Dienstag, 14. April 2015

2015.04.14: Bildung

OTS0161 II 14.04.2015 14:14:23

 

Walser zu Ministerratsbeschluss: Heinisch-Hosek wird sich eine blutige Nase holen

Utl.: Grüne unterstützen Widerstand der LehrerInnen gegen Gratis-Mehrarbeit

Bildung/Schule/Grüne

"Jetzt ist es raus. Finanzminister Schelling will sein Budget auf Kosten der Lehrerinnen und Lehrer sanieren", kommentiert Harald Walser, Bildungssprecher der Grünen, das Ergebnis der heutigen Ministerratssitzung: "Die Leidtragenden sind schlussendlich die Kinder, denn die geplanten Kürzungen bei den Lehrkräften werden zu Qualitätseinbußen im Unterricht führen."

Die Unterdotierung des Bildungsministeriums ist seit Langem bekannt. "Finanzminister Schelling soll die Verhandlungen mit der Lehrergewerkschaft selbst führen, statt Bildungsministerin Heinisch-Hosek vorzuschicken", fordert Walser und warnt: "Beim Kampf mit der Gewerkschaft wird sich die Regierung eine blutige Nase holen."

"Statt dort zu sparen, wo es sinnvoll ist, und mit einer Verwaltungsvereinfachung gleichzeitig entschiedene Schritte in Richtung einer echten Schul- und Bildungsreform zu setzen, sollen nun die Lehrkräfte das völlig aus dem Ruder gelaufene Unterrichtsbudgets mit zwei Stunden Gratis-Mehrarbeit retten", kritisiert Walser und kündigt an: "Ich unterstütze den Widerstand der Lehrkräfte. Mit den Grünen wird es kein Kaputtsparprogramm im Bildungsbereich geben."

Rückfragehinweis:
Grüner Klub im Parlament
+43-1 40110-6707
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APA0378 II, XI 14.04.2015 13:57:20

 

Budget - Faymann 2: Bei Lehrern weiter Stunden-Ausweitung im Fokus

Utl.: SP-Chef: "Wir sind nicht abgerückt von dem Ziel"

Lehrende/Öffentlich Bedienstete/Öffentliche Finanzen/Österreich

Die Bundesregierung hält ganz offenbar weiterhin am Ziel fest, die wöchentliche Unterrichtsverpflichtung der Lehrer um zwei Stunden zu erhöhen. Zwar meinte Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) am Dienstag im Ministerrat, vieles dieser Diskussion sei "zur Stunde nicht aktuell" - allerdings bestätigte der Kanzler auch das grundsätzliche Anliegen: "Wir sind nicht abgerückt von dem Ziel."

Die Diskussion, dass Lehrer länger in der Klasse unterrichten sollten, werde seit Jahren geführt, so der Kanzler. "Aber das geht nicht ohne Verhandlungen, das geht nicht ohne politischer Abstimmung und das ist auch nicht neu, diese Forderung."

Derzeit habe man aber keinen einzigen Verhandlungstermin vorgegeben - "Daher ist vieles von dieser Diskussion einfach zur Stunde nicht aktuell", so der Bundeskanzler.

ÖVP-Chef Reinhold Mitterlehner meinte, er sei in dieser Frage genau der selben Auffassung wie Faymann. Im Büro von Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) wollte man das Thema auf Nachfrage der APA am Dienstag nicht kommentieren.

(schluss) hac;jul;ham

OTS0152 II 14.04.2015 13:57:35

 

AK zu Elementarpädagogik: Österreich hat Aufholbedarf

Utl.: Bundesrahmengesetz für Gruppengröße, Betreuungsschlüssel & Co. gefordert

Bildung/Familie/Schule/Kinder

Die AK und die Gewerkschaften setzen sich seit vielen Jahren dafür ein, mehr Plätze in Kinderbildung und Kinderbetreuung zu schaffen. Diese müssen aber durchgängig von hoher Qualität sein. Dass Handlungsbedarf besteht, hat bereits eine Studie im Auftrag der AK gezeigt, in der die rechtlichen Rahmenbedingungen für Kindergärten in sechs Ländern mit denen in Österreich verglichen wurden. Die AK fordert ein Bundesrahmengesetz, in dem Standards zu Gruppengrößen, Betreuungsschlüssel und anderen Rahmenbedingungen vorgegeben werden, die nicht unterschritten werden dürfen. Nur dann kann der Auftrag als elementare Bildungseinrichtung von Krippen und Kindergärten auch wirklich erfüllt werden.

Die Qualität von Kinderbildungs- und Betreuungseinrichtungen wird in hohem Maß von der Größe der Gruppen und dem Betreuungsschlüssel bestimmt. Die Vorgaben dafür werden in Österreich auf Landesebene gemacht, dementsprechend variieren diese. So liegen die maximalen Gruppengrößen für 3- bis 6-Jährige zwischen 20 und 25 Kinder, das Betreuungsverhältnis inklusive Hilfskräfte liegt zwischen 1:10 bis 1:17. Das heißt eine Betreuungsperson betreut zwischen 10 und 17 Kinder. Damit liegen die Vorgaben teilweise deutlich über internationalen Empfehlungen, die Betreuungsschlüssel von 1:15 (EC Network on Childcare ENCN) oder gar 1:10 (National Association for the Education of Young Children NAEYC) vorsehen.

Bei der Ausbildung der PädagogInnen hinkt Österreich geradezu dramatisch hinterher. Internationale Empfehlungen sehen einen Anteil von 50 Prozent Fachkräften mit Ausbildung auf Hochschulniveau vor. Dringender Handlungsbedarf besteht auch beim unterstützenden Personal. Ausreichend Personal und gute Ausbildung sind der Schlüssel für die Frühförderung der Kinder. Außerdem braucht es auch mehr Männer in der Kinderbetreuung.

Die besten elementaren Bildungsangebote nützen nichts, wenn sie nicht auch in Anspruch genommen werden können. Eine ausreichende Zahl an Plätzen ist daher unerlässlich. Die zeitliche Verfügbarkeit ist ebenso ein Qualitätsmerkmal von Kinderbildungs- und -betreuungseinrichtungen. Auch bei den Ferienzeiten gibt es in Österreich noch Verbesserungspotential.

Rückfragehinweis:
AK Wien Kommunikation
Katharina Nagele
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Andrea Steiner
Büro Kurt Schober
SPÖ-Parlamentsklub
Tel.: 01/40110-3945

 

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