Mittwoch, 15. April 2015

2015.04.15: Bildung

 

APA0139 II, WI, XI 15.04.2015 10:43:00

 

Budget: Neugebauer sperrt sich gegen Einsparungen bei Beamten

Utl.: Gewerkschafts-Chef verweist auf Null-Lohn-Runde 2013 - Auch striktes Nein zur Ausweitung der Unterrichtsverpflichtung für Lehrer

Budget/Staatsbudget/Öffentliche Finanzen/GÖD/Österreich/Wien

Beamtengewerkschaftschef Fritz Neugabauer (ÖVP) sperrt sich gegen Einsparungsideen bei der Beamtenschaft. "Der öffentliche Dienst wird sicher nicht die Steuerreform zahlen", sagte er zum "Kurier". Im Ö1-"Morgenjournal" verwies er auf die Nulllohnrunde 2013: "Wir haben gespart." Auch zur erneuten Überlegungen, die Unterrichtsverpflichtung der Lehrer auszuweiten, gab es ein striktes "Nein".

Der Beamten-Gewerkschafter verwies im "Morgenjournal" darauf, dass erst vor "wenigen Jahren" ein neues Dienstrecht verhandelt worden sei - "und damit ist eigentlich das Dienstrecht gesettelt". Hier neuerliche Änderungen anzustreben, lehnt er klar ab. Im Hinblick auf einen Gegenfinanzierung der Steuerreform sei "jeder Eingriff im Dienstrecht und Besoldung nicht annehmbar". Gefragt, ob das ein striktes Nein zu zwei Stunden mehr in der Klasse bedeute, sagte der GÖD-Chef: "Das ist so."

Mit "den Attacken gegen den Öffentlichen Dienst" müsse Schluss sein, betonte er im "Kurier". "Er ist nicht die freie Rücklage der Republik, wenn nichts mehr geht. Nach dem Motto: Wenn Geld fehlt, melden wir uns bei den Beamten." Im "Morgenjournal" meinte er, es gebe "überhaupt keinen Anlass", bei den Beamten-Gehältern Änderungen anzudenken, denn: "Wir haben gespart. Wir haben 2013 eine Null-Lohn-Runde gedreht, das hat die Kollegenschaft akzeptiert."

Zu angeblichen Vorhaben, durch geringere Gehaltsabschlüsse für Beamten 220 Mio. Euro zu lukrieren, und weitere 100 Mio. Euro über einen "Solidarbeitrag" für besser verdienende Beamte, sagte Neugebauer, er habe das nur aus den Medien vernommen. "Offensichtlich haben einige Regierungsmitglieder ihre Verbindungen zum Boulevard genützt und in den letzten Wochen einige Botschaften abgesetzt." Wenn der Arbeitgeber etwas will, dann habe er "die Dinge auf den Tisch zu legen". Freilich glaubt er ohnehin nicht an das medial Kolportierte: "Was in der Zeitung steht ist ja nicht nur Halbwahrheit, also 90 Prozent falsch."

Bundesminister und Regierungskoordinator Josef Ostermayer (SPÖ) erklärte dazu in einer Stellungnahme gegenüber der APA: "Eine Nulllohnrunde ist eine Phantomdiskussion. Und grundsätzlich gilt: Man führt Verhandlungen direkt mit der Gewerkschaft und nicht über die Medien. Diesen Weg wird die Regierung wie auch in der Vergangenheit beschreiten."

Neugbauer wollte jedenfalls Kampfmaßnahmen nicht ausschließen: "Sie wissen, dass eine Gewerkschaft immer bereit sein muss", sagte er gegenüber Ö1. Und laut "Oberösterreichischen Nachrichten" gab es bereits am Montagabend ein Treffen von Neugebauer und den Landes-Gewerkschaftschefs, wie Oberösterreichs GÖD-Vorsitzender Peter Csar dem Blatt bestätigte. Die Reaktionen auf die Sparpläne seien "heftig" gewesen, konkrete Maßnahmen wurden aber noch nicht besprochen.

Kritik an einer Kampagne der Gewerkschaft an Schulen, bei der Infomaterial unter dem Titel "Nicht mit uns" verteilt wird, verteidigte Neugebauer: "Das ist Demokratie und ein Teil von politischer Bildung."

(schluss) hac;jul

OTS0083 II 15.04.2015 10:41:07

 

SP LehrerInnen sind über Häupls Aussage bestürzt.

Bildung/Schule/Lehrer/Jugend/Politik

Äußerst bestürzt zeigt sich Patrick Wolf, Vorsitzender des SLÖ (Sozialdemokratischer LehrerInnenverein Österreichs), über die Aussage von Landeshauptmann Dr. Michael Häupl. "Grundsätzlich schätze ich die markigen Sprüche von Häupl, die Aussge zur Lehrerarbeitszeit ist jedoch alles andere als witzig und stößt alle LehrerInnen vor den Kopf", so Wolf. Dass gerade der Wiener Landeshauptmann mit einer derartigen Meldung medienwirksam wird schmerze um so mehr, da Häupl prinzipiell als schul- und lehrerfreundlich gelte.

Der SLÖ empfiehlt all jenen, die ernsthaft der Meinung sind, dass LehrerInnen nur 22 Stunden arbeiten, einen Schulbesuch oder Gespräche mit den Pädagogen und PadagogInnen. Dabei wird sich zeigen, dass die Arbeit selbst am Freitag noch nicht vorbei ist.

Nach Meinung von Wolf kann die getätigte Aussage nicht rückgängig gemacht werden, "umso mehr erwarte ich mir ein deutliches Signal der SPÖ, dass sie sich klar dazu bekennt, die Arbeit der PädagogInnen zu schätzen und somit ihren Ruf als Bildungspartei wieder herstellt."

Rückfragehinweis:
Sozialdemokratischer LehrerInnenverein Österreichs (SLÖ)
Patrick Wolf
Bundesvorsitzender
0664/4307066
patrick.wolf@sloe.at
http://www.sloe.at


Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/2108/aom

*** OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT ***

OTS0035 II 15.04.2015 09:29:21

 

Bildungsreform: LH Kaiser mahnt zu konsensorientierter Lösungsfindung

Utl.: Bildungsturbo kann nur gezündet werden, wenn Inhalte statt verbaler Anfeindung im Mittelpunkt stehen

Schule/Bildung/Kärnten/Kaiser

Mit einem mahnenden Appell an die Verhandlungspartner für eine Bildungsreform reagierte heute, Mittwoch, Kärntens Bildungsreferent Landeshauptmann Peter Kaiser auf jüngste Misstöne. Anstatt sich gegenseitig öffentlich anzufeinden, seien beide Seiten, Politik und Lehrervertreter besser beraten, sich aufeinander zu zubewegen und endlich Inhalte in den Mittelpunkt der Diskussion zu stellen.

"Maßnahmen zur Stärkung der Schulautonomie, der Elementarpädagogik, eine noch bessere Sprachförderung, mehr und fairere Bildungschancengerechtigkeit für Kinder aus unterschiedlichen sozialen Schichten oder die in vielen bildungsführenden Ländern längst verwirklichte gemeinsame verschränkte Ganztagesschule - das sind Beispiele dafür, worum es wirklich gehen sollte. Die Bildungsreform auf die Frage zu reduzieren, ob Lehrer und Lehrerinnen zwei Stunden mehr arbeiten sollen oder welche Berufsgruppe bis wann wie viele Stunden für den Job aufwendet, ist schlicht nicht genügend und erweckt den Eindruck, dass es ausschließlich um monetäre Gründe und nicht um eine dringend benötigte inhaltlich-strukturelle Neuausrichtung geht", so Kaiser, der Mitglied der Bundesreformkommission Bildung ist.

Rückfragehinweis:
Amt der Kärntner Landesregierung, Landespressedienst
050 536-10201
www.ktn.gv.at


Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/13/aom

*** OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT ***

 

 

 

Andrea Steiner
Büro Kurt Schober
SPÖ-Parlamentsklub
Tel.: 01/40110-3945

 

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen