Donnerstag, 28. Mai 2015

2015.05.28: Bildung

OTS0177 II 28.05.2015 12:43:33

 

RH-Bericht zu SchülerInnen mit Migrationshintergrund – Mayer für besseren Übergang von Kindergarten zu Volksschule

Utl.: AK-Studie zeigt: Verschränkte ganztägige, gemeinsame Schule bringt bessere Förderung

SPÖ/Mayer/Rechnungshof/Bildung/Schule

Im heutigen Rechnungshofausschuss wird u.a. ein Bericht des Rechnungshofes (RH) zur Förderung von SchülerInnen mit Migrationshintergrund diskutiert. Der Rechnungshof verweist darin u.a. auf die zersplitterte Kompetenzlage, die die Koordination von Fördermaßnahmen erschwere. Für SPÖ-Rechnungshofsprecher Elmar Mayer bestätigt der Bericht die Forderung der SPÖ, dass der Übergang zwischen Kindergarten und Volksschule verbessert werden muss. "Wir brauchen eine intensivere Zusammenarbeit zwischen den elementarpädagogischen Einrichtungen als erste Bildungseinrichtungen und den Volksschulen. Vor allem der Informationsaustausch zwischen den Institutionen muss gewährleistet sein, damit es auch Kontinuität bei den Fördermaßnahmen gibt", so Mayer. ****

Wesentlich für den Lernerfolg von MigrantInnen sei auch, ob die Schule ihre Verantwortung für den Lernerfolg der SchülerInnen wahrnimmt. Hier schneiden verschränkte ganztägige Schulen eindeutig besser ab, wie auch die AK in einer gestern veröffentlichten Studie zum Thema Nachhilfe feststellt. An verschränkten Ganztagsschulen gaben signifikant weniger Eltern an, täglich mit ihren Kindern zu lernen bzw. für Nachhilfe zu bezahlen. "Gerade Eltern mit Migrationshintergrund können sich oft Nachhilfe für ihre Kinder finanziell nicht leisten oder verfügen selbst nicht über das nötige Bildungsniveau, um mit den Kindern umfassend zu lernen. Deshalb wird ja gerade in Österreich Bildung so stark ‚vererbt‘, weil vor allem Halbtagsschulen einen Teil der Verantwortung für den Lernerfolg an die Eltern verlagern. Mit dem Ausbau von verschränkten ganztägigen Schulen können diese Nachteile ausgeglichen werden", so Mayer. (Schluss) up/ah/mp

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APA0292 II, WI, XI 28.05.2015 12:33:19

 

Schulbücher - Karmasin möchte digitales Zusatzangebot

Utl.: Erste Schritte sollen in Arbeitsgruppe mit Bildungsministerium geplant werden

Schule/Technologie/Buchbranche/T-Mobile Austria/Wien

Familienministerin Sophie Karmasin (ÖVP) will digitale Bildung in Zukunft nicht nur an Schulstandorten vermittelt wissen, wo sich besonders technologieaffine Pädagogen darum bemühen. "E-Books" gelte es "in die Breite zu bringen", da Österreich hier stark hinterher hinke, erklärte sie am Donnerstag in Wien. Regelschulbücher sollen Schulen bald auch digital zur Verfügung stehen.

Eine Arbeitsgruppe dazu wurde in Kooperation mit dem Bildungsministerium bereits eingerichtet, erklärte Karmasin anlässlich einer Präsentation eines von T-Mobile unterstützten Projekts zur digitalen Bildung in Österreichs Schulen vor Journalisten. Man hoffe, "bald den ersten Schritt" präsentieren zu können, denn Österreich stehe hier mittlerweile "mit dem Rücken zur Wand".

Bisher könnten Schulen viele Regelschulbücher nur in klassischer, gebundener Form bestellen. Diese wolle sie nicht ablösen, sondern digitale Zusätze anbieten. Großes Sparpotenzial sieht die für den Familienlastenausgleichsfonds (FLAF), aus dem jährlich etwa 106 Mio. Euro für die Schulbuchaktion kommen, verantwortliche Ministerin in der Digitalisierung daher auch nicht. Man müsse im Gegenteil eher Geld in die Hand nehmen. Für die Bereitstellung der Hardware, um den Schülern auch den Zugang zu E-Books zu ermöglichen, sei allerdings das Bildungsministerium zuständig.

Klar sei, dass die Digitalisierung zwar im Alltag der Österreicher, aber kaum an den Schulen angekommen ist, hieß es bei der Vorstellung des Projekts, in dessen Rahmen in den vergangenen drei Jahren fast 3.800 Schüler durch Tablets beim Lernen unterstützt wurden. Lehrer würden beispielsweise manchmal gar nicht mitbekommen, dass Schüler Diskussionen über ihre Smartphones gesondert neben dem Unterricht führen, erklärte T-Mobile-Chef Andreas Bierwirth. Oft hätten Schulen "keine wirkliche Idee, wie damit umzugehen ist". Es brauche daher Unterstützung.

Im Rahmen des Projekts "Connected Kids" versuche man, "den Gap zwischen der Mediennutzung zuhause und in der Schule zu schließen" und Wege zur sinnvollen Nutzung aufzuzeigen, erklärte Projektleiter Paul Kral. Schule habe die veränderte Realität noch nicht ganz zur Kenntnis genommen, es gelte daher, vor allem auch Lehrer von den Chancen zu überzeugen und Berührungsängste abzubauen. Der Umgang mit Tablets sei jedenfalls "weniger ein Technikproblem als ein Wischproblem", so Kral. Apps sieht der Projektleiter in einer Schlüsselfunktion: In dem Projekt habe man insgesamt 95 verschiedene Apps zum Üben, Recherchieren und zur Anregung zum kreativen Umgang mit Lerninhalten eingesetzt.

Einen eigenen Weg zur Vermittlung naturwissenschaftlicher Inhalte am Smartphone hat das Wiener Start-up "The Walzing Atoms" entwickelt. In der App "Waltzing Atoms School" (WAS) können Moleküle zusammengebaut und chemische Rätsel gelöst werden, heißt es in einer Aussendung. In einem weiteren Projekt habe man nun die digitale Chemie-Schnitzeljagd "Hunting Atoms" entwickelt, die am 30. Juni auf der Schüler-Technikmesse "YO!TECH" im Technischen Museum in Wien präsentiert wird.

(S E R V I C E - Das Projekt "Connected Kids" im Internet: http://www.connected-kids.at; "Walzing Atoms": http://waltzingatoms.com/)

(schluss) nt;aku;bei

 

 

 

Andrea Steiner
Büro Kurt Schober
SPÖ-Parlamentsklub
Tel.: 01/40110-3945

 

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