Freitag, 20. März 2015

Bildungs-Newsletter 20. März 2015


 

"Der Standard" vom 20.03.2015                                Seite: 7

 

300 neue Schulworkshops gegen Extremismus

 

   Wien – Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) verdoppelt das Angebot an Workshops gegen Extremismus. Denn die derzeit zur Verfügung stehenden 300 Seminare seien mit rund 450 interessierten Schulen schon jetzt massiv überbucht. Heinisch-Hosek, der in ihrem Budget rund 300 Millionen Euro fehlen, wird die dafür notwendigen 150.000 Euro bei der Öffentlichkeitsarbeit ihres Ministeriums einsparen. (nim)

 


 

"Kurier" vom 20.03.2015                                    Seite: 4    Bernhard Gaul

 

Heinisch-Hosek Fehlen 350 Millionen

Schelling bleibt hart und fordert "Budgetdisziplin"

 

   Schule.Fast acht Milliarden Euro Budget hat das Bildungsressort zur Verfügung - und größte Probleme, eine aktuelle Budgetlücke von rund 350 Millionen Euro zu schließen. Denn finanzieller Spielraum sei praktisch nicht vorhanden, mehr als 92 Prozent des Budgets seien alleine für die Löhne der 120.000 Lehrer in ganz Österreich reserviert. Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek will mit Finanzminister Schelling jetzt nachverhandeln: "Wir werden uns aufeinander zu bewegen müssen", sagt Heinisch zum KURIER.

 

   Im Finanzressort ist man wenig erfreut über das Begehren der Ressortchefin: Für alle Ministerien gelte eine "strikte Budgetdisziplin", heißt es aus dem Kabinett von Finanzminister Hans Jörg Schelling. Und: "Alle müssen sich an die Vorgaben halten."

 

   Geholfen hat bisher nur eine Vereinbarung mit der BIG, der Bundesimmobiliengesellschaft, an die das Bildungsressort jährlich 264 Millionen Euro für Miete und Instandhaltung zahlen muss. Die letzte Rate 2014 - rund 90 Millionen Euro - wurden bis Ende März 2016 gestundet. Dafür muss dann aber die gestundete Rate und die gesamte Miete für 2016 auf einmal gezahlt werden.

 

   Es gibt aber auch gute Nachrichten aus dem Ressot: Die vor wenigen Wochen initiierten 300 Workshops für Pädagogen gegen Extremismus sind bereits ausgebucht, die Nachfrage ist enorm. Weshalb Heinisch-Hosek beschlossen hat, rund 150.000 Euro aus ihrem Werbebudget für weitere 300 Workshops zur Verfügung zu stellen.

 


 

"Österreich" vom 20.03.2015                                   Seite 7

 

Matura: Fragen im Panzerwagen

3,9 Millionen Seiten werden verteilt

 

Die erste reguläre Zentralmatura wird ein Logistik-Marathon für das Ministerium.

 

Wien. Ab 5. Mai müssen rund 20.000 AHS-Schüler zur schriftlichen Zentralmatura antreten. Nicht nur sie und ihre Eltern zittern, auch für das Bildungsministerium und das zuständige Institut Bifie ist es eine Feuerprobe. Denn heuer ist die Zentralmatura erstmals für alle AHS-Schüler verpf lichtend. Die bisherigen Vorbereitungen waren von einer Pannenserie geprägt.

 

n Druck. 3,9 Millionen (!) Seiten an Prüfungsunterlagen werden noch bis Ende April gedruckt und zusammengestellt.

 

n Transport. Hier soll alles sicher sein. Die Pakete mit den Prüfungsangaben werden mittels Hochsicherheitstransporten angeliefert. An den Schulen dürfen nur vorher bekannt gegebene Lehrer die Bögen übernehmen.

 

Bildungsministerin Heinisch-Hosek.

 


 

"Kronen Zeitung" vom 20.03.2015                             Seite: 36

 

Universität Wien gibt der NMS gute Noten

Neue Mittelschule kommt in Niederösterreich gut an

 

Schwer zu schlucken hatten die Neuen Mittelschulen in Österreich an der medialen Schelte nach der Vorstellung des ersten Qualitätsprüfungsberichts des BIFIE. In Niederösterreich ticken die Uhren aber anders: Hier kommt der neue Schultyp grundsätzlich recht gut weg.

 

   In Niederösterreich wird die NMS nicht nur durch das Bundesinstitut für Bildungsforschung, Innovation und Entwicklung (BIFIE) evaluiert, sondern im Auftrag des Landes auch von der Abteilung für Schule, Bildung und Gesellschaft an der Universität Wien. Diese befragt regelmäßig Schüler, Eltern und Lehrer zur NMS.

 

   Die erhobenen Daten attestieren den heimischen Neuen Mittelschulen eine hohe Innovationsbereitschaft und dass der Umstieg auf ein neues pädagogisches Konzept in sehr kurzer Zeit sehr gut gemeistert wurde. Herausragend sind das Teamteaching und die hohe Lernmotivation der Schüler.

 


 

"Vorarlberger Nachrichten"       vom 20.03.2015                Kommentar

 

Förderungen einfrieren?

 

   Die Opposition macht es sich einfach. Sie lässt kein gutes Haar an den Plänen der Bundesregierung: Die Entlastung gehe nicht weit genug, die Pläne zur Gegenfinanzierung seien ungerecht und außerdem solle die Regierung endlich durch Einsparungen den Staatshaushalt sanieren. Jene 1,1 Milliarden Euro, welche die Bundesregierung durch Reformen einsparen will, seien zudem nicht genügend konkretisiert.

 

   Man kann denjenigen ihre Enttäuschung nicht verdenken, denen 1,1 Milliarden Euro Einsparungen zu wenig sind. Sie haben die Äußerungen von Leuten, die sich eigentlich auskennen sollten, wie des Wirtschaftskammerpräsidenten Leitl oder des ehemaligen Finanzministers Androsch, im Ohr oder erinnern sich an die Berichte von angesehenen Institutionen wie dem Rechnungshof. Sie alle überboten sich in der Vergangenheit darin, eine möglichst hohe Zahl an Milliarden auszurufen, die durch eine Verwaltungsreform zu holen sind.

 

   Dabei sind manche Berechnungen völlig aus der Luft gegriffen: Vor einigen Jahren hatte eine Gruppe von Experten ein absurd hohes Einsparungsvolumen von einer Mrd. errechnet, das sich durch eine Reform der Schulverwaltung lukrieren lasse. Mittlerweile bewegen sich die seriösen Schätzungen bei einer Summe von gerade mal 50 Millionen, also etwa fünf Prozent des Fantasiebetrages von damals.

 

   Wenn die Bundesregierung auf der Stelle 1,1 Milliarden an Einsparungen lukrieren will, handelt es sich um ein ambitioniertes Projekt, das eine gewisse Anerkennung verdient. Die Bundesregierung will vor allem, dass die vielen Förderungen von Bund, Ländern und Gemeinden, an die wir uns alle schon gewöhnt haben, gekürzt werden. Meines Erachtens ist das der einzige Weg, auf schnellem Weg Einsparungen zu erzielen. Aber auch er ist schwierig genug. Vor allem besteht die Gefahr, dass bestimmte Förderungsaufgaben gegeneinander ausgespielt werden: die Kultur gegen den Sport, die Familien gegen die Feuerwehr, die Wirtschaft gegen die Landwirtschaft.

 

   Will man solchen Verteilungskämpfen entgehen, bleibt als einzige Möglichkeit, alle Förderungen, unabhängig davon, welchen Bereich sie betreffen, bis auf Weiteres einzufrieren oder gar im gleichen Ausmaß zu kürzen. Es wäre schön, wenn man sich in Österreich darüber verständigen könnte.

 

   peter.bussjaeger@vorarlbergernachrichten.at

 

Peter Bußjäger ist Direktor des Instituts für Föderalismus und Universitätsprofessor in Innsbruck.

 

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Mit freundschaftlichen Grüßen

 

Kurt Schober
Klubsekretär

SPÖ-Parlamentsklub
01/40110-3569

0664 / 44 45 005
kurt.schober@spoe.at

 

SPÖ-Parlamentsklub

www.klub.spoe.at

 

 

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