Dienstag, 9. Juni 2015

Bildungs-Newsletter 9.6.2015 2. Teil


 

OTS0090 II 09.06.2015 11:18:22

 

Bundesschulsprecher zu Bifie Reform: Mit Neustart Schülerinnen und Schüler mehr einbinden

Utl.: Aus Pannen der Vergangenheit lernen und Erkenntnisse mitnehmen

 

Bundesschulsprecher Lukas Faymann sieht die geplante Bifie-Reform positiv: Sie zeige, dass das Bildungsministerium aus den Pannen der Vergangenheit lernen will und bereit für Verbesserung ist. Gleichzeitig betont Faymann, dass die Erkenntnisse der letzten Jahre bei der Reform nicht verloren gehen dürfen. Eine dieser Erkenntnisse sollte sein, dass man den Anliegen der Schülerinnen und Schüler Gehör schenken muss und sie in Entscheidungen mit einbeziehen muss.

 

"Die Reform zeigt, dass man aus den Fehlern bei der Umsetzung der Zentralmatura lernen will. Durch das Eingliedern der Zentralmatura-Angelegenheiten in das Bildungsministerium gibt man diesen einen höheren Stellenwert. Trotzdem muss man aber darauf achten, dass bei der Reform angesammeltes Know-How und Erkenntnisse der letzten Jahre nicht verloren gehen, sonst machen wir im nächsten Jahr alle Pannen der letzten Jahre noch einmal durch", so Bundesschulsprecher Lukas Faymann.

 

"Eine dieser Erkenntnisse sollte sein, dass man die Schülerinnen und Schüler in Entscheidungen mit einbeziehen muss. Wir Schülerinnen und Schüler sind diejenigen, die tagtäglich mit dem Schulsystem leben müssen. Wir sind die, die wissen, wo der Schuh drückt. Das Bildungsministerium sollte die Reform als Neustart sehen und damit anfangen, auf uns Schülerinnen und Schüler zu hören", so Faymann abschließend.

 

Rückfragehinweis:  Lukas Faymann  Bundesschulsprecher  lukas.faymann@bsv.at  0664 588 64 71

 

Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/1493/aom

 


 

OTS0005 II, CI 09.06.2015 08:13:56

 

St. Nikolausstiftung: 2. verpflichtendes Kindergartenjahr sinnvoll

Utl.: ABER: Verbesserung der Rahmenbedingungen in Kindergärten muss Hand in Hand gehen

 

Die St. Nikolausstiftung, Trägerorganisation von über 80 Kindergärten und Horten in Wien, begrüßt den Vorstoß von Bundesministerin Sophie Karmasin, ein zweites verpflichtendes Kindergartenjahr einzuführen.

 

Die Forderung eines "beitragsfreien Kindergartens für ALLE Vierjährigen" hat den entscheidenden Vorteil, dass allen Kindern eine besondere Lern- und Erfahrungsumgebung geboten wird: Im Kindergartenalltag können die Mädchen und Buben gemeinsam in einer Gruppe positive soziale und dadurch auch sprachliche Erfahrungen sammeln.

 

Der Kindergarten bietet allen Kindern die Chance, wichtige Basiskompetenzen zu entwickeln: Die PädadogInnen gehen mit adäquaten Lernimpulsen individuell auf den Entwicklungsstand der Kinder ein. Diese "lernförderliche Umgebung" legt einen Grundstein für eine gelungene Bildungslaufbahn und kommt vor allem Kindern zu Gute, die kaum Anreize für diese wichtigen Entwicklungsschritte erhalten. "Die Entscheidung der Bundesministerin hin zu einem zweiten verpflichtenden Kindergartenjahr trägt zur Bildungsgerechtigkeit bei. Hier werden von Anfang an Zugänge für ein faires Bildungssystem geschaffen", unterstreicht Susanna Haas, MA, Pädagogische Leiterin der St. Nikolausstiftung.

 

"Der Kindergarten wird seit einiger Zeit - auch von Seiten der Politik - als erste Bildungseinrichtung wahrgenommen. Das ist gut so. Dennoch muss ein zweites verpflichtendes Kindergartenjahr mit strukturellen Reformen einhergehen. Nur durch eine bundesweite Verbesserung der Rahmenbedingung im Kindergarten können auch die erhöhten Anforderungen im Arbeitsalltag, die mit der Einführung eines zweiten verpflichtenden Kindergartenjahres einhergehen, verbessert werden", erklärt Mag. Elmar Walter, Geschäftsführer der

 

St. Nikolausstiftung. Die Forderungen nach einem einheitlichen Bundesrahmengesetz sind hier nachzulesen: http://www.plattform-educare.org/2013/BRG%20Final%202013-07-13.pdf.

 

Zwtl.: Einzigartiges Service der Stiftung: Entwicklungseinschätzung für alle 4-Jährigen

 

Um Eltern bestmöglich über den Entwicklungsstand ihrer Kinder zu informieren, bietet die St. Nikolausstiftung auf freiwilliger Basis seit Jahren bei allen 4-jährigen Kindern eine Entwicklungseinschätzung mit anschließendem Elterngespräch an.

 

Rückfragehinweis:  St. Nikolausstiftung Erzdiözese Wien  Maga Marlene Erlacher  Leitung Kommunikation & Marketing   +43 664 610 13 98   m.erlacher@nikolausstiftung.at  www.nikolausstiftung.at

 

Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/11753/aom

 


 

APA0166 II, XI 09.06.2015 10:49:17

 

Lehrerausbildung: Weniger Studienanfänger auch an Unis

Utl.: Neue Ausbildung brachte Eignungsverfahren und Umstellung auf Bachelor/Master-System - Noch nicht überall vollständig umgesetzt

 

Die neue Lehrerausbildung hat offenbar auch an den Unis zu einem Rückgang an Studienanfängern geführt. Laut einer parlamentarischen Anfragebeantwortung durch Wissenschaftsminister Reinhold Mitterlehner (ÖVP) wurden im Wintersemester 2014/15 nur mehr 8.100 Unterrichtsfächer (Erst- und Zweitfach zusammen, Anm.) begonnen. Das sind um 3.500 bzw. 2.400 weniger als 2013/14 bzw. 2012/13.

Die Zahl der begonnenen ordentlichen Lehramtsstudien sank dementsprechend auf knapp 4.100 (ein Lehramtsstudium besteht im Regelfall aus zwei Unterrichtsfächern, Anm.). Im Wintersemester 2013/14 wurden noch 5.600 Lehramtsstudien begonnen, 2012/13 waren es 5.000.

An den Unis bringt die neue Lehrerausbildung einerseits Aufnahmetests und andererseits die Umstellung der Studien auf die Bachelor- und Masterstruktur. Die Umstellung ist allerdings noch nicht an allen Universitäten vollständig implementiert: An den Unis Salzburg und Linz sowie der Technischen Universität (TU) Wien gab es im laufenden Studienjahr noch keine Aufnahmeverfahren. Andere Unis haben wiederum noch nicht auf das Bachelor- bzw. Mastersystem umgestellt. Die Umwandlung muss bis 2016/17 abgeschlossen sein.

Zuletzt hatten auch die Pädagogischen Hochschulen (PH) über eine rückläufige Zahl an Studienwerbern berichtet. An der PH Salzburg waren Mitte Mai erst 69 Anmeldungen für 120 bis 150 Plätze eingegangen. An PH gibt es zwar schon seit jeher Aufnahmeprüfungen, allerdings verlängert sich das Studium durch die neue Ausbildung von sechs Semestern für den Bachelor-Abschluss und damit gleichzeitig zum "fertigen" Lehrer auf acht Semester bis zum Bachelor und zehn Semester bis zum vollwertigen Lehrer. Grund für das Auseinanderfallen: Laut neuem Dienstrecht dürfen zwar schon Bachelor-Absolventen unterrichten, müssen sich aber verpflichten, innerhalb von fünf Jahren einen Master-Abschluss zu machen.

An den Unis verlängert sich umgekehrt zwar die Studienzeit nicht allzu stark (derzeit neun Semester im Diplomstudium), allerdings sind hier die Aufnahmeverfahren neu. Diese sind recht unterschiedlich ausgestaltet: An den meisten Unis musste ein mehrstufiges Verfahren mit einem Test am Ende absolviert werden, dessen Bestehen Voraussetzung für die Inskription war. An der größten Lehrerausbildungsstätte, der Uni Wien, konnte man dagegen unabhängig vom Testergebnis das Studium beginnen - wer zu wenig Punkte erreichte, musste nur den Umweg über ein zusätzliches Informations- und Beratungsgespräch gehen.

Nicht verändert hat sich in den vergangenen Jahren die Geschlechterquote: Rund 65 Prozent der Studienanfänger sind Frauen. Beliebtestes Fach ist nach wie vor Englisch, gefolgt von Geschichte, Deutsch und Psychologie/Philosophie.

 

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Mit freundschaftlichen Grüßen

 

Kurt Schober
Klubsekretär

SPÖ-Parlamentsklub
01/40110-3569

0664 / 44 45 005
kurt.schober@spoe.at

 

SPÖ-Parlamentsklub

www.klub.spoe.at

 

 

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