Mittwoch, 27. Mai 2015

2015.05.27: Bildung

Mittagsjournal, 27.5.2015

 

Zentralmatura: Heinisch-Hosek beruhigt

Regina Pöll

Durchfallquoten bei der neuen Zentralmatura an allen AHS von drei Prozent in Deutsch, sechs in Englisch, aber zehn Prozent im Angstfach Mathematik: Unterrichtsministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) wertet das als gutes Ergebnis - und sieht vorerst keinen Grund, an Schrauben bei der neuen Matura zu drehen - kein Grund zur Eile, auch nicht in Mathematik. Die Gesamtergebnisse sollen im Juli vorliegen.

 

 

APA0279 WI, II, XI 27.05.2015 12:29:34

 

OECD-Vergleich: Übergang Schule-Arbeitswelt in Österreich reibungslos

Utl.: Niedriger Anteil von jungen Menschen, die weder arbeiten noch in Bildung oder Ausbildung sind - OECD-weit sind es mehr als 35 Millionen

Schule/Hochschulwesen/Arbeitsmarkt/OECD/Frankreich/Österreich

Der Übergang von der Schule auf den Arbeitsmarkt funktioniert in Österreich vergleichsweise reibungslos. Zu diesem Ergebnis kommt der am Mittwoch veröffentlichte "OECD Skills Outlook". So lag etwa 2013 der Anteil der 15- bis 29-Jährigen, die weder in Beschäftigung noch in Bildung oder Ausbildung sind (NEET) mit rund zehn Prozent unter dem OECD-Schnitt von 15 Prozent.

Darüber hinaus war in Österreich der Anteil der NEET im Vergleichszeitraum zwischen 2008 (10,4 Prozent) und 2013 (9,6 Prozent) sogar geringfügig rückläufig. Im OECD-Schnitt stieg er dagegen von 13,7 auf 15,5 Prozent.

Am geringsten war der NEET-Anteil 2013 in Luxemburg (sechs Prozent) und Island (acht Prozent), wobei der Inselstaat aber fast eine Verdopplung seiner Quote seit 2008 verzeichnete. Die Niederlande, die Schweiz, Norwegen und Schweden liegen bei rund neun Prozent, Österreich und Deutschland bei rund zehn Prozent.

Am schlechtesten sieht es in der Türkei mit 31 Prozent aus, wobei das Land am Bosporus seine Quote aber seit 2008 um mehr als zehn Prozentpunkte senken konnte. Deutliche Zeichen der Krise zeigen die Werte für Griechenland, Spanien und Italien: In Griechenland stieg der Anteil der NEET von 16 auf 28 Prozent auf den zweitschlechtesten Wert in der OECD, ebenfalls hohe Anstiege registrierten Spanien (von 16 auf 27 Prozent) und Italien (von 19 auf 26 Prozent).

Insgesamt sind im OECD-Raum mehr als 35 Millionen junger Menschen weder in Beschäftigung noch in Ausbildung oder Bildung - "noch immer mehr als vor der Krise", heißt es seitens der Organisation. Das Risiko jüngerer Menschen, in die Arbeitslosigkeit abzugleiten, sei doppelt so hoch wie das von erfahrenen Arbeitnehmern jenseits der Dreißig.

( S E R V I C E - Internet: http://go.apa.at/NdCth416)

(schluss) aku;cm;ggr;kun

APA0216 II, XI 27.05.2015 11:31:42

 

Matura - Bundesschulsprecher: Schwächere Schulen fördern

Utl.: Reifeprüfung "noch schülerfreundlicher machen" - Brandsteidl: "Durchaus positiv", aber "kein Grund zum Jubeln"

Oberstufe/Österreich

Bundesschulsprecher Lukas Faymann verlangt nach der Veröffentlichung der ersten Zentralmatura-Ergebnisse eine "gezielte Förderung der schwächeren Schulen mit zusätzlichen Mitteln". Außerdem dürfe die Matura nicht als "fixes System" betrachtet, sondern müsse durch Verbesserungen "noch schülerfreundlicher" gemacht werden, so Faymann am Mittwoch in einer Aussendung.

Den Schülern gratulierte Faymann, der derzeit ebenfalls die Reifeprüfung ablegt und die schriftlichen Klausuren durchwegs gut bestanden hat, zu den "guten Ergebnissen": "Nur durch viel Fleiß und Arbeit seitens der Schülerinnen und Schüler konnten die Pannen im Vorfeld der Zentralmatura ausgeglichen werden." Keinesfalls dürfe der positive Ausgang dazu missbraucht werden, um weiter bei individuellen Förderungen wie Vorbereitungsstunden zu sparen. Die Matura müsse außerdem genau evaluiert werden.

"Durchaus positiv" bewertet die Wiener Stadtschulratspräsidentin Susanne Brandsteidl (SPÖ) die Zentralmatura-Ergebnisse in Wien. Bundesweit befinde man sich im Mittelfeld, in Englisch etwas darüber, in Mathe etwas darunter. "Zugleich ist das Zentralmatura-Ergebnis für uns aber kein Grund zum Jubeln, sondern zunächst ein Auftrag, sich die Ergebnisse im Detail anzusehen", so Brandsteidl in einer der APA übermittelten Stellungnahme.

"Denn recht offensichtlich ist, dass es neben einer großen Anzahl an Schulen bzw. Schulklassen mit nahezu nur positiven Noten, auch Schulen/Schulklassen mit schlechteren Ergebnissen gibt", meinte die Stadtschulrats-Chefin. Dafür gelte es nun die Gründe herauszufinden - etwa ob es in diesen Klassen Probleme bzw. Mängel bei der Vorbereitung gegeben habe. "Ist dem so, heißt es in Folge, Einzelgespräche mit Lehrern und Schulpartnern zu suchen, um hier künftig Verbesserungen - beispielsweise durch entsprechende Fort- und Weiterbildung - zu erzielen." Künftig wolle man von einem Mittelfeldplatz im Bundesländerranking weiter nach oben kommen.

(schluss) aku;cm;pm

OTS0092 II 27.05.2015 11:34:07

 

AKS Bundeskonferenz wählt neues Team für das Schuljahr 2015/16!

Utl.: Bundeskonferenz der AKS unter dem Motto "Für Vielfalt, gegen Rassismus!"

Bildung/Schule/Schüler_innenpolitik/Politik

Von 23.-24. Mai tagte die 16. Bundeskonferenz der Aktion kritischer Schüler_innen unter dem Motto "Für Vielfalt, gegen Rassismus!" im Alten Rathaus in Linz. Im Mittelpunk der Konferenz standen zahlreiche Diskussionen und Abstimmungen vieler bildungs- und gesellschaftspolitischer Anträge und die Wahl des neuen Bundteams.

Die Delegierten entschieden auf der Konferenz über das Team für das nächste Schuljahr. Mit einer überwältigenden Mehrheit der Stimmen wurde Christina Götschhofer erneut als Bundesvorsitzende und Alexander Hoor als Bundessekretär gewählt. ?Mit im Team sind auch Janina Hellwanger als Bundesfrauen*sprecherin, Amina Al-Dubai, Veronika Griesmayr und Max Schwarzenbacher.

Neben der Wahl des neuen Bundteams wurde auch über aktuelle bildungspolitische Themen diskutiert. So sprachen sich die Delegierten der 16. Bundeskonferenz für mehr Schuldemokratie durch Schulautonomie aus. "Schüler_innen müssen endlich mehr Mitbestimmungsmöglichkeiten in der Schule haben und als die wahren Bildungsexpert_innen wahrgenommen werden. Wir wollen, dass Schulautonomie als Möglichkeit wahrgenommen wird, Schüler_innenrechte zu stärken," so Götschhofer. In der Resolution fordert die AKS die Verantwortlichen auf, endlich mit den 1.1 Millionen Schüler_innen zu reden, anstatt über sie.

Auch Forderungen zum Thema Leistungsdruck wurden rege diskutiert und zur Abstimmung gebracht. Götschhofer dazu: "Wir sprechen uns für die Abschaffung der Ziffernnoten aus. Sie führen zu keiner individuellen Leistungsbeurteilung und üben massiv Druck auf Schüler_innen aus." Als alternative Leistungsbeurteilung spricht sich die AKS für die Einführung von Qualifikationsprofilen aus.

Mit den auf der Konferenz beschlossenen Anträgen spricht sich die AKS auch weiterhin für Barrierefreiheit an allen Schulen, bessere Informationen für die zentrale Reifeprüfung im BHS-Bereich und eine Überarbeitung des Geschichteunterrichts aus.

" Schule muss als Ort für alle Menschen begriffen werden und der bildungspolitische Diskurs muss die Interessen der Schüler_innen in den Mittelpunkt stellen. Die Aktivist_innen der AKS haben am vergangenen Wochenende bewiesen, dass sie nicht damit aufhören werden, sich dafür einzusetzen," resümiert die im Amt bestätigte Bundesvorsitzende Götschhofer. "Das frisch gewählte Bundteam der AKS wird dafür sorgen, dass diese Interessen auch Gehör finden und weiterhin für eine angstfreie, sozial gerechte und demokratische Schule kämpfen.", so Götschhofer abschließend.

Rückfragehinweis:
Christina Götschhofer
AKS Bundesvorsitzende
Tel:0699/11408142


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Andrea Steiner
Büro Kurt Schober
SPÖ-Parlamentsklub
Tel.: 01/40110-3945

 

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