Freitag, 10. April 2015

2015.04.10: Bildung

APA0398 II, XI 10.04.2015 14:43:00

 

Lehrer-Arbeitszeit: Grüne enttäuscht, Lehrer vor "Feldschlacht"

Utl.: Quin: "Krieg zwischen den Ressorts"

Lehrende/Öffentliche Finanzen/Gewerkschaften/Österreich

"Kampfmaßnahmen garantiert" hat der Vorsitzende der ARGE Lehrer in der GÖD, Paul Kimberger, im Falle einer Erhöhung der Lehrverpflichtung um zwei Stunden. Sein AHS-Kollege Eckehard Quin (beide FCG) geht im Online-"Standard" sogar schon ins kriegerische Detail: "Das gibt eine offene Feldschlacht, wenn die Regierung meint, das realisieren zu wollen."

Allerdings ist Quin auch überzeugt davon, "dass das kein in der Regierung akkordiertes Konzept ist. Jetzt ist halt der Krieg ausgebrochen zwischen den Ressorts, die um ihre Budgets kämpfen." Den Vorschlag, sich über eine höhere Lehrverpflichtung schnelles Geld fürs Bildungsbudget zu holen, gebe es jedes Jahr. Das sei angesichts eines Anteils der Personalkosten am Bildungsbudget von 92 Prozent auch naheliegend. Man könne das wie Ex-Bildungsministerin Elisabeth Gehrer (ÖVP) über eine Streichung von Schulstunden für die Schüler machen oder eben über eine höhere Unterrichtsverpflichtung.

"Enttäuscht über das mangelnde Durchsetzungsvermögen der Bildungsministerin gegenüber dem Finanzminister" zeigte sich der Grüne Bildungssprecher Harald Walser in einer Aussendung. Dabei gebe es durchaus Alternativen zu einer Erhöhung der Lehrverpflichtung: "Wir haben große Einsparungsmöglichkeiten, leisten wir uns in Österreich doch eine sündteure Schulverwaltung, das Nebeneinander von drei Schultypen und ein ineffizientes Inspektionssystem - keines dieser Probleme wurde auch nur annähernd angegangen. Das ist fahrlässig."

(schluss) aku;nt;ham

 

 

APA0361 II, XI 10.04.2015 14:13:30

 

Schulkosten - Brandsteidl: Geldforderungen kritisch hinterfragen

Utl.: Nebenkosten "von Eltern mit Recht als Problem gesehen"

Schule/Elternvertretung/Wien

Die Wiener Stadtschulratspräsidentin Susanne Brandsteidl (SPÖ) spricht sich "strikt gegen jede Form von 'verstecktem Schulgeld' aus". Die sogenannten Schulnebenkosten würden von den Eltern "mit Recht als Problem gesehen", so Brandsteidl in einer der APA übermittelten Stellungnahme zur Eltern-Kritik an der dadurch unterlaufenen Schulgeldfreiheit.

Im Bereich der Volksschulen sei hier auch bereits viel geschehen - etwa mit dem "Warenkorb" der MA 56, betonte die Stadtschulrats-Chefin. "Den derzeit größten Problembereich gibt es jedoch in AHSen und BMHSen."

"Generell sind wir der Meinung, dass ein öffentliches Schulwesen auch öffentlich finanziert sein soll und die öffentliche Hand entsprechende Ressourcen zur Verfügung stellen muss", so Brandsteidl. Man unterstütze die Elternvereine daher schon lange im Kampf gegen Schulnebenkosten. "Wir appellieren an Eltern, Geldforderungen kritisch zu hinterfragen und sich in konkreten Fällen gegebenenfalls an den Stadtschulrat zu wenden."

(schluss) aku;nt;ham

 

 

 

 

Andrea Steiner
Büro Kurt Schober
SPÖ-Parlamentsklub
Tel.: 01/40110-3945

 

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