Dienstag, 5. Mai 2015

2015.05.05: Bildung

APA0144 II, XI 05.05.2015 10:36:10

 

Matura: Elf blinde und sehbehinderte Schüler legen Zentralmatura ab

Utl.: Schwer sehbehinderte oder blinde Schüler können Deutsch- und Englisch-Matura am Computer machen

Oberstufe/Wien/Hintergrund

Nach Angaben des Bundesinstitut für Bildungsforschung (Bifie) nehmen heuer elf Schüler, die entweder sehbehindert oder blind sind, an der Zentralmatura teil. Dafür wurden die regulären Aufgaben vom Bundesblindeninstitut extra überarbeitet. Stark sehbehinderte oder blinde Schüler können die Deutsch- und Englisch-Matura mittels Braillezeile am Computer bearbeiten.

Die Angaben zur heute, Dienstag, stattfindenden Reifeprüfung in Deutsch und für die morgen, Mittwoch, folgende Englisch-Matura werden für die betroffenen Kandidaten im .rtf-Format an die Schulen übermittelt. Das ermöglicht den Schülern, die Beispiele dann mittels Braillezeile am Computer zu lösen.

Anders in der Mathematik: Da in den zentral vorgegebenen Mathe-Aufgaben Grafiken vorkommen, die noch nicht barrierefrei dargestellt werden können, erhalten stark sehbehinderte Maturanten eigene, nicht vom Bifie erarbeitete Aufgaben. Diese werden an der jeweiligen Schule nach bestimmten Vorgaben erstellt und dann vom Landesschulrat absegnet, erklärte man am Bifie der APA.

Schulen, an denen weniger stark sehbehinderte Schüler antreten, können jeweils am Vortag der Klausur die regulären (noch verschlüsselten) Aufgaben herunterladen. Diese werden dann unmittelbar vor der Prüfung mit einem dafür übermittelten Code entschlüsselt und in der gewünschten Schriftgröße an den Schulen ausgedruckt.

Generell liege die Entscheidung darüber, in welchem Ausmaß in irgendeiner Form beeinträchtigte Schüler an der Zentralmatura teilnehmen, bei der jeweiligen Schule und der zuständigen Schulaufsicht, hieß es beim Bifie. Man wolle den Schülern aber die Möglichkeit geben, die standardisierte Reifeprüfung zu absolvieren.

(schluss) nt;mk

APA0131 II, XI 05.05.2015 10:29:58

 

Matura: Die ersten Zentralmatura-Siegel wurden gebrochen

Utl.: Deutsch-Klausuren als Auftakt - Nervosität an Gymnasium in Wien-Penzing nicht allzu groß - BILD VIDEO

Oberstufe/Wien/Österreich

Mit den Klausuren im Fach Deutsch begann heute, Dienstag, bundesweit an den AHS die neue standardisierte schriftliche Reifeprüfung (Zentralmatura). Bis zum Moment des Brechens des Siegels an den Kuverts, die die Aufgabenhefte enthalten, wusste an den Schulen niemand etwas über den Inhalt. Das sei eine neue Situation, aber kein Grund zu Beunruhigung, so der Tenor an einem Gymnasium in Wien-Penzing.

Schon bei der Lieferung in den vergangen Wochen kontrollierten die Empfänger - meist die Schulleiter - die Pakete mit den Aufgabenbögen, die sie vom Bundesinstitut für Bildungsforschung (Bifie) erhielten, auf Vollständigkeit. Die Aufgabenhefte selbst blieben aber bis zum Moment des Beginns der Klausuren geschlossen.

An den Schulen laufen die Vorbereitungen bereits seit Tagen: Sie mussten etwa die Bögen vorbereiten und abstempeln, auf die die Maturanten dann schreiben. Seit ungefähr halb sieben Uhr war Schulleiter Hubert Kopeszki vom Goethe-Gymnasium in der Astgasse in Wien-Penzing am Tag X an seinem Arbeitsplatz. Der Festsaal, in dem zwei der drei Klassen, die heute die Deutschmatura in Angriff nehmen, die Prüfung ablegen, wurde vorbereitet. Die dritte Klasse - eine Computerklasse - legte ihre Klausur an Rechnern im Informatiksaal ab.

Die Premiere der Zentralmatura sei "sicher ein spannender Moment, aber das ist jede Matura", erklärte Kopeszki im Gespräch mit der APA. Versiegelte Kuverts habe es auch früher gegeben - damals wusste man aber zumindest, worum sich die Themen drehen werden. "Jetzt ist es natürlich schon so, dass weder der Lehrer noch der Direktor, logischerweise die Schüler auch nicht, diese Angaben kennen." Da die heurigen Maturanten keinen anderen Ablauf kennen, könnten sie dadurch auch nicht zusätzlich verunsichert sein, so der Schulleiter.

Für die Lehrer und die Schule stellt sich die Situation möglicherweise anders dar, gibt Kopeszki zu bedenken. "Für uns hier am Goethe-Gymnasium ist das aber kein großer Unterschied, weil wir bei den Probeklausuren schon gesehen haben, dass die vorbereitenden Jahre sehr gut genützt wurden. Das heißt, unsere Schüler sind optimal vorbereitet."

Das gelte aber wahrscheinlich nicht für alle Schulen: Aus Statistiken zu den Probeklausuren in Wien lasse sich ablesen, dass etwa in Mathematik "manche Klassen noch nicht firm sind", so Kopeszki. Manche Lehrer täten sich sicher noch schwer mit der Umstellung, denn nicht nur das Format sei anders, es werde auch "inhaltlich ein bisschen anders abgefragt".

Die Schüler und Eltern seien im Vorfeld nicht nervöser gewesen als in den Jahren davor. "Ich glaube, dass das eher durch die Medien aufgepusht wird", so der Schulleiter. Auch die Frage der unterschiedlichen Beginnzeiten und der damit verbundenen theoretischen Möglichkeit, dass Angaben mit Smartphones abfotografiert werden und im Internet auftauchen, sieht der Direktor "eher locker". Man habe mit dem Phänomen "Smartphone" umzugehen gelernt.

Zu Beginn der ersten Klausur im Festsaal der Schule um acht Uhr dreißig wurden die Telefone auch gleich in einer großen Box gesammelt. Mittlerweile eine Routine, auch bei Schularbeiten. Die Schüler suchten sich ihre Plätze, legten ihre Jause und Getränke für die 300 Minuten Bearbeitungszeit auf die Tische und erhielten einen Datenbogen und die Bögen, auf die sie schreiben. Die Aufgabenhefte kamen ganz zum Schluss. Dann wurde die Klausur mit dem Vorlesen eines standardisierten Satzes eingeläutet.

"Ich habe nicht wirklich Angst, weil man kann ja auch nicht wirklich lernen. Also Deutsch kann man entweder oder nicht, man muss sich halt die Textsorten anschauen. Wir lassen uns überraschen, was kommt", erklärte Gregor Seemann, einer der Maturanten, der APA kurz vor Einlass in den Festsaal. "Die Lehrer sind sehr nervös, die machen uns seit Wochen schon quasi 'Angst'", sagte der selbst nicht allzu nervös wirkende Schüler. Das liege daran, dass er sich durch die Schule sehr gut vorbereitet fühle. "Es wird nicht so schwer werden heute." Auch vor der am kommenden Montag (11. Mai) anstehenden Mathematik-Zentralmatura halte sich die Furcht in Grenzen, da man etwa in speziellen Workshops sehr gezielt vorbereitet wurde.

(schluss) nt;aku;mk

APA0107 II, XI 05.05.2015 09:56:07

 

Matura: Auftakt vorerst ohne Probleme

Utl.: Keine Meldung über fehlende Hefte - Keine Anforderung von Downloads - BILD VIDEO

Oberstufe/Österreich-weit

Vorerst ohne Probleme hat am Dienstag mit dem Fach Deutsch die erste österreichweite Zentralmatura an den AHS sowie entsprechende Schulversuche an den berufsbildenden höheren Schulen (BHS) begonnen. Laut Bundesinstitut für Bildungsforschung (Bifie) meldete bis 09.15 Uhr keine einzige Schule fehlende oder fehlerhafte Angaben, hieß es gegenüber der APA.

Dementsprechend wurden von den Direktoren auch keine Aufgaben zum Download beim Bifie angefordert. Mit dieser Sicherungsmaßnahme würden etwa fehlende oder unleserliche Angaben, für die es keine oder ebenfalls nur fehlerhafte Reservepakete gibt, ersetzt.

Direktoren hätten lediglich wie vorgesehen die für blinde und sehbehinderte Schüler vorgesehenen Aufgaben beim Bifie heruntergeladen. Diese werden dann in der für die Schüler benötigten Schriftgröße ausgedruckt bzw. von blinden oder stark sehbehinderten Schülern mittels Braillezeile am Computer bearbeitet.

(schluss) aku;mk

OTS0065 CI 05.05.2015 10:40:05

 

Grüne Wien/Ellensohn, Landau: 1000 LehrerInnen mehr für die Pflichtschule

Grüne/Wien/Bildung/Kinder/Schule

David Ellensohn, Klubobmann der Grünen Wien, und Daniel Landau, Bidungsexperte und Kandidat auf der Grünen Liste für die Gemeinderatswahl, unterstützen Maria Vassilakous Forderung nach 1.000 zusätzlichen Lehrern und Lehrerinnen für den Pflichtschulbereich.

Laut Wiener Lesetest können 22,4 Prozent der Wiener 14-Jährigen kaum oder sehr schlecht lesen. Das sind 3220 Wiener Jugendliche. Bei den 10-Jährigen waren es 18,6 Prozent. "Statt die jahrelang anstehenden Probleme im Bildungsbereich anzugehen, startet Stadtschulratspräsidentin Brandsteidl eine "Aktion scharf" mit der Wiener Polizei gegen SchulschwänzerInnen. Wir brauchen jedoch nicht vor jeder Schule oder in jedem Park einen Polizisten, der Kinder kontrolliert, ob sie in die Schule gehen, sondern wir brauchen 1.000 LehrerInnen in den Schulen mehr", so Ellensohn.

"In den Volksschulen in Wien laufen viele LehrerInnen buchstäblich gegen die Wand. Sie wollen das Beste für jedes Kind, aber müssen jeden Tag scheitern. Sie brauchen dringend Unterstützung. Zwei LehrerInnen, vor allem in den besonders herausfordernden Bezirken in Wien, das wär's!", ergänzt Landau.

Landau berichtet aus seiner eigenen Erfahrung: "An einen Schulbesuch im 12. Bezirk erinnere ich mich gut. Kinder mit den unterschiedlichsten Talenten waren versammelt. Die Lehrerin machte wunderbaren Unterricht, aber alleine konnte sie unmöglich die Potentiale aller gleich gut entfalten."

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OTS0025 CI, II 05.05.2015 09:32:14

 

Kitzmüller: Sexualerziehungs-Erlass verhindern

FPÖ/Unterricht/Schule/Sexualerziehung

Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek sorgt mit ihrem Vorstoß zur Sexualerziehung für Ablehnung. "Wir müssen die Familie und Kinder davor bewahren, dass sie bereits im Kindergarten und in der Volkschule mit sexuellen Vorlieben und Praktiken belästigt werden. Die Vermittlung sexueller Einstellungen und Sexualerziehung haben im Kindergarten gar nicht und in der Volksschule nur in geringen Dosen zu erfolgen. Es ist erschreckend, auf welche Ideen die "Unbildungsministerin" kommt, um ihre Ideologien bereits von klein auf an die Kinder zu bringen", ärgert sich FPÖ-Familiensprecherin, NAbg. Anneliese Kitzmüller.

Die umstrittene Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek mache durch bestenfalls gewagte Gesellschaftspolitik auf sich aufmerksam. "Unsere Bildungsministerin soll sich lieber darum kümmern, dass die Kinder, wenn sie die Schulen verlassen, Lesen, Schreiben und Rechnen können. Ich möchte nicht, dass Kinder im Volksschulalter bereits mit dem Thema Sexualität überfordert werden. Sexualerziehung ist die primäre Aufgabe der Eltern und Erziehungsberechtigten", fordert Kutzmüller mehr pädagogisches Feingefühl.

"Eltern sollten ihre Kinder aufklären. Dieser sensible Bereich hat nicht vom Staat verordnet zu werden. Hier geht es nicht ausschließlich um Bildung, sondern um die schleichende Entmündigung der Eltern. Frau Heinisch-Hosek will scheinbar den Genderwahn über die Hintertür einführen, nachdem sie auf anderen Ebenen mit diesem Ansatz gescheitert ist. Das muss verhindert werden. Ich werde die Bildungsministerin im heutigen Unterrichtsausschuss darauf ansprechen", so Kitzmüller.

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Andrea Steiner
Büro Kurt Schober
SPÖ-Parlamentsklub
Tel.: 01/40110-3945

 

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