Dienstag, 5. Mai 2015

2015.05.05: Bildung

Mittagsjournal, 5.5.2015

 

Zentralmatura: Erster Tag

Regina Pöll

Zehn Jahre Planung und heute Früh der Gong zur ersten Runde: die Zentralmatura hat mit dem Fach Deutsch begonnen, verpflichtend an allen Gymnasien und als Schulversuch an einigen Berufsbildenden Höheren Schulen. Noch sind sie mittendrin, die Schülerinnen und Schüler, an denen ausprobiert wird, ob's klappt, was sich Bildungspolitiker, Experten und Lehrer ausgedacht haben.

Die neue Matura ist etwas Besonderes, sagen die Schüler. Etwa am BORG Feldbach in der Steiermark.
Die Nervosität ist auch bei den Lehrern und Direktoren groß. Direktor und Deutschlehrer Christian Schacherreiter vom Georg-von-Peuerbach-Gymnasium in Linz nach den Pannen bei den Probeläufen im Vorjahr.
Vor allem die Mathematik-Matura nächsten Montag macht noch vielen Lehrern und Schülern Sorgen, bei einer Probeklausur im Dezember sind 30 Prozent durchgefallen.
In Kürze geht die Deutsch-Matura zu Ende, morgen steht Englisch auf dem Programm.

 

 

Mittagsjournal, 5.5.2015

 

Gratiskindergartenjahr bleibt

Monika Feldner-Zimmermann

Seit fünf Jahren gibt es das verpflichtende Gratiskindergartenjahr. Alle 5-Jährigen müssen einen Kindergarten besuchen, damit sie möglichst gut auf die Schule vorbereitet werden. Der Bund hat den Ländern pro Jahr 70 Millionen Euro dafür zugeschossen. Die Vereinbarung läuft Ende August aus. Nachfolgeregelung gibt es noch keine, weshalb manche Länder das Ende des verpflichtenden Gratiskindergartenjahres befürchten. Doch Familienministerin und Finanzminister beruhigen.

APA0309 II, XI 05.05.2015 13:14:52

 

Matura: Süskind, Klum und Unterberger bei Deutsch-Matura

Utl.: Themenpakete zu Familie, Kritik und sozialer Gerechtigkeit

Oberstufe/Österreich-weit

Unter anderem mit Texten des deutschen Autors Patrick Süskind sowie der österreichischen Journalisten Andreas Unterberger und Katharina Krawagna-Pfeifer haben sich die Schüler heute, Dienstag, bei der ersten österreichweiten Zentralmatura an den AHS auseinandersetzen müssen. Insgesamt gab es drei Themenpakete mit je zwei Aufgaben zur Auswahl, von denen eines ausgesucht werden musste.

Die drei Themenpakete standen dabei jeweils unter einer gemeinsamen Klammer - diese reichte von der Macht der Kritik über Familie bis zu sozialer Gerechtigkeit, schilderte eine Maturantin nach getaner Arbeit der APA. Die im Themenpaket zur Kritik verpackte diesjährige literarische Aufgabe stammte mit "Parfum"-Autor Patrick Süskind diesmal von unverdächtiger Seite: Im Vorjahr hatte ein Text mit angeblicher NS-Lastigkeit eines eher unbekannten deutschen Schriftstellers aus dem Jahr 1947 für Aufregung gesorgt. Außerdem war heuer ein Kommentar über einen Text zur Feedbackkultur zu verfassen.

Beim Thema Familie musste unter anderem eine Meinungsrede zu einem "Zeit"-Artikel geschrieben werden, bei dem sich die Schüler etwa mit Model und "Übermutter" Heidi Klum auseinandersetzen mussten. Das letzte Themenpaket enthielt unter anderem eine Aufgabe, bei der ein Leserbrief zu zwei Kolumnen verfasst werden musste, in der sich Unterberger und Krawagna-Pfeifer mit dem Thema "Bettelverbot" befassten.

(schluss) aku;nt;mk

APA0261 II, XI, AI 05.05.2015 12:26:05

 

Lehrervertreter warnen grenzübergreifend vor Sparen bei Bildung

Utl.: Gemeinsame Erklärung von Lehrer-Verbänden aus Österreich, Deutschland und der Schweiz

Bildung/Lehrende/Politik/Deutschland

In einer gemeinsamen Erklärung warnen Lehrervertreter aus Österreich, Deutschland und der Schweiz vor langfristig negativen Effekten von Sparmaßnahmen. "Wer bei der Bildung spart, riskiert teure Folgekosten", heißt es heute, Dienstag, in einer Aussendung anlässlich eines Treffens der Lehrerverbände GÖD-APS (Österreich), LCH (Schweiz) und VBE (Deutschland) auf der Insel Mainau im Bodensee.

In Österreich und Deutschland orten die Vertreter der österreichischen Pflichtschullehrer-Gewerkschaft (GÖD-APS) bzw. des deutschen Verbands Bildung und Erziehung (VBE) im Bereich der öffentlichen Bildung "chronische Unterfinanzierung", die immer wieder zu "Sparpaketen" in den Schulen führe. In der Schweiz sei der "extreme Steuerwettbewerb zwischen den Kantonen" die Triebfeder hinter der ungenügenden Finanzierung im Bildungswesen, so der Dachverband Lehrerinnen und Lehrer Schweiz (LCH).

Konkret wollen sich die Verbände gegen ihrer Ansicht nach zu große Klassen, zu hohe Unterrichtsverpflichtungen und schlechte Betreuungsverhältnisse engagieren. Weitere Kritikpunkte betreffen auch das "ständige Überwälzung von Aufgaben, ohne entsprechende Ressourcen zur Verfügung zu stellen", den "Abbau von Unterrichts-, Förder- und Ergänzungsangeboten" und "die völlig ungenügende Lohnentwicklung der letzten zwanzig Jahre". Die Aussender, unter ihnen der Chef der ARGE Lehrer in der GÖD, Paul Kimberger, weisen auch auf die besondere Bedeutung der öffentlichen Wertschätzung für die Lehrer hin.

(schluss) nt;mk

 

 

Andrea Steiner
Büro Kurt Schober
SPÖ-Parlamentsklub
Tel.: 01/40110-3945

 

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