Freitag, 8. Mai 2015

2015.05.08: Bildung

APA0251 II, XI 08.05.2015 12:07:03

 

Matura: Höhepunkt mit Mathematik

Utl.: Französisch-Matura läuft vorerst problemlos

Oberstufe/Österreich/Vorschau

Mit den Klausuren in Mathematik steht am Montag (11. Mai) praktisch der Höhepunkt der neuen Zentralmatura an den AHS am Programm. In keinem anderen Fach fallen im Regelfall mehr Schüler durch. Im Dezember gab es bei einer Probeschularbeit rund ein Drittel "Nicht Genügend".

An den AHS ist die Mathe-Zentralmatura für alle Schüler gleich und besteht aus zwei Teilen zu je 24 Punkten. Insgesamt dauert sie 270 Minuten. Den ersten Teil bilden 24 sogenannte "Typ-1-Aufgaben", bei denen die Schüler Grundwissen und Grundfertigkeiten "ohne darüber hinausgehende Eigenständigkeit" nachweisen müssen. Die Aufgaben können dabei nur als gelöst (ein Punkt) bzw. nicht gelöst (null Punkte) bewertet werden. Nach 120 Minuten muss das Teil-1-Aufgabenheft abgegeben werden.

Der zweite Teil besteht aus vier bis sechs umfangreicheren "Typ-2-Aufgaben" (mit je zwei bis sechs Unteraufgaben), bei denen eine "selbstständige Anwendung von Wissen und Können erforderlich ist". Pro Unteraufgabe können dabei null bis zwei Punkte verteilt werden. Für die Bearbeitung des zweiten Teils stehen 150 Minuten zur Verfügung.

Für ein "Genügend" müssen im ersten Teil zwei Drittel der Aufgaben richtig gelöst, also 16 Punkte erreicht werden - unabhängig von der Punkteanzahl im zweiten Teil. Ausnahme: Im zweiten Teil können noch extra gekennzeichnete sogenannte "Ausgleichspunkte" gesammelt werden, die für den ersten Teil angerechnet werden. Wer also etwa 13 Punkte im ersten Teil und drei "Ausgleichspunkte" im zweiten sammelt, ist ebenfalls noch positiv.

Die Aufgaben haben unterschiedliche Formate: Neben offenen Formaten, bei denen einfach die Antwort zu einer Aufgabenstellung ins Aufgabenheft geschrieben wird, gibt es noch Zuordnungsaufgaben (Antwortmöglichkeiten müssen Aussagen zugeordnet werden), Konstruktionsaufgaben (Ergänzung von Punkten, Geraden bzw. Kurven), diverse Multiple-Choice-Formate sowie Lückentexte. Für beide Prüfungsteile dürfen aus dem Unterricht gewohnte technologische Hilfsmittel (z. B. Taschenrechner) und approbierte Formelsammlungen verwendet werden.

Auch manche BHS nehmen im Rahmen von Schulversuchen an der Mathe-Zentralmatura teil. Hier gibt es aber keine einheitlichen Aufgaben, sondern Differenzierungen nach Schultyp (z.B.: HAK, HTL) bzw. sogar innerhalb des Schultyps (etwa innerhalb der HTL in Angewandter Mathematik entsprechend unterschiedlicher Ausbildungsschwerpunkte wie Elektronik oder Maschinenbau).

Unterdessen hat die Französisch-Matura am Freitag offenbar reibungsfrei begonnen. Laut Bundesinstitut für Bildungsforschung (Bifie) wurden keine fehlenden bzw. unvollständigen Angaben gemeldet. Insgesamt treten rund 2.200 Schüler in diesem Fach an.

Unter http://go.apa.at/deXLYIaD sind seit Freitag Früh außerdem die Matura-Aufgaben der Reifeprüfungen aus Spanisch sowie den Volksgruppensprachen Kroatisch, Slowenisch und Ungarisch vom Donnerstag abrufbar.

(schluss) aku;nt;ks

ORF – 8. Mai 2015

 

Mehr Geld für sprachliche Frühförderung

Integrationsminister Sebastian Kurz (ÖVP) und der niederösterreichische Landeshauptmann Erwin Pröll (ÖVP) haben heute eine 15a-Vereinbarung über die sprachliche Frühförderung in Kindergarteneinrichtungen unterzeichnet.

Bis 2018 stellt der Bund dafür 60 Millionen Euro zur Verfügung. Das sei eine Vervierfachung der Mittel gegenüber der ersten Periode seit 2012, betonte Kurz. Von den Ländern kommen 30 Millionen.

Der Minister dankte Pröll, derzeit Vorsitzender der Landeshauptleute-Konferenz, für die Zusammenarbeit mit den Bundesländern. Integration funktioniere durch Leistung, und diese müsse man ermöglichen. Es gelte, früh zu fördern, statt später zu reparieren. Angesetzt werde daher bei den Drei- bis Sechsjährigen, damit die Deutschkenntnisse beim Schuleintritt bereits vorhanden sind.

 

 

OTS0077 II, CI 08.05.2015 10:44:28

 

Bildungsministerin Heinisch-Hosek will ab Herbst Politische Bildung als Pflichtmodul einführen

Utl.: Aktionstage Politische Bildung luden mit über 200 Veranstaltungen zur aktiven Auseinandersetzung mit Politik ein

Heinisch-Hosek/Bildung/Schule/Innenpolitik

Am 9. Mai, dem Europatag der Europäischen Union, enden die Aktionstage Politische Bildung 2015 zum Motto "Macht und Ermächtigung". Jedes Jahr laden von Ende April bis Mitte Mai zahlreiche Veranstaltungen und Aktionen zur Auseinandersetzung mit Politik und Politischer Bildung ein. Auch heuer konnten SchülerInnen und LehrerInnen aus mehr als 200 Angeboten wählen und damit einen Fokus auf Politischen Bildung setzen. "Gerade die letzten Monate haben uns einmal mehr gezeigt, wie wichtig es ist, dass junge Menschen die Möglichkeiten haben, sich auch im Rahmen der Schule mit politischen Fragestellungen zu beschäftigen", so Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek.

Um den Stellenwert der Politischen Bildung zu erhöhen wird derzeit das Unterrichtsprinzip, mit dem Politische Bildung auf allen Schulstufen und in allen Schulformen verankert ist, überarbeitet. Zudem soll ab dem kommenden Schuljahr Politische Bildung im Rahmen des Geschichte und Sozialkunde-Unterrichts als Pflichtmodul ab der 6. Schulstufe aufsteigend eingeführt werden. "Damit stellen wir die Politische Bildung auf neue Beine und stärken ihre Bedeutung", hebt Bildungsministerin Heinisch-Hosek hervor.

Bei Politischer Bildung gehe es ganz zentral auch darum, dass junge Menschen darin unterstützt werden, sich aktiv in die Gesellschaft und in ihrem Lebensraum einzubringen, betont die Ministerin. Das heurige Aktionstage-Motto "Macht und Ermächtigung" spricht Kernfragen der Politischen Bildung an und steht in engem Zusammenhang zu den zahlreichen Gedenktagen in diesem Jahr. Wie ist Macht legitimiert, darf man sich den "Mächtigen" gegenüber auch kritisch äußern, ja, muss man das in manchen Situationen sogar? Wann ist es gerechtfertigt, sich gegen politische Machthaber aufzulehnen - und wann nicht? Wo sind die Grenzen? "Das sind Fragen, mit denen wir uns in einer historischen Perspektive beschäftigen müssen, weil sie auch Teil einer Erinnerungskultur sind und uns helfen, die Gegenwart besser begreifen zu können. Politische Bildung darf hier aber nicht stehen bleiben, sondern soll "Lust auf mehr" machen", so Heinisch-Hosek, die während der Aktionstage gemeinsam mit SchülerInnen der Mittelschule Mäder die Ausstellung "Fluchtwege" im Jüdischen Museum Hohenems besuchte.

Aufgrund der zahlreichen Jubiläums- und Gedenktage - u.a. 70 Jahre Ende des Zweiten Weltkriegs in Europa und Befreiung vom Nationalsozialismus, 70 Jahre Wiederherstellung der Zweiten Republik, 60 Jahre Staatsvertrag - hatten viele Veranstaltungen und Projekte, auch unterstützt durch das österreichweite Netzwerk _erinnern.at_, einen entsprechenden thematischen Fokus. Als unverzichtbarer, langjähriger Partner begleitete der Radiosender Ö1 die Aktionstage Politische Bildung auch in diesem Jahr wieder durch thematisch passende Beiträge. Alle Sendungen im Rahmen der Aktionstage können unter http://oe1.orf.at/politischebildung abgerufen bzw. zum größten Teil auch "nachgehört" werden.

Rückfragehinweis:
BM für Bildung und Frauen
Johanna Griesmayr, BA
Pressereferentin
01-53120/5014
johanna.griesmayr@bmbf.gv.at
www.bmbf.gv.at


Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/4920/aom

*** OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT ***

 

 

 

 

Andrea Steiner
Büro Kurt Schober
SPÖ-Parlamentsklub
Tel.: 01/40110-3945

 

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen