Dienstag, 26. Mai 2015

2015.05.26: Bildung

ORF – 26. Mai 2015

 

Gesamtschule: Grüne warnen vor „Husch-Pfusch“

Die Grünen glauben mittlerweile an die Umsetzung einer Gesamtschule der Zehn- bis 14-Jährigen und warnen vor „Husch-Pfusch“-Maßnahmen. Diese „österreichische Schulrevolution“ müsse „penibel vorbereitet“ werden, sagte Bildungssprecher Harald Walser heute vor Journalisten in Wien. Bei der ÖVP ortet er hier mittlerweile mehr Flexibilität.

Die Entscheidung in Vorarlberg, in den nächsten acht bis zehn Jahren eine gemeinsame Schule einzuführen, „wird nicht mehr rückgängig zu machen sein“, so Walser. Diese Pläne hätten bestimmt auch Auswirkungen auf Bundesebene.

Für den Vorarlberger Landeshauptmann Markus Wallner (ÖVP) gab es dafür Lob, und auch ÖVP-Chef Reinhold Mitterlehner sei in Bildungsfragen offener. Walser wies zudem darauf hin, dass sogar der Chef der ARGE Lehrer in der GÖD, Paul Kimberger, in der Tageszeitung „Kurier“ (Montag-Ausgabe) einmal mehr betonte, „kein Gegner einer gemeinsamen Schule“ zu sein.

„Fehler wie bei NMS vermeiden“

Aus Sicht der Grünen fährt der Zug jedenfalls in die richtige Richtung. Allerdings gelte es Fehler, wie sie bei der Einführung der Neuen Mittelschule (NMS) passiert seien, zu vermeiden. Laut Walser müssen einige Gesetze, in denen etwa die Aufnahmeverfahren an AHS geregelt sind, geändert werden. Die Frage, ob der Bund, die Länder oder die Gemeinden als Schulerhalter fungieren, müsse man ebenfalls klären.

Schließlich brauche es auch dienstrechtliche Änderungen und die Einführung eines neuen „Lehrertypus“ für die Sekundarstufe I (5. bis 8. Schulstufe). In der Lehrerausbildung müsse die Arbeit mit heterogenen Schülergruppen forciert werden, so Walser, denn in der gemeinsamen Schule gelte es, hochgradig personalisiert zu lernen, damit auch die hochbegabten Schüler mitgenommen werden.

APA0157 II, XI 26.05.2015 11:30:49

 

Gesamtschule: Grüne warnen vor "Husch-Pfusch" bei Umsetzung

Utl.: Walser: ÖVP nun offener für Gesamtschule - Entscheidung zur Einführung in Vorarlberg schafft Tatsachen

Schule/Unterstufe/Wien

Die Grünen glauben mittlerweile an die Umsetzung einer Gesamtschule der Zehn- bis 14-Jährigen und warnen vor "Husch-Pfusch"-Maßnahmen. Diese "österreichische Schulrevolution" müsse "penibel vorbereitet" werden, erklärte Bildungssprecher Harald Walser am Montag vor Journalisten in Wien. Bei der ÖVP ortet er hier mittlerweile mehr Flexibilität.

Die Entscheidung in Vorarlberg, in den nächsten acht bis zehn Jahren eine gemeinsame Schule einzuführen, "wird nicht mehr rückgängig zu machen sein", zeigte sich Walser überzeugt. Diese Pläne hätten bestimmt auch Auswirkungen auf Bundesebene. Für den Vorarlberger Landeshauptmann Markus Wallner (ÖVP) gab es dafür Lob und auch ÖVP-Chef Reinhold Mitterlehner sei in Bildungsfragen offener. Walser wies zudem darauf hin, dass sogar der Chef der ARGE Lehrer in der GÖD, Paul Kimberger, in der Tageszeitung "Kurier" (Montag-Ausgabe) einmal mehr betonte, "kein Gegner einer gemeinsamen Schule" zu sein.

Aus Sicht der Grünen fährt der Zug jedenfalls in die richtige Richtung. Allerdings gelte es Fehler, wie sie bei der Einführung der Neuen Mittelschule (NMS) passiert seien, zu vermeiden. Laut Walser müssen einige Gesetze, in denen etwa die Aufnahmeverfahren an AHS geregelt sind, geändert werden. Die Frage, ob der Bund, die Länder oder die Gemeinden als Schulerhalter fungieren, müsse man ebenfalls klären.

Schlussendlich brauche es auch dienstrechtliche Änderungen und die Einführung eines neuen "Lehrertypus" für die Sekundarstufe I (5. bis 8. Schulstufe). In der Lehrerausbildung müsse die Arbeit mit heterogenen Schülergruppen forciert werden, denn in der gemeinsamen Schule gelte es hochgradig personalisiert zu lernen, damit auch die hochbegabten Schüler mitgenommen werden, erklärte der frühere Schuldirektor.

(schluss) nt;aku;mk

ORF – 26. Mai 2015

 

Zentralmatura 2016 mit anderer Reihenfolge

Die Zentralmatura im kommenden Schuljahr geht von 9. bis 19. Mai 2016 über die Bühne - und zwar mit einer etwas veränderten Fächerreihenfolge gegenüber heuer. Mathematik (heuer am Anfang der zweiten Prüfungswoche) steht dann bereits am zweiten Prüfungstag auf dem Programm. 2016 sind neben den AHS auch alle BHS von der standardisierten schriftlichen Reifeprüfung umfasst.

Maturaauftakt bildet wie schon heuer das Fach Deutsch am 9. Mai. Gleich am zweiten Tag (10. Mai) folgt Mathematik, anschließend kommen Englisch (11. Mai), Französisch (12. Mai) und Italienisch (13. Mai).

Nach den Pfingstferien werden die schriftlichen Klausuren dann mit Spanisch sowie den Volksgruppensprachen Slowenisch, Ungarisch und Kroatisch (jeweils 18. Mai) sowie Latein bzw. Griechisch (jeweils 19. Mai) abgeschlossen. Die Kompensationsprüfungen für Schüler mit Fünfern sind für den 6. und 7. Juni angesetzt.

Noten werden morgen veröffentlicht

Die ersten Resultate der heurigen Zentralmatura werden morgen veröffentlicht. Sie enthalten eine Aufstellung über positive bzw. negative Noten nach Geschlecht und Bundesland für die Fächer Deutsch, Mathematik und Englisch.

Darin noch nicht aufgelistet sind die konkreten Noten sowie die Ergebnisse der erst am 1. und 2. Juni stattfindenden Kompensationsprüfungen, mit denen Fünfer ausgebessert werden können. Die endgültigen Ergebnisse der schriftlichen Reifeprüfung werden daher erst nach diesen Prüfungen feststehen und bekanntgegeben.

Genaue Vergleichswerte zu den Vorjahren gibt es dabei nicht: Bisher wurden die schriftlichen Maturaresultate aufgrund der unterschiedlichen Reifeprüfungen nicht zentral erfasst.

APA0149 II, XI 26.05.2015 11:23:22

 

Matura: 2016 mit etwas anderer Reihenfolge

Utl.: Mathe gleich am zweiten Tag - Am Mittwoch kommen erste heurige Matura-Ergebnisse

Oberstufe/Österreich

Die Zentralmatura im kommenden Schuljahr geht von 9. bis 19. Mai 2016 über die Bühne - und zwar mit einer etwas veränderten Fächer-Reihenfolge gegenüber heuer. Mathematik (heuer am Anfang der zweiten Prüfungswoche) steht dann bereits am zweiten Prüfungstag auf dem Programm. 2016 sind neben den AHS auch alle BHS von der standardisierten schriftlichen Reifeprüfung umfasst.

Matura-Auftakt bildet wie schon heuer das Fach Deutsch am 9. Mai. Gleich am zweiten Tag (10. Mai) folgt Mathematik, anschließend kommen Englisch (11. Mai), Französisch (12. Mai) und Italienisch (13. Mai). Nach den Pfingstferien werden die schriftlichen Klausuren dann mit Spanisch sowie den Volksgruppensprachen Slowenisch, Ungarisch und Kroatisch (jeweils 18. Mai) sowie Latein bzw. Griechisch (jeweils 19. Mai) abgeschlossen. Die Kompensationsprüfungen für Schüler mit Fünfern sind für den 6. und 7. Juni angesetzt.

Die ersten Resultate der heurigen Zentralmatura werden morgen, Mittwoch, veröffentlicht. Sie enthalten eine Aufstellung über positive bzw. negative Noten nach Geschlecht und Bundesland für die Fächer Deutsch, Mathematik und Englisch. Darin noch nicht aufgelistet sind die konkreten Noten sowie die Ergebnisse der erst am 1. und 2. Juni stattfindenden Kompensationsprüfungen, mit denen Fünfer ausgebessert werden können. Die endgültigen Ergebnisse der schriftlichen Reifeprüfung werden daher erst nach diesen Prüfungen feststehen und bekannt gegeben.

Genaue Vergleichswerte zu den Vorjahren gibt es dabei nicht: Bisher wurden die schriftlichen Matura-Resultate aufgrund der unterschiedlichen Reifeprüfungen nicht zentral erfasst.

(schluss) aku;nt;mk

APA0124 II, XI 26.05.2015 11:01:11

 

Matura: Fortsetzung mit Kompensationsprüfungen

Utl.: Am 1. und 2. Juni - Antritt "kostet" nichts

Oberstufe/Österreich

Mit den (mündlichen) Kompensationsprüfungen am 1. und 2. Juni geht die neue Matura in die nächste Runde. Jene Schüler, die auf die schriftliche Matura einen Fünfer bekommen haben, können damit ihre negative Note ausbessern. Die Aufgabenstellungen werden dabei bei Fächern mit Zentralmatura vom Bundesinstitut für Bildungsforschung (Bifie) vorgegeben, die Fragen stellt der Klassenlehrer.

Die österreichweit nur an diesen beiden Tagen stattfindenden Kompensationsprüfungen sind eine Neuerung: Bisher konnten negative schriftliche Noten bei der schriftlichen Matura mit einem "Zusatz" bei der mündlichen ausgebessert werden. Nun gehört die Kompensationsprüfung (trotz des mündlichen Ablegens) voll zur schriftlichen Reifeprüfung.

Das Antreten zu einer Kompensationsprüfung ist freiwillig: Wer sich dagegen entscheidet und etwa stattdessen für die mündliche Matura lernen will, muss sich den Fünfer mit einem neuerlichen Antreten bei der schriftlichen Reifeprüfung an einem der nächsten Termine ausbessern. Da ein Antritt zur Kompensationsprüfung aber nichts "kostet", also mit keinem Verlust eines Prüfungsantritts verbunden ist, rechnet man am Bifie damit, dass es nahezu alle Betroffenen zumindest versuchen.

Die Aufgaben bei der Kompensationsprüfungen umfassen die gleichen Stoffgebiete und die gleichen Kompetenzen, die schon Gegenstand der schriftlichen Matura waren. In den Fächern mit Zentralmatura (also Deutsch, Mathematik, Englisch, Französisch, Spanisch, Italienisch, Latein, Griechisch sowie den Volksgruppensprachen Ungarisch, Kroatisch und Slowenisch) werden sie vom Bifie erstellt, in allen anderen von den Prüfern an der Schule.

Die Prüfungen enthalten mindestens zwei voneinander unabhängige Aufgaben und dauern bei einer Vorbereitungszeit von mindestens einer halben Stunde maximal 25 Minuten. Die Prüfungskommission besteht aus dem jeweiligen Klassenlehrer, einem Beisitzer, dem Vorsitzenden der Maturakommission, dem Klassenvorstand sowie dem Direktor.

Ein Schüler kann zu allen negativ beurteilten Klausuren Kompensationsprüfungen ablegen. Für die Gesamtnote in einem Fach zählen sowohl der Fünfer bei der schriftlichen Klausur als auch die Leistung bei der Kompensationsprüfung: Der Schüler kann also bestenfalls einen Dreier bekommen.

Die vom Bifie erstellten Aufgaben für die Kompensationsprüfungen kommen in elektronischer Form an die Schule. Die noch verschlüsselten Daten können im Vorfeld der Prüfung von den Direktoren heruntergeladen werden und werden dann per Passwort entschlüsselt. Anschließend werden sie am Schulstandort ausgedruckt und kopiert. Die Schulen erhalten jeweils einen "Datencontainer" für den ersten (1. Juni) und zweiten Prüfungstag (2. Juni).

Die beiden Prüfungstage gliedern sich nicht nach Prüfungsfächern auf: Das Bifie liefert jeweils Aufgabenpakete für alle Fächer. Wie sich die Prüfungen aufteilen, ist Sache der jeweiligen Schule und davon abhängig, wieviele Schüler in den einzelnen Fächern antreten bzw. wie viele Prüfer verfügbar sind und sich die Prüfungen mit dem normalen Unterricht der Lehrer vereinbaren lassen.

Technisch stellt das Bifie etwa für die Fächer Deutsch, Mathematik und Englisch 15 Aufgabenpakete bereit - sieben für den ersten und acht für den zweiten Tag. Jedes Paket kann dabei für drei Kandidaten verwendet werden (aufgrund der Vorbereitungs- und Prüfungszeiten sehen sich diese drei nicht, Anm.). Bei mehr als 21 Kandidaten müssen Parallelkommissionen gebildet werden.

Zur mündlichen Matura dürfen alle Kandidaten - unabhängig vom Ergebnis der Kompensationsprüfungen - antreten.

(schluss) aku;nt;mk

 

 

 

 

Andrea Steiner
Büro Kurt Schober
SPÖ-Parlamentsklub
Tel.: 01/40110-3945

 

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen