Donnerstag, 7. Mai 2015

2015.05.07: Bildung

APA0244 II, XI 07.05.2015 12:01:26

 

Matura: Bei Einbruch 2 - Latein-Matura findet planmäßig statt

Utl.: Einheitlicher Beginn für "Latein sechsjährig" am Mittwoch um 10.00 Uhr - BILD

Oberstufe/Österreich-weit

Die Latein-Matura findet am Mittwoch (13. Mai) planmäßig statt. Die aufgebrochenen Aufgaben dürfen dabei nicht verwendet werden. Das Bundesinstitut für Bildungsforschung (Bifie) werde die für Notfälle vorbereiteten Ersatzaufgaben für Latein in der sechsjährigen Form am Prüfungstag in der Früh allen Schulen übermitteln, hieß es aus dem Bildungsministerium. Prüfungsbeginn ist einheitlich um 10 Uhr.

Nach Abschluss der Spurensicherung durch die Polizei und der Prüfung der im Tresor befindlichen Klausuraufgaben stehe definitiv fest, dass "das Kuvert für 'Latein 6-jährig' geöffnet worden ist", hieß es in einer Aussendung des Ministerium. "Damit sind die Aufgaben öffentlich." Die Kuverts mit den Aufgaben für Französisch und Mathe seien dagegen "vollständig vorhanden und ungeöffnet".

In der Schulleitung des Akademischen Gymnasiums gab es auf Anfrage der APA keine Informationen. Direktor Klaus Schneider ließ ausrichten, dass man auf Weisung des Landesschulrates keine Auskünfte erteilen dürfe.

Eine Sprecherin der Landespolizeidirektion Salzburg sagte gegenüber der APA, dass in der Stadt Salzburg in der Nacht auf heute, Donnerstag, in drei Schulen eingebrochen worden sei. "Ich habe die Information bekommen, dass es sich nicht um Diebstahl von schriftlichen Unterlagen handelt." Es sei Bargeld gestohlen worden, die Höhe der Beträge war vorerst nicht bekannt.

Die Diebe haben Türen der Schulgebäude aufgebrochen. "Derzeit gibt es keine Hinweise auf die Täter", erklärte Polizei-Sprecherin Irene Stauffer. Das Ergebnis der Spurensicherung muss noch abgewartet werden.

(schluss) aku;vr;bn;cm;jul

APA0220 II, XI 07.05.2015 11:41:52

 

Matura - Bei Einbruch in Salzburger Schule Latein-Aufgaben geöffnet

Utl.: Maturanten erhalten Ersatzaufgaben

Oberstufe/Österreich-weit/Salzburg

Bei einer Einbruchsserie in Salzburger Schulen ist am Akademischen Gymnasium ein Paket mit Zentralmatura-Aufgaben aus dem Fach Latein geöffnet worden. Entsprechende Infos auf Twitter bestätigte man der APA im Bildungsministerium. Die für den kommenden Mittwoch (13. Mai) angesetzte Latein-Matura soll aber planmäßig stattfinden. Die Schüler erhalten für solche Fälle vorgesehene Ersatzaufgaben.

Ziel der Einbruchserie, von der mehrere Schulen betroffen waren, sollen nicht die Maturaaufgaben gewesen sein, sondern Wertgegenstände. An einer AHS wurde allerdings auch das wie vorgesehen im Schultresor verwahrte Aufgabenpaket für die Latein-Zentralmatura in der sechsjährigen Form aufgerissen. Die Matura-Pakete in den anderen Fächern sollen unversehrt sein.

Da die Latein-Zentralmatura erst am Mittwoch (13. Mai) stattfindet, erhalten die Maturanten nun die vom Bundesinstitut für Bildungsforschung (Bifie) für solche Fälle bereitgehaltenen Ersatzaufgaben.

(fortsetzung) aku;cm;jul

APA0134 II, XI 07.05.2015 10:13:13

 

Matura: Selbsterfahrung eröffnete Blick zurück und in die Zukunft

Utl.: Bifie lud zur verkürzten "Matura für Medienvertreter" - Prüfungssituation mit starkem Hang zur Authentizität (Von Nikolaus Täuber/APA)

Oberstufe/Wien/Österreich-weit

Unter dem Titel "Matura für Medienvertreter" lud das Bundesinstitut für Bildungsforschung (Bifie) am Mittwochabend Journalisten zu einer Art Zeitreise ein. Es galt der Gegenwart und Zukunft der Matura durch die Brille der eigenen Schul-Erfahrungen zu begegnen. Erkenntnis: Nicht der erste, sondern der zweite Teil des Wortes "Zentralmatura" ist der entscheidende.

Angesichts dessen, wie die Zentralmatura dieser Tage aufgearbeitet wird, könnte der Eindruck entstehen, es ginge vor allem darum, wie sie organisiert und aufgebaut ist und was dabei potenziell alles daneben gehen kann. In dem Konferenzraum des mit der Erstellung, Planung und Abwicklung der Zentralmatura betrauten Bifie in Wien-Leopoldstadt rückten solche Überlegungen allerdings rasch in den Hintergrund.

Spätestens ab der Ansage, dass auf dem Tisch außer Schreibgerät, Getränk, Aufgabenheft und Antwortzettel nichts etwas verloren habe bzw. dem Absammeln der Handys wurde klar, dass es sich hier eher nicht um eine Juxveranstaltung handelt. Das Bild vervollständigten die Protagonisten: Jürgen Horschinegg, Leiter des Bifie-Standorts Wien, wies beim Öffnen des versiegelten Kuverts auf seine langjährige Erfahrung als Matura-Vorsitzender hin.

Durch die Prüfung führten die frühere BHS-Lehrerin und Teamleiterin für Lebende Fremdsprachen am Bifie, Eva Dousset-Ortner, und die Native-Speakerin Dianne Davies. Streng nach Protokoll lief die auf ungefähr 90 Minuten gekürzte Journalisten-Matura ab. Sie bestand aus Aufgaben, die auch die Schüler in ihrer 270-minütigen Klausur wenige Stunden davor bearbeitet hatten.

Der Boden für die Assoziationen, die nötig sind, um sich einige Jahre zurückversetzt zu fühlen, war gelegt und beim Öffnen des ersten Aufgabenheftes zu Lesekompetenz machte sich trotz besseren Vorsatzes eine gewisse Nervosität bemerkbar. Die beiden Texte - die Schüler bearbeiteten vier - drehten sich um Verkehrsprobleme Chinas und Straßenüberwachung in Sydney. Dazu galt es Fragen zu beantworten und Sätze passend zu vervollständigen.

Im anschließenden Hörteil erhöhte sich das Tempo. Die Fragen zu den zwei Radiobeiträgen (die "echten" Maturanten bekamen vier), die je zwei Mal vorgespielt wurden, mussten fast in Echtzeit eingetragen und auf den Antwortzettel übertragen werden. Das löste erstes Stöhnen unter den Teilnehmern aus. Ein Beitrag war ein Radio-Nachruf anlässlich des Todes der britischen Ex-Premierministerin Margaret Thatcher. Hier hatten Kandidaten mit Hintergrundwissen über ihr Leben und Wirken möglicherweise Vorteile. Machbar war die Aufgabe aber auch ohne Vorwissen.

Im dritten Teil ging es um Sprachverwendung im Kontext, also etwa Grammatik. Es galt Texte über Felix Baumgartner und die Anfänge der Suffragetten-Bewegung zu vervollständigen und überschüssige Wörter in einem Text über Höhlenmalerei zu eliminieren. Auch das erwies sich als nicht immer einfach. Die Schüler erhielten noch eine vierte Aufgabe in diesem Gebiet, außerdem bekamen sie noch ein viertes Aufgabenhaft mit zwei Schreibaufgaben, die den Journalisten erspart blieben: In einem Essay im Umfang von etwa 400 Wörtern sollten sich die Maturanten mit dem Risikoverhalten Jugendlicher auseinandersetzen. Ein Blog-Eintrag in etwa 250 Worten sollte das Thema "Radfahren in der Stadt" behandeln.

Nach der Prüfung tauchte unter den Teilnehmern immer wieder die gleiche, nicht unvertraute Frage auf: "Und, wie ist es dir gegangen?" Der Tenor lautete: "Gut". Mit dem Befund, dass der Hörteil nicht einfach war, stand man nicht alleine da. Auch die Erkenntnis, dass man das eine oder andere Aufgabenformat so in der eigenen Schulzeit sicher nicht bearbeitet hat und es dementsprechend dauerte, um sich darin zu orientieren, teilten mehrere Teilnehmer.

Seine Ergebnisse erfuhr man dann in Einzelgesprächen. Fazit: Allzu viel war zum Glück nicht falsch - Davis legte trotzdem den Finger in eine kleine Wunde und deutete mit den Worten "You know that, don't you?", auf ein falsch ergänztes Wort. Antwort in etwa: "Ähm, yes, no, maybe."

(schluss) nt;aku;jul

APA0115 II, XI 07.05.2015 09:57:33

 

Matura: Bifie-Chef sieht Zentralmatura bisher "auf gutem Weg"

Utl.: Rückmeldungen bis dato "kritisch positiv" - Aufgaben zur Englisch-Matura online

Oberstufe/Wien/Österreich-weit

Bisher befinde sich die heuer an 427 AHS und BHS durchgeführte Zentralmatura "auf einem guten Weg", erklärte Jürgen Horschinegg, Leiter des Bifie-Standorts Wien, am Mittwochabend vor Journalisten. Man müsse jetzt von Tag zu Tag so gut als möglich die bisher "kritisch positiven" Rückmeldungen analysieren. Der Mathematik-Klausur am kommenden Montag sehe man gelassen entgegen.

Ein erstes Zwischenresümee zeige, dass "die Logistik funktioniert hat. Es war alles da, wo es sein sollte", so Horschinegg. Das sei zwar selbstverständlich - wenn man sich aber vor Augen führe, wie komplex der Versand der österreichweit ungefähr 180.000 Aufgabenhefte ist, sei das schon ein gewisser Erfolg. "Da haben die Bemühungen offenbar bisher gegriffen. Ich hoffe, das bleibt so", erklärte der Bifie-Chef mit Blick auf die noch bis 13. Mai laufenden schriftlichen Prüfungen.

Die bisherigen Rückmeldungen zu den Aufgaben bezeichnete Horschinegg als "kritisch positiv". Dass über Maturaaufgaben diskutiert wird, sei ein "demokratischer Prozess" und auch in anderen Ländern mit standardisierter Reifeprüfung an der Tagesordnung. Die Aufgaben sollten gesellschaftlich relevante Themen berühren. Interessensvertretungen wiederum liege daran, dass ihre Sichtweise bei der Reifeprüfung auch berücksichtigt werde.

Die Aufgaben den gestrigen Englisch-Klausuren können seit heute Früh unter https://www.bifie.at/downloads heruntergeladen werden.

(schluss) nt;aku;jul

ORF – 6. Mai 2015

 

Einbrecher öffnen versiegelte Lateinmatura

Ein Einbruch im Akademischen Gymnasium in der Stadt Salzburg sorgt in der Maturazeit für große Aufregung. Denn die Einbrecher brachen in der Nacht auf Donnerstag den Schultresor auf und öffneten dabei ein Kuvert der zentralen Lateinmatura.

Der Direktor des Akademischen Gymnasiums, Klaus Schneider, bestätigte den Einbruch in seine Schule am Donnerstagvormittag gegenüber dem ORF Salzburg. Und auch das Bildungsministerium schrieb zu Mittag in einer Aussendung, dass nach Abschluss der Spurensicherung durch die Polizei und der Prüfung der im Tresor befindlichen Klausuraufgaben definitiv feststehe, dass „das Kuvert für ‚Latein 6-jährig‘ geöffnet worden ist“. „Damit sind die Aufgaben öffentlich.“ Die Kuverts mit den Aufgaben für Französisch und Mathe seien dagegen „vollständig vorhanden und ungeöffnet“, so das Ministerium in seiner Aussendung.

Ersatzaufgaben an alle Schulen Österreichs

Da die Latein-Zentralmatura erst am Mittwoch stattfindet, erhalten die Maturanten nun die vom Bundesinstitut für Bildungsforschung (BIFIE) für solche Fälle bereitgehaltenen Ersatzaufgaben. Es sollte deshalb zu keiner Verzögerung kommen.

Eingebrochen wurde in Salzburg übrigens nicht nur ins Akademische Gymnasium, sondern in mehrere Schulen in der Stadt Salzburg. Ziel der Einbrüche sollen aber nicht die Maturaaufgaben gewesen sein, sondern Wertgegenstände. „Derzeit gibt es keine Hinweise auf die Täter“, erklärte Polizei-Sprecherin Irene Stauffer.

 

 

 

 

Andrea Steiner
Büro Kurt Schober
SPÖ-Parlamentsklub
Tel.: 01/40110-3945

 

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