Donnerstag, 21. Mai 2015

2015.05.21: Bildung

OTS0216 II 21.05.2015 14:24:59

 

Grossmann: Neue Grundlagen für sexuelle Bildung „überfällig“

Utl.: Kritik an „konservativer Polemik gegen moderne Sexualerziehung“ - „Verantwortung der Eltern wird ergänzt, nicht ersetzt“

SPÖ/Grossmann/Bildung/Schule/Sexualerziehung

SPÖ-Bildungssprecherin Elisabeth Grossmann spricht sich dezidiert für eine Neuausrichtung der Sexualerziehung in der Schule aus. "Der aktuelle Erlass stammt aus 1970, wurde 1990 überarbeitet. Es ist klar, dass darin die wissenschaftlichen Erkenntnisse und massiven digitalen Entwicklungen der letzten 25 Jahre nicht berücksichtigt sind. Unsere Kinder haben aber ein Recht darauf, in der Schule sexualpädagogisch auf der Höhe der Zeit unterrichtet zu werden." Kritik übt sie an jenen, die die Inhalte des geplanten neuen Erlasses des Ministeriums aus parteipolitischen Gründen bewusst verzerrt wiedergeben. "Hier sind auch konservative Kreise am Werk, die Sexualerziehung an der Schule generell diskreditieren wollen." ****

"Ich rate allen, den Erlass zu lesen. Dann wird rasch klar, dass polemische Behauptungen, wonach der Erlass auffordere Pornos zu konsumieren, Kinder mit nicht altersgerechten Themen konfrontiere oder die Eltern nicht einbinde, einfach nicht den Tatsachen entsprechen."

Eltern sollen selbstverständlich bei der Sexualerziehung an der Schule eingebunden sein, die elterliche Verantwortung werde ja nicht ersetzt, sondern ergänzt. So wie es auch eine Gesundheitserziehung an der Schule gibt, die die Eltern nicht von der Verantwortung für gesunde Lebensweise entbindet, erläuterte Grossmann.

"Gleichzeitig wissen wir aber auch, dass sich viele Eltern mit diesem Thema schwertun und recht froh sind, wenn sie bei diesem Thema von der Schule unterstützt werden. Und auch viele Jugendliche tun sich leichter, mit sexualpädagogischen ExpertInnen ihre Fragen zu besprechen als mit den eigenen Eltern. Gerade in einer Zeit, wo Kinder überall mit sexualisierten Inhalten konfrontiert werden - egal ob online, in Filmen oder auf Plakaten - wäre es aber verantwortungslos, die Kinder im Umgang mit solchen Inhalten alleine zu lassen", so Grossmann abschließend. (Schluss) up/ah/mp

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OTS0188 II, XI 21.05.2015 13:41:57

 

Walser: Keine Panik vor der Sexualerziehung

Utl.: Grüne gegen Angstmache aus fundamentalistisch christlichen Kreisen

Bildung/Schule/Sexualerziehung/Grüne

"Die von christlich-konservativen Kreisen verbreitete Panik vor der Sexualerziehung in Schulen ist völlig unverständlich", kommentiert Harald Walser, Bildungssprecher der Grünen, von Elterninitiativen gestreute absurde Gerüchte. "Tatsächlich geht es in der schulischen Sexualerziehung darum, über den Körper und seine Funktionen Bescheid zu wissen, über Gefahren aufzuklären, einen angstfreien Zugang zu Sexualität zu ermöglichen, zu lernen, Grenzen zu setzen und diese zu akzeptieren und auf unterschiedliche Lebensrealitäten aufmerksam zu machen", betont Walser. Die von einer Elterninitiative auf www.sexualerziehung.at geschürten Ängste seien nicht nur lebensfremd, sondern in letzter Konsequenz sogar eine Gefahr für die körperliche und seelische Gesundheit der Jugendlichen.

LehrerInnen sind Vertrauenspersonen für SchülerInnen und sollen auch für sehr persönliche Fragen der SchülerInnen ein offenes Ohr und ehrliche Antworten haben. "SchülerInnen müssen wissen, dass sie im Bedarfsfall ihre LehrerInnen um Hilfe bitten können. Eine Modernisierung des Erlasses zur Sexualkunde, durch die auch die Möglichkeiten und damit verbundenen Gefahren des Internets berücksichtigt werden, ist daher notwendig und sehr zu begrüßen", erläutert Walser.

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OTS0141 II, CI 21.05.2015 12:05:17

 

FPÖ-Walter Rosenkranz ad SPÖVP: Debatte über Deutsch als Pausensprache eröffnet rechtstheoretische Abgründe

FPÖ/Schule

Den Koalitionsparteien rät der freiheitliche Bildungssprecher NAbg. Dr. Walter Rosenkranz, sich bei ihren parlamentarischen Aussagen nicht nur bezüglich der Strategie, sondern auch bezüglich der rechtlichen Grundlagen besser abzusprechen: "So hätte der peinliche Auftritt von SPÖ und ÖVP bei der Debatte zum FPÖ-Antrag betreffend die Einführung von Deutsch als Pausensprache vermieden werden können."

Die ÖVP habe damit argumentiert, der Antrag werde nicht gebraucht, weil das Deutsch-Gebot einfach über die Hausordnungen an den Schulen eingeführt werden könne. "In der SPÖ war man hingegen der Ansicht, diese integrationsfördernde Maßnahme kann gerade deshalb nicht eingeführt werden, weil sie ein Verstoß gegen die Menschenrechte ist", erklärt Rosenkranz. "Dieses SP-VP-Spannungsfeld zwischen Hausordnungen an Schulen und der Menschenrechtskonvention ist aus rechtstheoretischer Sicht noch nicht in seiner Tiefe beleuchtet worden. Oder hat man unkoordiniert Gründe gesucht, um einen sinnvollen FPÖ-Antrag ablehnen zu können? Jedenfalls ist das eine Oberposse der Regierungsparteien", schließt Rosenkranz mit der Empfehlung an SPÖ und ÖVP, sich beim nächsten Mal von rechtskundigen Personen beraten zu lassen.

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APA0192 II, XI, CI 21.05.2015 11:19:26

 

Sexualerziehung - Karmasin kritisiert "Drüberfahren"

Utl.: Familienministerin: Bemühen uns in Gesprächen mit Heinisch-Hosek um Einbindung der Eltern

Schule/Sexualität/Jugend/Österreich

Familienministerin Sophie Karmasin (ÖVP) bleibt beim neuen Erlass für Sexualerziehung bei ihrer Kritik: Weil die Eltern außen vor gelassen würden, ortete sie am Donnerstag am Rande einer Pressekonferenz "gewissermaßen ein Drüberfahren". Sie bemühe sich in Gesprächen mit Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ), dass die Eltern noch einbezogen werden.

Heinisch-Hosek hatte Karmasin zuletzt nahegelegt, den Entwurf lieber einmal zu lesen. Wenn nur das die Reaktion sei, seien weiterhin einige Fragezeichen vorhanden, konterte Karmasin am Donnerstag. Selbstverständlich habe man den Entwurf genau studiert und halte ihn inhaltlich, was die Weiterentwicklung der Sexualpädagogik betrifft, für in Ordnung. Ihrer Meinung nach seien aber die Eltern zu wenig involviert worden, bekräftigte sie.

Johanna Tradinik, Vorsitzende der Bundesjugendvertretung, begrüßte indes den Erlass als "sehr großen und positiven Schritt". Es gehe darum, die Sexualpädagogik an die Bedürfnisse von heute anzupassen und die BJV sei auch in die Erarbeitung einbezogen worden, zeigte sie sich vollends zufrieden.

(schluss) spu;ks

OTS0141 II, CI 21.05.2015 12:05:17

 

FPÖ-Walter Rosenkranz ad SPÖVP: Debatte über Deutsch als Pausensprache eröffnet rechtstheoretische Abgründe

FPÖ/Schule

Den Koalitionsparteien rät der freiheitliche Bildungssprecher NAbg. Dr. Walter Rosenkranz, sich bei ihren parlamentarischen Aussagen nicht nur bezüglich der Strategie, sondern auch bezüglich der rechtlichen Grundlagen besser abzusprechen: "So hätte der peinliche Auftritt von SPÖ und ÖVP bei der Debatte zum FPÖ-Antrag betreffend die Einführung von Deutsch als Pausensprache vermieden werden können."

Die ÖVP habe damit argumentiert, der Antrag werde nicht gebraucht, weil das Deutsch-Gebot einfach über die Hausordnungen an den Schulen eingeführt werden könne. "In der SPÖ war man hingegen der Ansicht, diese integrationsfördernde Maßnahme kann gerade deshalb nicht eingeführt werden, weil sie ein Verstoß gegen die Menschenrechte ist", erklärt Rosenkranz. "Dieses SP-VP-Spannungsfeld zwischen Hausordnungen an Schulen und der Menschenrechtskonvention ist aus rechtstheoretischer Sicht noch nicht in seiner Tiefe beleuchtet worden. Oder hat man unkoordiniert Gründe gesucht, um einen sinnvollen FPÖ-Antrag ablehnen zu können? Jedenfalls ist das eine Oberposse der Regierungsparteien", schließt Rosenkranz mit der Empfehlung an SPÖ und ÖVP, sich beim nächsten Mal von rechtskundigen Personen beraten zu lassen.

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OTS0089 II 21.05.2015 10:46:45

 

Jank/Gerstl: Entlastung der Lehrerinnen und Lehrer von Verwaltungsaufgaben ist überfällig

Utl.: Anfrage an Bundeskanzler und Unterrichtsministerin zur Pädagog/innen-Dienstrechtsnovelle

Parlament/ÖVP/Bildung/Jank/Gerstl

Mit dem Beschluss des neuen Dienst- und Besoldungsrechts für neu eintretende Pädagoginnen und Pädagogen Ende Dezember wurde auch klargestellt, dass die Reform seitens der zuständigen Ressorts - Unterricht und Bundeskanzleramt - noch weiter durchgeführt werden muss. In einer Anfrage an Bundeskanzler und Bildungsministerin wollen ÖVP-Bildungssprecherin Abg. Brigitte Jank und ÖVP-Verfassungssprecher Abg. Mag. Wolfgang Gerstl nun wissen, was bisher davon in Angriff genommen wurde.

So wurde in Entschließungen unter anderem ersucht, bei Reformprojekten die Erfordernisse, Begabungen und Interessen der Kinder und Jugendlichen zu Grunde zu legen, im Zuge von Schulum- bzw. Neubauten eine Überprüfung der Arbeitsplatzsituation von Lehrerinnen und Lehrern an allen Schulen zu machen bzw. erforderlichenfalls zeitgemäße Adaptionen vorzunehmen.

Überprüft werden sollte auch, welche Verwaltungsaufgaben im Schulbereich an nichtpädagogisches Personal übertragen werden können. Auch sollten neue Modelle für Unterstützungssysteme zur Bewältigung psychologischer, gesundheitlicher und sozialer Herausforderungen vorgelegt werden.

Bereits im Verfassungsausschuss am 12. Dezember 2013 wurde beschlossen, dass das neue Dienstrecht einer Evaluierung unterzogen werden soll, die auch eine Arbeitszeitstudie für neu eintretende Lehrer im neuen Dienstrecht beinhaltet. Diese sollte mit dem Schuljahr 2015/16 eingeleitet und im Kalenderjahr 2018 fertig gestellt sein.

"Gerade in Zusammenhang mit der jüngsten Diskussion über die Lehrverpflichtung stellt sich die Frage, ob die Bildungsministerin diesbezüglich mit der Lehrergewerkschaft bereits in Gespräche eingetreten ist", so Jank. Hinweise darauf gebe es nicht. "Es kann nicht sein, dass den Lehrerinnen und Lehrern via Medien Sparmaßnahmen ausgerichtet werden." Natürlich sei auch im Bildungsressort intelligentes Sparen gefordert. Es sei aber gänzlich unvorstellbar, dass ein Dienstgeber einseitig Änderungen im arbeitsrechtlichen Bereich verfüge. "Das bewährte System der Sozialpartnerschaft darf auch hier nicht über Bord geworfen werden. Die Entlastung der Lehrerinnen und Lehrer von Verwaltungsaufgaben ist ein notwendiger, längst überfälliger Schritt", ergänzt Gerstl.

Daher haben die beiden Abgeordneten an den Bundeskanzler und die Bildungsministerin eine Anfrage gestellt, in der sie unter anderem wissen wollen:

- Ob bzw. seit wann und mit welchem Inhalt zu den in den Medien kolportierten Änderungen im Dienstrecht der Lehrerinnen und Lehrer Gespräche mit der Standesvertretung geführt werden. - Was bereits zur Entlastung der Lehrerinnen und Lehrer von Verwaltungsaufgaben unternommen wurde bzw. welche weiteren Maßnahmen vorgesehen sind. - Welche Ergebnisse die Überprüfung, welche Aufgaben an nichtpädagogisches Personal übertragen werden können, gebracht hat bzw. wie diese umgesetzt werden. - Ob die Arbeitsplatzsituation der Lehrerinnen und Lehrer bereits überprüft wurde, ob eine Definition der Mindeststandards eines Arbeitsplatzes bereits vorliegt und in welcher Form und an wie vielen Standorten Adaptionen durchgeführt wurden. - Wann mit der Vorlage neuer Modelle für Unterstützungssysteme zur Bewältigung psychologischer, gesundheitlicher und sozialer Herausforderungen zu rechnen ist und - Wann die in den Entschließungen ersuchten Berichte an den Nationalrat übermittelt werden. (Schluss)

Rückfragehinweis:
Pressestelle des ÖVP-Parlamentsklubs
01/40110/4436
http://www.oevpklub.at


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Andrea Steiner
Büro Kurt Schober
SPÖ-Parlamentsklub
Tel.: 01/40110-3945

 

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