Dienstag, 12. Mai 2015

2015.05.12: Bildung

APA0210 II, XI 12.05.2015 11:24:09

 

Sexualerziehung: Heinisch-Hosek kritisiert Karmasin

Utl.: Soll Erlass einmal lesen

Sexuelle Diskriminierung/Schule/Österreich

Ziemlich harsch hat Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) am Dienstag vor dem Ministerrat die Kritik von Familienministerin Sophie Karmasin (ÖVP) am neuen Erlass für Sexualerziehung zurückgewiesen. Sie lud ihre Ministerkollegin ein, den Entwurf lieber einmal zu lesen.

Denn die vorgebrachte Kritik beziehe sich teilweise auf Dinge, die nicht einmal im Entwurf stünden. Überdies gehe das Unterrichtsprinzip zurück auf das Jahr 1970 und in die Zeit davor wolle man ja wohl doch nicht zurückgehen.

Karmasin hatte sich vergangene Woche in der "Presse" der Kritik der katholischen Kirche an dem Erlass des Bildungsministeriums angeschlossen und ein Zurück an den Start gefordert. Ihr Hauptkritikpunkt: die Sexualerziehung solle über den Erlass offenbar ohne entsprechende Einbindung der Eltern verstaatlicht werden.

(schluss) bei;mk

OTS0098 II, KI 12.05.2015 11:08:45

 

STOPPT SCHULE JETZT! Manifest für eine erneuerte Schule

Utl.: Heutige Aktion der Universität für angewandte Kunst am Ballhausplatz

Bildung/Schule/Universität

Vor, während und nach der heutigen Ministerratssitzung machten Lehrende und Studierende der Universität für angewandte Kunst am Ballhausplatz auf ihre bildungspolitischen Anliegen aufmerksam. Rektor Gerald Bast, Vizerektorin Barbara Putz-Plecko, Senatsvorsitzede Ruth Mateus-Berr, Studienkommssionsvorsitzender Christian Kaltenbrunner und rund 50 Studierende der Angewandten - ausgestattet mit zwei großen Transparenten und Informationsblättern - verteilten das "Manifest für eine erneuerte Schule" an VertreterInnen der Bundesregierung, JournalistInnen und PassantInnen.

STOPPT SCHULE JETZT! Manifest für eine erneuerte Schule

Wir brauchen eine NEUE SCHULE

Unser Schulsystem ist in seinem Kern nach den Erfordernissen der industriellen Revolution organisiert: Vermittlung von Kenntnissen und Fertigkeiten aus Fächern, die als wichtig definiert wurden, im Rahmen von Unterrichtseinheiten.

Das zieht sich bis heute durch: Der Fächerkanon wurde dem (technischen) Fortschritt entsprechend im Lauf der Jahre erweitert und modifiziert: Am Grundprinzip des Vermittelns und Abprüfens von Fachkompetenzen im Rahmen von einzelnen Disziplinen hat sich nichts geändert. Im Gegenteil: Der Kompetenzerwerb innerhalb von definierten Disziplinen wird nun auch inhaltlich standardisiert.

Aber: Unsere Gesellschaft verändert sich! KOMPLEXITÄT und INTERDEPENDENZ sind die Haupteigenschaften der Gesellschaft, die sich von der industriellen Produktionsgesellschaft über die Dienstleistungsgesellschaft zur Wissensgesellschaft weiterentwickelt hat und nun an der Schwelle zur KREATIVEN INNOVATIONSGESELLSCHAFT steht.

In Zukunft wird es demnach nicht mehr primär um den Erwerb von Wissen gehen, sondern um die Verknüpfung von Wissen - nicht um geradlinige, bekannte und abgesicherte Denkbewegungen, sondern um ein Denken in neuen Verbindungen und Bezügen. Es wird nicht mehr ausschließlich um den Erwerb von Fachkompetenzen gehen, sondern um das Herstellen von Beziehungen zwischen Fachdisziplinen und gesellschaftlichen Notwendigkeiten.

Dazu brauchen wir eine NEUE SCHULE!

Wir brauchen eine NEUE SCHULE, die den Menschen Kulturen erschließt!

Wir brauchen eine NEUE SCHULE, die anerkennt, dass es - über die schriftliche und verbale Kommunikation hinaus - auch andere Formen der Artikulation, Kommunikation und Interaktion gibt und diesen den notwendigen Raum schafft!

Wir brauchen eine NEUE SCHULE, in der Fantasie und assoziative Fähigkeiten genauso wichtig sind wie kognitives Wissen!

Wir brauchen eine NEUE SCHULE, die Wissen (auch ungewöhnlich) verknüpft, statt Wissen addiert!

Wir brauchen eine NEUE SCHULE, in der mindestens ein Drittel des Unterrichts in Form von disziplinenübergreifenden Projekten stattfindet!

Wir brauchen eine NEUE SCHULE, in der es um das Denken in Alternativen und das In-Frage-Stellen des Status quo geht!

Wir brauchen eine NEUE SCHULE, in der es um das Erkennen von nicht offensichtlichen Zusammenhängen geht!

Wir brauchen eine NEUE SCHULE, in der ein Viertel der Unterrichtszeit für interdisziplinäre Kunst-Projekte reserviert ist!

Wir leben in einem Zeitalter der Veränderung, der Ungewissheit und des Zweifels.

Die Verleugnung jedes Zweifels und die Behauptung der Gewissheit ist die Domäne der Fundamentalisten.

Der konstruktive Umgang damit, der Erneuerung erst möglich macht, ist dagegen die Domäne der Kunst.

www.dieangewandte.at

Rückfragehinweis:
Universität für angewandte Kunst Wien
Andrea Danmayr
Oskar Kokoschka-Platz 2, 1010 Wien
T: 01 711 33 - 2004
E: presse@uni-ak.ac.at


Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/947/aom

*** OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT ***

APA0180 II, XI 12.05.2015 10:57:52

 

Zentralmatur: Heinisch-Hosek überlegt einheitlichen Beginn

Utl.: Bildungsministerin mit bisherigem Verlauf zufrieden

Schule/Oberstufe/Österreich

Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) überlegt, bei der Zentralmatura im kommenden Jahr einheitliche Beginnzeiten an den Schulen zu etablieren. Wie sie am Dienstag vor dem Ministerrat meinte, hielte sie das bei einer Prüfung mit einheitlichen Vorgaben für "relevant". Sollten entsprechende Vorschläge der Landesschulräte kommen, könnte eine entsprechende Änderung kommen.

Mit dem bisherigen Verlauf der ersten Zentralmatura ist die Ressortchefin zufrieden. Die Stimmung in den Schulen sei "relativ gut" und es gebe auch keine großen Pannen.

Zuletzt via FPÖ aufgekommene Kritik, dass an einzelnen Schulen bei der Mathematik-Matura zusätzliche Software zugelassen war, wies Heinisch-Hosek zurück. Der Einsatz dieser Programme führe zu keiner Lösung der Aufgaben und sei daher "zulässig".

(schluss) bei;mk

 

 

 

 

 

Andrea Steiner
Büro Kurt Schober
SPÖ-Parlamentsklub
Tel.: 01/40110-3945

 

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen