun nach einem Papier aus Koalitionskreisen die Gründe für das 300-Millionen-Loch im Schulbudget?

Extrazahlungen für Lehrer

Das neue (und vorerst teurere) Lehrerdienstrecht für neu eintretende Pädagogen wurde auf Druck von Heinisch-Hosek im Dezember 2013 beschlossen. Die zugesagte Durchforstung diverser Zahlungen an tausende Lehrer, die im alten Dienst- und Gehaltsschema sind, ist aber ausgeblieben. Das betrifft etwa die Reduktion von Prüfungstaxen.

Außerdem plante die Ministerin ursprünglich, direkt im Unterricht zu sparen. Geplant war etwa eine leichte Anhebung der Teilungsziffer für Klassen in bestimmten Fächern an höheren Schulen. Es ging schließlich auch um die Reduktion oder sogar die Abschaffung von Teamteaching, weil sich – Beispiel Neue Mittelschule – bei den Leistungen der Schüler keine signifikanten Verbesserungen gezeigt haben. Weiters war eine Reduktion der Wahlpflichtfächer in Aussicht gestellt. All das ist unpopulär gewesen, weil direkt im Unterricht gespart würde.

Bei anderen Maßnahmen ist die Ministerin teilweise nach Protesten vor der Umsetzung zurückgeschreckt. Das gilt für die Verordnung für ein Controlling bei den Pflichtschullehrern (Landeslehrern), die pro Jahr 30 Millionen Euro hätte bringen sollen und nach einem Länderaufstand abgeblasen wurde. Darüber hinaus waren in mehreren Bereichen weniger Klassenteilungen ins Auge gefasst. Dieses Paket sollte in Summe 66 Millionen Euro Einsparungen bringen.

Ein bisschen Luft hat sich, wie berichtet, Heinisch-Hosek mit der Stundung für Schulmieten durch Bundesimmobiliengesellschaft verschafft. Ihr SPÖ-Regierungskollege Rudolf Hundstorfer ist Heinisch-Hosek 2014 indirekt für das Kulturbudget, das dann Josef Ostermayer als Ressortchef übernommen hat, einmalig mit 30 Millionen Euro zu Hilfe gesprungen. (ett)

 

 

Die Presse – 11. März 2015

 

 

Ängstliche Mittelschicht: Gesamtschule abgesagt

Gertrud Nagy beschreibt die Vorteile der Gesamtschule, die derzeit keine Chance hat.

Wien. Warum wurde bisher noch keine Gesamtschule in Österreich eingeführt? Für die Erziehungswissenschaftlerin Gertrud Nagy liegt der Grund auf der Hand: Da die bildungsnahe Mittelschicht zu viel Angst vor einem Verlust an Qualität und Privilegien hat – und auch gewisse Standesdünkel. Ihr Buch „Die Angst der Mittelschicht vor der Gesamtschule" ist eine Sammlung von Befunden, die zeigen sollen, dass eine gemeinsame Schule das Schulsystem verbessern würde.

Im Gespräch mit der „Presse" ist für die ehemalige Hauptschullehrerin allerdings klar, dass „der Zug abgefahren ist". Derzeit sieht sie keine Chance für eine Umsetzung der Gesamtschule. Das Blatt könnte sich erst in einigen Jahren wieder wenden. Und zwar dann, wenn die Neue Mittelschule es tatsächlich schafft, eine neue Lernkultur umzusetzen. Das wäre laut Nagy dringend notwendig, da unser Bildungssystem immer stärker in Richtung eines Zweiklassensystems gehe: „Wenn viele Jugendliche keine beruflichen Perspektiven haben und sich ausgegrenzt fühlen, kann es zu sozialen Unruhen kommen." Ein Thema, das in den kommenden Jahren dringlicher werden könnte.

Im Fokus des Buches stehen sozial benachteiligte Kinder, denen die Autorin ihre Stimme leihen will. Das ist prototypisch für die Diskussion um die Gesamtschule, die sich für die Befürworter stets um die Frage dreht, wie sozial benachteiligte Kinder am besten lernen können. Klug wäre es auch einzubeziehen, wie Mittelschichtkinder am besten lernen können. Dann wäre die Angst ihrer Eltern vor der Gesamtschule vielleicht nicht so groß. (rovi)

 

 

Die Presse – 11. März 2015

 

 

Zentralmatura: Intensivkurs um 250 Euro

Nachhilfe-Institute haben die ab heuer an den AHS verpflichtende Zentralmatura entdeckt.

Wien. Mittlerweile haben auch die Nachhilfe-Institute die ab heuer an den AHS verpflichtende Zentralmatura entdeckt. Ein Großteil der Einrichtungen bietet Vorbereitungskurse in unterschiedlichen Formen an – vom mehrtägigen Intensivkurs bis zum eintägigen Crashkurs samt Probematura. Ersterer kostet 250 bis 350 Euro, Letzterer 100 Euro.

Für die Fächer Mathematik und Englisch bietet das IFL Nachhilfe-Institut Rampitsch unter www.zentralmatura.at außerdem ein Gratis-Online-Testtool an. Damit können die Schüler je eine Probematura ablegen und erhalten anschließend Bescheid, ob sie bestanden haben oder nicht (Mathematik) beziehungsweise in welchen Kompetenzbereichen bestanden wurde oder nicht (Englisch). Die Prüfung kann beliebig oft wiederholt werden.

 

 

Die Presse – 11. März 2015

 

 

Schulverwaltung: NEOS-Chef sieht "Strickfehler"

Das Reformpapier ist laut NEOS-Chef Matthias Strolz letztendlich ein "machtpolitisches Auftragwerk" im Geiste der Landeshauptleute.

"Gröbere Strickfehler" ortet NEOS-Obmann Matthias Strolz in den Reformvorschlägen der Expertengruppe Schulverwaltung. Trotz richtiger Analyse des Bildungssystems handle es sich letztendlich um ein "machtpolitisches Auftragwerk". Vor allem die laut Strolz noch gewichtigere Rolle der Länder und die nur halbherzigen Pläne zur Schulautonomie sind ihm ein Dorn im Auge, wie er heute, Dienstag, erklärte.

Das Konzept der Expertengruppe "Freiraum für Österreichs Schulen" wurde von Landesschulratspräsidenten sowie Spitzenbeamten aus dem Bundes- und Landesbereich und einem Vertreter der Industriellenvereinigung erstellt. Vergangene Woche haben sie es der aus Vertretern der Bundesregierung und der Länder zusammengesetzten Bildungsreformkommission übergeben. Für Strolz handelt es sich bei der Expertengruppe um "Schulbürokraten", die es trotz guter Analyse der Ausganglage nicht geschafft hätten, ihre Befangenheiten zu überwinden.

"Eine raffinierte Auftragsarbeit"

Das vorliegende Papier sei im Endeffekt "eine raffinierte Auftragsarbeit" im Sinne der Landeshauptleute. Dass die angedachten Bildungsdirektionen im Bereich der Länder angesiedelt und direkt den Landeshauptleuten unterstellt sein sollen, wertet Strolz als Hinweis, dass sich die Schulen dann in einem "noch eklatanteren Würgegriff" wiederfinden könnten, als bisher. Die Verantwortung für Direktorenbestellungen oder die Finanzverteilung den Ländern zu übertragen, sei falsch.

Dass die Schulen keine echte finanzielle Autonomie erhalten und auch Personalentscheidungen dann nur in Absprache mit den Bildungsdirektionen treffen könnten, sei "völlig unbefriedigend". Die in dem Papier angesprochene Teilrechtsfähigkeit für Schulen gehe nicht weit genug. Strolz: "Ein bisserl schwanger kann man ja auch nicht sein."

Mit diesem Papier sei der Auftakt zur anlaufenden Bildungsreform - laut Strolz die Chance für das Bildungssystems im 21. Jahrhundert anzukommen - "nicht geglückt". Das Prozessdesign sei ein weiteres Mal "stümperhaft". Es brauche nun breit aufgesetzte Dialoge, in die neben den Schulpartnern auch die Oppositionsparteien eingebunden werden sollten.

 

 

Die Presse – 11. März 2015

 

 

Mathe für Mädchen: "Wir dramatisieren die Kategorie Geschlecht"

Geschlechtergetrennter Unterricht sei nicht sinnvoll, sagt Bildungspsychologin Barbara Schober.

 

Die Presse: Wieder einmal zeigen Studien, dass hierzulande Mädchen in Mathematik schlechter sind als Buben. Warum ist das so?

Barbara Schober:Vieles spricht dafür, dass Burschen und Mädchen nicht grundlegend unterschiedliche Fähigkeiten haben. Es gibt aber belegte Unterschiede bei Interessen, Selbstkonzepten und Erwartungen von Lehrern und Eltern. Und die spielen eine große Rolle.

Kann man denn gar nicht von unterschiedlichen Begabungen der Geschlechter sprechen?

Kleine Unterschiede zeigen sich in manchen Teilbereichen der Mathematik oder dem räumlichen Denken. Allerdings sind die Befunde sehr heterogen, und der Anteil der Biologie daran ist fraglos so gering, dass er die Unterschiede in der Schule nicht erklären kann. Zumal diese Unterschiede ja nicht überall gleich sind – und sich auch von Schulklasse zu Schulklasse anders darstellen.

Was müssen die Lehrer also tun, um weder Mädchen noch Buben zu benachteiligen?

Einerseits müssen Lehrerinnen und Lehrer reflektieren, wo sie selbst Stereotype vermitteln. Es gibt Befunde, die zeigen, dass Pädagogen gerade in mathematischen Kontexten Erfolge bei Burschen auf ihre Fähigkeiten zurückführen, bei Mädchen aber auf ihren Fleiß. Außerdem sollte der Unterricht auf das Individuum ausgelegt sein.

Bildungsministerin Heinisch-Hosek hat sich in der „Presse" für einen getrennten Unterricht von Mädchen und Buben ausgesprochen, zumindest in der Pubertät. Ist das sinnvoll?

Wissenschaftlich spricht derzeit nichts dafür, dass das wirklich die Lösung ist. Manche Befunde zeigen zwar, dass Mädchen kurzfristig bessere Leistungen erreichen, langfristige Evidenz fehlt aber. Bei den Burschen haben wir keine Belege dafür, dass sie profitieren, ganz im Gegenteil: Das Lernklima ist in Burschenklassen eher negativer. Wir dramatisieren die Kategorie Geschlecht und zementieren sie damit ein.

Abgesehen von der Mathematik gelten Burschen immer mehr als Bildungsverlierer: Sie brechen die Schule häufiger ab, schwänzen, machen seltener Matura.

Man muss den Blick definitiv auf beide Geschlechter lenken und sich anschauen, wo Stereotype wirken. Bei den Burschen ist es schick, nicht gut in der Schule zu sein. Man sollte sich davon lösen zu glauben, dass die Geschlechterkategorie per se den wichtigsten Rahmen für Lernen und Motivation vorgibt. Es geht um Selbstwert, individuelle Stärken und den Umgang mit Unterschiedlichkeit.

Was kann den Burschen helfen?

Was beiden Geschlechtern helfen würde, ist ein Unterricht, in dem die Interessen und Fähigkeiten der Kinder wirklich wahrgenommen werden. Und der berücksichtigt, wo und wie die Stereotype wirken. Wir würden die Genderproblematik ein Stück weit lösen, würden wir uns generell die Unterrichtsqualität genau ansehen.

Die Leistungsschere in Mathematik geht laut OECD in Österreich immer weiter auseinander. Wie kann das sein?

Mich verblüfft das. Es ist aber auch immer eine Frage dessen, was man sich ansieht: Noten, Leistungstests, Interessen. Nicht für alle Bereiche trifft das zu. Es gibt aber derzeit in der Tat Hinweise auf eine Tendenz zu wieder mehr stereotypem Denken und Verhalten. Vielleicht, weil man sich in einer unsicheren Zeit stärker auf Dinge zurückzieht, die schon immer so waren.

ZUR PERSON

Barbara Schober (44) ist Bildungspsychologin an der Uni Wien. Seit 2011 ist sie Professorin für Psychologische Bildungs- und Transferforschung. [ Margit A. Schmid Fotografie ]

 

 

Die Presse – 11. März 2015

 

 

Frei nach Montessori: Helfen wir den Schulen, es selbst zu tun!

Das großartige Reformpapier „Freiraum für Österreichs Schulen" könnte die verfahrene Bildungsreform wieder flottmachen. Wenn die Regierung das will.

Sibylle Hamann  

„Hilf mir, es selbst zu tun." So lautet der wichtigste Grundsatz der Montessori-Pädagogik. Montessori-Methoden sind keine alternative Spinnerei mehr, sondern längst im Mainstream angekommen. Ihnen liegt eine bahnbrechende Erkenntnis zugrunde: Was man sich selbst erarbeitet, lernt man am besten. Es bringt nichts, Kindern von oben Bildung mit dem Trichter hineinzustopfen. Das frustriert sie, macht sie bockig und lässt sie auf Abwehr schalten.

Besser, man vertraut auf ihre Neugier, lässt sie selbst Verantwortung übernehmen und Entscheidungen treffen. Man sorgt als Lehrerin für eine faire, wertschätzende Umgebung, das richtige Lernmaterial und steht den Kindern zur Seite, wenn sie Hilfe brauchen.

Was für Kinder richtig ist, kann für Schulen nicht falsch sein. Womöglich ist es ja auch bei ihnen so: Man arbeitet am besten selbstbestimmt. Es bringt nichts, Schulen von oben den Alltag bis ins kleinste Detail vorzuschreiben, das frustriert Lehrer und Lehrerinnen, macht sie bockig und lässt sie auf Abwehr schalten. Besser, man vertraut auf ihre Neugier, lässt sie selbst Verantwortung übernehmen, Entscheidungen treffen. Der Staat sorgt für eine faire, wertschätzende Umgebung, stellt Ressourcen zur Verfügung und muss da sein, wenn eine Schule Hilfe braucht.

In ebendiese Richtung geht das Reformpapier „Freiraum für Österreichs Schulen", das von der Experten- und Expertinnengruppe Schulverwaltung vorgelegt wurde. Man hat zwar mittlerweile den Überblick über die verschiedenen Reform- und Verhandlungskommissionen verloren, in denen sich unsere Bildungspolitik verheddert hat – aber dieses Papier könnte den verfahrenen Karren wieder flottmachen.

Das wichtigste Wort darin ist: Autonomie. Befreit die Schulen aus dem Korsett der 50-Minuten-Stunden und voll gestopften Lehrpläne. Hört auf, ihnen das Personal von oben zuzuteilen, und befreit sie von den 1000 Vorschriften, die sie dran hindern, im Klassenzimmer ein Regal zu montieren, beim Media-Markt einen günstigen Laptop zu kaufen oder einen spontanen Ausflug zu machen. Lasst sie ihre Leute selbst aussuchen – Sekretäre, Psychologinnen, Sozialarbeiter, externe Lektorinnen – sie wissen am besten, wen sie brauchen. Lasst sie Klassen und Unterricht so einteilen, wie sie es für richtig halten – seien es jahrgangsübergreifende Kurse, Kleingruppenunterricht, individuelles Arbeiten (oder auch Projekte, die ein ganzes Semester dauern und im Wald stattfinden).

Einziges Ziel: dass am Ende objektiv messbare Bildungsziele erfüllt werden. Und dass kein Kind das Schulsystem verlässt, ohne ein Minimum davon erreicht zu haben. Und wenn eine Schule das nicht schafft? Dann nimmt man wieder Anleihen bei der Montessori-Pädagogik. Dann wird die Schule nicht beschämt, gemieden und an den Pranger gestellt, sondern kriegt besondere Aufmerksamkeit und Hilfe. Was ist es, was euch an guten Leistungen hindert? Welche Art Unterstützung können wir euch geben? Vielleicht ist der Standort besonders schwierig – dann braucht er das beste Personal, die meisten Ressourcen.

Vielleicht fehlen spezielle Kenntnisse – dann könnt ihr euch weiterbilden. Vielleicht ist die Direktion ungeeignet – dann soll es eine andere versuchen. Wer Verantwortung trägt, hat keine Ausreden mehr, von der Sorte: Wir wüssten ja, wie es geht, aber wir dürfen nicht, weil die da oben lassen uns nicht.

Wer selbst entscheidet, kann sich nicht mehr dauerempören über die falschen Entscheidungen anderer. Wir, die Allgemeinheit, wären damit schlagartig das Klagen, Jammern, Blockieren und Trotzen los, das seit Jahrzehnten das unangenehme Begleitgeräusch jeder Bildungsreformdebatte bildet.

Versuchen wir es einmal andersherum. Womöglich blüht die Lehrerschaft auf, fasst Selbstvertrauen, wenn sie eigenständig etwas entwickeln kann – wie Schulkinder, denen man endlich etwas zutraut. Zeigt, was in euch steckt! Wir glauben an euch!

 

 

SN – 11. März 2015

 

Zahl der Schüler mit nicht-deutscher Umgangssprache steigt

Die Zahl der Schüler mit nicht-deutscher Umgangssprache an den österreichischen Schulen ist 2013/14 trotz allgemein sinkender Schülerzahlen erneut gestiegen. Mittlerweile sprechen rund 234.000 Schüler eine andere Sprache als Deutsch, zeigt eine auf Zahlen der Statistik Austria basierende Aufstellung der Medien-Servicestelle Neue Österreicher/innen. Das sind rund 21 Prozent aller Schüler.

Die Zahl der Schüler mit nicht-deutscher Umgangssprache ist gegenüber dem Vorjahr damit um 7.700 gestiegen, deren Anteil an der Gesamtschülerzahl um rund einen Prozentpunkt. Die meisten Schüler mit einer anderen Umgangssprache finden sich anteilsmäßig erwartungsgemäß in Wien (46 Prozent), gefolgt von Vorarlberg (22 Prozent) und Salzburg (18 Prozent), die wenigsten in Kärnten (elf Prozent).

Am höchsten ist der Anteil der Schüler mit nicht-deutscher Muttersprache an den Sonderschulen (31 Prozent), gefolgt von Neuen Mittelschulen (NMS) und Polytechnischen Schulen (PTS) mit je 28 Prozent und Volksschulen (27 Prozent). An den AHS beträgt er 17 Prozent, an den berufsbildenden höheren Schulen (BHS) 16 und an den Berufsschulen zwölf Prozent. In Wien sprechen bereits zwei Drittel der Hauptschüler/Neuen Mittelschüler sowie Schüler an PTS eine andere Sprache als Deutsch. Interessantes Detail: Der Anteil der Schüler mit nicht-deutscher Umgangssprache ist an öffentlichen Schulen (21,5 Prozent) nur etwas höher als an Privatschulen (17 Prozent).

Die häufigste Umgangssprache der Schüler nach Deutsch (876.000) ist die allerdings in diversen Kategorien ausgewiesene bosnisch/serbisch/kroatische Sprachfamilie mit insgesamt rund 67.000 Schülern, gefolgt von Türkisch (59.000) und Albanisch (16.000).

Elf Prozent der Schüler wurden 2013/14 als Ausländer geführt: Die meisten Schüler ohne österreichische Staatsbürgerschaft kommen aus der Türkei (16.100), gefolgt von Serbien/Montenegro (14.100), Deutschland (13.600), Bosnien-Herzegowina (11.400) und Kroatien (8.700). Interessant ist dabei die Entwicklung: Die Zahl der Deutschen ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich angestiegen, während die Zahl der Türken, Serben, Bosnier und Kroaten entweder stagnierte oder gesunken ist.

 

 

"Salzburger Nachrichten" Nr. 58 vom 11.03.2015              Seite: 10

Ressort: Innenpolitik

 

Österreich

 

Die Zentralmatura kann man online üben

 

   Ein Nachhilfeinstitut bietet eine Probematura in Mathematik und Englisch im Internet an. Ist das mehr als ein Werbegag?

 

   Alexandra Parragh Wien. Wäre das die richtige Zentralmatura, hätte er sie bestanden, glaubt Johannes Schwaighofer. Tatsächlich handelt es sich um eine Online-Probematura des IFL Nachhilfeinstituts Rampitsch, die der 17-jährige Salzburger Landesschulsprecher für die SN ausprobiert hat.

 

   Er hält die Aufgaben für tauglich. „Vom Format her geht das schon in die richtige Richtung", sagt Schwaighofer, der selbst zu den 20.000 AHS-Schülern zählt, die heuer die Zentralmatura absolvieren.

 

   Auf www.zentralmatura.at haben sie nun die Möglichkeit, sich selbst zu testen, ob sie die Zentralmatura in Mathematik und Englisch bestehen würden. Allerdings hat nicht das dafür zuständige Bundesinstitut für Bildungsforschung (Bifie), sondern IFL selbst die Aufgaben erstellt, nach den Vorgaben des Bifie. Nur in Deutsch gibt es keine Online-Probematura. „In diesem Fach geht es vor allem darum, eigene Texte zu schreiben. Das ist online nicht durchführbar", sagt Geschäftsführer Josef Rampitsch.

 

   Er gibt offen zu, das neue Online-Tool nicht völlig uneigennützig entwickelt zu haben. Sein Nachhilfeinstitut bietet spezielle Vorbereitungskurse für die Matura an. Sie kosten zwischen 100 und 350 Euro, je nachdem, ob es sich um mehrtägige Intensivkurse oder einen eintägigen Crashkurs handelt.

 

    Erfahrung mit solchen Online-Tests hat das Nachhilfeinstitut bereits. Es bietet sie auch für angehende Medizinstudenten an, die sich für den Aufnahmetest an den Medizinuniversitäten vorbereiten.

 

   Rampitsch betont, dass es ihm vorrangig darum gehe, Maturanten die Verunsicherung vor der Zentralmatura zu nehmen. Lehrer erklärten ihnen nicht immer ausreichend, wie Maturaaufgaben „strategisch am besten zu lösen sind". Das kann man nun auf www.zentralmatura.at nachlesen. „Lies dir die Texte zu den jeweiligen Aufgaben vollständig und genau durch", steht da etwa. Oder: „Es ist besser, eine Antwort zu schätzen oder gar zu raten, als eine Frage unbeantwortet zu lassen."

 

   Und was sagen die Mathematik- und Englischlehrer dazu? Claudia Dörrich, Schuldirektorin des Christian-Doppler-Gymnasiums in Salzburg, hat Kollegen den Test für die SN machen lassen. Ihr Ergebnis: „Zum Üben eignen sich die Aufgaben schon. Sie sind aber etwas zu leicht. Vor allem die Aufgaben, die mehr als die Grundkompetenzen abfragen", sagt Dörrich. Das deckt sich mit dem Befund des Mathematikdidaktikers Werner Peschek, der die Mathematik-Zentralmatura mit entwickelt hat. Auch er meint, dass es Maturanten sicher nicht schade, den Online-Test zu machen. „Man darf sich aber nicht allzu viel davon versprechen", sagt er.

 

   Beim Bifie äußert man sich nicht zu der Online-Probematura des IFL Nachhilfeinstituts. Dort gibt es auch keine Antwort auf die Frage, warum das Bifie nicht selbst eine Online-Probematura anbietet.

 

   Sowohl Direktorin Claudia Dörrich als auch Landesschulsprecher Schwaighofer hielten das für sinnvoller, als diese Aufgabe einem privaten Nachhilfeinstitut zu überlassen. Schwaighofer: „Für die ist das natürlich auch eine Werbeaktion."

 

 

SN – 11. März 2015

 

Nachhilfe-Institute entdecken zentrale Reifeprüfung

Mittlerweile haben auch die Nachhilfe-Institute die ab heuer an den AHS verpflichtende schriftliche Zentralmatura entdeckt. Ein Großteil der Einrichtungen bietet Vorbereitungskurse in unterschiedlichen Formen an - vom mehrtägigen Intensivkurs bis zum eintägigen Crashkurs samt Probe-Matura. Ersterer ist meist zwischen 250 und 350 Euro zu haben, letzterer für um die 100 Euro.

Für die Fächer Mathematik und Englisch bietet das IFL Nachhilfe-Institut Rampitsch unter www.zentralmatura.at außerdem ein Gratis-Online-Testtool an. Dort können die Schüler je eine Probematura ablegen und erhalten anschließend Bescheid, ob sie bestanden haben oder nicht (Mathe) bzw. in welchen Kompetenzbereichen bestanden wurde oder nicht (Englisch). Die Prüfung kann beliebig oft wiederholt werden.

Die zentrale schriftliche Reifeprüfung sieht IFL-Nachhilfe-Geschäftsführer Josef Rampitsch "sehr positiv": "Natürlich gibt es in der Implementierungsphase Probleme, die manchmal aber auch überzeichnet werden", so Rampitsch bei einer Pressekonferenz am Dienstag in Wien. "Es wird zu mehr Transparenz, Fairness und Qualität führen - auch wenn es vielleicht drei, vier Jahre dauert, bis sich alles beruhigt hat."

Derzeit herrsche große Verunsicherung , die größtenteils von den Lehrern ausgehe, konstatierte Rampitsch. "Man verlässt gewohntes Terrain und begibt sich in den dunklen Wald", meinte auch Nachhilfe-Leiter Hans Lobitzer. "Man kann aufgrund der Vortragsweise des Lehrers nicht mehr einschätzen, was kommen könnte und was nicht. Auch die Lehrer können keine Signale mehr senden." Zwei Töchter von ihm hätten vor kurzem die "alte" Matura absolviert, erzählte Rampitsch. Eine davon habe den Großteil der Prüfung dabei schon im Vorfeld praktisch gekannt. Im kommenden Jahr sei dann sein Sohn nach den neuen Regeln an der Reihe.

Mit dem Tool soll auch erklärt werden, was an den Schulen oft nur unzureichend vermittelt wird ."Es wird zum Teil nicht erklärt, wie Aufgaben strategisch am besten zu lösen sind", so Rampitsch. "Man kann auch scheitern, weil man nicht genau schaut oder nicht genau liest, obwohl man es inhaltlich vielleicht kann." Klassischer Tipp: "Bei Multiple-Choice-Aufgaben immer etwas ankreuzen, auch wenn man nicht sicher ist", so Lobitzer.

Für die Externistenmatura, die Rampitsch ebenfalls anbietet, wünscht man sich auch die Übernahme der Zentralmatura. Frühestens sei das aber erst 2017 möglich, habe es zuletzt aus dem Ministerium geheißen. Die Berufsreifeprüfung werde dagegen schon ab 2016 als Zentralmatura stattfinden.

 

 

"Kronen Zeitung" vom 11.03.2015                              Seite: 3

Ressort: Politik

 

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Bildungsexperte Günter Haider kritisiert Neue Mittelschule

 

„Mister PISA": Das Ministerium verbreitet seit Jahren Unwahrheit

 

Wien (d.v.). – In der Debatte um die aktuelle Schul-Misere meldet sich nun auch „Mister PISA" Günter Haider zurück. Mit einer harten Kritik am Unterrichtsministerium, das „ganz bewusst die Unwahrheit" über die Neue Mittelschule verbreite und die Bevölkerung anschwindle.

 

   Günter Haider

 

   Der Bericht über die Neue Mittelschule habe mit den Märchen über Spitzenleistungen aufgeräumt, doch das werde von der Unterrichtsministerin einfach nicht zur Kenntnis genommen, so der Bildungs- und PISA-Experte Günter Haider. Das Ministerium befinde sich in einem „traurigen Zustand", „betroffene Lehrer, Schüler und Eltern werden gezielt angeschwindelt" – dafür würden seit Jahren millionenteure PR-Agenturen beschäftigt, so Haider.

 

   In Sachen Schulautonomie fordern die NEOS, dass die Landeshauptleute keinesfalls Zugriff auf die Bestellung von Direktoren, die Finanzverteilung sowie auf das Personal haben dürfen. Genau dies ortet Parteichef Strolz jedoch im jüngsten Expertenpapier. „So wird eine umfassende Reform nicht gelingen", sagt Strolz.

 

Morgenjournal, 11.3.2015

Zentralmatura: Zu wenig Literatur

Regina Pöll

Knapp zwei Monate vor der Zentralmatura findet heute die letzte Probematura dazu statt: und zwar in Deutsch. Die Zentralmatura selbst sehe zu wenig Literatur vor, kritisieren Autorenvertreter seit längerem. Wie das Ö1-Morgenjournal exklusiv erfahren hat, tagt deshalb aber bereits eine eigene Expertengruppe am zuständigen Bundesinstitut Bifie. Ihr Ziel: zu prüfen, wie die Deutsch-Matura bald verbessert werden kann, auch im Hinblick auf Literatur.

 

 

 

Andrea Steiner
Büro Kurt Schober
SPÖ-Parlamentsklub
Tel.: 01/40110-3945

 

 

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