Freitag, 27. März 2015

2015.03.27: Newsletter Bildung

"Der Standard" vom 27.03.2015                                Seite: 1

Ressort: SEITE 1

 

Bundesland, Bundesland Abend, Niederösterreich

 

 

Heinisch-Hosek: Geld für Neue Mittelschule wird nicht gekürzt

 

   Wien – Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) stellt nach widersprüchlichen Angaben während der Regierungsklausur klar: „Ghettoklassen wird es nicht geben.“ Im Interview mit dem STANDARD sagt sie, „vorbereitende Klassen“ für Kinder mit mangelnden Deutschkenntnissen bedeuten für sie, dass die Schüler lediglich temporär aus dem Klassenverband genommen und nicht dauerhaft getrennt unterricht werden.

 

   An der Neuen Mittelschule (NMS) hält sie auch nach der negativen Evaluierung fest. Die neue Schulform habe sich seither „weiterentwickelt“. Dass die Mittel für die NMS reduziert und andernorts verwendet werden, sei vom Tisch: „Das ist durch, das wird es nicht geben. Man kann einer Schulform nicht die Mittel wegnehmen und dann glauben, dass sie dadurch besser wird.“ (red) Seite 8 Kommentar der anderen Seite 31

 

---------------------------------------

 

"Der Standard" vom 27.03.2015                                Seite: 8

Ressort: Inland

 

INTERVIEW: Lisa Kogelnik, Karin Riss: Gabriele Heinisch-Hosek (53) ist Ministerin für Bildung und Frauen. Bis 2002 war sie als Lehrerin an einer Schule für Schwerhörige tätig.

 

Bundesland, Bundesland Abend

 

 

„Ghettoklassen wird es nicht geben“

 

   Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) spricht sich gegen separate Klassen für Kinder mit mangelnden Deutschkenntnissen aus. An der Neuen Mittelschule hält sie fest. „“„“

 

   STANDARD: Nach der Regierungsklausur gab es vor allem im Bereich der Sprachförderung Meinungsverschiedenheiten zwischen SPÖ und ÖVP. Wird es eigene Klassen für Kinder mit mangelnden Deutschkenntnissen geben?

 

   Heinisch-Hosek: Ich halte nicht viel davon, dass man Kindern die Klassengemeinschaft entzieht, bis sie gut genug Deutsch können. Das ist der falsche pädagogische Zugang. Es heißt deshalb im Papier der Regierungsklausur „Deutsch vor Regelunterricht“ und nicht „Deutsch vor Schuleintritt“. Mit den neuen 90 Sprachfördermillionen, die in den Kindergarten fließen, sollte Deutsch vor Schuleintritt eigentlich bald kein Problem mehr sein.

 

   STANDARD: Integrationsminister Sebastian Kurz sieht das anders. Er ist für spezielle Klassen für Kinder mit Sprachdefiziten. Was setzt sich in der Praxis durch?

 

   Heinisch-Hosek: Ich habe nicht die Gelegenheit gehabt, von ihm sein pädagogisches Konzept dahinter zu erfragen. Ganz viele Wissenschafter und Wissenschafterinnen sa-gen, dass es nicht gut ist, die Kinder aus der Klassengemeinschaft herauszunehmen.

 

   STANDARD: Können Sie definieren, was für Sie als „vorbereitende Klasse“, wie man sie laut Regierungsübereinkommen anstrebt, gilt?

 

   Heinisch-Hosek: Kinder, die aufgrund von Sprachschwierigkeiten dem Regelunterricht nicht folgen können, sollen zeitweise herausgenommen werden können und in vorbereitenden Gruppen oder Klassen – für mich ist das als vorübergehender Raumwechsel gedacht – unterrichtet werden. Man kann die Kinder auch parallel unterrichten, indem ein zweiter Sprachlehrer in der Klasse ist. Ich will das Wort eigentlich gar nicht sagen, aber: Ghettoklassen wird es nicht geben.

 

   STANDARD: Wann kommt das zweite verpflichtende Kindergartenjahr?

 

   Heinisch-Hosek: Ich wünsche es mir, und zwar gratis.

 

   STANDARD: Das war bei unserem letzten Interview, vergangenen Oktober, auch schon so. Auch die ÖVP wünscht es sich seit langem. Verstehen Sie den Frust vieler Eltern, die warten und warten, aber es kommt nicht?

 

   Heinisch-Hosek: Da müsste man auch mit der Familienministerin sprechen, das fällt in ihre Kompetenz. Aber natürlich ist das unsere gemeinsame Verantwortung. Trotzdem: Das derzeitige letzte verpflichtende Kindergartenjahr kostet den Bund 70 Millionen Euro. Für ein weiteres Jahr wäre etwa die gleiche Summe notwendig. Und die muss erst aufgestellt werden.

 

   STANDARD: Themenwechsel: Jetzt ist Österreich endlich einmal Erster, und Sie haben dennoch keinen Grund zu jubeln. Was leiten Sie aus dem jüngsten OECD-Bericht ab, der Österreich in Sachen Mobbing unter Schulbuben auf Platz eins sieht?

 

   Heinisch-Hosek: Diese Daten sind bereits aus dem Jahr 2009, das muss man schon dazusagen. Seither hat sich bereits viel getan: unsere Anti-Mobbing-Strategie, Workshops zur Gewaltprävention beziehungsweise für das Selbstbewusstsein der Kinder, Fortbildungen für die PädagogInnen. Aber auch die Expertinnen und Experten der Schulpsychologie stehen mit Rat und Tat zur Seite.

 

   STANDARD: Sie hätten gerne 100 Schulpsychologen mehr. Wann kommen die?

 

   Heinisch-Hosek: Das würde fünf bis sechs Millionen Euro mehr pro Jahr kosten. Das kann ich aus dem laufenden Budget nicht aufbringen. Wir haben derzeit 160 Schulpsychologen, hundert mehr müssten schon sein. Ich hab von Finanzminister Hans Jörg Schelling dafür aber noch kein Okay.

 

   STANDARD: Hundert mehr sind ohnedies nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Die Gewerkschaft nennt als Untergrenze 13.000 zusätzliche Unterstützungskräfte für die Schulen.

 

   Heinisch-Hosek: Die 13.000 sind sowieso illusorisch. Ich denke, um hundert Schulpsychologen aufzustocken wäre ein erster, wichtiger Schritt. Es ist immer auch die Frage, wie viele Sozialarbeiter sich die Länder leisten. Der Bund hat mit 120.000 Lehrerinnen und Lehrern den Plafond erreicht. Natürlich würde ich den Schulen 1000 Schulpsychologen gönnen. Das gibt das Budget aber nicht her.

 

   STANDARD: Stichwort Verländerung der Lehrer: Bis vor kurzem waren Sie noch vehement dagegen. Jetzt, untermauert von einem neuen Expertenpapier zur Verwaltungsreform in den Schulen, können Sie sich doch vorstellen, dass alle Lehrer bei den Ländern angestellt sind. Warum?

 

   Heinisch-Hosek: Ich bin keine Freundin der Verländerung. Auch wenn ich keinem Landeshauptmann unterstellen würde, dass es ihm um Macht geht. Es geht um die Kinder. Ich möchte jetzt aber erst einmal dieses Papier zur Verwaltungsreform bewertet haben. Das empfiehlt vor allem, dass man den Schulen mehr Freiraum geben soll, das steht für mich im Vordergrund. Meine Meinung ist: Die autonome Schule kann nur dann gut gelingen, wenn sie verschränkt ganztägig geführt wird.

 

   STANDARD: Das wäre also der Abtausch: verschränkte Ganztagsschule gegen Verländerung?

 

   Heinisch-Hosek: Es geht um Überzeugungsarbeit. Bildungsbenachteiligte Kinder können nur aus dem Defizit herauskommen, wenn man sie den ganzen Tag über gut betreut. Das erkennt die Wirtschaft schon lange. Bedingungen stellen ist hier der falsche Weg, ich will überzeugen.

 

   STANDARD: Auch zur Neuen Mittelschule gab es einen Bericht. Die Hauptaussage: Die neue Schulform erfüllt die Erwartungen nicht, das Niveau ist im Durchschnitt nicht besser als das der Hauptschulen. Welche Konsequenzen ziehen Sie daraus?

 

   Heinisch-Hosek: Ab Herbst gibt es mehr Autonomie für Neue Mittelschulen. Ich bin keine Freundin davon, ein System, das ins Regelschulsystem übergeführt wurde, jetzt zurückzufahren. Das pädagogische Konzept ist inhaltlich sehr gut und braucht noch etwas Zeit. Seit der Evaluierung hat sich die Neue Mittelschule weiterentwickelt. Trotzdem müssen auch die Rahmenbedingungen passen. Ich bleibe dabei: Ich hätte gerne eine gemeinsame Schule bis 14 Jahre.

 

   STANDARD: Ihr Argument, dass sich die NMS weiterentwickelt, wird durch die Evaluierung widerlegt. Die erste Generation der Schulen schneidet wesentlich besser ab als die zweite.

 

   Heinisch-Hosek: Bei der ersten Generation haben die Länder gefragt, wer teilnehmen möchte. Die Schulen haben sich freiwillig gemeldet. In der zweiten Generation gab es ein Bundesland, das alle Hauptschulen angemeldet hat, ich weiß nicht, ob die alle Hurra geschrien haben.

 

   STANDARD: Die Schlussfolgerung Ihrer Vorgängerin war aber: Jetzt müssen alle Hauptschulen zur Neuen Mittelschulen werden.

 

   Heinisch-Hosek: Ja, aber seither werden die Schulen ganz anders begleitet. Wir haben an jedem Standort speziell ausgebildete Pädagoginnen und Pädagogen, die am Schulstandort beraten und unterstützen. Die Schulen sind dadurch, dass die sechs Zusatzstunden jetzt autonom eingesetzt werden können und nicht mehr nur in den Fächern Englisch, Deutsch und Mathematik, flexibler.

 

   STANDARD: Ist es denkbar, dass die Mittel für die NMS reduziert und andernorts verwendet werden?

 

   Heinisch-Hosek: Das ist durch, das wird es nicht geben. Ich konnte die sechs zusätzlichen Stunden gegenüber dem Koalitionspartner sichern. Man kann einer Schulform nicht Mittel wegnehmen und dann glauben, dass sie dadurch besser wird. Alle waren dafür, dass die Neue Mittelschule zur Regelschule wird.

 

   STANDARD: Was soll bis zum 17. November – laut Kanzler ein „Glückstag“ – passieren?

 

   Heinisch-Hosek: Vorgesehen ist ein Ministerratsbeschluss, wie der Weg künftig sein soll. Aber eine Schulverwaltungsreform ist noch keine Bildungsreform. Bis 17. November wollen wir einen Weg zur Entflechtung dieser Verwaltungsstrukturen haben. Parallel dazu müssen wir darüber reden, wie ein Kind vom Bildungssystem begleitet werden soll, wie Benachteiligungen überwunden werden können und wie wir es schaffen, dass kein Kind zurückbleibt. Das ist Bildungsreform.

 

   STANDARD: Eine deutsche Schülerin hat es vor wenigen Monaten sinngemäß so formuliert: Ich kann zwar Gedichte rezitieren, aber wie ich einen Mietvertrag prüfe, weiß ich nicht. Braucht es mehr lebenspraktisches Lernen?

 

   Heinisch-Hosek: Unbedingt. Auch die standardisierte Reifeprüfung soll Kompetenzen überprüfen. Angehende Lehrer und Lehrerinnen lernen das in der PädagogInnenbildung neu. Der Justizminister und ich überlegen gerade, wie wir den Schülern das österreichische Rechtssystem näherbringen können. Die Lehrpläne geben diese Lebenspraxis bereits schon jetzt her. Aber viele haben den Mut zur Lücke nicht. Wir müssen gemeinsam daran arbeiten, Schwerpunkte zu setzen.

 

   STANDARD: Finnland schafft demnächst die Schulfächer ab: für Sie denkbar?

 

   Heinisch-Hosek: Das ist spannend, aber die sind uns dreißig Jahre voraus. Die Änderung des Bildungssystems geht nur langsam, das ist ein riesiger Tanker. Vielleicht beschließen wir im Jahr 2025, dass wir keine Fächer mehr brauchen.

 

    Kommentar der anderen Seite 31

 

   Natürlich würde ich den Schulen 1000 Schulpsychologen gönnen. Das gibt das Budget aber nicht her.

 

   Vorbereitende Klassen?

 

   Für mich ist das ein vorübergehender Raumwechsel.

 

---------------------------------------

 

"Der Standard" vom 27.03.2015                               Seite: 31

Ressort: Kommentar der anderen

 

Josef Christian Aigner: Josef Christian Aigner ist Psychoanalytiker und Professor für Bildungswissenschaften an der Universität Innsbruck.

 

Bundesland, Bundesland Abend

 

 

Der blinde Fleck der Genderideologie

 

   Europaweit weist Österreich die meistgemobbten Buben in Schulen auf, doch die Unterrichtsministerin schweigt zu diesem Thema. Über den einseitigen Blick auf Geschlechterfragen, der Gewalt gegenüber Buben auch in der Forschung marginalisiert.

 

   Jetzt habe ich der Unterrichtsministerin bewusst drei Tage Zeit gegeben, ob und wie sie auf die dieser Tage veröffentlichten Pressemeldungen über Österreichs traurige OECD-Führungsrolle im Mobbing und Bullying an Schulen reagiert, wonach hierzulande von allen 27 europäischen Ländern vor allem elf- bis 15-jährige Buben am meisten betroffen sind – und dies fast doppelt so häufig wie Mädchen.

 

   Nicht auszudenken, wie die Frauenministerin wohl aufgeschrien hätte, wenn so ein Ergebnis Österreichs Mädchen beträfe! Als Unterrichtsministerin ist sie aber für einen so skandalösen Umstand unabhängig vom Geschlecht der Betroffenen zuständig. Dennoch war das Frau Heinisch-Hosek keinerlei Pressenotiz wert. Sind männliche Schüler der Frauen-Unterrichtsministerin kein Anliegen? Ist es ihr egal, wenn Österreich bei einem schulischen Missstand wie diesem die rote Laterne in Europa trägt?

 

   Dann würde sich Frau Heinisch-Hosek als eine jener vielen „Gender“-Politikerinnen entpuppen, die der einseitigen Anschauung – gemeinhin auch „Ideologie“ genannt – aufsitzen, wonach „Gender“ und „Gender-Mainstreaming“ immer nur Frauenanliegen meinen. Diese Einäugigkeit in Genderfragen ist allerdings weit verbreitet: In Tirol etwa wurde im vergangenen Dezember unter Bezugnahme auf den Internationalen Tag der Menschenrechte von Landesseite her nur der Gewalt gegen Frauen und Mädchen in der Familie gedacht, als ob es gegen Buben keine gäbe – was Unsinn ist: Buben sind von familiärer Gewalt (nicht sexueller Art) sogar häufiger als Mädchen betroffen – und hier wiederum etwas häufiger durch Gewalt von Frauen (weil auf Müttern mehr Erziehungsarbeit lastet). Die Vorgängerin Heinisch-Hoseks startete gar eine österreichweite Unsinnskampagne dergestalt, dass auf Plakaten und Postkarten gegen familiäre Gewalt nur der Vater als Täter ausgewiesen wurde.

 

   Gender als Frauenanliegen

 

   Der einseitige Blick auf Geschlechterfragen setzt sich bis in die Wissenschaft und in die Universitäten hinein fort, wo „Genderforschung“ in Wirklichkeit fast immer nur Frauenforschung meint und auch so gut wie ausschließlich von Frauen betrieben wird. So ungleich Professuren an Unis verteilt sein mögen, bei den Gender-Lehrstühlen kann von Verteilung gleich gar nicht die Rede sein: Von den rund 190 Gender-Lehrstühlen in Deutschland ist nur ein einziger mit einem Mann besetzt.

 

   Österreichs 18 Professuren mit einer Teil- oder Vollwidmung für „Frauen- und Geschlechterforschung / Gender Studies“ sind alle mit Frauen besetzt, in der Schweiz, die nur ein Drittel solcher Lehrstühle im Vergleich zu Österreich hat, alle sechs. Und dort, wo „Gender“ draufsteht, sind fast immer nur Frauenanliegen drin. Für „Männerforschung“ hingegen, die in Sachen Gesundheit, Familie, Väterlichkeit, Gewalt u. a. nottäte, gibt es überhaupt keine Professur.

 

   Dies alles dürfte aber kein Grund sein, dass die verantwortliche Ministerin einen derartigen Missstand zulasten der Buben ignoriert. Dies passt auch zu der einseitigen „Gendersensibilität“ in Sachen Schule, wo ja Bubenprobleme kaum oder gar nicht behandelt werden.

 

   Der „Bildungsverlierer“-Diskurs, der in nackten Zahlen Buben als die weithin schlechteren Schüler und Absolventen und als häufigere Repetenten ausweist, wird als „Dramatisierung von Geschlecht“ weggeredet, weil nicht sein kann, was nicht sein darf, als wolle jemand der Überzahl weiblicher Lehrkräfte in Schulen etwas Schlechtes nachsagen. Aber kein seriöser Buben- oder Männerforscher spräche davon, dass Buben bewusst von irgendjemandem „benachteiligt“ würden. Es sind aber bestimmte veränderte Bedingungen und Strukturen in Schule und Gesellschaft, die offenbar vielen Buben mehr Schwierigkeiten machen als Mädchen.

 

   Spaltung überwinden

 

   Dafür hat sich eine Unterrichtsministerin zu interessieren und zu engagieren. Warum nicht einmal eine Professur für „Männer- und Geschlechterforschung“, die ihr dabei helfen könnte? Der einseitigen Ausrichtung der Genderthematik auf Frauenfragen könnte auch Abhilfe geschaffen werden, indem man Professuren einrichtet, die beide Geschlechter und die gemeinsame (!) Veränderung ihres Verhältnisses im Blick haben: So habe ich nach den jüngsten Klagen über die nur schleppende Nachbesetzung von Gender(=Frauen)-Lehrstühlen an der Uni Wien Herrn Rektor Engl geraten, er möge eine Stelle schaffen, bei der ein Experte und eine Expertin in Genderfragen ausdrücklich den Auftrag bekommen, gemeinsame Strategien von Männer- und Frauenbildung und -politik zur Förderung der Gleichberechtigung zu beforschen.

 

   Das wäre doch einmal etwas Innovatives, das die unseligen Scheuklappen und die Spaltungen zwischen Männern und Frauen in der Geschlechterpolitik überwinden helfen könnte.

 

 

"Österreich" vom 27.03.2015                                   Seite 8

Ressort: Politik

 

Isabelle Daniel

 

Wien, CityWien

 

Politik-Insider

 

 

Ostermayer zieht jetzt bei Bildungsreform die Fäden

 

Troubles. Dass SPÖ-Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek bei der Regierungsklausur in Krems nicht öffentlich über das Kapitel Bildung referieren durfte, löst in Teilen der ÖVP jetzt eine Debatte "über die Handlungsfähigkeit" der Ministerin aus, wie es ein VP-Stratege nennt.

 

Tatsächlich präsentierten SP-Kanzler Werner Faymann, VP-Vize Mitterlehner, SP-Kanzleramtsminister Josef Ostermayer und der schwarze Staatssekretär Harald Mahrer die Eckdaten und den Stichtag für die vorgesehene Einigung zu einer Schulverwaltungsreform.

 

Im Hintergrund dürfte jetzt jedenfalls neben der Bildungsreformgruppe mit Heinisch-Hosek und Ländervertretern immer stärker Ostermayer in die Verhandlungen involviert sein. Bis 17. November will die Regierung fertig sein.

 

 

 

 

 

 

 

Andrea Steiner
Büro Kurt Schober
SPÖ-Parlamentsklub
Tel.: 01/40110-3945

 

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen