Dienstag, 24. März 2015

2015.03.24: Bildung

OTS0129 II 24.03.2015 12:37:45

 

Walser: Bei Regierungsklausur null Fortschritt in Sachen Bildung

Utl.: Grüne fordern zeitgemäße Maßnahmen statt Retropolitik und lauwarmer Sprüche

Grüne/Walser/Bildung/Regierung

"Was uns die Regierung heute in Sachen Bildung als Errungenschaft präsentiert, ist nunmehr der wiederholte Aufguss dessen, was wir bereits seit Schladming kennen", ärgert sich der Grüne Bildungssprecher Harald Walser über die bereits mehrfach verkündeten Maßnahmen zur sprachlichen Frühförderung. Diese werden seit der Regierungsklausur in Schladming immer wieder als Neuerung verkauft. Seit Wochen gibt es einen Gesetzesentwurf, jetzt wird dieselbe Botschaft aus Krems nochmals verkündet: "In der Bildungspolitik herrscht ein Notstand. Die Probleme werden verschärft, statt sie konstruktiv zu lösen. Das einzige was neu ist, nämlich die angedrohten Strafen bei einer sogenannten Integrationsunwilligkeit, ist vollkommen abzulehnen. Es ist eine Maßnahme, die eher dem 19. Jahrhundert zuzuordnen ist, als es eine sinnvolle, zeitgemäße Integrationspolitik verlangt", merkt Walser an.

Auch was "Politische Bildung" als Pflichtfach betrifft, gibt es nur eine dünne Ankündigung eines Pflichtmoduls, aber nicht einmal das scheint fix zu sein. "Das ist reine Pflanzerei, sonst nichts. Wie die Regierung mit der Bildungspolitik verfährt, kann ich nur mehr als fahrlässig bezeichnen. Wenn nicht bald Vernunft gepaart mit mehr Expertise einzieht, wird ein Desaster nicht mehr zu vermeiden sein", warnt Walser.

Rückfragehinweis:
Grüner Klub im Parlament
+43-1 40110-6707
presse@gruene.at

 

 

OTS0130 CI, II 24.03.2015 12:40:10

 

Rotes Kreuz begrüßt Ausbau der sprachlichen Frühförderung

Soziales/Bildung/Integration/Schule/Rotes Kreuz

Das Österreichische Rote Kreuz begrüßt den heutigen Ministerratsbeschluss zu einer Verdreifachung des Budgets für die sprachliche Frühförderung von Kindern zwischen drei und sechs Jahren. "Nun müssen der Absichtserklärung im Zuge der Bildungsreform Taten folgen und diese Mittel von Bund und Ländern zur Verfügung gestellt werden", sagt Gerald Schöpfer, Präsident des Österreichischen Roten Kreuzes.

Vorbereitungsklassen für Schüler mit Sprachdefiziten hält Schöpfer für sinnvoll, wenn sie Schulkinder nicht aus bereits bestehenden Klassenverbänden herausreißen. In bestehenden Klassen stünden andere Instrumente für den Deutscherwerb zur Verfügung. "Vorbereitungsklassen sind keine Ghettoklassen, sondern sollen Schülerinnen und Schüler in relativ kurzer Zeit den Eintritt in das Regelschulwesen ermöglichen, wo sie dann deutschsprachige Sprachvorbilder vorfinden", so der Rotkreuz-Präsident. Gleichzeitig erinnert er an das Potential von Mehrsprachigkeit: "Deutsch lernen und die Erstsprache pflegen muss das Motto lauten." Dafür gehöre der muttersprachliche Unterricht ausgebaut.

Auch die geplante raschere Anerkennung von im Ausland erworbenen Berufs- und Bildungsabschlüssen stößt beim Roten Kreuz auf Zustimmung. "41% der Erwerbstätigen aus Drittstaaten arbeiten in Österreich unter ihrer Qualifikation", zitiert Schöpfer aus dem aktuellen EU-Länderbericht zum Europäischen Semester. "Das ist nicht nur ein individuelles Problem für die Betroffenen, da bleiben auch volkswirtschaftliche Potentiale ungenutzt."

Rückfragehinweis:
Österreichisches Rotes Kreuz
Mag. Thomas Marecek,
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Andrea Steiner
Büro Kurt Schober
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