Mittwoch, 25. März 2015

2015.03.25: Newsletter Bildung

Die Presse – 25. März 2015

 

 

Abgabetermin für die Bildung ist der 17. November

Auch bei der Bildungsreform setzt sich die Regierung eine Frist. Die Bildungsgruppe wird das Paket zur Integration endverhandeln. Ein Papier liegt zwar schon vor. Es ist wegen der "Ghetto-Klassen" aber umstritten.

 

Krems. „Termine setzen uns unter Druck", sagte Kanzler Werner Faymann. Und daher wird auch die Bildungsreform mit einem Abgabedatum versehen: dem 17. November 2015. „Der 17. ist ein Glückstag für die Regierung" spielte Faymann auf den 17. März an, den selbst auferlegten Endtermin der Steuerreform.

Bis 17. November sollen in der Bildungsgruppe die wesentlichen Fragen geklärt werden, vor allem jene zwischen Bund und Ländern: Welche Kompetenzen bekommen die Länder, was bleibt in der zentralen Steuerung des Bundes? Das Ziel am Ende soll mehr Autonomie für die Schulen sein. So soll der Direktor mehr als bisher in der Lage sein, auf die „sozialen Notwendigkeiten" reagieren zu können, meinte Faymann. Denn bei den Schulen gebe es eben große regionale Unterschiede, das sei vorwiegend eine soziale Frage, weniger eine der Migration.

Deutsch vor Schuleintritt

Aber auch dieser wird Rechnung getragen. Auf der Regierungsklausur wurde ein Integrationspaket akkordiert, das ebenfalls im Zuge der Bildungsreform endgültig zugezurrt werden soll. Der wesentliche Punkt ist noch umstritten: Deutsch vor Schuleintritt. Im Entwurf steht – und das ist auch die ÖVP-Position –, dass Schüler mit Sprachdefiziten in vorbereitenden Klassen erst Deutsch lernen sollen, bevor sie ins Regelschulwesen übernommen werden. „Ghetto-Klassen" wurden diese von Kritikern bereits genannt. Eine Bezeichnung, gegen die sich ÖVP-Chef Reinhold Mitterlehner jedoch verwehrt. Die SPÖ war bisher stets gegen solche Sonder-Klassen.

SPÖ-Kanzleramtsminister Josef Ostermayer meinte am Dienstag, dass es in den Städten aufgrund der größeren Schulen mit höherer Schüleranzahl prinzipiell möglich sei, die Schüler mit Sprachdefiziten in solchen vorbereitenden Klassen zusammenzufassen. Am Land hingegen sei das kaum durchführbar.

Zusätzlich soll Politische Bildung als Pflichtmodul ab der 6.Schulstufe im Rahmen des Unterrichtsgegenstandes Geschichte und Sozialkunde verankert werden. Auch die verpflichtende Mitwirkung der Eltern am Schulerfolg der Kinder ist vorgesehen. Dies betrifft etwa auch die Teilnahme am Elternsprechtag. Diesbezüglich sind auch Strafen vorgesehen. Über die genauen Sanktionen soll dann die Bildungsgruppe befinden.

Mehr Geld für Kindergärten

Bereits fixiert wurden zusätzliche Mittel für Sprachförderung im Kindergarten: Diese werden bis 2018 verdreifacht: von 30 auf 90 Millionen Euro. Bund (60 Millionen) und Länder (30 Millionen) haben sich geeinigt. Ebenfalls fix: Die Anerkennung ausländischer Berufs- und Bildungsabschlüsse wird in einem vereinheitlichten oder aufeinander abgestimmten Verfahren geregelt. Und eine Gesetz ging in Begutachtung: Neue Mittelschulen dürfen ihre sechs zusätzlichen Stunden nicht mehr nur in Deutsch, Mathematik, Englisch einsetzen.

 

 

Die Presse – 25. März 2015

 

 

Diskussion über "böse" Eltern wird weiter gehen

Die Regierungsklausur bringt dem Bildungsbereich die erweiterte Diskussion über Strafen für unwillige Eltern. Die Frühförderung ist beschlossen.

Viel Neues bringt die Regierungsklausur in Krems für den Bildungsbereich nicht. So hat ebendort der Ministerrat die eine Verdreifachung der sprachlichen Frühförderung beschlossen - die mit den Ländern zu diesem Thema ist aber schon vor einigen Wochen erfolgt.

Die Frage nach Vorbereitungsklassen für jene Kinder, die mit dem Schulstart noch nicht ausreichend gut Deutsch sprechen, ist noch nicht geklärt. Auch, wenn dies als Ziel gilt: Die Maßnahme wird laut Text des Regierungspapiers bloß "in die Bildungsreform aufgenommen".

Strafen für unwillige Eltern

Dass die Diskussion weiter gehen wird gilt auch für den Ausbau der verpflichtenden Mitwirkung der Eltern. Also die Frage, was man mit Erziehungsberechtigten macht, die auf Aufforderungen der Schule nicht reagieren, Gespräche mit Lehrern ausschlagen, Kinder vom Turnunterricht abhalten etc.

In letzter Konsequenz soll hier auch die Möglichkeit von Strafen durch die Jugendwohlfahrts-Behörden geschaffen werden. Integrationsminister Kurz und Staatssekratär Mahrer (beide ÖVP) hatten bereits Verwaltungsstrafen in Höhe von 1000 Euro für unkooperative Eltern gefordert. In welchen konkreten Fällen das der Fall sein soll, wurde bisher aber nicht  definiert.

Von SPÖ-Seite hieß es bisher, dass es bereits eine Handhabe für Schulen und Behörden gebe. Die Möglichkeiten – vom Gespräch mit dem Schulinspektor bis zum Jugendamt – müsse man aber eben auch exekutieren. Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) sagte bereits im Jänner, für weitere Gespräche sei sie offen.

Kommt Politischen Bildung ab zwölf?

Ebenfalls Ziel aber noch Zukunftsmusik ist die Verankerung der Politischen Bildung als Pflichtmodul ab der sechsten Schulstufe im Rahmen des Unterrichtsgegenstandes Geschichte und Sozialkunde. Schulautonom soll auch die Führung eines eigenen Unterrichtsgegenstandes möglich werden.

Schon relativ konkret wird es, was den langjährigen Wunsch nach einer besseren bzw. schnelleren Anerkennung von Berufs- und Bildungsabschlüssen angeht. Hier sollen vereinheitlichte oder aufeinander abgestimmte Verfahren gesetzlich geregelt werden. Der Beschluss dafür ist für kommenden Herbst angepeilt.

 

 

Die Presse / Forum Bildung – 25. März 2015

 

 

Unterricht im Spital: Ein Medikament namens Schule

Suizidgefährdete, Essgestörte und Krebskranke: Das sind die Schüler, die Irene Wagner im Krankenhaus unterrichtet. Schule als "ein Stück Normalität im Krankheitswahnsinn".

Julia Neuhauser  

Linz. Bettina (Name der Patienten von der Redaktion geändert; Anm.) ist konzentriert. Vor ihr liegt ein Din-A4-Blatt mit Fragen zu Wirtschaftskrise, Klimawandel und Globalisierung. Ein Geografietest. Nicht der erste, aber hoffentlich der letzte Test, den die Gymnasiastin hier auf der Psychiatrie schreibt.

Bettina ist psychisch krank. Sie wurde kurz nach Weihnachten in die Kinder- und Jugendpsychiatrie der Landes-, Frauen- und Kinderklinik in Linz eingeliefert. Seither ist die 18-Jährige aber nicht nur Patientin, sondern auch Schülerin. Jeden Dienstag und Mittwoch sieht Bettina nicht nur Ärzte, Psychologen und Psychiater, sondern auch einen Lehrer. Er lernt an diesen Tagen mit ihr Mathematik. Sie soll so kurz vor der Matura ja nicht durch ihren wochenlangen Spitalsaufenthalt den Anschluss in der Schule verlieren. Klingt logisch. Organisatorisch war das aber noch bis vor Kurzem unmöglich.

Lang krank, Klasse wiederholt

Kinder und Jugendliche, die mehrere Wochen oder Monate im Spital verbringen mussten, wurden bisher nämlich nur dann unterrichtet, wenn sie noch schulpflichtig waren. Den Unterricht übernahmen in diesen Fällen die in den Krankenhäusern angesiedelten Heilstättenschulen. 15- bis 19-Jährige wurden dagegen sich selbst überlassen. Mit der Konsequenz, dass vielen Langzeitpatienten der Wiedereinstieg in die Schule schwerfiel, manche sitzen blieben und im Extremfall die Schule abbrachen. Die Höhere Schule im Spital (HIS), die im Herbst in Oberösterreich eröffnet wurde, soll da helfen (siehe Faktenbox).

Seither besteht Irene Wagners Berufsalltag neben dem Unterrichten aus persönlichen Gesprächen, Telefonaten und E-Mails. Die Direktorin der HIS ist vor allem Koordinatorin. Sie vernetzt Oberösterreichs Spitäler und deren Patienten mit Schulen und Lehrern. Heute legt die Direktorin Bettina den Test vor und schickt ihn zurück an den Geografielehrer. Dann trifft Wagner zwei neue Schüler. Beide Patienten sind wie Bettina auf der Psychiatrie. Das ist kein Zufall, sondern die Regel. Die Mehrheit der 50 seit Herbst unterrichteten Schüler sind Patienten dieser Abteilung. Es sind Jugendliche, die einen (manchmal mehrere) Suizidversuch(e) hinter sich haben, Schüler, die magersüchtig sind oder depressiv. Für sie sind Krankenhausaufenthalte von zehn Wochen nichts Ungewöhnliches. In Extremfällen werden sie bis zu einem Jahr stationär behandelt.

Die Höhere Schule im Spital hat den Alltag dieser Patienten verändert. Auf den Tagesplänen stehen neben Ergo- und Hundetherapie, Koch- und Haushaltstraining auch Mathematik, Englisch, Latein. Unterricht gibt es nur dann, wenn Ärzte und Psychologen grünes Licht geben. „Wir Lehrer bringen für die Jugendlichen ein Stück Normalität auf die Psychiatrie. Wir gehören draußen zu ihrem Alltag. Es tut gut, wenn wir auch drinnen Teil sind. Und vielleicht hilft das gegen die Stigmatisierung", sagt Wagner. Den Wert der Lehrerarbeit schätzen Ärzte und Psychologen noch höher: „Für die Jugendlichen kann ein besonderes Medikament ,Schule' heißen", so Konrad Bernard von der Frauen- und Kinderklinik.

Suche nach Lehrern schwierig

Bei Peter, der seit November in der Linzer Nervenklinik Wagner-Jauregg stationiert ist, dürfte das Medikament gewirkt haben. Er hat fast ein Semester der zweiten HAK-Klasse im Spital absolviert. In Rechnungswesen, Betriebswirtschaftslehre, Deutsch, Englisch, Mathematik wurde er von den HIS-Lehrern unterstützt, schrieb seit November vier Schularbeiten im Spital und steht vor der Entlassung. „Super" sei der Unterricht gewesen, habe Abwechslung gebracht. Schade sei nur, dass sich kein Russischlehrer finden ließ. Da müsse er den Semesterstoff irgendwie nachholen.

Die Suche nach Pädagogen ist auch für Wagner nicht immer einfach. Zuerst versucht sie, die Lehrer der betroffenen Schüler für den Unterricht im Spital zu gewinnen. Das funktioniert nicht immer. Dann werden die HIS-Lehrer eingesetzt. Oberösterreichweit haben sich 60 gemeldet – nicht genug. Die Lehrer bekommen den Unterricht im Spital als Überstunden abgegolten. Extra-Ausbildung brauchen sie dafür keine. Über die Jugendlichen auf der Psychiatrie erfahren die Pädagogen nur das, was sie für den Unterricht wissen müssen. Genaue Diagnosen kennen sie nicht. Sie sind und bleiben Lehrer.

Lehrer, die für den Unterricht im Krankenhaus bezahlt werden. Höhere Schule im Spital eben. Das bedeutet auch, dass kein Unterricht bei Patienten zu Hause stattfinden darf. So will es die Vorschrift. Für Wagner hieß das, dass sie einem krebskranken Jungen erklären musste, dass er während der Chemotherapie im Spital unterrichtet werden kann, aber nicht, wenn er sich zu Hause erholt. Die Enttäuschung war groß, erzählt Wagner: „Er will einfach das Jahr schaffen. Schule als ein Stück Normalität im Krankheitswahnsinn".

AUF EINEN BLICK

Die Höhere Schule im Spital (HIS) ist eine Privatschule mit Öffentlichkeitsrecht des Schulvereins der Kreuzschwestern.

Die Idee: Patienten, die das schulpflichtige Alter schon überschritten haben, sollen während eines längeren Spitalsaufenthalt im Krankenhaus unterrichtet werden. Die Schule eröffnete im Herbst in Oberösterreich. In machen Bundesländern gibt es eine derartige Schule schon seit Längerem, in anderen hat man das Problem noch nicht gelöst.

 

 

KLZ – 25. März 2015

 

Koalition setzt sich jetzt Fristen

Bis 17. November will die Regierung eine große Bildungs- und Schulreform ausgearbeitet haben. Bei ihrer Klausur in Krems intensiviert die Koalition Maßnahmen für Wirtschaft und Integration. Von Thomas Götz

Viel Zeit nahm sich die Regierungsspitze zur detaillierten Erläuterung der Maßnahmen zur Wirtschaftsförderung. Mehr Geld für Forschung, 500-Millionen Haftung für die Errichtung von 30.000 zusätzlichen Wohnungen, klare Regeln für das sogenannte Crowd-Funding, neue Anreize für ausländische Forscher.

Zur Bildungsreform, die in einem halben Jahr bereits ausgearbeitet sein soll, blieben Bundeskanzler Werner Faymann, Kanzleramtsminister Josef Ostermayer, Vizekanzler Reinhold Mitterlehner und Staatssekretär Harald Mahrer hingegen vage. Es gehe um das Kind und die Eltern, nicht um die leidige Frage, ob nun eine Gesamtschule erwogen werde oder weiter im Alter von zehn Jahren getrennt werde zwischen unterschiedlichen Bildungswegen.

Bis zum Sommer soll mit den Bundesländern die heikle Kompetenzfrage geklärt sein, anschließend werden dienstrechtliche Streitigkeiten behandelt. Groß war die Zuversicht, bis zum 17. November etwas Wichtiges zustande bringen zu können. Eckpfeiler der neuen Schulen soll die deutlich erweiterte Autonomie der Schulen sein.

Kommentar von Thomas Götz

Völlig unerwähnt blieb der Beschluss von Intergrationsmaßnahmen im Bildungsbereich. "Schülerinnen und Schüler mit Sprachdefiziten sind, insbesondere im Ballungsraum, in vorbereitenden Klassen in der Sprache fit zu machen, damit der schnellstmögliche Eintritt in das Regelschulsystem gewährleistet werden kann", heißt es in dem Abschlusspapier.

Erwähnt wird die "verpflichtende Mitwirkung der Eltern/Erziehungsberechtigten" bei vage angedrohter Strafe, verhängt durch die Jugenwohlfahrtsbehörden. Weder die Bedingungen noch die Höhe der Strafen sind in dem Papier genannt.

 

 

KLZ – 25. März 2015

 

Die Magie der Termine

Mit Stichtagen versucht die Regierung bei ihrer Klausur, Erfolge auch auf vermintem Terrain zu erzwingen. Ein Kommentar von Thomas Götz

Wie lange schwelt die Bildungsdebatte nun schon in Österreich? Eigentlich seit den zwanziger Jahren des zwanzigsten Jahrhunderts, als sozialdemokratische Bildungspolitiker die Idee einer Gesamtschule für Kinder bis zum 14. Lebensjahr entwickelt haben. In Krems hat sich die Regierung nun ein Datum gesetzt, das dem unfruchtbaren Gezerre ein Ende setzen soll.

Am 17. November soll es so weit sein. Die vagen Äußerungen der Regierungsspitze lässt darauf schließen, dass noch nicht wahnsinnig viele Gemeinsamkeiten definiert werden konnten. Vor allem in der Frage, ob es ab dem zehnten Lebensjahr verschiedene Schultypen geben soll oder nur einen, eben die gemeinsame Schule, beantworten Schwarz und Rot nach wie vor unterschiedlich.

Ob man sich mit der Erweiterung der Autonomie und der strukturellen Erneuerung des teuren Schulsystems um diese Frage herummogeln kann, darf bezweifelt werden. Die Vereinfachung und Diversifizierung unseres Schulsystems ist ein wichtiges Ziel, Gesamtschule wird daraus keine. Dieser uralte Streit könnte auch mit einem Datum nicht aus der Welt zu schaffen sein.

 

 

"Salzburger Nachrichten" Nr. 70 vom 25.03.2015               Seite: 4

Ressort: Innenpolitik

 

Österreich

 

Wie die Wirtschaft in Schwung kommen soll

 

   Geld für Wohnbau und Forschung: Die Regierung will die Konjunktur ankurbeln. Reformen in der Schulverwaltung wurden verschoben.

 

   Krems, Wien. Nach der Steuerreform für die Arbeitnehmer folgt der Versuch, die schwächelnde Wirtschaft wieder anzukurbeln: Unter dem Motto Konjunkturbelebung stand zumindest der zweite und letzte Tag der Regierungsklausur in Krems am Dienstag. In dem Paket, das geschnürt wurde, finden sich eine große Wohnbauinitiative ebenso wie verstärkte Anreize für Forschungsinvestitionen.

 

   Auch wenn es sich bei keiner der Maßnahmen um eine Überraschung handelt – das Wohnpaket etwa fußt auf einer Einigung der Sozialpartner im Dezember des Vorjahres – kamen vonseiten der Wirtschaftskammer und der Industriellenvereinigung positive Reaktionen. „Das Konjunkturpaket ist eine wichtige Antwort auf die anhaltende Wachstumsschwäche", sagte Wirtschaftskammerpräsident Christoph Leitl.

 

   Konkret sollen wie berichtet in den kommenden fünf bis sieben Jahren 30.000 Wohnungen gebaut werden. „Wir wollen durch zusätzliche Haftungsübernahmen in der Größenordnung von 500 Mill. Euro ein Volumen von 5,75 Milliarden Euro auslösen", sagte Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ).

 

   Zweifel an dieser Größenordnung haben die Grünen: Investitionen in „leistbaren Wohnbau" seien „ein mehrfaches Win-win-Projekt" – aber nur, wenn sie auch umgesetzt würden, sagte die grüne Wohnbausprecherin Gabriela Moser. Sie erinnerte daran, dass es 2013 eine ähnliche Ankündigung gegeben habe: Allerdings seien von den 300 Mill. Euro, die der Bund zur Verfügung stellen wollte, nach den damaligen Regierungsverhandlungen nur 183 Mill. Euro übrig geblieben.

 

   Gesprochen wurde am Dienstag auch über die Verwendung jener 200 Mill. Euro für die Wirtschaft, die gemeinsam mit der Steuerreform beschlossen worden sind: So sollen künftig zwölf Prozent der Ausgaben für Forschung als Steuergutschrift rückerstattet werden, statt wie bisher nur zehn. Außerdem ist eine Finanzierungsgesellschaft zur Unterstützung von Start-up-Betrieben geplant. Und bei einer Mitarbeiterbeteiligung an Unternehmen soll der Steuerfreibetrag von 1460 auf 3000 Euro verdoppelt werden. Zugleich werden auch die Rahmenbedingungen für gemeinnützige Stiftungen verbessert.

 

   Seit Dienstag ist auch klar, dass die Cobra, die Eliteeinheit der Polizei, künftig bei Terrorbedrohungen mit Hubschraubern des Bundesheeres fliegen darf. Ein entsprechendes Übereinkommen haben Verteidigungs- und Innenministerium am Rande der Regierungsklausur fixiert. Es ist Teil des Sicherheitspakets, das nach den Terroranschlägen von Paris im Jänner beschlossen worden war.

 

   Nur geringe Bewegung gibt es im Bereich Bildung. Die Regierung hat sich auf eine Deadline für Reformen in der Schulverwaltung samt Ausweitung der Schulautonomie gesetzt: den 17. November. Die Bildungsreformgruppe soll zudem politische Bildung ab dem sechsten Schuljahr als Pflichtmodul etablieren und ausarbeiten, wie man die verpflichtende Mitwirkung der Eltern in der Pflichtschule ausweiten könnte. Beschlossen wurde die bereits mit den Ländern paktierte Verdreifachung der sprachlichen Frühförderung. (90 Mill. Euro in den kommenden drei Jahren). zim, APA

 

 

Österreich – 25. März 2015

 

Schule: Kurz plant Strafen für Eltern

Minister Sebastian Kurz setzt wichtige Maßnahmen zur Integration von Zuwanderern durch.

Die Regierung einigte sich grundsätzlich auch auf neue Integrationsmaßnahmen: So sollen die Mittel für sprachliche Frühförderung verdreifacht werden – künftig stehen pro Jahr 30 Mio. € zur Verfügung.

Aber nicht nur das: Kinder, die zu Schuleintritt kein Deutsch können, sollen künftig als „außerordentliche Schüler" aufgenommen werden – aber in eigene Deutschklassen und erst nach Spracherwerb in den normalen Volksschulbetrieb kommen. Freilich nur in Ballungsräumen.

Dazu soll es eine stärkere Mitwirkungspflicht für Eltern geben. Bei Verstößen können die Jugendwohlfahrtsbehörden Strafen verhängen. Künftig soll es auch das Fach „politische Bildung" geben, um „Werte unserer Gesellschaft zu vermitteln", wie VP-Integrationsminister Sebastian Kurz erklärte.

 

 

"Der Standard" vom 25.03.2015                                Seite: 6

Ressort: THEMA

 

Maria Sterkl Michael Völker

 

Bundesland, Bundesland Abend

 

Schulreform bis Herbst, Streitthema Ghettoklassen

 

   Die Regierung setzt sich eine neue Frist: Bis Mitte November wollen SPÖ und ÖVP klären, wie sie die Schulen neu aufstellen wollen und ob es eigene Klassen für Kinder mit Deutschschwäche geben wird – oder nicht. In Krems gab es dazu keine konkreten Details.

 

   Krems – Das Wort „Ghettoklassen" gefalle ihm nicht, sagt Wissenschaftsminister Reinhold Mitterlehner. Dennoch einigte sich die Bundesregierung auf ihrer Klausur in Krems auf die Einführung von Vorbereitungskursen, die von Kritikern als solche bezeichnet werden: Kinder mit „Sprachdefiziten", so heißt es im Regierungspapier wörtlich, sollen erst dann ins Regelschulsystem wechseln können, wenn sie eine „vorbereitende Klasse" besucht haben.

 

   Sprachwissenschafter haben diese Form des Deutschlernens in der Vergangenheit immer wieder scharf kritisiert: Kinder lernten am besten von anderen Kindern, es sei daher nicht zielführend, Schüler mit schwach ausgeprägten Deutschkenntnissen zusammenzustecken, so die Argumentation – darüber hinaus wirke es stigmatisierend, die Kinder von Gleichaltrigen zu trennen.

 

   Anders sieht das Wissenschaftsstaatssekretär Harald Mahrer (ÖVP) im Gespräch mit dem STANDARD. „Endlich sind wir uns einig, dass frühe Sprachförderung wichtig ist", so Mahrer.

 

   Das eigentlich ressortzuständige Regierungsmitglied, die rote Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek, fehlte bei der Pressekonferenz der Regierung am Dienstag, auch Integrationsminister Sebastian Kurz war nicht zugegen: Dessen Expertenbeirat für Integration hatte ja bisher betont, dass man zwar individuelle Unterstützung für Kinder mit schwach ausgeprägten Deutschkenntnissen befürworte, separate Vorbereitungsklassen vor Übertritt in die Schule jedoch ablehne.

 

   Unterschiedliche Auslegung

 

   Trotz gemeinsamer Formulierungen wird das Positionspapier, das die Regierung verteilte, von Rot und Schwarz unterschiedlich interpretiert: ÖVP-Integrationsminister Sebastian Kurz geht davon aus, dass es eigene Klassen für Kinder mit fehlenden oder mangelnden Deutschkenntnissen geben wird – und zwar sowohl beim Eintritt in die Volksschule als auch für Quereinsteiger jeglichen Alters, die während des Schuljahres nach Österreich kommen und schulpflichtig sind. Er bezieht sich auf jene Passage im Papier, in der es heißt: „Ziel ist, dass die Schülerinnen und Schüler über ausreichende Kenntnisse der deutschen Sprache verfügen, erst dann kann der Übertritt in das Regelschulsystem erfolgen."

 

   SPÖ „gegen separate Klassen"

 

   Also ein Umfaller der Bildungsministerin? „Nein", sagt Heinisch-Hosek im Gespräch mit dem STANDARD: Der Satz drücke nur etwas aus, was „schon jetzt möglich" sei – nämlich Kinder in Sprachkursen zu fördern und sie so lange als außerordentliche Schüler zu führen. Die Passage „Übertritt ins Regelschulsystem" bedeutet aus Sicht der SP-Ministerin also nur, dass Schüler, die vorher „außerordentlich" waren, nach der Sprachförderung zu „ordentlichen" Schülern werden. „Wir sind gegen separate Klassen", betont Heinisch-Hosek. Aus ihrer Sicht gehe es jetzt nur noch darum, mehr Geld für Sprachförderung lockerzumachen – und das sei das eigentlich Neue an der heute präsentierten Reform.

 

   In diesem Zusammenhang wurde nämlich auch der Bund-Länder-Vertrag über die sprachliche Frühförderung in Kinderbetreuungseinrichtungen beschlossen. Wie berichtet, stehen für die kommenden drei Jahre in Summe 90 Millionen Euro für Sprachförderung von Kindern zwischen drei und sechs Jahren zur Verfügung, wobei 30 Millionen von den Ländern kommen sollen.

 

   Sprachlernforscher Hans-Jürgen Krumm vom Institut für Germanistik der Uni Wien bezeichnet den Plan bezüglich Vorbereitungsklassen als „puren Aktionismus". Das derzeitige System funktioniere gut, es hake nur daran, dass die Klassen oft zu groß, die Lehrer zu wenig für Sprachförderung ausgebildet seien und Kinder mit nichtdeutscher Muttersprache in ihrer Erstsprache nicht gefördert würden. Würde man in diesen „Dreiklang" jene Mittel investieren, die man „für separate Klassen aus dem Fenster schmeißt", so Krumm, dann hätte man optimale Lernbedingungen. Kritik kommt auch vom Erziehungswissenschafter Günther Haider (siehe Interview rechts).

 

   Bildungsreform im Herbst

 

   Davon, beschlussreif zu sein, ist das Thema Vorbereitungsklassen aber ohnehin weit entfernt. Es wird gemeinsam mit anderen Bildungsthemen an drei Arbeitsgruppen ausgelagert, die den Auftrag haben, bis zum Sommer eine große Bildungsreform auszutüfteln. Spätestens am 17. November soll sie präsentationsreif sein.

 

   Im Zentrum der Reform steht eine neue Organisation des Schulwesens. „Verwaltung in den Ländern, Steuerung und Kontrolle durch den Bund" – so beschreibt Bundeskanzler Werner Faymann das Leitmotiv der Reform, deren Herzstück eine stärkere Autonomie der Schulen sein soll. Das war zu erwarten: Eine Bund-Länder-Arbeitsgruppe hatte ja Anfang März empfohlen, den einzelnen Schulen mehr Freiraum zu geben. Einigkeit scheint auch bei der Einrichtung von Bildungsdirektionen in den Ländern zu bestehen. Neu ist vor allem der Zeitplan. Dieser werde „bei uns noch viel Schweiß verursachen", gesteht Kulturminister Josef Ostermayer (SPÖ), der dennoch an einen fristgerechten Abschluss glaubt.

 

   Geht es nach Bildungsministerin Heinisch-Hosek, könnte auch die Gesamtschule Teil der Reform sein. Aus Sicht von ÖVP-Chef Mitterlehner ist dieses ideologisch punzierte Thema jedoch „nicht die entscheidende Frage", an der die Reform zu scheitern droht.

 

   Warum die Frist ausgerechnet bis 17. November läuft, begründet Faymann mit Verweis auf die Steuerreform: Auch diese sei an einem 17. beschlossen worden, das sei also „ein Glückstag".

 

    Kommentar Seite 32

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"Der Standard" vom 25.03.2015                               Seite: 32

Ressort: Kommentar

 

Michael Völker

 

Bundesland, Bundesland Abend

 

Die Pervertierung der Autonomie

 

Die Regierung droht, die heiklen, ungelösten Fragen an die Schulen zu delegieren

 

   Es gibt wieder ein Datum. Der 17. ist es. Für Werner Faymann ein „Glücksdatum", wie er sagt. Bis zum 17. März hatte die Regierung die Steuerreform auf Schiene gebracht. Jetzt geht es um den November und die Schule. Bis zum 17. November soll die große Schulreform stehen.

 

   Die Themen sind vielfältig. Einerseits geht es um die Verwaltung, dabei steht auch die Frage im Vordergrund, ob die Lehrer nun Bundes-oder Landessache sind – oder beides bleiben. Kanzler Faymann hat die Richtung bei der Regierungsklausur in Krems angedeutet: Die Verwaltung zu den Ländern, die Steuerung bleibt beim Bund. Damit würden die Lehrer tatsächlich „verländert". Experten schlagen die Hände über dem Kopf zusammen, der Föderalismus feiert fröhliche Urständ.

 

   Andererseits geht es um Inhalte, um die konkrete Ausformung der Schule. Autonomie ist das neue Zauberwort und soll alle Probleme lösen, für die die Regierung keine Antwort findet. Die Verantwortung wird an die Schulen delegiert – und zwar in zentralen Fragen. Ob es etwa einen verschränkten Unterricht gibt, ob es politische Bildung gibt, wie man mit „Ausländerkindern" umgeht.

 

   Bei der Regierungsklausur kursierte ein Papier, das von beiden Seiten akkordiert war, wie SPÖ und ÖVP eher zögerlich bestätigten, das aber sehr viel Interpretationsspielraum offenlässt. Und diesen nutzten die Koalitionspartner extensiv. Zum Beispiel ist unter der Überschrift „Deutsch vor Regelunterricht" vermerkt, dass Schülerinnen und Schüler über ausreichende Kenntnisse der deutschen Sprache verfügen müssen, erst dann kann der Übertritt in das Regelschulsystem erfolgen. Explizit ist von „vorbereitenden Klassen" die Rede. Dagegen hatte sich die SPÖ bisher mit Händen und Füßen gesträubt und vor „Ghettoklassen" gewarnt.

 

   Die zuständige Unterrichtsministerin Gabriele Heinisch-Hosek will nach wie vor keine eigenen Klassen für Kinder mit mangelnden Deutschkenntnissen, Außenminister Sebastian Kurz, der auch für die Integration zuständig ist, geht hingegen davon aus, dass genau diese Klassen kommen werden. Die Lösung: Schulautonomie. Die Schulen selbst sollen entscheiden, wie sie das handhaben.

 

   Ein anderes Beispiel für die Delegierung von Verantwortung ist die politische Bildung, die sowohl SPÖ als auch ÖVP wollen, für die die Regierung aber kein Geld hat. Die Lösung: Schulautonomie. Politische Bildung soll als Pflichtmodul verankert werden, darf aber nichts kosten. Es bleibt den Schulen überlassen, ob sie politische Bildung etwa im Rahmen des Geschichteunterrichts vermitteln oder ob sie ein eigenes Fach einführen – und ein anderes dafür streichen oder kürzen.

 

   Ein drittes Beispiel: die verpflichtende Mitwirkung der Eltern. Die Regierung möchte diese ausbauen und Strafen für Eltern verankern, die etwa nicht bei Sprechtagen erscheinen. Ganz traut sich die Regierung aber nicht drüber. Die Lösung: Schulautonomie. Es bleibt den Schulen überlassen, ob und wann sie die Jugendwohlfahrtsbehörden einschalten und Eltern mit Strafen in ihre Pflicht zwingen.

 

   Schulautonomie ist gut, richtig und wichtig. Wenn die Regierung allerdings ihre Zwistigkeiten, ideologischen Differenzen und ihre Entscheidungsschwäche kaschiert, indem sie die Verantwortung den Schulen zuschiebt und die heiklen, ungelösten Fragen einfach delegiert, dann ist das schlicht verantwortungslos und eine Pervertierung der Autonomie.

 

 

Der Standard – 25. März 2015

 

 

Reine Sprachklassen: "Auf die Idee kommt hoffentlich niemand"

Interview | INTERVIEW: Lisa Nimmervoll

Günter Haider warnt davor, Kinder mit Deutschdefizit vielleicht erst mit acht Jahren einzuschulen

STANDARD: Die Regierung traut offenbar ihrer eigenen Sprachförderung im Kindergarten nicht, denn sie plant, Schülerinnen und Schüler mit Sprachdefiziten in "vorbereitenden Klassen fit zu machen, damit der schnellstmögliche Eintritt in das Regelschulsystem gewährleistet werden kann". Sind solche Extraklassen für Kinder mit Sprachdefiziten sinnvoll?

Haider: Das Schulwesen kennt das im Augenblick noch nicht. Vorschulklassen sind für Kinder eingerichtet, die nicht schulreif sind. Natürlich ist auch die Tatsache, dass sie die Unterrichtssprache nicht ausreichend oder überhaupt nicht können, ein Grund, dass sie nicht schulreif sind. In diesen Vorschulklassen können also auch heute schon Kinder sitzen, um speziell in ihren sprachlichen Fähigkeiten aufzuholen. Dort sitzen aber auch österreichische Kinder, die nicht schulreif sind. Wien mit seinem hohen Migrantenanteil ist immer ein gutes Beispiel: Soweit ich weiß, gibt es dort keine einzige reine Ausländervorschulklasse, weil auch die Pädagogen sagen, man lernt am besten in der Gruppe, wo auch Native Speakers in Deutsch dabei sind, also österreichische Schüler plus Lehrer und eventuell Zweitsprach- oder Schwerpunktlehrer, die das unterstützen. Wenn die Kinder sonst schulreif sind und es nur noch an sprachlicher Schulung mangelt, dann müsste man sie integrieren und mit einem zusätzlichen Lehrer und mit zusätzlichen Stunden auf Kosten anderer Unterrichtsstunden im ersten halben Jahr oder Jahr zusätzlich in der Sprache fördern.

STANDARD: Wie kann so eine Förderung im Schulverbund aussehen?

Haider: Ich habe das bei meinen eigenen Töchtern in Amerika erlebt. Dort werden Kinder jeden Tag einfach ein bis zwei Stunden aus der normalen Schulklasse herausgenommen und von der speziell geschulten Lehrerin in den Grundlagen der Sprache unterwiesen. Die Kinder melden sich ja für die Volksschule schon ein halbes Jahr vorher an, da sind sie noch im Kindergarten. Allein in diesem halben Jahr bis zum Volksschuleintritt kann man ja eine ganze Menge machen. Meine Kinder haben in einem halben Jahr tadellos so viel Englisch gelernt, dass sie sich mit den anderen Schülern verständigen und einen Großteil des Unterrichts verstehen konnten. Und dann geht's ja relativ schnell. Für Kinder, die zwei Jahre Kindergarten haben, sollte das kein Problem sein.

STANDARD: Wäre ein zweites verpflichtendes Kindergartenjahr aus pädagogischer Sicht also wichtiger als Sprachklassen vor der Schule?

Haider: Also die Kinder jetzt zwei Jahre in eine Vorschule zu schicken, um sie dann quasi erst mit acht Jahren einzuschulen - auf die Idee kommt ja hoffentlich niemand. Natürlich ist der Kindergarten der Platz, wo diese Defizite zuerst aufzuholen sind. Sinnvoll wären also zwei Jahre verpflichtender Kindergarten, aber mit entsprechenden Ressourcen, um diese Kinder auch zu betreuen, weil mit 25 Kindern und einer Kindergartenpädagogin ist das nicht zu machen. Aber mit zwei Pflichtkindergartenjahren und notfalls in der ersten Klasse mit zusätzlichem Sprachunterricht müsste dies zu schaffen sein. Ausnahmefall, wenn wir Kinder haben, die tatsächlich genau mit sechs Jahren nach Österreich kommen und dann eingeschult werden ohne Kindergarten, ohne irgendwas. Für diese Gruppe muss man dann eigene Sprachstunden schaffen.

STANDARD: Der Tenor des Kremser Papiers, den vor allem die ÖVP forciert, klingt aber so, dass Deutsch zum einzigen Kriterium für Schulreife hochstilisiert werden soll?

Haider: Das ist nicht sinnvoll. Es sollte nach zwei Jahren Kindergarten ja eigentlich kein Kind mehr ohne grundlegende Deutschkenntnisse geben. Wenn das Kind insgesamt, nicht nur sprachlich, nicht schulreif ist, gibt es noch die Möglichkeit, ein Jahr Vorschule zu machen. Und wenn man aus Gründen der Unterrichtssprache dem Unterricht nicht folgen kann, kann man eine Zeitlang außerordentlicher Schüler mit zusätzlicher Sprachförderung sein. Das Wichtigste ist aber, dass man die Kinder nicht aus der Wirklichkeit, dem Schulalltag der anderen Schüler herausnimmt oder ausschließt, sondern dass sie dort ganz normal partizipieren, weil dort lernen sie am allermeisten.

Günter Haider (62), Erziehungswissenschafter und Psychologe, war Lehrer in Volks-, Haupt-, polytechnischen Schulen; lehrt Bildungs- und Unterrichtsforschung an der Uni Salzburg und der School of Education; von 2008-2013 Direktor des Forschungsinstituts Bifie.

 

 

"Kronen Zeitung" vom 25.03.2015                              Seite: 7

Ressort: Politik

 

Bgld, Ktn, N.Ö., O.Ö., Sbg, Stmk, Ti, Vbg, Wi Mitte, Wi Nord, Wi Süd, Wi West

 

Bildungsreform wieder einmal auf lange Bank geschoben

 

Was noch beschlossen wurde

 

Krems an der Donau (d.v.). – Mit der Bildungsreform hat es die Regierung offenbar nicht eilig. Außer Floskeln über die „beste Bildung für jedes Kind" gibt es bloß die obligatorische Arbeitsgruppe und das Ziel einer Einigung im November.

 

   Lustig hatten es die Regierungsmitglieder , die sich bei der Klausur auf das Gruppenbild drängelten

 

   „Die österreichische Schulverwaltung ist unübersichtlich", steht im Papier zur Regierungsklausur. Auf viel Neues konnten sich SPÖ und ÖVP dennoch nicht einigen, so wird weiter über Autonomie, politische Bildung und über Strafen für integrationsunwillige Eltern diskutiert. Beschlossen wurde die Verdreifachung der Mittel für sprachliche Frühförderung – von 30 auf 90 Millionen Euro.

 

   Ebenfalls fixiert wurden:

 

   Ein Wohnbaupaket, das Investitionen in der Höhe von 5,75 Milliarden Euro auslösen und 30.000 neue Wohnungen schaffen soll.

 

   Ein 200-Millionen-Paket für die Wirtschaft – dazu gehören die Erhöhung der Forschungsprämie, die Novellierung des Vergaberechts und neue Finanzierungsmöglichkeiten für Klein-und Mittelbetriebe.

 

   Das Bundesheer borgt der Polizei Hubschrauber zur Terrorbekämpfung.

 

 

Kurier – 25. März 2015

 

Rot-Schwarz setzt sich Frist für Schulverwaltungs­re­form.

Bis 17. November soll es Konsens mit den Ländern geben. Auch ein Integrations- und ein Konjunkturpaket sollen auf Schiene gebracht werden.

Der Termin wird noch viel Schweiß verursachen", sagt SPÖ-Kanzleramtsminister Josef Ostermayer bei der Abschlusspressekonferenz der zweitägigen Regierungsklausur in Krems. "Ich schwitze nicht", sagt ÖVP-Staatssekretär Harald Mahrer, der ebenfalls am Pult steht. Die beiden Herren reden von der Bildungsarbeitsgruppe, in der sie sitzen. Und die bis 17. November Ergebnisse liefern soll – in Sachen Schulverwaltung. Der Plan: Schulen sollen autonomer als bisher agieren können – bei Personal, bei Öffnungszeiten und pädagogisch. Der Bund gibt Ziele vor, die Länder verwalten via "Bildungsdirektionen". Bis zum Sommer sollen die Verhandlungen mit den Ländern abgeschlossen sein. Im Herbst steht das Lehrerdienstrecht auf der Agenda. Der 17. sei "so eine Art Glückstag" für die Regierung, befindet Kanzler Werner Faymann, gemünzt auf die Deadline für die Steuerreform in diesem Monat.

Integrationspaket

Bildungsneuerungen sind auch Teil des Integrationspakets von ÖVP-Minister Sebastian Kurz: Politische Bildung ab der 6. Schulstufe (etwa ab 12 Jahren) wird Teil des Unterrichtsgegenstands Geschichte und Sozialkunde. Die Mittel für Sprachförderung im Kindergarten werden verdreifacht: von 30 auf 90 Millionen Euro. Deutsch vor Schuleintritt: Schüler mit Sprachdefiziten sollen in "vorbereitenden Klassen" "sprachfit" gemacht werden. "Gettoklassen" würden das nicht sein, beteuert ÖVP-Vizekanzler Reinhold Mitterlehner. Umstritten und von den SPÖ-Landeshauptleuten Franz Voves und Hans Niessl vor Wochen begehrt: Sanktionen für "Integrationsunwilligkeit", also für Eltern, die trotz mehrmaliger Aufforderung nicht zu Sprechtagen kommen oder ihr Kind nicht in die Schule schicken (mehr dazu hier).

Ein anderes Regierungspackerl soll helfen, die Konjunktur zu beleben. 5,7 Milliarden Euro werden in "leistbaren Wohnraum" investiert. 30.000 Wohnungen für 68.000 Menschen sollen in den kommenden fünf bis sieben Jahren geschaffen werden. Zudem solle es mehr gemeinnützige Stiftungen geben als die derzeitigen 200 – indem sie so einfach zu gründen seien wie ein Verein. Bis 2030 sollen es fünf Mal so viele sein, sagt Mahrer. Anreize, nach Österreich zu kommen oder nicht von da zu gehen, werde es für Wissenschafter geben: Bis zu 30 % ihrer Bezüge sollen steuerfrei sein. Auch internationale Unternehmen wollen Rot und Schwarz anlocken: mit einer Forschungsprämie von zwölf statt derzeit zehn Prozent. Und: 18 neue Lehrberufe wird es geben, etwa jenen des Rezeptionisten.

 

 

Wiener Zeitung – 25. März 2015

 

 

Bildung

Autonomie-Bewegung

 

 

 

 

 

 

 

Von Reinhard Göweil

 

·         Bildungsreform bis 17. November: Schulen sollen autonomer werden, Eltern eingebunden.

 

Krems. "Wir haben gute Erfahrungen mit Terminen gemacht, und die Zahl 17 ist der Glückstag der Regierung geworden", sagte Bundeskanzler Werner Faymann. Bis 17. März sollte die Steuerreform stehen - der Termin hielt. "Also haben wir beschlossen, die Bildungsreform bis 17. November zu erledigen." Das neue Zauberwort lautet Schulautonomie. Bis Sommer sollen die Verhandlungen mit den Ländern abgeschlossen werden, im Herbst das Dienstrecht verhandelt werden. "Wir stehen hier niemandem gehässig gegenüber, sondern konsequent", sagte Faymann.

"Schulautonomie ist das Gebot der Stunde", räumt auch IHS-Bildungsexperte Hermann Kuschei ein. Neben inhaltlichen Argumenten hat diese Strategie einen politischen Vorteil: Sie kann die Blockade zwischen SPÖ und ÖVP lösen, die sich bisher bei Themen wie "Ganztagsschule" unversöhnlich gegenüberstanden. Wobei es hier die ÖVP ist, die sich bewegt. "Es ist eine gute Vorgangsweise", befand Vizekanzler Reinhold Mitterlehner. Wie gut sie wird, hängt nicht nur von den Lehrern und Schuldirektoren ab, sondern auch von den Eltern. Die Elternvereine bekommen eine noch stärkere Möglichkeit zur Mitgestaltung in der Schule. "Ob sich eine Schule entschließt, verschränkten Unterricht mit Nachmittagsunterricht anzubieten, liegt dann an Lehrern und Eltern", sagte Staatssekretär Harald Mahrer. Kanzleramtsminister Josef Ostermayer hatte auch ein Beispiel: "Schulen können sich entschließen, um 7 Uhr 30 aufzusperren und den Unterricht um 8 Uhr 30 zu beginnen. In dieser Zeit wäre ein gemeinsames Frühstück von Eltern, Kindern und Lehrern möglich."

Präsentation ohne Bildungsministerin
Die von der Regierung ausgerufene schulische Autonomiebewegung wurde ohne Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek verkündet. Die war zwar bei der Regierungsklausur anwesend, aber nicht bei der Terminverkündigung, die von Faymann, Mitterlehner, Mahrer und Ostermayer absolviert wurde. Und prompt zu Spekulationen führten. "Es gab mehrere Klausurthemen, nicht nur Bildung, das ist der Grund, warum Heinisch-Hosek nicht selbst präsentierte", war zu hören. Demnach soll die Schulleitung künftig für die "Personalentwicklung und Leistungsbeurteilung aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Schule verantwortlich sein", heißt es in dem Regierungspapier.

Kurz will Schulbewertungen im Internet veröffentlichen
Für Außenminister Sebastian Kurz muss sich dazu noch ein zweiter Aspekt gesellen. "Wir brauchen auch Transparenz. Die Länder und das Bildungsministerium sitzen auf Beurteilungen jeder einzelnen Schule in Österreich. Wie viele Schüler, wie viele Abbrecher, wie viele schaffen die Matura, wie viele Migrantenkinder - all diese Informationen sind vorhanden. Das kann jederzeit veröffentlicht werden", sagte Kurz zur "Wiener Zeitung". Sein Kalkül: Diese Schulbewertungen würden die Schulleitungen zu Qualitätsmaßnahmen zwingen, weil Eltern nach diesen Kriterien die Schulen auswählen. "Jedes Hotel und jedes Gasthaus wird im Internet bewertet, und ich kann mich danach richten. Nur bei Schulen soll das nicht gehen?" Laut Kurz ist die Gewerkschaft strikt dagegen.

Ob das allerdings auch bis 17. November erledigt werden kann, wird in der ÖVP bezweifelt. Denn mit der Gewerkschaft stehen im Herbst ohnehin harte Verhandlungen bevor. Um den Direktoren Freiräume zu ermöglichen, muss es beim Dienstrecht erhebliche Änderungen geben. Bis Sommer soll das Gerüst stehen, geplant sind sogenannte Bildungsdirektionen in jedem Bundesland.

Im Wesentlichen handelt es sich dabei um die Landesschulräte. Die planen künftig das regionale Bildungsangebot und "verteilen die Ressourcen an die Schulen". Sie sind es auch, die "Schulen in deren Entwicklung zur autonomen Schule begleiten". Das Ministerium wird Lehrpläne und Bildungsziele festlegen und die Qualitätskontrolle übernehmen.

Damit ist die Verländerung fix, gemildert durch autonome Schulen. All dies soll eine Reformgruppe auf den Weg bringen, in der neben Ostermayer und Mahrer auch die Landeshauptleute Erwin Pröll und Hans Niessl sitzen.

 

 

"Tiroler Tageszeitung" Nr. 84 vom 25.03.2015                 Seite: 1

Ressort: Titel

 

 

Koalition baut auf Termine

 

Koalition will mit Wohnbaupaket die müde Konjunktur ankurbeln.

 

   Krems - Die Klausur der Bundesregierung hat gestern so geendet, wie sie am Montag begonnen hat: mit der Bekanntgabe eines Termins. Die bestehende Arbeitsgruppe zur Bildungsreform soll ihre Arbeit bis zum 17. November abschließen. Zentraler Punkt ist der Ausbau der Schulautonomie.

 

   Neu auf die Tagesordnung dieser Arbeitsgruppe gesetzt haben SPÖ und ÖVP Maßnahmen zur Integration. Offen ist dabei vor allem die Umsetzung des Prinzips, dass Kinder vor dem Schuleintritt ausreichend Deutsch beherrschen müssen. Kein Thema hingegen ist zumindest vorerst die zwischen SPÖ und ÖVP traditionell umstrittene Frage der Gesamtschule.

 

   Zweiter Schwerpunkt gestern war ein Konjunkturpaket mit einer Reihe von Einzelmaßnahmen. Die meisten Jobs - 20.000 bis zum Jahr 2020 - soll ein Wohnbaupaket mit 30.000 geförderten Wohnungen bringen. Erstmals wird Crowdfunding geregelt. (TT)

 

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"Tiroler Tageszeitung" Nr. 84 vom 25.03.2015                Seite: 11

Ressort: Titel 2. Bund / International

 

 

Zauberformel Autonomie

 

Selbstbestimmung für die Schulen soll auch den Gesamtschulkonflikt entschärfen.

 

   Krems - Zuletzt war bei der Regierungsklausur in Krems eine alte Streitfrage wieder aufgetaucht: Was tun mit Kindern, deren Deutsch für die Schule nicht reicht? Integrationsminister Sebastian Kurz (ÖVP) bevorzugt eigene Klassen und Gruppen zum Deutschlernen. Unterrichtsministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) hält die Förderung im Klassenverband für zielführender. Die Koalition hat die Entscheidung vertagt und will die Frage nun im Zusammenhang mit weiteren Punkten der Bildungsreform lösen. Bundeskanzler Werner Faymann kündigte an, dass das Paket am 17. November fertig sein soll.

 

   Hauptthema der Arbeitsgruppe zur Bildungsreform ist die Neuorganisation der Schulverwaltung. Zentraler Punkt ist mehr Autonomie für die Schulen, bis hin zur Frage, ob Direktoren ihre Lehrer dann selbst aussuchen können. Neu geordnet werden sollen auch die Zuständigkeiten für die Verwaltung der Lehrer. Die Vorgaben für das Schulsystem sollen weiterhin vom Bund kommen.

 

   Neu ist, dass sich die Arbeitsgruppe auch mit dem Komplex Schule und Integration beschäftigen muss. Neben den Deutschkenntnissen steht die Festigung der Mitwirkungspflicht der Eltern auf dem Programm. Zur Diskussion stehen Verwaltungsstrafen, wenn die Eltern sich der Schule verweigern. SPÖ und ÖVP wollen außerdem die politische Bildung an den Schulen ausbauen, voraussichtlich eingebettet in das Fach Geschichte.

 

   Der ewige Konflikt um die Gesamtschule steht offiziell nicht auf der Agenda der Arbeitsgruppe. Mehr Autonomie, mehr Möglichkeiten für die Schulen, eigene Schwerpunkte zu entwickeln, könnten dem Thema aber die Schärfe nehmen, lautet die Hoffnung. ÖVP-Chef Reinhold Mitterlehner kann sich auch Gesamtschul-Modellregionen vorstellen, wie sie Tirol und Vorarlberg forcieren.

 

   Ein Schritt zu mehr Autonomie soll im Ministerrat nach Ostern auf den Weg gebracht werden. Als Reaktion auf die schlechte Bewertung der Neuen Mittelschule sollen die Schulen ab Herbst insgesamt sechs Stunden pro Woche und Klasse flexibler einsetzen können als bisher. (sabl)

 

 

"Vorarlberger Nachrichten" vom 25.03.2015

Ressort: VN-A

 

 

Reformkonzept soll am 17. November vorgestellt werden. Sprachförderung gestärkt.

 

"Viel Schweiß" für die Bildung

 

   Wien. Der 17. soll das neue „Glücksdatum" der Regierung werden, sagt Kanzler Werner Faymann (SPÖ). Nachdem die Koalitionspartner das Steuerreformkonzept mit einer Punktlandung am 17. März im Ministerrat beschlossen haben, wollen sie nun bis 17. November Ergebnisse für die Bildungsreform durchwinken. Zu diesen zu kommen, „wird uns noch viel Schweiß kosten", erklärte Kanzleramtsminister Josef Ostermayer (SPÖ) am zweiten Tag der Regierungsklausur in Krems. An dem Termin selbst zweifelte dort aber niemand. Ob bis dahin allerdings die Frage der gemeinsamen Schule für Zehn- bis 14-Jährige geklärt wird, bleibt laut Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) offen. Für ÖVP-Staatssekretär Harald Mahrer hat ohnehin die Schulautonomie Priorität. Wo Verwaltung bei den Ländern Sinn habe und wo die Steuerung durch den Bund, da „steckt der Teufel im Detail", sagte auch Faymann. Und eben diese Details wurden bei der Regierungsklausur noch nicht besprochen. 

 

   Formell beschlossen haben SPÖ und ÖVP am Dienstag allerdings, dass die Mittel für die sprachliche Frühförderung von 30 auf 90 Millionen Euro erhöht werden. Zwei Drittel davon kommen aus Wien. Für Vorarlberg heißt das, dass der Bund pro Jahr knapp eine Million Euro investiert, vom Land kommen rund 500.000, erklärt Bildungslandesrätin Bernadette Mennel auf VN-Anfrage. „Hier hat man eine gute Einigung gefunden", sagt sie. Ziel der Maßnahme ist die Förderung von Kindern zwischen drei und sechs Jahren, damit diese beim Schuleintritt über ausreichende sprachliche Kompetenz verfügen.

 

   Vorbereitungsklassen

 

  Das gleiche Ziel sollen auch die sogenannten Vorbereitungsklassen für Schüler mit Sprachdefiziten erfüllen, die die ÖVP „insbesondere im Ballungsraum" umsetzen möchte. Mit der verstärkten Schulautonomie werde der Schulleitung aber gleichzeitig die Möglichkeit eingeräumt, auf regionale Eigenheiten zu reagieren, erklärt Mahrer. Er wolle sich also nicht auf einen einzigen Weg versteifen. Das möchte auch Heinisch-Hosek nicht. Sie  lehnt allerdings getrennte Vorbereitungsklassen strikt ab. Zusatzkurse am Nachmittag oder der Weg, Schüler zur Sprachförderung für einzelne Stunden aus dem Unterricht herauszunehmen, würden viel mehr Sinn machen, sagt sie. Auch sei die Unterstützung während der Schulstunde eine Option. Ähnlich sieht das Mennel. Sie will zudem „Sprachfördernetzwerke" außerhalb der Schule stärken.

 

   Eine wichtige Rolle würden dabei die Eltern der Kinder spielen, erklärt die Landesrätin. In diesem Zusammenhang hat die Regierung der Bildungsreform-Arbeitsgruppe noch ein Thema zugewiesen, nämlich den Ausbau der verpflichtenden Mitwirkung der Erziehungsberechtigten.

 

 

"Vorarlberger Nachrichten" vom 25.03.2015

Ressort: VN-A

 

 

Bund investiert in Vorarlberg eine Million, Land 500.000 Euro.

 

Mehr Geld für Sprachförderung

 

   Wien. Der Ministerrat hat im Rahmen der Regierungsklausur in Krems eine Verdreifachung der Mittel für die sprachliche Frühförderung von 30 auf 90 Millionen Euro beschlossen. Zwei Drittel davon trägt der Bund. Für Vorarlberg heißt das, dass Wien künftig jährlich knapp eine Million und das Land rund 500.000 Euro investiert, erklärt die zuständige Landesrätin Bernadette Mennel den VN. Damit soll sichergestellt werden, dass Kinder beim Schuleintritt über ausreichende sprachliche Kompetenz verfügen. Für das Bildungsreformkonzept setzten sich die Koalitionspartner mit dem 17. November eine neue Frist. Details blieben zunächst noch offen. /A5

 

Morgenjournal, 25.3.2015

Pensionen und Bildung: Mitterlehner zuversichtlich

Vizekanzler, ÖVP-Chef Mitterlehner im Gespräch mit Cornelia Vospernik Die Steuerreform ist heute Thema im Parlament. Bei der Regierungsklausur gestern und vorgestern in Krems wurden aber schon die nächsten Reformen angepeilt: Pensionen und Bildung. Nicht ganz ohne Unstimmigkeiten. Vizekanzler ÖVP-Chef Reinhold Mitterlehner ist zuversichtlich, dass es zu einer Einigung kommen wird.

 

ORF / ZIB – 24. März 2015

 

·         Bildungsreform soll bis November stehen

Am zweiten Tag ihrer Klausur in Krems in Niederösterreich hat sich die Regierung eine Frist für eine große Bildungsreform gesetzt. Bis zum 17. November dieses Jahres soll eine Reform stehen.

http://tvthek.orf.at/program/ZIB-1700/71284/ZIB-1700/9448074/Bildungsreform-soll-bis-November-stehen/9448172

 

 

 

 

 

 

 

 

Andrea Steiner
Büro Kurt Schober
SPÖ-Parlamentsklub
Tel.: 01/40110-3945

 

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