Dienstag, 28. April 2015

2015.04.28: Bildung

APA0396 II, XI 28.04.2015 14:45:52

 

Außerordentliche Schüler: Oxonitsch nimmt ÖVP in die Pflicht

Utl.: Schelling verhindert laut Stadt Ausbau der Sprachförderung - Grüne für stundenweise Extra-Lerneinheiten

Schule/Integration/Sprache/Wien

Für den Wiener Bildungsstadtrat Christian Oxonitsch (SPÖ) zeigt die Debatte um außerordentliche Schüler, dass es wichtig gewesen sei, "dass Wien auf die Verdoppelung der Mittel für Sprachförderung im Kindergarten gedrängt hat". Die Zahl der Sprachförderassistenten werde nun verdoppelt, hieß es in einer an die APA übermittelten Stellungnahme. Gleichzeitig nahm er die ÖVP in die Pflicht.

Wenn ÖVP-Gemeinderätin Isabella Leeb sich bei diesem Thema wirklich engagieren möchte, könne sie "sofort etwas tun": Einerseits solle sie sich gemeinsam mit der Stadt dagegen wehren, dass Finanzminister Hans Jörg Schelling (ÖVP) den Schulen 300 Mio. Euro streiche und damit auch einen Ausbau der Sprachförderung verhindere. Zudem sei auch VP-Ministerin Sophie Karmasin gefordert, denn die 15a-Vereinbarung zum letzten verpflichtenden Kindergartenjahr laufe in wenigen Wochen aus. "Gerade dieses letzte Jahr ist aber für die Sprachkompetenz und den Übergang in die Schule besonders wichtig", zeigte sich Oxonitsch überzeugt.

Die Wiener Grünen sprachen sich am Dienstag ebenfalls gegen "Ausländerklassen" aus: "Kinder in Wiener Schulen sprechen aktuell über 80 verschiedene Sprachen. Dies ist ein ungeheures Potenzial und keineswegs eine Last", befand Rathaus-Klubobmann David Ellensohn in einer Aussendung. Schüler stundenweise aus dem Klassenverband herauszulösen, etwa während sprachorientierter Fächer, machen hingegen "durchaus Sinn". Auch zusätzliche Deutsch-Intensiv-Lerneinheiten am Nachmittag sind für die Grünen denkbar.

(schluss) mac;wak;mk

 

 

 

 

 

Andrea Steiner
Büro Kurt Schober
SPÖ-Parlamentsklub
Tel.: 01/40110-3945

 

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