Mittwoch, 29. April 2015

2015.04.29: Bildung

OTS0119 II 29.04.2015 11:28:32

 

Stronach/Luger: Rote Bildungspolitik verbaut Kindern die Zukunft

Utl.: Deutschkenntnisse müssen vor Schuleintritt vorhanden sein

Team Stronach/Lugar/Bildung/Schulen/Deutsch

"Wie soll ein Kind, das kaum oder keine Deutschkenntnisse hat, dem Unterricht folgen können? Die Tatsache, dass sie zwei Jahre lang nicht benotet werden können zeigt, dass allein in Wien über 12.000 Taferlklassler die Chance auf eine ordentliche Schulbildung genommen wird", kritisiert Team Stronach Bildungssprecher Robert Lugar. Für ihn steht fest: "Die Rote Bildungspolitik verbaut Kindern mit Migrationshintergrund die Zukunft!"

"Wenn diesen Kindern zwei wichtige Schuljahre fehlen, ist ihr weiterer Weg meist vorgezeichnet: über die Hauptschule und ohne Chance auf eine Lehrstelle direkt zum AMS!", warnt Lugar. Deshalb müsse Unterrichtsministerin Heinisch-Hosek endlich dafür sorgen, dass Kinder vor dem Eintritt in den regulären Schulbetrieb die deutsche Sprache erlernen, um dann dem Unterricht folgen und ihr gesamtes Potential ausschöpfen zu können.

"Wir wollen nicht, dass die Unterrichtsministerin die frustrierten Arbeitslosen von morgen züchtet", so Lugar. Er verlangt, "dass alle Schulkinder ihr Recht auf beste Schulbildung in Anspruch nehmen können. Dazu sind aber Deutschkenntnisse die Voraussetzung".

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APA0148 II, XI 29.04.2015 10:00:35

 

Matura: Die wichtigsten Zahlen

Utl.: Von sieben Teilprüfungen bis zu 3,1 Mio. Druckseiten

Oberstufe/Österreich-weit/Hintergrund

Im Anschluss die wichtigsten Zahlen zur 2014/15 erstmals verpflichtenden neuen Matura an den AHS.

7: Zahl der zu absolvierenden Teilprüfungen. Neben einer vorwissenschaftlichen Arbeit (VWA) inklusive Präsentation sind das wahlweise entweder vier schriftliche und zwei mündliche oder jeweils drei schriftliche und drei mündliche Prüfungen.

10: Mindestdauer der mündlichen Matura pro Fach in Minuten.

11,60: Höhe der Prüfungstaxe für die Lehrer pro schriftlicher oder mündlicher Prüfung in Euro.

20: Höchstdauer der mündlichen Matura pro Fach in Minuten.

21: Anzahl der Maturanten im Fach Altgriechisch.

24: Höchstzahl der von allen jeweiligen Fachlehrern einer Schule festzulegenden Themenbereiche für die mündliche Matura (pro Fach).

25: Maximaldauer der mündlichen "Kompensationsprüfung" zur Ausbesserung von negativen schriftlichen Klausuren.

235: Höhe der Prüfungstaxe für die Betreuung einer vorwissenschaftlichen Arbeit in Euro (plus 32 Euro für Korrektur, Präsentation, Diskussion).

270: Dauer der schriftlichen Matura in allen Fächern außer Deutsch (bzw. anderer Unterrichtssprache), Musik und Bildnerischer Erziehung in Minuten.

300: Dauer der schriftlichen Matura in Deutsch (bzw. anderer Unterrichtssprache) und Musik in Minuten.

334: Zahl der AHS, an denen die neue Matura stattfindet.

420: Dauer der schriftlichen Matura in Bildnerischer Erziehung in Minuten.

1849: Jahr der Einführung der Matura in Österreich. Davor musste zur Aufnahme eines Universitätsstudiums nach Abschluss des Gymnasiums ein zweijähriger "philosophischer Lehrgang" (entweder an den Unis oder an einem "Lyceum") absolviert werden.

1850: Jahr der erstmaligen Durchführung der Matura.

19.200: Zahl der Prüfungskandidaten an den AHS.

40.000-60.000: "Korridor" für die Zeichenanzahl bei der vorwissenschaftlichen Arbeit (VWA).

180.000: Anzahl der vom BIFIE an die Schulen übermittelten Aufgabenhefte für die Zentralmatura (167.000 AHS, 13.000 für Schulversuche an BHS).

3.100.000: Anzahl der Druckseiten aller Maturaaufgaben für alle Schüler.

(schluss) aku;nt;jul

APA0145 II, XI 29.04.2015 09:58:27

 

Matura: Der lange Weg der Maturafragen bis in die Klasse

Utl.: "Trichterförmiger" Prozessaufbau soll Sicherheit garantieren - Feldtestungen geben Hinweise, ob Beispiele passen - GRAFIK

Oberstufe/Österreich

Bis eine Maturafrage tatsächlich im Aufgabenheft eines Maturanten landet, durchläuft sie eine aufwendigen Prozess. Je näher ein Beispiel der Anwendung bei der standardisierten schriftlichen Reifeprüfung (Zentralmatura) rückt, desto weniger Menschen sind aus Sicherheitsgründen in den Prozess involviert. Zwischen 5. und 13. Mai werden dann österreichweit etwa 26.000 Schüler die Aufgaben bearbeiten.

Laut dem Bundesinstitut für Bildungsforschung (Bifie) ist der Ablauf der Aufgabenerstellung "trichterförmig" aufgebaut. Je weiter der Prozess voranschreitet, umso weniger Personen haben Einsicht. Am Anfang werden Beispiele von insgesamt etwa 180 speziell ausgebildeten Lehrern - sogenannten "Item-Writers" - aus allen Bundesländern unter der Leitung des Bifie erarbeitet.

Ungefähr 50 Experten aus dem In- und Ausland aus den jeweiligen Fachbereichen sowie Didaktiker und Testtheoretiker überprüfen diese dann, bevor sie im Rahmen der Feldtestungen zum ersten Mal in den Schulklassen landen. Schüler in Abschlussklassen bekommen bei den Tests die Aufgaben in einer möglichst mit der Matura vergleichbaren Situation vorgelegt. Sie bearbeiten diese, erhalten dafür allerdings keine Note.

Jede Aufgabe wird so von 100 bis 200 Schülern getestet. Der Aufwand ist hoch: An den Feldtests im Jänner und Februar dieses Jahres nahmen insgesamt 19.750 Schüler aus ganz Österreich teil. Aufgrund der Daten, die so gesammelt werden, erfolgt die Einschätzung der Qualität der Aufgaben. Dabei wird etwa analysiert, ob der Grad der Schwierigkeit angemessen und über die Jahre hinweg vergleichbar ist, die Schüler die Beispiele auch verstanden haben und eingeschätzt, ob mit den Beispielen auch tatsächlich die Kompetenzen abgedeckt werden, die gemessen werden sollen.

Erfüllt eine Aufgabe diese Gütekriterien, ist sie sozusagen eine Runde weiter. Für Aufgaben, die dieses Niveau nicht erreichen, heißt es Nachsitzen: Sie werden überarbeitet und wandern verbessert abermals in das Aufgabenpool einer späteren Feldtestung.

Die endgültigen Maturaaufgaben für den Haupt- und die Nebentermine werden dann von einer kleinen Gruppe aus Experten unter der Leitung des Bifie ausgewählt. Von der Idee bis zur fertigen Maturaaufgabe vergehen laut dem Bifie ein bis zwei Jahre. Wurde ein Beispiel einmal im "Echtbetrieb" bei der Matura eingesetzt, wird es nicht mehr verwendet und wandert als Übungsbeispiel offen abrufbar auf die Bifie-Homepage. Wieviele Aufgaben pro Schuljahr im Durchschnitt diesen Prozess durchlaufen, kann man im Bifie nicht genau sagen: Man gehe aber von etwa 2.300 Beispielen aus.

An der ersten für alle Schüler verpflichtenden Zentralmatura an den AHS nehmen heuer rund 19.200 Prüfungskandidaten teil. Dazu kommen noch ungefähr 7.000 Maturanten an berufsbildenden höheren Schulen (BHS). Die ungefähr 180.000 Aufgabenhefte werden im unmittelbaren Vorfeld der Zentralmatura in gesicherten Transporten an die 427 teilnehmenden Schulen ausgeliefert.

(S E R V I C E - Die Übungsbeispiele im Internet: https://www.bifie.at/downloads)

(GRAFIK 0524-15, Format 88 x 108 mm)

(schluss) nt;aku;jul

 

 

Andrea Steiner
Büro Kurt Schober
SPÖ-Parlamentsklub
Tel.: 01/40110-3945

 

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